Nordrhein-WestfalenCyberangriff beim Paritätischen - sensible Daten betroffen

Der Paritätische NRW hat nach einem Datendiebstahl Schutzmaßnahmen ergriffen und Strafanzeige erstattet. Was bislang über die Betroffenen und ihre Daten bekannt ist – und was noch ungeklärt bleibt.
Wuppertal (dpa/lnw) - Unbekannte haben bei einem Hackerangriff auf den Paritätischen in Nordrhein-Westfalen Daten erbeutet. Betroffen seien teils auch sensible Daten wie Bankverbindungen, teilte der Wohlfahrts-Dachverband am Dienstag in Wuppertal auf Anfrage mit. Die möglicherweise Betroffenen seien informiert worden. Der Verband habe die Schwachstellen inzwischen behoben und neue technische und organisatorische Schutzmaßnahmen ergriffen.
Beim Paritätischen NRW sind nach eigenen Angaben 425 Menschen direkt beschäftigt. Als Dachverband vertritt der Paritätische aber weit mehr Menschen im Bereich der sozialen Arbeit: 3100 Organisationen mit rund 7000 Einrichtungen. Ob auch Beschäftigte von Mitgliedsorganisationen betroffen sind, teilte der Paritätische zunächst nicht mit.
"Wir bedauern die Folgen dieses kriminellen Angriffs und nehmen die Situation außerordentlich ernst", erklärte der Verband auf Nachfrage. Der Zugriff auf die Daten sei sofort unterbunden worden. Der Paritätische habe Strafanzeige erstattet, die Aufsichtsbehörde für Datenschutz eingeschaltet und externe IT-Fachleute zur Aufklärung hinzugezogen.