Mahnwache für Massaker-OpferHongkong verurteilt Tian'anmen-Aktivisten zu mehreren Jahren HaftChina zensiert das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens 1989 weitgehend aus dem öffentlichen Gedächtnis. In Hongkong erinnern Mahnwachen an die wohl Tausenden Opfer. Nun verurteilt ein Gericht die Organisatoren zu mehrjährigen Haftstrafen.11.09.2026
International geächtete WaffenZahl der Streubombenopfer mehr als verdreifacht112 Länder sind sich einig, dass Streubomben in Kriegen und Konflikten nicht eingesetzt werden sollen - und dennoch passiert es. Häufig leiden gerade Zivilisten unter den Waffen und unter Blindgängern, die noch lange nach ihrem Einsatz töten können. Besonders ein Land ist betroffen.08.09.2026
Militärische Ehren für Mladic Serbien muss nach "schockierenden" Bildern mit EU-Konsequenzen rechnen Der im Gefängnis verstorbene Ratko Mladic ist für den Tod von Tausenden Menschen während des Bosnien-Krieges verantwortlich. In Belgrad wird der frühere Milizenführer dennoch mit allen Ehren beigesetzt. Brüssel ist entsetzt und erwägt Schritte gegen den EU-Beitrittskandidaten Serbien. 08.09.2026
Aktivist in lebenslanger HaftEGMR verurteil Türkei wegen Menschenrechtsverletzungen im Fall KavalaDer Europäische Gerichtshof für Menschenrechte fordert von der Türkei die sofortige Freilassung von Osman Kavala. Der Aktivist sitzt seit 2017 fast ununterbrochen in Haft, er wird des Umsturzversuchs beschuldigt. Urteile des Gerichtshofs sind für die Türkei als Mitgliedsstaat bindend, reagiert hat das Land bis heute nicht.25.08.2026
Bei Familienbesuch festgenommenKünstler von Mao-Skulpturen in China zu drei Jahren Haft verurteiltGao Zhen greift in China sensible Themen wie die Kulturrevolution oder das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens in seiner Kunst auf. Er lebt in den USA, wird aber 2024 während eines China-Besuchs festgenommen. Hinter verschlossenen Türen wird ihm der Prozess gemacht.25.08.2026
Armee kritisiert Verhör-VorfälleIsraelische Soldaten markieren Palästinenser mit Nummern Ein Militäreinsatz im Westjordanland sorgt für Schlagzeilen: Soldaten schreiben Palästinensern Nummern auf den Körper. Solche Bilder erinneren an dunkle Zeiten, meint ein Oppositioneller. Die Armee spricht von einem schwerwiegenden Vorfall und zieht nach eigenen Angaben Konsequenzen. 18.08.2026
Schreiben sorgt für Wirbel"Verstoß gegen Amtszeitbegrenzung": Darf Infantino überhaupt noch mal kandidieren?Neue Kritik prasselt auf Gianni Infantino ein: Jetzt legt eine NGO nach, schreibt an hohe Funktionäre des Weltverbandes und fordert, dass der Weltverbandspräsident nicht noch einmal zur Wahl aufgestellt werden darf. Die FIFA-Statuten würden eine weitere Amtszeit nicht erlauben.17.08.2026
"Legitimiert ein Terrorregime"Grüne prangern Zusammenarbeit der Regierung mit Taliban anFünf Jahre nach der Machtübernahme der Taliban ist die humanitäre Lage in Afghanistan verheerend. Berlin führt dennoch auf hoher Ebene Verhandlungen mit dem radikalislamistischen Regime. Dies geschehe einzig und allein aus einer Motivation heraus, werfen zwei Grünen-Politikerinnen der Bundesregierung vor. 14.08.2026
"Meilenstein für Menschenrechte"Libanon schafft Todesstrafe abSeit über zwanzig Jahren wurde die Todesstrafe im Libanon zwar nicht vollstreckt, sie wurde jedoch weiterhin verhängt. Als erstes arabisches Land streicht der Libanon die Todesstrafe jetzt final aus dem Strafrecht. Der Justizminister spricht von einem "historischen Moment".11.08.2026
EU-Staaten verschärfen RegelnWehrfähigen Ukrainern wird Flucht vor dem Krieg erschwertBislang konnten auch ukrainische Männer im Alter zwischen 23 und 60 Jahren in der EU von vereinfachten Aufnahmeregeln profitieren. Doch damit ist jetzt Schluss. Der Rat der Mitgliedsstaaten schiebt der Praxis einen Riegel vor. Grüne und Linke äußern Kritik.30.07.2026
"Sie bangen um ihr Leben"Ausgeweitete Afghanistan-Abschiebungen lösen Kritik ausAllein in dieser Legislaturperiode wurden bereits 173 Afghanen nach Afghanistan abgeschoben. Sie alle hatten einen Umstand gemeinsam: Sie waren zuvor strafrechtlich in Erscheinung getreten. Dass diese Bedingung bei Abschiebungen nun nicht mehr gelten soll, entsetzt Menschenrechtsorganisationen.23.07.2026