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Hamburg & Schleswig-HolsteinSchüsse auf Linienbus in Hamburg

12.09.2026, 17:44 Uhr
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In der Nacht sind auf einmal Schüsse im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek zu hören. Die Kugeln gelten einem Linienbus und möglicherweise einer 16-Jährigen.

Hamburg (dpa/lno) - Im Hamburger Stadtteil Neugraben-Fischbek ist auf einen Linienbus geschossen worden. Verletzt worden sei niemand, teilte die Polizei mit. Es seien in Scheiben des HVV-Busses mehrere Einschusslöcher festgestellt worden. Als mutmaßlichen Täter habe die Polizei einen 17-Jährigen ausgemacht. Auch zwei Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren stünden im Fokus. Die Mordkommission habe die Ermittlungen aufgenommen.

16-Jährige flüchtet in Bus - dann fallen die Schüsse

Ersten Erkenntnissen zufolge hatten die Jugendlichen am Freitagabend Streit mit einer 16-Jährigen, die sich daraufhin in einen Bus der Linie 251 flüchtete. Kurz nach dem Anfahren des Busses am S-Bahnhof Neugraben hätten Zeuginnen und Zeugen mehrere Schussgeräusche vernommen. Der Fahrer des mit drei Fahrgästen - darunter auch die 16-Jährige - besetzten Linienbusses sei daraufhin mit diesem zum S-Bahnhof Neuwiedenthal gefahren, während die drei Jugendlichen geflüchtet seien.

Eine umgehend eingeleitete Fahndung mit mehreren Streifenwagen und einem Diensthund habe zunächst kein Ergebnis gebracht. Erst Untersuchungen am Tatort hätten die Beamtinnen und Beamten auf die Spur der drei Jugendlichen gebracht, woraufhin deren Wohnungen am Samstagmorgen in den Stadtteilen Neuenfelde und Bahrenfeld durchsucht worden seien.

Polizei entdeckt Schusswaffe im Keller

In Neuenfelde kamen den Angaben zufolge auch Spezialeinsatzkräfte zum Einsatz. Im Keller des 17-Jährigen sei auch eine Schusswaffe inklusive Munition entdeckt worden, die sich im weiteren Verlauf als Luftdruckwaffe herausgestellt habe. Gegen den 17-Jährigen werde nun wegen des Verdachts der versuchten gefährlichen Körperverletzung ermittelt. Zudem ermittele die Polizei gegen ihn und seine beiden Begleiter wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Waffengesetz, da sie bereits zuvor Schießübungen mit einer Schusswaffe im Bereich Königswiesen (Neugraben-Fischbek) gemacht haben sollen. Mangels Haftgründen seien alle drei wieder auf freien Fuß gesetzt worden.

Quelle: dpa

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