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"Massive Brände"Huthi-Miliz attackiert größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien

27.10.2026, 15:18 Uhr
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Die Raffinerie Ras Tanura gilt mit einer Kapazität von 550.000 Barrel täglich als wirtschaftlicher Eckpfeiler Saudi-Arabiens. (Archivbild) (Foto: IMAGO/Newscom World)

Die Angriffe auf Saudi-Arabiens Energieinfrastruktur gehen weiter. Nun reklamiert die Huthi-Miliz eine Attacke auf eine strategisch wichtige Raffinerie für sich. Während Berichte auf Brände hindeuten, meldet das Königreich zugleich die Abwehr weiterer Raketen.

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach eigenen Angaben die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien attackiert. Die Raffinerie Ras Tanura im Osten des Landes sei "mit einer ballistischen Rakete" angegriffen worden, erklärte Huthi-Sprecher Jahja Saree auf X. Dies habe zu "massiven Bränden" an der Anlage geführt.

Die vom Iran unterstützten Huthis greifen seit Wochen fast täglich Ziele in Saudi-Arabien an, darunter vor allem die Energieinfrastruktur. Die Anlage in Ras Tanura beherbergt eine der größten Raffinerien in der Golfregion und ist mit einer Kapazität von 550.000 Barrel pro Tag als wirtschaftlicher Eckpfeiler des Königreichs. Videos zeigten Rauchschwaden über dem Gelände der Raffinerie, auf Satellitenaufnahmen seien ungewöhnliche Brände zu sehen.

Unterdessen teilte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition mit, zwei Raketen der Huthis erfolgreich abgewehrt zu haben. Die in Richtung der Hauptstadt Riad abgefeuerten Raketen seien von der Luftabwehr "abgefangen und zerstört" worden, hieß es auf X. Zuvor hatten Journalisten der Nachrichtenagentur AFP von mehreren Explosionen in Riad berichtet.

Mit dem Beginn des Iran-Krieges Ende Februar durch die USA und Israel sind auch die Kämpfe zwischen den Huthis und der jemenitischen Regierung wieder eskaliert. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition unterstützt die jemenitischen Truppen in ihrem Kampf gegen die Huthis. Infolgedessen geriet auch das Königreich verstärkt ins Visier direkter Angriffe der proiranischen Huthis.

Der saudiarabische Verteidigungsminister Chalid bin Salman, Pakistans Armeechef General Asim Munir und der türkische Geheimdienstchef Ibrahim Kalin waren am Montag in Teheran zusammengekommen, um über "regionalen Frieden und Sicherheit" zu sprechen. Von Seiten der Teheraner Führung war der iranische Sicherheitschef Mohsen Resaei dabei. Das iranische Staatsfernsehen berichtete, bei dem Treffen sei es unter anderem um die "US-israelische Aggression gegen den Iran und ihre Folgen" gegangen.

Saudi-Arabien, die Türkei und Pakistan hatten im August als Reaktion auf den im Februar begonnenen Iran-Krieg und seine Folgen das Gemeinsame Verteidigungsabkommen von Mekka geschlossen. Im Fall eines Angriffs auf eines der drei Mitgliedsländer sind die beiden anderen zur militärischen Unterstützung verpflichtet. Doch seit die Huthis Anfang dieses Monats ihre Angriffe auf Saudi-Arabien verstärkt haben, haben die beiden anderen Länder keine Angriffe auf die Gruppe angekündigt.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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