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Mecklenburg-VorpommernHalloween treibt Nachfrage nach Kürbissen an

28.10.2026, 05:02 Uhr
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Das Interesse an Kürbissen ist groß und das freut die Bauern. Die Anbaufläche in MV ist zuletzt sprunghaft gewachsen.

Schwerin (dpa/mv) - Halloween naht - und sie stehen zuverlässig vor den Haustüren: Kürbisse in allen erdenklichen Größen, Formen und Farben. Mit wilden Grimassen versehen oder einem freundlichen Lächeln, gerne selbst in die Schale geschnitzt.

Der lustige Brauch hat ganz handfeste wirtschaftliche Folgen für die Bauern, wie Branchenexperte Rolf Hornig von der halbstaatlichen LMS Agrarberatung in Schwerin sagt. "Der Anbau von Kürbissen ist in den letzten Jahren in Mecklenburg-Vorpommern und auch in Deutschland insgesamt deutlich ausgeweitet worden."

Pumpkin Spice Latte

Dabei spiele neben dem Geschmack und dem Trend zum saisonalen Kochen mit regionalen Zutaten auch Halloween eine Rolle. "Kürbisse sind dadurch sehr präsent", sagt Hornig. Mit dem Pumpkin Spice Latte gibt es inzwischen sogar ein Kaffee-Kultgetränk mit Kürbispüree und exotischen Gewürzen.

Der Kürbis kam um 1500 aus Amerika nach Europa. "Alle Kürbisarten stammen aus Mittel- und Südamerika, wo sie schon vor 10.000 Jahren angebaut wurden", heißt es vom Bundeszentrum für Ernährung. "Spanische Seefahrer brachten ihre Samen nach der Entdeckung Amerikas nach Europa."

Anbau in MV mehr als vervierfacht

Lange fristete der Kürbis hierzulande aber ein eher bescheidenes Dasein - bis der aus den USA nach Deutschland gelangte Halloween-Hype die Nachfrage kräftig ankurbelte. "Im Jahr 2020 wurden Kürbisse in Mecklenburg-Vorpommern auf 47,1 Hektar angebaut", sagt Rolf Hornig. "2024 waren es 154 Hektar und 2025 dann sogar 225 Hektar." Bundesweit wuchs die Anbaufläche laut seinen Angaben in den vergangenen zehn Jahren von 3.500 auf 5.800 Hektar.

Und der Branchenkenner sieht das Ende des Aufwärtstrends bisher nicht erreicht. "Der Kürbis- und Halloween-Hype ist noch nicht abgeschlossen", sagt Hornig. Er gehe von einer weiteren leichten Steigerung in der Zukunft aus.

850 Arten

Vielen Landwirtschaftsbetrieben komme das entgegen. Kürbisse seien eine Möglichkeit, den Anbau zu diversifizieren und die Fruchtfolge zu bereichern. Überdies sei der Kürbis ein eher anspruchsloses Gemüse, das im Grund auf jedem Boden wachse. "Nur Trockenheit mag er nicht so", erklärt Hornig.

Weltweit umfasst die Familie der Kürbisgewächse laut Bundeszentrum für Ernährung rund 100 Gattungen und über 850 Arten. Angebaut wird hierzulande vor allem der leuchtend orangefarbene Hokkaido-Kürbis, wie Hornig sagt. Aber auch der gelbliche Butternut sei dabei. Der Selbstversorgungsgrad bei Kürbissen in Deutschland ist seinen Worten zufolge groß. Rund 90 Prozent aller konsumierten Kürbisse kommen demnach aus heimischer Erzeugung.

Quelle: dpa

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