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KapitalerhöhungMeta will 97,5 Milliarden Dollar für Ausbau Künstlicher Intelligenz einsammeln

27.10.2026, 09:42 Uhr
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(Foto: dpa)

Die Facebook-Mutter Meta Platforms stemmt sich mit einer Mega-Kapitalerhöhung gegen die massiven Kosten des Ausbaus der Künstlichen Intelligenz (KI).

Der Social-Media-Riese will bei Aktionären insgesamt 97,5 Milliarden Dollar frisches Kapital für den Bau weiterer Rechenzentren einsammeln. Die ersten 37,5 Milliarden hat er dabei bereits in der Tasche, wie der Konzern mitteilte.

Der Preis für die neuen Stammaktien sei auf 625 Dollar festgelegt und die Emission auf 25 von 22,5 Milliarden Dollar erhöht worden. Die Hinterlegungsscheine (depositary shares) im Volumen von 12,5 Milliarden Dollar kosten je 50 Dollar. Voraussichtlich im Frühjahr 2027 will Meta nach und nach neue Aktien für weitere 60 Milliarden Dollar am Markt platzieren.

Meta plant allein in diesem Jahr, 135 bis 145 Milliarden Dollar in den Ausbau der KI-Infrastruktur zu investieren. Die Gesamtausgaben hierfür dürften sich über mehrere Jahre auf 825 Milliarden Dollar summieren. Pläne für eine Kapitalerhöhung hatte das Unternehmen bei der Präsentation der Quartalszahlen in der vergangenen Woche verkündet.

Meta musste in diesem Zeitraum erstmals seit mehr als zehn Jahren einen operativen Mittelabfluss hinnehmen. Der Free Cash-flow lag im dritten Quartal bei minus 2,12 Milliarden Dollar, ein Jahr zuvor hatte es noch einen Mittelzufluss von 10,63 Milliarden Dollar gegeben.

Große Chiphersteller beteiligen sich an der Kapitalerhöhung von Meta: Nvidia, AMD und Broadcom hätten sich bereit erklärt, neue Papiere für bis zu fünf Milliarden Dollar zu zeichnen, erklärte Meta. Nvidia allein bezifferte seine Investitionen auf drei Milliarden Dollar. Das finanzielle Engagement der Lieferanten von KI-Chips bei ihren Kunden bereitet Marktteilnehmern Sorgen wegen eines wachsenden Finanz-Kreislaufs in der Branche.

Meta hat massiv in Chips und Rechenzentren investiert, um mit OpenAI und Anthropic mithalten zu können. "Wir glauben, dass Meta letztlich ein profitables KI-Geschäft aufbauen kann und das dem Unternehmen bei der Diversifikation hilft, aber es kann sein, dass der Weg dorthin kein gerader sein wird", schrieben die Analysten von William Blair.

Lange Zeit hatten Technologiekonzerne den Ausbau ihrer IT-Infrastruktur aus den Rücklagen finanziert. Inzwischen greifen sie aber zunehmend auf die Fremd- und Eigenkapitalmärkte zurück. Im Juni hatte die Google-Muttergesellschaft Alphabet angekündigt, neue Aktien für 84,75 Milliarden Dollar auszugeben.

Quelle: ntv.de, rts

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