ThüringenAn mehreren Orten Nadeln in Halloween-Süßigkeiten gefunden

Vielerorts haben Kinder an Halloween-Süßigkeiten gesammelt. Doch gleich mehrfach in Thüringen machten sie danach eine gefährliche Entdeckung.
Leinefelde-Worbis (dpa/th) - In mehreren Thüringer Orten haben Kinder Metallnadeln in ihren gesammelten Halloween-Süßigkeiten gefunden. Konkret geht es um Fälle in Leinefelde-Worbis (Landkreis Eichsfeld) und in Herbsleben (Unstrut-Hainich-Kreis), wie die zuständigen Polizeidienststellen mitteilten. Über möglicherweise verletzte Kinder war zunächst nichts bekannt.
Aktuell geht die Polizei in Leinefelde-Worbis davon aus, dass die Süßigkeiten mit Absicht präpariert wurden, wie sie in einer Mitteilung schreibt. Weil die Kinder am Samstagabend im Stadtteil Wintzingerode an zahlreichen Haustüren klingelten, ließ sich bisher nicht nachvollziehen, woher die betroffenen Süßigkeiten genau stammten.
Ermittlungen wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung
Eltern in der Region sollten die Halloween-Ausbeute ihrer Kinder deshalb genau prüfen, bevor die Süßwaren gegessen werden, hieß es. Wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung wurden Ermittlungen und ein Strafverfahren eingeleitet.
Auch in Herbsleben waren Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren am Samstagabend in Begleitung unterwegs und klingelten an Haustüren, wie die Polizei mitteilte. Am Sonntag sei dann eine Nadel in einem Kaubonbon gefunden worden. Die Herkunft sei nun Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei sucht unter anderem nach Hinweisen, in welchen Haushalten solche Bonbons verteilt wurden.
Ruhige Halloween-Nacht im Freistaat
Ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale sprach ansonsten von einer insgesamt ruhigen Halloween-Nacht im Freistaat. Vereinzelt meldeten die Polizeien im Land Körperverletzungen oder Diebstähle im Zusammenhang mit den Feiern.
In Rheinland-Pfalz berichtete die Polizei in der Nacht von einem ähnlich gefährlichen Fund wie in Leinefelde: In Appenheim im Landkreis Mainz-Bingen entdeckte ein Junge zwei winzige Magnete, die an einem Kaubonbon angebracht waren. Auch hier wird ermittelt. Auch in weiteren Orten in Deutschland fanden sich gefährliche Gegenstände in verteilten Halloween-Süßigkeiten.