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Baden-WürttembergCDU-Fraktionschef warnt vor hohem Risiko bei Opernsanierung

14.09.2026, 12:23 Uhr
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Wie teuer wird die Sanierung der Stuttgarter Oper wirklich? Die Kosten dürften die Milliardenmarke sprengen – und die Stimmen der Kritiker werden lauter.

Stuttgart (dpa/lsw) - Vor der Entscheidung über die Sanierung der Stuttgarter Oper wächst der Widerstand gegen das kostspielige Projekt. Auch der baden-württembergische CDU-Fraktionschef Tobias Vogt sieht die Pläne für das geplante Ausweichquartier nach eigenen Angaben kritisch. Angesichts der schwer angeschlagenen kommunalen Haushalte und drohender Krankenhausschließungen müsse die Politik die Kosten berücksichtigen.

"Wir können nicht über die riesengroßen Haushaltslöcher auf kommunaler Ebene und die Diskussionen über die Schließung von Krankenhäusern hinweggehen", sagte er in einem Interview mit der "Stuttgarter Zeitung", den "Stuttgarter Nachrichten" und dem "Südkurier". "Ich glaube, die Menschen erwarten von uns, dass wir das berücksichtigen."

CDU will über Sanierung beraten

Die CDU-Landtagsfraktion will bei ihrer anstehenden Klausurtagung in Freiburg auch über Finanzpläne des Landes und daher auch über die Opernsanierung beraten. Vogt verwies auf das geschätzte Gesamtvolumen in Milliardenhöhe und warnte vor unkalkulierbaren Risiken beim Umbau des Hauses.

"Man will den Littmann-Bau, ein mehr als 110 Jahre altes Gebäude, auseinandersägen und die Teile verschieben", sagte er. "Es braucht nicht viel Fantasie, um hier ein unkalkulierbares Kostenrisiko zu sehen." Die bislang angesetzten Kosten seien "unfassbar".

Littmann-Bau muss dringend saniert werden

Der 1912 eröffnete Littmann-Bau neben dem Landtag ist in einem stark renovierungsbedürftigen Zustand. Zuletzt hatten Land und Stadt Stuttgart angekündigt, die Pläne für das Interimsgebäude deutlich abspecken zu wollen und die Kosten so auf maximal 289 Millionen Euro drücken zu wollen. Eine offizielle Schätzung, wie hoch die Kosten für die gesamte Sanierung ausfallen, gibt es derzeit nicht. 2019 ging man bei einer Berechnung von rund einer Milliarde Euro aus. Die Kosten für das ganze Projekt teilen sich Stadt und Land.

Das geplante Übergangsgebäude oder Interim soll etwa zehn Jahre lang als Ausweichquartier für Ballett und Oper dienen, während die eigentliche Oper saniert wird. Eigentlich sollte der Bau der Interimsspielstätte 2026 starten und bis 2029 abgeschlossen sein. Zuletzt war von einem Baubeginn im Jahr 2028 die Rede. Die ersten Stücke sollen dann 2033 dort aufgeführt werden.

Quelle: dpa

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