"Genauso schlimm wie befürchtet"Menschenrechtler fordert: "System Infantino beenden"Die FIFA verspricht, dass die Fußball-Weltmeisterschaft die Menschenrechtslage in Katar verbessern werde. Human Rights Watch jedoch zieht zum Ende des Turniers ein verheerendes Fazit: "Die WM ist genauso schlimm abgelaufen wie befürchtet", sagen die Menschenrechtler. Und fordern die großen Verbände zum Handeln auf.17.12.2022
Dreck, Armut, AlkoholDas Elend, das Katar mit aller Macht verstecktEingepfercht zu siebt in einem Zimmer leben Arbeiter in Katars Industrial Area. Staub, Müll, Armut: Hier gibt es kein Glitzer und keine WM, sondern Leid und Angst. Und Alkohol unterm Ladentisch. Ein Bericht aus dem Elendsviertel, das niemand zu Gesicht bekommen soll.17.12.2022Von David Bedürftig, Doha
Mit Blick in die USA zur WM 2026Ex-DFB-Boss erwartet Infantinos Wandel nach WMFIFA-Boss Gianni Infantino ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft ganz auf der Linie Katars. Die Menschenrechtsprobleme, auch die Diskussion um nicht vorhandene Diversität, sieht er nicht. Das wird sich ändern, sobald die WM vorbei ist, sagt der frühere DFB-Präsident Reinhard Grindel.15.12.2022
Reaktion auf ProtesteUN-Rat wirft Iran aus FrauenrechtskommissionSeit Monaten schlägt das iranische Regime das Aufbegehren von Demonstrantinnen im Land brutal nieder. Auf Bestreben der USA beschließt die UNO nun den Ausschluss des Landes aus einem Gremium für Frauenrechte. Irans UN-Botschafter Iravani zeigt sich empört.15.12.2022
Zwei bis zehn Jahre HaftIran verurteilt Hunderte DemonstrantenSeit fast drei Monaten demonstrieren unzählige Menschen im Iran gegen die Regierung des Landes. Mindestens 18.000 Menschen werden festgenommen, zwei Todesurteile wurden bereits vollstreckt. Nun verurteilt die iranische Justiz über 400 Demonstranten - einige müssen bis zu zehn Jahre in Haft. 13.12.2022
Person der Woche: Mohammed VI.Das obszöne Luxusleben des WM-Königs von MarokkoMarokkos Fußballer sorgen bei der Fußball-Weltmeisterschaft sportlich für Furore. Ihr König gerät darüber in Ekstase und lässt sich als WM-König feiern. Dabei führt er sein Land mit brutaler Unterdrückung und trägt obszönen Luxus zur Schau.13.12.2022Von Wolfram Weimer
Wegen Video verhaftetDrei Künstler im Iran wieder freiEnde November werden zwei Schauspielerinnen und ein Regisseur in Teheran verhaftet. Ihr Vergehen: In einem Video zeigen sie schweigende Männer und Frauen, letztere ohne Kopfbedeckung. Jetzt sind die drei wieder auf freiem Fuß, zumindest vorerst.12.12.2022
Kein Frieden, sondern BesatzungNobelpreisträgerin warnt vor KapitulationFür ihren Einsatz in Belarus, Russland und der Ukraine erhalten mehrere Menschenrechtler den Friedensnobelpreis. Bei der Zeremonie in Oslo mahnt die ukrainische Preisträgerin eindringlich: Wenn ein angegriffenes Land seine Waffen niederlegt, ist das "kein Frieden, sondern eine Besatzung".10.12.2022
Berufung auf VergeltungsprinzipTaliban vollstrecken erste öffentliche HinrichtungDie radikalislamischen Taliban wollen wieder auf alte Methoden der Bestrafung zurückgreifen: Steinigungen, Auspeitschungen, Amputationen von Gliedmaßen. Während einer öffentlichen Versammlung von Einwohnern wird nun ein Mann hingerichtet. 07.12.2022
"Genervt" und "belastet" bei WMDFB-Profis zoffen sich vor Mund-zu-GesteDie deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist bei der Fußball-WM früh raus, verabschiedet wird sie vom katarischen TV höhnisch mit Winken und der Mund-zu-Geste. Diese beschäftigt das DFB-Team wohl noch länger. Und schon vor dem Auftaktspiel gibt es große Diskussionen, die die Spieler entzweien. 04.12.2022