HessenErneut Feuer in Klinik in Schlüchtern - Zwölf Verletzte

Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen brennt es in der Klinik in Schlüchtern. Zwölf Menschen werden wegen Rauchgasverdachts behandelt, gegen eine 20-Jährige wird ermittelt. Was bislang bekannt ist.
Schlüchtern (dpa/lhe) - Zum zweiten Mal binnen weniger Wochen hat es in der Main-Kinzig-Klinik in Schlüchtern gebrannt. Dabei wurden zwölf Menschen durch eine Rauchgasvergiftung leicht verletzt, wie die Polizei mitteilte. Für die Entstehung des Brandes könnte nach ersten Ermittlungen eine junge Patientin verantwortlich sein. Es werde wegen des Verdachts der vorsätzlichen Brandstiftung gegen die 20-Jährige ermittelt, sagte ein Polizeisprecher.
Das Feuer war demnach am Dienstagabend gegen 21.00 Uhr in einem Patientenzimmer der Psychiatrie ausgebrochen und konnte gelöscht werden. Die Heranwachsende habe sich zu dem Zeitpunkt des Brandes offenbar allein in dem Patientenzimmer aufgehalten. Dort habe eine Matratze gebrannt.
Ein Stationsarzt und eine Krankenpflegerin griffen den Angaben zufolge ein. Sie retteten die Patientin aus dem Zimmer und dämmten das Feuer ein. "Dadurch wurde verhindert, dass sich die Flammen auf weitere Patientenzimmer oder Gebäudeteile ausbreiteten", teilten die Beamten mit. Die Feuerwehr konnte das Feuer schließlich löschen.
Verletzte werden ambulant versorgt
Das betroffene Patientenzimmer und möglicherweise auch Teile der Station seien wegen des Brandes vorerst nicht mehr nutzbar, teilte die Polizei mit. Der entstandene Sachschaden wird vorläufig auf etwa 30.000 Euro geschätzt.
Bei den insgesamt zwölf Menschen, die wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung ambulant behandelt wurden, handelt es sich laut Polizei um zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die 20-Jährige und eine weitere Patientin.
Erst Anfang Oktober hatte ein Feuer in einem Patientenzimmer der Klinik einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Laut Mitteilung brannten damals eine Matratze und eine Gardine in dem Zimmer, Verletzte gab es nicht. Bislang gibt es laut Polizei keine Hinweise darauf, dass die Fälle zusammenhängen könnten.