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ThüringenForschung zu winzigen Teilchen wird ausgezeichnet

27.10.2026, 16:34 Uhr
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Nanopartikel, Mikroorganismen - vieles von dem, was unser Auge nicht sieht, übernimmt wichtige Aufgaben. Der Thüringer Forschungspreis macht die Forschung dazu sichtbarer. Das sind die Preisträger.

Weimar (dpa/th) - Winzige Forschungsobjekte, große Bühne: Mit dem Thüringer Forschungspreis sind in diesem Jahr drei Teams der Universitäten Jena und Ilmenau ausgezeichnet worden. Sie hätten eindrucksvoll gezeigt, dass sich Wissenschaft mit Welten beschäftige, die im Alltag verborgen blieben, sagte Wissenschaftsminister Christian Tischner (CDU). "Erst nach jahrelangen wissenschaftlichen Untersuchungen und einzigartigen, neuen Forschungsmethoden können diese nicht sichtbaren Welten verstanden und Erkenntnisse darüber gewonnen werden."

Im Bereich Grundlagenforschung ging der Preis an ein Jenaer Team, das sich mit Mikroorganismen im Grundwasser beschäftigt. Die Forschenden hätten nachgewiesen, dass diese winzigen Organismen an Stoffflüssen zwischen Oberfläche und Untergrund beteiligt seien. Damit sei die Vorstellung von einem isolierten Ökosystem im Untergrund verändert worden - hin zu einem eng mit der Oberfläche verbundenen Ökosystem.

Behandlung von Sepsis im Fokus

In der angewandten Forschung teilen sich zwei Teams den Preis. An der Technischen Universität Ilmenau entwickelten Wissenschaftler Verfahren, um Metallspritzer beim Laserstrahlschweißen zu verhindern. Und an der Universität Jena erarbeitete ein Team einen neuen Ansatz zur Behandlung von Sepsis. Dabei werden Wirkstoffe mittels winziger Teilchen, sogenannter Nanopartikel, direkt in die betroffenen Zellen transportiert und damit Nebenwirkungen verringert.

Insgesamt ist der Thüringer Forschungspreis mit 50.000 Euro dotiert. Davon gehen 25.000 Euro an das Jenaer Team in der Grundlagenforschung, den Rest teilen sich die beiden anderen Teams auf.

Quelle: dpa

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