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Berlin & BrandenburgPläne für Potsdamer Campus am Brauhausberg werden konkreter

27.10.2026, 19:53 Uhr
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Bis 2035 soll Potsdam einen neuen Uni-Campus bekommen. Am Brauhausberg wird bereits an Dach und Turm gearbeitet – auch für den Griebnitzsee sind wichtige Schritte geplant.

Potsdam (dpa/bb) - Der geplante Uni-Campus auf dem Brauhausberg in Potsdam und der Ausbau des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) am Griebnitzsee kommen nach Angaben der Landesregierung voran. Aktuell werde ein Entwurf zur Gestaltung von Dach und Turm des denkmalgeschützten Gebäudes auf dem Brauhausberg ausgearbeitet, wie die Staatskanzlei mitteilte. Auch am Entwurf für die Gesamtgestaltung des Campus werde weiter gearbeitet.

Für den Uni-Campus Brauhausberg haben das Land Brandenburg und die Hasso Plattner Foundation (HPF) den Angaben nach bereits Anfang des Monats eine Kooperationsvereinbarung beschlossen. Diese sieht vor, dass die HPF Eigentümerin des Grundstücks wird, den Campus baut und anschließend vollständig dem Land überträgt. Noch in diesem Jahr sollen entsprechende Verträge geschlossen werden, auch für den Campus Griebnitzsee.

Die Mitglieder der Task Force unter der Leitung von Ministerpräsident Dietmar Woidke und HPF-Stifter Hasso Plattner hatten sich am Dienstag getroffen. "Wir machen wichtige Fortschritte zur Umsetzung dieser einzigartigen Projekte mit einer deutschland- und darüber hinaus europaweiten Bedeutung", teilte Woidke mit.

Hunderte neue Wohnheimplätze

Am Campus Griebnitzsee sollen den Angaben nach künftig 4.500 Menschen lehren, forschen und studieren. Die Nutzfläche solle von 50.000 auf 70.000 Quadratmeter vergrößert werden. Geplant sind außerdem Wohnheime mit rund 550 Plätzen, die langfristig auf bis zu 900 Plätze erweitert werden sollen.

Auf dem Campus Brauhausberg sollen laut Mitteilung 150 Wohnheimplätze entstehen. "Weitere Standorte könnten in der Stadt entwickelt werden", heißt es. Bereits im Auge habe man ein Areal in der Behlertstraße. "Ziel ist, mindestens so viele Wohnheimplätze neu zu errichten, wie aktuell auf dem Campus Griebnitzsee durch das Studierendenwerk West:Brandenburg vermietet werden."

Künstliche Intelligenz im Fokus

Der Software-Milliardär und SAP-Mitgründer Hasso Plattner will über seine Stiftung bis 2035 einen neuen Campus in Potsdam aufbauen und seine IT-Forschungseinrichtung, das HPI, erweitern. Damit soll Deutschland bei der Forschung zur Künstlichen Intelligenz (KI) im internationalen Wettbewerb stärker mitmischen. Wegen der Erweiterung des HPI, das zur Uni Potsdam gehört, sollen Jura und Sozialwissenschaften vom Campus Griebnitzsee zum neuen Standort nahe dem Hauptbahnhof ziehen.

Auf dem Brauhausberg, auf dem der Campus entstehen soll, tagte bis 2013 der brandenburgische Landtag. In der DDR beherbergte das weithin sichtbare Gebäude die SED-Bezirks- und Kreisleitung. Es bekam daher den Spitznamen "Kreml". Seit vielen Jahren stand es leer.

Quelle: dpa

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