Baden-WürttembergNeues Bündnis in Baden-Württemberg soll Einsamkeit bekämpfen

Zahlreiche Menschen fühlen sich im Südwesten einsam. Was die Landesregierung nun für die Betroffenen plant.
Stuttgart (dpa/lsw) - Einsamen Menschen soll in Baden-Württemberg besser geholfen werden. Ein neues Bündnis des Sozialministeriums mit 56 Organisationen soll dazu eine entsprechende Landesstrategie erarbeiten. Bei der Gründungskonferenz am Montag (2.11.) sollen sich die Teilnehmer unter anderem mit Begegnungsorten im Quartier, dem Übergang in den Ruhestand und der Einsamkeit am Arbeitsplatz beschäftigen.
"Einsamkeit betrifft Menschen in allen Lebensphasen", sagte Sozialminister Oliver Hildenbrand (Grüne) einer Mitteilung zufolge. Mit dem Bündnis wolle man für das Thema sensibilisieren, die bestehenden Initiativen stärken und deren Kräfte besser bündeln. Laut einer Befragung der Bertelsmann Stiftung aus dem vergangenen Jahr fühlt sich mehr als jeder dritte Mensch im Südwesten einsam - mal stärker und mal weniger stark ausgeprägt.
Andere Bundesländer sind im Kampf gegen die Einsamkeit deutlich weiter. In Nordrhein-Westfalen etwa gibt es seit Ende 2024 einen Aktionsplan gegen Einsamkeit. Die dortige Landesregierung zahlte für Vorhaben gegen Einsamkeit Vereinen und Initiativen insgesamt zwei Millionen Euro. Auch in Thüringen gibt es seit mehreren Jahren ein Landesprogramm für ältere Menschen.