Der Tag
27. Oktober 2026
imageHeute mit Heidi Ulrich und Alexander Schultze
Zum Archiv
18:11 Uhr

Brasilienwahl wird überprüft - Versuchte US-Netzwerk Einfluss zu nehmen?

Nach der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat ein Richter am Obersten Gericht Ermittlungen zu möglichen Wahlkampfhilfen aus dem Ausland für den unterlegenen Kandidaten Flávio Bolsonaro angeordnet. Richter Flávio Dino ordnete eine Untersuchung zu "der möglichen Herkunft, dem Kreislauf und dem Ziel ausländischer Mittel" an, wie ein Gerichtsdokument belegt. In dem Zusammenhang nannte Dino das konservative politische Netzwerk Rockbridge Network in den USA. Die Untersuchungen sollen erhellen, ob es Verhandlungen von zwei brasilianischen Unternehmern mit Rockbridge Network gab.

Dabei geht es darum, ob es konkrete Anhaltspunkte für Absprachen im Zusammenhang mit seltenen Erden und anderen wichtigen Rohstoffen gab, über die Brasilien in großen Mengen verfügt. Richter Dino ordnete zudem eine Untersuchung anderer möglicher Formen der Einmischung von außen an. Unter anderem nannte er "gezielte Asymmetrien und algorithmische Manipulation durch Internetunternehmen", die darauf abzielten, "Kandidaturen im brasilianischen Wahlprozess zu begünstigen oder zu benachteiligen". Dino verwies zur Begründung für die angeordneten Untersuchungen auf Medienberichte und Vorwürfe von Parteien, unter anderem der Arbeiterpartei des linksgerichteten Amtsinhabers Luiz Inácio Lula da Silva.

Brasilienwahl wird überprüft - Versuchte US-Netzwerk Einfluss zu nehmen?
17:38 Uhr

"Vollständige Zerstörung" drohe - Indien rüstet sich gegen Zyklon "Arnab"

Wegen des herannahenden Zyklons "Arnab" haben die indischen Behörden rund 100.000 Menschen im Südwesten des Landes zum Verlassen ihrer Häuser aufgefordert. Der Wirbelsturm sollte nach Angaben des Wetterdienstes am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde im Bundesstaat Andhra Pradesh auf Land treffen. Es drohten die "vollständige Zerstörung" strohgedeckter Hütten, Überschwemmungen und schwere Schäden in der Landwirtschaft. Die Behörden ordneten die Evakuierung niedrig gelegener Gebiete in Andhra Pradesh und dem benachbarten Bundesstaat Odisha und die Schließung aller Schulen und Universitäten bis Ende der Woche an. Der Zeitung "The Indian Express" zufolge wurden mehr als 4700 Schwangere aus durch den Sturm bedrohten Ortschaften vorsichtshalber in Krankenhäuser gebracht. Hunderte Notunterkünfte wurden geöffnet.

"Vollständige Zerstörung" drohe - Indien rüstet sich gegen Zyklon "Arnab"
17:13 Uhr

Barmer-Chef warnt vor verpfuschter Notfallreform

Die Krankenkasse Barmer hält die vom Bundestag beschlossene Notfallreform nicht für ausreichend, um die Notaufnahmen der Krankenhäuser zu entlasten. Barmer-Chef Christoph Straub forderte in Berlin die Einführung einer verpflichtenden Telefonberatung. Das vor zwei Wochen verabschiedete Gesetz greife zu kurz, weil es eine vorherige Ersteinschätzung zwar vorsehe, aber nicht zwingend vorschreibe. "Ohne eine klare Vorgabe ist der Erfolg der Reform fraglich", sagte Straub bei der Vorstellung des Barmer-Krankenhausreports. Der Studie zufolge ist die Zahl der ambulanten Notfallbehandlungen im Krankenhaus zwischen 2015 und 2024 von etwa 12,3 Millionen auf rund 12,7 Millionen gestiegen. Weil im gleichen Zeitraum die Zahl der Kliniken sank, bedeutet das nach Barmer-Berechnungen pro Klinik im Durchschnitt einen Anstieg der Fallzahlen um 8,7 Prozent.

