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Berlin & BrandenburgVerhandlungen in Metall-Tarifrunde gehen am Freitag weiter

04.11.2026, 13:45 Uhr
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Ein erstes Angebot der Arbeitgeber lehnte die Gewerkschaft ab - und setzte Warnstreiks an. Nun wollen beide Seiten wieder an einen Tisch kommen.

Berlin (dpa/bb) - Nach mehreren Warnstreik-Tagen werden die Verhandlungen in der Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie in Berlin und Brandenburg wieder aufgenommen. Für diesen Freitag, 13.00 Uhr, sei die dritte Verhandlungsrunde angesetzt, teilte der zuständige Bezirk der Gewerkschaft IG Metall mit. Bezirksleiter Jan Otto sagte: "Mit dem lausigen Angebot der Arbeitgeber werden sich die Kolleginnen und Kollegen nicht abspeisen lassen."

Die Arbeitgeber hatten zuletzt in der zweiten Verhandlungsrunde zwar ein bundesweit abgestimmtes Angebot vorgelegt, jedoch wies die IG Metall dieses als unzureichend zurück. Da die Friedenspflicht mit Ende Oktober auslief, kommt es derzeit deutschlandweit zu Warnstreiks in der für Deutschland so wichtigen Industrie, zu der unter anderem die Auto- und Maschinenbauer zählen.

Gewerkschaft lehnte erstes Angebot ab

Das Angebot der Arbeitgeber umfasst unter anderem eine Tariferhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 sowie eine Einmalzahlung in Höhe von einem Prozent des durchschnittlichen Jahresbruttoentgelts im kommenden Jahr. Der Tarifvertrag soll bis Ende 2028 laufen. Die Einmalzahlung soll dem Angebot zufolge automatisch ausgesetzt werden können, wenn Unternehmen kaum noch Geld verdienen.

Die Gewerkschaft lehnte die Offerte auch in Berlin und Brandenburg ab. Die IG Metall fordert für die rund 96.000 Beschäftigten in den beiden Bundesländern 5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Zudem will sie in den Verhandlungen über die Absicherung von Arbeitsplätzen und Standorten, eine tarifliche Gewinnbeteiligung für Beschäftigte und Auszubildende sowie eine soziale Komponente zur Besserstellung der unteren Entgeltgruppen sprechen.

Quelle: dpa

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