RTL/ntv-TrendbarometerMini-Aufschwung für Merz und Union in allen Belangen

Im neuen Trendbarometer gibt es ausnahmsweise einmal gute Nachrichten für Bundeskanzler Merz und seine Partei, die CDU. Es geht ein kleines bisschen aufwärts. Sein Schicksal beschäftigt die Deutschen wie kein anderes Thema.
Seit Monaten befinden sich Bundeskanzler Friedrich Merz und CDU/CSU im Umfrage-Sturzflug - doch nun, kurz vor dem Tiefpunkt, scheinen die Christdemokraten wieder etwas Luft unter die Flügel zu bekommen. Im neuen Trendbarometer von RTL und ntv geht es minimal aufwärts, und das in allen abgefragten Bereichen.
Wäre am Sonntag Bundestagswahl, würden jetzt wieder 21 Prozent ihr Kreuzchen bei CDU oder CSU machen. Ein Punkt mehr als in der Vorwoche und zwei Punkte mehr als vor zwei Wochen.
Zugleich wächst das Vertrauen in die Christdemokratie wieder. 10 Prozent halten CDU und CSU für am besten befähigt, die Probleme Deutschlands zu lösen. Auch das ist ein Punkt mehr als in der Vorwoche.
Auch bei Merz' persönlichen Werten gibt es ein winziges Plus. Es sind 12 Prozent mit ihm zufrieden, nachdem es zuvor mehrere Wochen lang nur 11 Prozent waren - dem bisherigen Tiefstwert.
Darüber hinaus hellen sich die Wirtschaftserwartungen ein kleines bisschen auf. 19 Prozent glauben, dass sich die Verhältnisse in den kommenden Jahren bessern werden. Das ist auch nur ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Doch gibt es in dieser Frage einen Aufwärtstrend. Im Juli waren nur 12 Prozent zuversichtlich.
Werte weiter extrem schwach
Ob man das nun als zartes Pflänzchen Hoffnung deutet oder ob man darin vielleicht eine Schwalbe, jedoch noch keinen Sommer sieht, ist Ansichtssache. Fakt ist, dass diese Änderungen allesamt innerhalb der statistischen Fehlertoleranz von 2,5 Prozentpunkten liegen. Am aussagekräftigsten sind wohl die Wirtschaftserwartungen, die sich langsam, aber kontinuierlich verbessert haben.
Ebenso unbestritten sind diese Werte trotz Mini-Aufschwungs niederschmetternd schlecht. In allen Belangen genossen die Unionsparteien in den vergangenen Jahren deutlich mehr Zutrauen, selbst im ersten Jahr der gegenwärtigen Regierung.
Die AfD bleibt weiter unangefochten auf Platz 1, mit unverändert 27 Prozent Zuspruch. Weiterhin halten sie 14 Prozent für kompetent, es ist der beste Wert. Zugleich sagen 57 Prozent, sie trauten keiner Partei zu, mit den Problemen fertig zu werden. Das ist wie schon in der Vorwoche ein Höchstwert.
Grüne verlieren einen Punkt, AfD stabil
Das Plus der Union könnte auf Kosten der Grünen gegangen sein - die wieder einen Punkt verlieren. Ansonsten ändert sich nichts. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, könnten die Parteien mit diesen Werten rechnen: AfD 27 Prozent (Bundestagswahl 2025: 20,8 Prozent), CDU/CSU 21 Prozent (28,5 Prozent, plus 1), Grüne 16 Prozent (11,6 Prozent, minus 1), SPD 13 Prozent (16,4 Prozent), Linke 11 Prozent (8,8 Prozent), FDP 4 Prozent (4,3 Prozent), Sonstige 8 Prozent.
Ein Grund für die Stabilisierung der Werte von Union und Merz könnte sein, dass die Menschen gerade besonders genau hinschauen. Der Zustand der Bundesregierung und der Koalition ist derzeit das Thema, das die Wahlberechtigten am meisten umtreibt. Im Themenradar nannten es 31 Prozent der Befragten - vor dem Krieg in der Ukraine mit 24 und der ökonomischen Lage allgemein mit 23 Prozent.
Ein politisches Topthema wie das Rentensystem treibt hingegen nur 9 Prozent um. Auch die Benzinpreise nannten nur 6 Prozent, ebenso wenige erwähnten "Klima und Umwelt" als wichtiges Thema.
Die Daten zum RTL/ntv-Trendbarometer wurden vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut Forsa im Auftrag von RTL Deutschland zwischen dem 20. und 26. Oktober erhoben. Datenbasis: 2501 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: plus/minus 2,5 Prozentpunkte.
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