Die Zahl der Patienten, die nach der Behandlung in der Notaufnahme wieder nach Hause geschickt werden konnten, ist regional zudem sehr ungleich verteilt: So wurde die ambulante Notfallversorgung in Baden-Württemberg im Jahr 2024 fast doppelt so häufig in Anspruch genommen wie in Thüringen.  

Barmer-Chef warnt vor verpfuschter Notfallreform
16:43 Uhr

Kanadische Musiklegende verklagt Trump-Team auf 10 Millionen Dollar

Der Sänger Neil Young klagt gegen die Verwendung seines Hits "Rockin' in the Free World" auf Wahlkampfveranstaltungen von US-Präsident Donald Trump. Young verlangt Schadenersatz in Höhe von zehn Millionen Dollar (rund 8,97 Millionen Euro). Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor, die beim Bundesgericht im US-Bundesstaat Virginia eingereicht wurden. "Das Lied steht für das genaue Gegenteil von allem, wofür Donald J. Trump steht", heißt es in den Unterlagen. Der Sänger wirft dem Wahlkampfkomitee "Trump 47" einen Verstoß gegen das Urheberrecht vor. Das 1989 veröffentlichte Lied sei mehrmals ohne Youngs Erlaubnis auf Wahlkampfveranstaltungen der Republikaner gespielt worden, heißt es weiter, unter anderem am 12. Oktober kurz vor einem Auftritt des US-Präsidenten.

Young hatte Trump zuletzt als schlechtesten Präsidenten in der Geschichte der USA bezeichnet. Der Sänger hatte bereits 2020 wegen Urheberrechtsverletzung geklagt, nachdem bei einer Trump-Kundgebung neben "Rockin' in the Free World" auch "Devil's Sidewalk" gespielt worden war. Danach habe sich eine andere, Donald Trump nahestehende Gesellschaft verpflichtet, die beiden Lieder künftig nie mehr ohne entsprechende Lizenz und Erlaubnis von Young zu verwenden, heißt es in dem Gerichtsdokument.  

Kanadische Musiklegende verklagt Trump-Team auf 10 Millionen Dollar
16:17 Uhr

Folterprozess von Salzgitter - Angeklagte will gestehen

Im Prozess um mutmaßliche jahrelange Folter einer jungen Frau im niedersächsischen Salzgitter hat eine Angeklagte ein Geständnis angekündigt. Im Wesentlichen werde sie die Vorwürfe einräumen und sei bereit, Verantwortung zu übernehmen, sagte der Verteidiger der 63-Jährigen zum Auftakt vor dem Landgericht Braunschweig.

Die vier Angeklagten sollen das Opfer über einen Zeitraum von etwa viereinhalb Jahren geschlagen, gequält und mit Werkzeugen wie Hammer und Zange häufig im Genitalbereich verletzt haben. Unter anderem sollen sie der Frau mit einem Bunsenbrenner Verbrennungen zugefügt haben. Laut Anklage zwangen sie das Opfer, sich selbst mit einer Rohrzange Zähne zu ziehen.

Neben der 63 Jahre alten Frau ist ihr 50 Jahre alter Mann angeklagt. Zudem richten sich Vorwürfe gegen die 29-jährige Tochter der Frau und ihren 54 Jahre alten Lebensgefährten. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft nutzten die Angeklagten die Hörigkeit und Wehrlosigkeit des Opfers aus und erfreuten sich zunehmend am Leid der Frau.

Folterprozess von Salzgitter - Angeklagte will gestehen
15:49 Uhr

Rekordbeteiligung: Fast jeder zweite Israeli war bis 14 Uhr schon wählen

Bei der Parlamentswahl in Israel ist zur Halbzeit des Wahltags eine Rekordbeteiligung verzeichnet worden. Bis 14 Uhr gaben nach Angaben der israelischen Wahlkommission 3,29 Millionen Wähler und damit 44,9 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab. Das ist die höchste Wahlbeteiligung zu diesem Zeitpunkt seit Beginn der Erhebung dieser Zahl im Jahr 1973, wie der Leiter der Wahlkommission, Dean Livne, mitteilte.

