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Nordrhein-WestfalenNRW gehört bei Bildungsstudie zu Schlusslichtern

14.09.2026, 13:02 Uhr
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NRW schneidet auch diesmal in einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft wieder recht schwach ab. Es gibt aber auch Positives in der Analyse aus ökonomischer Sicht.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Nordrhein-Westfalen schneidet in einer Vergleichsstudie aus bildungsökonomischer Perspektive erneut schlecht ab und gehört unter den Bundesländern zu den Schlusslichtern. Der "Bildungsmonitor" der arbeitgebernahen Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM), der Entwicklungen in 13 Handlungsfeldern betrachtet, sieht Sachsen auch diesmal wieder als Spitzenreiter.

Nachholbedarf bei Schulqualität und beruflicher Bildung

Im Handlungsfeld Schulqualität landet NRW danach auf dem vorletzten Platz. Neuntklässlerinnen und Neuntklässler zeigten unterdurchschnittliche Kompetenzen in Mathematik und Naturwissenschaften, hieß es unter Verweis auf Zahlen des Instituts für Qualitätsentwicklung im Bildungswesen von 2024. Nachholbedarf sieht der "Bildungsmonitor" auch bei beruflicher Bildung: in puncto Ausbildungsstellen sei die Quote der unversorgten Bewerber in NRW mit 13,9 Prozent ungünstiger aus im Bundesschnitt (10,4 Prozent).

Die Bildungsausgaben fallen im Verhältnis zu den öffentlichen Gesamtausgaben im Ländervergleich "relativ gering" aus, heißt es für NRW. Schaue man aber auf die Bildungsausgaben pro Kind, so seien diese im bevölkerungsreichsten Bundesland in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Dennoch: An den Grundschulen sind die Ausgaben pro Schülerin und Schüler (8.100 Euro) geringer als im Bundesschnitt (9.000 Euro).

Weiterer Befund: In NRW verlassen 7,3 Prozent der Abgänger die Schule ohne einen Abschluss. Das sei aber immerhin etwas besser als der Deutschland-Durchschnitt. In einigen Handlungsfeldern sieht der Bericht NRW im vorderen Feld oder im Mittelfeld - etwa bei Digitalisierung oder Forschungsausgaben pro Forscherin und Forscher im Jahr 2024.

Monitor analysiert aus rein wirtschaftlicher Sicht

Die vom Institut der deutschen Wirtschaft im INSM-Auftrag durchgeführte Studie untersucht anhand von 98 Indikatoren die Bildungssysteme der Bundesländer. Im Fokus stehe, welchen Beitrag das Bildungssystem leiste, um Wohlstand zu sichern, Aufstiegsmöglichkeiten für den Einzelnen zu schaffen und Teilhabe zu gewährleisten. Die seit Jahren sinkenden Schüler-Kompetenzen gefährdeten individuelle Teilhabe und Aufstiegschancen junger Menschen, aber auch die Fachkräftebasis der deutschen Wirtschaft, betonten die Autoren.

Erst vor wenigen Tagen waren die Ergebnisse der internationalen Vergleichsstudie Pisa vorgelegt worden: Die getesteten 15-Jährigen in Deutschland schneiden in Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften so schlecht ab wie nie zuvor und erzielen die niedrigsten Kompetenzwerte seit Beginn der Pisa-Erhebungen im Jahr 2000.

Quelle: dpa

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