Berlin & BrandenburgFestival der Riesendrachen auf dem Tempelhofer Feld

Mehr als 2.000 Drachen in allen Formen sollten beim Festival über dem Tempelhofer Feld schweben. Warum Geschick dabei gefragt ist.
Berlin (dpa/bb) - Bunte Fische, Teddybären und ein Wal - mehr als 2.000 Drachen sollten heute über dem Tempelhofer Feld fliegen. Das 13. Stadt-und-Land-Festival der Riesendrachen findet noch bis 20.00 Uhr statt. Jeder darf selbst mitgebrachte Drachen auf dafür vorgesehenen Flächen steigen lassen.
Auch rund 75 professionelle Drachenpilotinnen und -piloten aus Deutschland und dem Ausland wollten ihre Drachen fliegen lassen. Darunter seien ein fast 30 Meter hoher Super Mario, ein gigantischer Fisch und eine ganze Reihe bunter Teddybären, teilte der Veranstalter mit. Viele der Drachen seien selbstgenäht. Moderiert wird die Veranstaltung wie in den Jahren zuvor von Robert Kirsch, der selbst auch Drachenpilot ist.
Geschick gefragt
Was für Besucher oft leicht aussehe, sei meistens wirklich viel Arbeit, so Kirsch. "Bei schwachem Wind braucht es viel Geschick, sie in die Luft zu bekommen und dort zu halten. Bei ausreichendem Wind fliegen die Drachen zwar fast von allein, aber die Zugkraft, die die bis zu 50 Meter großen Riesendrachen haben, ist enorm und beträgt manchmal bis zu 250 Kilogramm."
Ein Sprecher des Veranstalters Stadt und Land hatte befürchtet, dass der Wind nicht stark genug sein könnte, um die ganz großen Drachen in die Luft zu bekommen. Über dem Tempelhofer Feld schwebten am Nachmittag aber auch sehr große Teddys und Fische.
Mehr als 100.000 Menschen erwartet
In den vergangenen Jahren seien über den Tag verteilt mehr als 100.000 Menschen zum Festival gekommen, die gleiche Anzahl wurde auch in diesem Jahr erwartet. Der Eintritt ist frei. Neben den fliegenden Drachen gibt es Musik, Essen und Mitmachangebote für Kinder.
Nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale muss bis zum Abend um das Tempelhofer Feld mit Verkehrseinschränkungen gerechnet werden. Demnach kommt es zu Sperrungen auf dem Tempelhofer Damm und an den Abfahrten der A100.