In Israel wählen die Menschen erstmals seit dem Hamas-Überfall auf das Land vom 7. Oktober 2023 ein neues Parlament. Die Abstimmung ist eine Richtungswahl in dem stark gespaltenen Land - und ein Referendum über Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Erwartet wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Netanjahus rechtsgerichtetem Lager und dem Block des Mitte-Rechts-Oppositionspolitikers Gadi Eisenkot. Die Wahllokale schließen um 22 Uhr (21 Uhr MEZ), danach werden erste Hochrechnungen erwartet.

Rekordbeteiligung: Fast jeder zweite Israeli war bis 14 Uhr schon wählen
15:13 Uhr

Bild von TV-Ikone Bob Ross kommt unter den Hammer

Fans des berühmten TV-Malers Bob Ross können nun eines seiner Landschaftsgemälde in Öl ersteigern. Am 5. Dezember komme sein Bild "Mountain Splendor" unter den Hammer, das Ross 1986 vor laufender Kamera gemalt habe, teilte das Auktionshaus Ketterer Kunst in München mit. Mit dem Nettoerlös würden öffentliche US-Sender nach der Kürzung staatlicher Mittel unterstützt. Auf 40.000 bis 60.000 Euro wird das Gemälde des US-Amerikaners (1942-1995) geschätzt.

Regelrecht Kult wurde der im Fernsehen ausgestrahlte Malkurs "Joy of Painting", in dem Ross zwischen 1983 und 1994 seinem Publikum die Landschaftsmalerei in Öl nahebrachte, wenn auch in einer eher kitschigen Variante. Er bezauberte seine Fans, indem er von "fröhlichen Wolken" schwärmte oder "glücklichen Bäumen" Freunde an die Seite stellte. Seinen Schülerinnen und Schülern gab er mit: "Wir machen keine Fehler, nur glückliche Missgeschicke". Die Wissenschaft sprach gar vom "Bob-Ross-Effekt", der sich positiv auf die Stimmung auswirke.

Bild von TV-Ikone Bob Ross kommt unter den Hammer
14:44 Uhr

Frau kippt von Designerstuhl - vor Gericht erleidet sie Bauchlandung

Aufgepasst beim Sitzen: Nach ihrem Umkippen mit einem Designerstuhl in einem Frankfurter Restaurant ist eine Frau mit ihrer Klage auf Schmerzensgeld gescheitert. Das Oberlandesgericht (OLG) in Frankfurt am Main lehnte ihre Ansprüche darauf ab, wie zuvor schon das Landgericht. Wer sich auf ungewöhnlich geformte Stühle setze, müsse "sein Verhalten auf die besonderen Eigenschaften und etwaige Kippneigung anpassen", schrieb das OLG in einer Mitteilung. Die Frau hatte sich in dem Restaurant auf einen Stuhl gesetzt, der wie eine Hand geformt war - mit den Fingern als Rückenlehne und dem Arm als einzelnem Standfuß. Ein paar Minuten später stürzte sie zur Seite um und brach sich einen Finger. In ihrer Klage forderte sie daraufhin rund 7000 Euro von der Restaurantbetreiberin. Ein Gastwirt müsse zwar dafür sorgen, dass seine Gäste sich bei ihm gefahrlos aufhalten können, so das OLG. Das nehme die Gäste aber nicht aus der Pflicht, auch selbst auf ihre Sicherheit zu achten - in zumutbarem Maß.  

