Thüringen9.000 Besucher bei "artthuer" in Erfurt

Malerei, Grafik und andere Stücke zeitgenössischer Künstler fürs Eigenheim, für Kanzlei oder Praxis - das lässt sich auf der Kunstmesse "artthuer" erwerben. Am Wochenende war erneut dazu Gelegenheit.
Erfurt (dpa/th) - Trotz Inflation und für viele Menschen engeren finanziellen Möglichkeiten wird in Thüringen weiterhin Gegenwartskunst gekauft. Das Interesse an Kunstwerken für das eigene Heim oder Geschäftsräume sei auf der diesjährigen Kunstmesse "artthuer" in Erfurt zu spüren gewesen, sagte die Geschäftsführerin des Landesverbandes Bildender Künstler, Michaela Hirche, der Deutschen Presse-Agentur. Kunstinteressierte, die ihre Sammlung ergänzen oder eine Sammlung aufbauen wollten, hätten die Gelegenheit genutzt, auf der Messe qualitativ hochwertige Arbeiten zu erwerben.
Die alle zwei Jahre veranstaltete "artthuer" und die daran gekoppelte Messe "Haus.Bau.Ambiente" zogen nach Angaben der Erfurter Messe seit Freitag rund 9.000 Besucher an. Dies entspreche etwa der Zahl von 2024.
Etwa 150 Kunstschaffende beteiligten sich, rund 4.000 Kunstwerke aus den Ateliers und Werkstätten wurden präsentiert. Das Spektrum reichte von Malerei, Skulpturen, Grafiken, Fotografien, Illustrationen über Schmuck bis zu Objekten aus Keramik, Glas, Holz, Metall und Textil.
Knappe Kassen erschweren öffentliche Aufträge für Kunst
Wirtschaftlich seien die zurückliegenden Jahre für Künstler nicht einfach gewesen, sagte Hirche. Vor allem öffentliche Aufträge, zum Beispiel für Kunst an Bauprojekten, hätten zuletzt kaum noch eine Rolle gespielt, in den öffentlichen Haushalten stehe dafür oft kein Geld zur Verfügung. "Dabei wäre es wichtig, Kunst in die Öffentlichkeit zu holen", so Hirche. Umso größer sei der Stellenwert eines Treffs wie der "artthuer". Traditionell werde diese auch genutzt, um Kunstausstellungen zu verabreden und persönliche Kontakte zu Künstlern zu knüpfen.
In Thüringen arbeiten nach Verbandsschätzungen etwa 500 Kunstschaffende, 370 sind im Verband organisiert.