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Berlin & BrandenburgTaxiinnung schlägt Geozone für Abholungen am BER vor

27.10.2026, 11:40 Uhr
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Ab Januar dürfen Berliner Taxis nur noch auf Bestellung zum BER fahren. Die Taxiinnung der Hauptstadt macht einen Vorschlag, wie die Berliner Unternehmen weiter zum Zug kommen könnten.

Berlin/Schönefeld (dpa/bb) - Die Berliner Taxiinnung macht sich für eine Transport-Neuregelung am Flughafen BER stark, damit dort auch im kommenden Jahr Berliner Taxis Fahrgäste abholen können. Konkret schlägt die Innung in einem Schreiben an die Berliner Abgeordneten Tino Schopf (SPD) und Kristian Ronneburg (Linke) eine sogenannte Geozone vor.

Dabei handelt sich laut dem Innungsvorsitzenden Leszek Nadolski um ein noch festzulegendes Gebiet in Flughafennähe, in dem die Berliner Taxifahrer auf Aufträge am BER warten können. Sie könnten dann auf Bestellung schneller zum Terminal fahren.

Landkreis kündigt Transportvereinbarung zum Jahresende

"Durch eine klar definierte geografische Zone sollen digitale Vermittlungssysteme Fahrgäste und verfügbare Taxis im Flughafenumfeld gezielter zusammenführen können", heißt es in dem Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Innung fordert die möglichen künftigen Koalitionspartner in Berlin dazu auf, gemeinsam mit dem Land Brandenburg und der Flughafengesellschaft die Einrichtung einer solchen Zone zu prüfen.

Der Taxi-Transport am BER war bisher über eine Vereinbarung zwischen dem Land Berlin und dem Landkreis Dahme-Spreewald geregelt. Sie sah vor, dass bis zu 1.100 Taxis - jeweils 550 aus Berlin und 550 aus dem Landkreis - am Flughafen warten und Fahrgäste aufnehmen durften. Die Lizenzen dafür wurden regelmäßig für einen bestimmten Zeitraum verlost.

Am Montag hat der Landkreis mitgeteilt, dass er die Vereinbarung zum Jahresende gekündigt habe. Berliner Taxis dürfen deshalb ab dem 1. Januar nur noch Fahrgäste am BER einsammeln, wenn sie von diesen gezielt bestellt wurden - etwa über eine Plattform oder telefonisch. Der Landkreis Dahme-Spreewald begründete den Schritt mit dem zurückgegangenen Taxi-Bedarf am BER.

Senat bedauert die Kündigung

"Derzeit müssen Taxifahrerinnen und Taxifahrer am Flughafen Berlin Brandenburg häufig Wartezeiten von mehr als drei Stunden in Kauf nehmen, bevor sie einen Beförderungsauftrag erhalten", heißt es in der Mitteilung. "Mit der Kündigung der Vereinbarung schaffen wir die Voraussetzungen, um die wirtschaftliche Situation der Taxiunternehmen im Landkreis Dahme-Spreewald nachhaltig zu verbessern."

Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) bezeichnete den Schritt als bedauerlich. Schließlich seien die Marktbedingungen auch für die Berliner Unternehmen herausfordernd. "Im Ergebnis dieser Kündigung werden wir nun aktiv die Voraussetzungen schaffen, um die zulässige Möglichkeit von Bestellfahrten vom Flughafen öffentlich bekannter zu machen und durch einen gesicherten Festpreis attraktiv zu gestalten."

Quelle: dpa

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