Frau kippt von Designerstuhl - vor Gericht erleidet sie Bauchlandung
14:12 Uhr

Opfer nach Fund von Leichenteilen im Rhein identifiziert 

Nachdem in der Schweiz mehrere Säcke mit Leichenteilen gefunden wurden, haben Ermittler das Opfer identifiziert. Es handle sich um einen Mann, der seit einigen Tagen in einem Asylheim in der Nähe des Bodensees vermisst worden sei, sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Aargau. Nähere Einzelheiten werden aus ermittlungstaktischen Gründen nicht mitgeteilt. Drei Männer hatten den Fund am Sonntag am Rheinufer in der Gemeinde Stein gemacht, gegenüber von Bad Säckingen an der deutschen Uferseite.

Opfer nach Fund von Leichenteilen im Rhein identifiziert 
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Heidi hat sich ihren Feierabend verdient und darf ihn nun antreten. Ab sofort sitze ich im Tag am Ruder. Mein Name ist Alexander Schultze und ich begleite Sie bis in den Abend. Wenn Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!

Schichtwechsel
13:36 Uhr

Noah Wyle zum "Sexiest Man Alive" gekürt

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Noah Wyle und seine Frau Sara Wells bei einer Benefizgala. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Beim "People"-Magazin hält man den US-amerikanischen Schauspieler Noah Wyle für den "Sexiest Man Alive" in diesem Jahr. Der 55-Jährige war überrascht, als er davon erfuhr. "Ich hätte mir nicht im Traum vorstellen können, dass mir diese Ehre in diesem Leben zuteilwerden würde", sagt er in einem Interview. Seine Frau Sara habe sich sehr darüber gefreut, dass dies ein gutes Licht auf ihren Geschmack werfe, erzählt er schmunzelnd. "Aber sie hält mich auch für einen guten Kerl" und finde es gut, "die Art von Vater, die ich bin, die Art von Ehemann, die ich bin", anzupreisen. Wyle feierte zuletzt große Erfolge mit der Hauptrolle in der Krankenhausserie "The Pitt", die auch bei RTL plus zu sehen ist.

Noah Wyle zum "Sexiest Man Alive" gekürt
13:12 Uhr

Vier Menschen sterben bei Tornado in Antalya

Im türkischen Badeort Antalya sind vier Menschen durch einen Tornado ums Leben gekommen. Die vier Bauarbeiter starben, als die Windhose in der Nacht ihre Wohncontainer zerstörte, wie Provinzgouverneur Hulusi Sahin berichtet. Ein weiterer Mensch wurde demnach leicht verletzt. Sahin sagt, der Tornado habe ausschließlich auf der Baustelle im Stadtteil Kepez gewütet, im Rest von Antalya habe es nur geregnet. Von der Zeitung Hürriyet verbreitete Videoaufnahmen zeigen die verwüstete Baustelle.  

Vier Menschen sterben bei Tornado in Antalya
12:35 Uhr

Video zeigt Metalldiebe bei der Arbeit - Millionenschaden

In Halle an der Saale durchsuchen Ermittler mehr als zehn Wohnungen und stellen einen Lieferwagen voller Kupferkabel sicher. Die Bande soll seit Monaten Baustellen und Solarparks bestehlen. Den Firmen entstehen Schäden in Millionenhöhe.

Video zeigt Metalldiebe bei der Arbeit - Millionenschaden
12:06 Uhr

Fünf Bundesländer fallen bei Endlagersuche heraus

Die Bundesländer Rheinland-Pfalz, Hessen, Berlin, Sachsen und das Saarland sind nicht mehr Teil der laufenden Suche nach einem Endlager für hoch radioaktiven Atommüll. Das teilt die zuständige Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) in Peine mit. Bei der Suche nach einem Endlager grenzten die Fachleute die deutsche Landesfläche auf nun weniger als fünf Prozent ein. In diesen Gebieten hält die BGE die geologischen Bedingungen grundsätzlich für geeignet. Damit ist nun die gesamte Landesfläche in Bearbeitung oder bewertet. Das letzte Wort für die Auswahl des Standortes hat aber der Bundestag. Mehr dazu hier.

