Regionalnachrichten

HessenArbeiten an evakuiertem Hochhaus vor Abschluss

28.10.2026, 04:02 Uhr
image

Seit Monaten steht ein wegen Sicherheitsmängeln evakuiertes Hochhaus leer. Jetzt gibt es Licht am Horizont.

Babenhausen (dpa/lhe) - Über ein Jahr nach der Evakuierung eines Hochhauses im südhessischen Babenhausen rückt ein möglicher Wiedereinzug in greifbare Nähe. "Alle notwendigen Sanierungen sind abgeschlossen beziehungsweise in enger Abstimmung mit der unteren Bauaufsicht in Fertigstellung", teilte Holger Gröning von der Wohnungseigentümergemeinschaft mit. Heute würde die Wasserversorgung wieder aktiviert und alle Wohnungen würden begangen.

Vor über einem Jahr geräumt

Das Hochhaus war Anfang Juni vergangenen Jahres geräumt worden, nachdem ein Teil der Fassade eingestürzt war. Verletzt wurde dabei niemand. Anfangs war von Reparaturarbeiten von zwei bis drei Wochen ausgegangen worden. Dann kamen immer neue Hiobsbotschaften hinzu. Die Statik und die Befestigung aller Fenster mussten in dem Gebäude überprüft werden. Es wurden Brandschutzmaßnahmen im Gebäude nötig. Vorübergehend mussten laufende Arbeiten an dem elfstöckigen Haus aus Sicherheitsgründen eingestellt werden.

Genauer Termin steht noch nicht fest

Von der Evakuierung waren 187 Bewohner betroffen. Vorübergehend mussten Menschen in einer Notunterkunft in der Stadthalle übernachten. Nach und nach fanden alle eine Bleibe. "Ein genauer Termin für den Wiederbezug kann noch nicht benannt werden, da bei der Inbetriebnahme der Wasserversorgung das Risiko von Wasserschäden besteht. Zudem müssen die umgesetzten Maßnahmen für eine endgültige Freigabe der Liegenschaft anschließend noch von der unteren Bauaufsicht bewertet werden", teilte Gröning mit.

"Nach einer positiven Abnahme stünde aus baurechtlicher Sicht einem Wiedereinzug nichts mehr im Wege", heißt es auch beim baurechtlich zuständigen Kreis Darmstadt-Dieburg.

Noch keine neue Fassade

Gerüste an der Außenfassade seien von unserer Bauaufsicht vorgeschrieben worden, um vor eventuell weiter herabfallenden Fassadenteilen zu schützen. Die Gerüste seien natürlich noch nicht der "Endausbau", sondern nur eine Interimslösung, bis wieder eine neue Fassade aufgebracht ist. "Für eine neue Fassade wurde aber noch kein Bauantrag gestellt", heißt es beim Kreis. Die Wohnungseigentümergemeinschaft hab die Pumpen für die Löschwasserversorgung in beiden Gebäuden instand gesetzt und ertüchtigt. Der TÜV habe sie auch bereits abgenommen. Für einen Wiederbezug sei unter anderem auch der Blitzschutz ertüchtigt worden.

Quelle: dpa

Regionales