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Berlin & BrandenburgHunderte Menschen feiern CSDs in drei Städten Brandenburgs

19.09.2026, 16:20 Uhr
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(Foto: Carsten Koall/dpa)

Mit Regenbogenfahnen setzen hunderte Demonstranten bei CSDs in Hennigsdorf, Jüterbog und Bad Belzig ein Zeichen für Vielfalt. Die Polizei meldet weitgehend störungsfreie Versammlungen.

Hennigsdorf/Jüterbog (dpa/bb) - Mehrere hunderte Menschen sind mit Regenbogenfahnen drei Christopher Street Days (CSD) in Hennigsdorf, Jüterbog und Bad Belzig auf die Straße gegangen. Die Polizei berichtete von weitgehend störungsfreien Versammlungen. Die queere Community will mit dem CSD ein Zeichen für Vielfalt und Toleranz setzen.

"Liebe ist alles"

In Hennigsdorf im Kreis Oberhavel beteiligten sich nach Schätzung der Polizei rund 500 Menschen am bunten CSD-Aufzug durch die Stadt unter dem Motto "Liebe ist alles". Es herrschte fröhliche Stimmung. Bei einer Gegendemonstration einer rechtsextremen Jugendgruppierung waren rund 20 Menschen dabei, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Auf einem Transparent stand unter anderem: "Kein CSD hier!"

Ein unter Alkoholeinfluss stehender Mann habe in Hennigsdorf Einsatzkräfte beleidigt und versucht, sie anzugreifen, so die Polizei. Er kam in Gewahrsam. Ob er mit der Protestdemonstration zu tun hatte, war laut Behörde nicht bekannt.

"Wir leben in einer Zeit, in der man als queere Person wieder mehr mit Angriffen und Gewalt rechnen muss, das darf keine Normalität werden", sagte Candy Boldt-Händel von der CSD-Organisation Oberhavel.

CSD Jüterbog und Bad Belzig ohne Zwischenfälle

In Jüterbog, wo erstmals ein CSD gefeiert wurde, beteiligten sich nach ersten Polizei-Angaben mehrere hundert Menschen. In Bad Belzig sprach die Polizei von rund 350 Teilnehmern. Zwischenfälle habe es nicht gegeben.

Die CSD-Saison geht in Brandenburg noch weiter: Am 26. September folgen Christopher Street Days in Bernau und Strausberg. Am 10. Oktober feiert Prenzlau erstmals einen CSD.

Die Demonstrationen erinnern an die Aufstände der queeren Community in der Christopher Street in New York City (USA) von 1969 und stehen für die Sichtbarmachung und Gleichstellung queerer Menschen.

Quelle: dpa

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