Fünf Bundesländer fallen bei Endlagersuche heraus
12:05 Uhr

Orchidee nach Merz benannt

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Der Namensgeber steckt das Namensschild in den Topf. (Foto: dpa)

Bei seinem Antrittsbesuch in Singapur wird Bundeskanzler Friedrich Merz eine große Ehre zuteil, indem eine Orchideensorte nach ihm benannt wird. Die "Vanda Friedrich Merz" hat lila-braune Blüten und sattgrüne Blätter. Die Orchidee ist die Nationalpflanze Singapurs. Dort hat es Tradition, hochrangige Gäste mit einer nach ihnen benannten Sorte zu ehren. So kamen zum Beispiel auch die Orchideennamen "Dendrobium Angela Merkel" und die "Renanthera Olaf Scholz" zu Stande. Mehr dazu hier.

Orchidee nach Merz benannt
11:37 Uhr

Amira Aly glücklich über "Wunder Nummer drei"

Die Moderatoren Amira Aly und Christian Düren sind Eltern eines Mädchens geworden. "Wunder Nummer drei", schreibt Aly bei Instagram, die ihr drittes Kind zur Welt gebracht hat. Zusammen mit Entertainer Oliver Pocher hat sie zwei Söhne. Düren ist zum ersten Mal Vater geworden. Mehr dazu hier.

Amira Aly glücklich über "Wunder Nummer drei"
11:20 Uhr

Bahnstrecke Berlin - Hamburg wohl wegen Blindgänger gesperrt

Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist aktuell unterbrochen. Nach ersten Angaben der Polizei wurde bei Bauarbeiten am Bahnhof Müssen ein verdächtiger Gegenstand gefunden. "Nach derzeitigen Erkenntnissen könnte es sich um einen Sprengkopf handeln", teilt die Polizei mit. Auf der Website der Deutschen Bahn ist von der "Entschärfung einer Weltkriegsbombe zwischen Hamburg und Berlin" die Rede. Der Fernverkehr werde weiträumig umgeleitet, sagt eine Bahnsprecherin auf Nachfrage. Es komme zu Teilausfällen. Reisende müssten sich auf Verspätungen einstellen und sollten sich vor Fahrtantritt über Auswirkungen auf ihre Verbindungen informieren. Auf der Homepage ist derzeit zu lesen, alle ICE-Züge zwischen Hamburg und Berlin sowie zwischen Hamburg und Rostock müssten entfallen.

Update von 11:40 Uhr: Die Sperrung der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist wieder aufgehoben worden. Bei dem gefundenen Gegenstand handelte es sich nach Angaben der Polizei um einen Sprengkopf aus dem Zweiten Weltkrieg. Zünder und Sprengstoff der mutmaßlich britischen Luft-Boden-Rakete waren noch vorhanden. Der Kampfmittelräumdienst stellte die Munitionsteile sicher und transportierte sie ab, um sie unschädlich zu machen.

Bahnstrecke Berlin - Hamburg wohl wegen Blindgänger gesperrt
11:02 Uhr

Beate Zschäpe soll mindestens bis 2035 in Haft bleiben

Die verurteilte Rechtsterroristin Beate Zschäpe soll bis mindestens 2035 in Haft bleiben. Das Oberlandesgericht München legt die sogenannte Mindestverbüßungsdauer auf insgesamt 24 Jahre fest und lehnt es zudem ab, die weitere Vollstreckung der Strafe zur Bewährung auszusetzen, wie das Gericht in München mitteilt. Die Untersuchungshaft wird dabei berücksichtigt. Der Beschluss ist noch nicht rechtskräftig. Das Gericht wertete zugunsten Zschäpes, dass diese anders als im eigentlichen NSU-Prozess inzwischen ihre Mitwisserschaft bei neun von zehn NSU-Morden einräumte. Zschäpe ist seit 2011 in Haft. Die 51-Jährige verbüßt ihre Haftstrafe in der Justizvollzugsanstalt Chemnitz.

Zschäpe wurde 2018 als Mittäterin der Morde des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) an neun Migranten und einer Polizistin zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Außerdem stellte das Münchner Oberlandesgericht die besondere Schwere der Schuld fest, was eine Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließt. Mehr dazu hier.

