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Berlin & BrandenburgStreit um Grundstück in Rangsdorf beigelegt

28.10.2026, 13:01 Uhr
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Seit 2010 beschäftigt ein Grundstücksstreit in Rangsdorf Gerichte und die Öffentlichkeit. Der Kampf einer Familie um ihr Haus soll nun beigelegt worden sein.

Potsdam/Rangsdorf (dpa/bb) - Im seit Jahren schwelenden Streit um ein Grundstück im brandenburgischen Rangsdorf (Landkreis Teltow-Fläming) ist eine Einigung erzielt worden. Das teilte das Brandenburger Justizministerium mit. Der ursprüngliche Eigentümer werde in das Grundbuch eingetragen. Die Familie erhalte eine "angemessene Entschädigung" für das Haus. Dieser sogenannte Verwendungsersatz wird vom Grundstückseigentümer gezahlt.

Dem Vernehmen nach soll das Land der Familie zudem eine Entschädigungssumme von über einer halben Million Euro zahlen. "Wir haben einen Fehler gemacht", sagte Justizminister Benjamin Grimm (SPD) in Potsdam. Dieser Fehler sei bei dem Zwangsversteigerungsverfahren beim Amtsgericht Luckenwalde aufgetreten und habe "schwerwiegende Folgen" gehabt. "Ich entschuldige mich dafür."

Grundstück 2010 bei Zwangsversteigerung erworben

Die betroffenen Eheleute W. hatten das Grundstück in Rangsdorf südlich von Berlin 2010 bei einer Zwangsversteigerung erworben. Nachdem sie darauf ein Haus gebaut und mit ihren zwei Kindern eingezogen waren, meldete sich der ursprüngliche Eigentümer des Grundstücks. Er hatte erst nach dem Zuschlag von der Zwangsversteigerung erfahren - und forderte das Grundstück zurück. Nach einer langen gerichtlichen Auseinandersetzung kam es nun zu den Verhandlungen unter Mitwirkung des Landes.

Mit der Einigung seien "sämtliche gegenseitigen Ansprüche der Beteiligten abschließend geklärt", hieß es vom Justizministerium. Das gelte auch für Ansprüche gegen das Land. Die Beteiligten verabredeten, zu den Einzelheiten der Einigung Stillschweigen zu bewahren.

Quelle: dpa

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