Beate Zschäpe soll mindestens bis 2035 in Haft bleiben
10:40 Uhr

Bilbao erlebt Krawallnacht

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Mehrere Fahrzeuge wurden angezündet. (Foto: IMAGO/Europa Press)

Seit Wochen kommt es bei Protesten in europäischen Städten zu schweren Ausschreitungen. Nun hat das nordspanische Bilbao eine solche Krawallnacht hinter sich. Der Polizei zufolge wurden 19 Menschen festgenommen, darunter sieben Minderjährige. Bei den Krawallen wurden Autos und Müllcontainer angezündet sowie Läden zerstört und geplündert, wie der TV-Sender RTVE und andere Medien berichten. Auch eine Polizeiwache wurde demnach angegriffen. 

Auslöser war eine Demonstration selbst ernannter Antifaschisten vor der Universität Deusto. Dort sollte am Montagabend ein rechtspopulistischer Influencer auftreten. Dieser sagte die Veranstaltung jedoch kurz vorher aus Sicherheitsgründen ab. Anschließend zogen Hunderte randalierend durch die Stadt. Der baskische Sicherheitsminister Bingen Zupiria meint, es entstehe der Eindruck, dass einige die gewalttätigen Aktionen in anderen Teilen Europas nachahmen wollten. Mehr dazu hier.

Bilbao erlebt Krawallnacht
10:05 Uhr

Video von Ex-Fußballer entsetzt - Hund baumelt von Balkon

Ein kleiner Hund hängt kopfüber aus einem Fenster im fünften Stock und jault vor Angst. Die Aufnahmen aus El Salvadors Hauptstadt verbreiten sich im Netz und sorgen für Empörung. Polizei und Stadtverwaltung greifen ein.

Video von Ex-Fußballer entsetzt - Hund baumelt von Balkon
09:45 Uhr

Merz schlägt Freihandelsabkommen mit Pazifik-Staaten vor

Bei seiner Asien-Reise macht sich Bundeskanzler Friedrich Merz für ein Freihandelsabkommen der EU mit der Transpazifischen Partnerschaft (CPTPP) stark. Zusammen hätten Europa und der Indo-Pazifik beachtlichen Einfluss, man könne gemeinsam den freien und fairen Welthandel schützen und fördern, sagt er in einer Grundsatzrede in Singapur. "Dies ist ein bewusster Kontrapunkt zu dem, was wir zurzeit an Einschränkung des globalen Handels sehen", sagt Merz in Anspielung auch auf die USA. Mitglieder im CPTPP sind Singapur, Australien, Neuseeland, Peru, Vietnam, Mexiko, Japan, Chile, Kanada, Großbritannien, Brunei und Malaysia. Mit Blick auf China sagt Merz, es gehe nicht um eine Loslösung, sondern vielmehr um den Abbau von "ungesunden" Abhängigkeiten. Mehr dazu hier.

Merz schlägt Freihandelsabkommen mit Pazifik-Staaten vor
09:04 Uhr

Sparquote in Deutschland gesunken 

Das Geld sitzt entweder nicht gerade locker oder fließt in andere Verwendungszwecke: Die Deutschen haben anteilig weniger von ihrem verfügbaren Einkommen auf die hohe Kante gelegt als im Vorjahr. Mit 18,9 Prozent lag die sogenannte Bruttosparquote allerdings noch deutlich über dem Durchschnitt in der EU von 14,3 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Quote weist den Anteil des Gesparten am verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte vor Abzug von Abschreibungen beispielsweise auf Wohneigentum aus. Im Jahr 2024 hatte sie noch bei 19,6 Prozent gelegen, in den vergangenen zehn Jahren im Durchschnitt bei 19,1 Prozent. Mehr dazu hier.

Sparquote in Deutschland gesunken 
08:33 Uhr

Studie: Superreiche verursachen unverhältnismäßige Klimaschäden 

Nicht nur Vermögen sind ungleich verteilt, auch die Luftverpestung geht einer Studie zufolge viel stärker auf das Konto von Superreichen verglichen mit dem Großteil der Menschheit. Laut dem Report "Disaster Divide" (Katastrophenkluft) von der Entwicklungsorganisation Oxfam verursachten Privatjets weltweit im vergangenen Jahr in nur zwei Sekunden mehr klimaschädliches Co2 als ein Mensch aus den ärmsten 50 Prozent der Weltbevölkerung im gesamten Jahr. Und bezogen auf Deutschland rechnet die Studie weiter vor: Privatjets produzierten in weniger als einer halben Stunde mehr Co2 als ein Normalverbraucher in Deutschland im gesamten Jahr. Der Bericht untersuchte auch die Investitionen von 1000 Milliardären im Jahr 2025. Davon flossen 71 Prozent in besonders klimaschädliche Sektoren wie Öl, Gas oder Chemie. Oxfam fordert daher, Superrreiche zum Beispiel über Steuern auf hohe Vermögen mehr in die Verantwortung zu nehmen.  

Studie: Superreiche verursachen unverhältnismäßige Klimaschäden 
07:52 Uhr

Lkw brennt lichterloh und verteilt Molkereiprodukte auf A9

Auf der A9 bei Beelitz ist ein Schwerlasttransporter in Brand geraten. Meterhohe Flammen schlugen aus dem Fahrzeug und eine gewaltige schwarze Rauchwolke stieg in den Nachthimmel. Der Lkw hatte tonnenweise Milchprodukte transportiert, darunter Buttermilch und Ayran, die sich auf der Fahrbahn verteilten. 

Lkw brennt lichterloh und verteilt Molkereiprodukte auf A9
07:46 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser! 

Wir behalten die Lage in der ukrainischen Frontstadt Oleschky im Auge, wo eine Feuerpause Kraft getreten ist. Die etwa 2000 verbliebenen Bewohner sollen die Möglichkeit bekommen, die abgeriegelte und verminte Stadt über einen Korridor zu verlassen. Dabei sollen sie frei entscheiden können, ob sie sich auf ukrainisch oder russisch kontrolliertes Gebiet begeben. Ob sie das wirklich können - bleibt abzuwarten. Im Ticker zum Ukraine-Krieg halten wir Sie auf dem Laufenden.

Wichtig sind auch noch diese Themen:  

  • In Israel sind rund 7,3 Millionen Wahlberechtige zur Wahlparlamentswahl aufgerufen. Angesichts der tiefen gesellschaftlichen Spaltung und der zunehmenden internationalen Isolation Israels dürfte die Wahl richtungsweisend sein.

  • Der Staatsschutzsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts entscheidet in Hamburg, ob das Verfahren gegen den angeklagten Nord-Stream-Verdächtigen eingestellt wird. Die Verteidigung hatte im Prozess um den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines einen entsprechenden Antrag gestellt. 

  • Die Berliner Linke beschäftigt sich zum wiederholten Mal mit dem Thema Antisemitismus und ihren Positionen zu Israel und zum Nahost-Konflikt. Der Fraktionsvorstand berät am Vormittag über den weiteren Umgang mit der Abgeordneten Vanessa Emde, die wegen israelkritischer Äußerungen mehrfach Diskussionen ausgelöst hatte. 

  • Bei seinem Staatsbesuch in China wird Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier den VW-Standort in Hefei besichtigen. Dort hat Volkswagen ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für den chinesischen Markt. 

  • Die Europäische Kommission will Europa besser auf Dürren, Überschwemmungen, Waldbrände und andere Folgen des Klimawandels vorbereiten. Dazu legt die Brüsseler Behörde eine neue Strategie dazu vor. 

  • Am Mittag veröffentlicht die Gesellschaft für Endlagerung (BGE) den aktuellen Stand bei der Suche nach einem Endlager für den deutschen Atommüll.  

  • Baseballschläger, Bunsenbrenner, Hammer: In Salzgitter soll eine junge Frau mit solchen Werkezeugen von einer Familie über mehrere Jahre gefoltert worden sein. Am Landgericht Braunschweig beginnt der Prozess gegen die Beschuldigten.  

  • In der zweiten Runde des DFB-Pokals stehen die ersten acht Duelle an. Los geht's um 18 Uhr unter anderem mit der Partie zwischen dem Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach und dem Bundesligsten FC Augsburg.  

Mein Name ist Heidi Ulrich, ich darf Sie mit Neuigkeiten durch den "Tag" begleiten. Erreichen können Sie mich über heidi.ulrich(at)ntv.de.

Das wird heute wichtig
07:19 Uhr

Trump-Regierung beschuldigt früheren FBI-Chef Comey zum dritten Mal

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Er habe immer noch keine Angst vor "diesen Leuten", sagt Jamey Comey. (Foto: dpa)

Die US-Regierung von Präsident Donald Trump erhebt neue Vorwürfe gegen Ex-FBI-Direktor James Comey - einen Kritiker Trumps. Laut Anklage wird ihm vorgeworfen, vor zehn Jahren als damaliger FBI-Chef Informationen zur nationalen Verteidigung an eine "Person weitergegeben zu haben, die nicht berechtigt war, diese zu erhalten". Medienberichten zufolge soll Comey einen Mitarbeiter beauftragt haben, Informationen an einen Journalisten durchzustechen, um einem angeblich fehlerhaften Pressebericht entgegenzutreten. Comey beteuert seine Unschuld. "Sie sind mal wieder da", kommentiert er die Anklage. Er "glaube nach wie vor an die Unabhängigkeit der Bundesjustiz".

Es ist schon das dritte Strafverfahren gegen Comey. Im letzten Jahr ließ ein Bundesgericht jedoch eine unter anderem wegen Falschaussage erhobene Anklage fallen. Zuletzt wurden ihm Morddrohungen auf Instagram gegen Trump vorgeworfen. Während Trumps erster Amtszeit leitete Comey die Ermittlungen zu russischer Einflussnahme auf die US-Wahlen 2016 und möglichen Verbindungen zwischen Moskau und Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam. 2017 wurde Comey von Trump entlassen. Mehr dazu hier.

Trump-Regierung beschuldigt früheren FBI-Chef Comey zum dritten Mal
06:42 Uhr

Bohrinsel versinkt vor den Augen von Überlebenden im Meer

Vor der Küste Gabuns sinkt am Samstagabend die Bohrplattform "Prospector 5". Ein Arbeiter stirbt, vier Menschen werden vermisst. Während die Behörden die Unglücksursache untersuchen, verliert die Aktie des Betreibers Borr Drilling zeitweise mehr als elf Prozent.

Bohrinsel versinkt vor den Augen von Überlebenden im Meer
06:01 Uhr

Auto fährt in Menschengruppe

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Die Polizei war mit zahlreichen Kräften und einem Hubschrauber im Einsatz. (Foto: picture alliance/dpa)

In Neustadt am Rübenberge nahe Hannover ist gestern Abend ein Auto in eine Menschengruppe gefahren. Vier bis fünf Personen seien leicht bis schwer verletzt worden, sagt eine Polizeisprecherin. Demnach schossen Polizisten auf das Auto, um es zu stoppen. Die Beamten waren kurz vor Mitternacht wegen einer allgemeinen Verkehrskontrolle in der Nähe des Tatorts gewesen. Der Tatverdächtige oder die Tatverdächtige hätten das Fahrzeug verlassen und vor Ort stehen lassen und seien unerkannt geflüchtet, so die Polizeisprecherin. Die Fahndung dauert an. Ein dpa-Reporter sprach von mehreren Autos mit Beschädigungen - platten Reifen, einer zerstörten Heckscheibe und Einschusslöchern. Die Hintergründe des Vorfalls sind unklar, allerdings gehen die Ermittler davon aus, dass die Beteiligten sich kannten. Mehr dazu hier.

Auto fährt in Menschengruppe