Licht an, Buch aufLeselampen im Test - welche macht im Dunkeln den besten Job?

Ob abends im Bett oder unterwegs auf Reisen - Leselampen sind praktisch und erleichtern den Alltag jedes Bücherwurms enorm. Für den ntv Produkt-Check haben wir vier Lichtspender ganz genau unter die Lupe genommen.
Noch schnell ein Kapitel, dann ist Schluss - und plötzlich ist es eine Stunde später. Wer dabei niemanden mit der großen Lampe wachhalten will, braucht gezieltes Licht. Genau dafür sind Leselampen gedacht. Unsere Testmodelle werden entweder direkt ans Buch geklemmt oder um den Hals gelegt und mit flexiblen Armen auf die Seiten ausgerichtet. Klingt praktisch - im Alltag zeigen sich bei Licht, Halt und Bedienung jedoch schnell Unterschiede.
Leselampen im Test - das Fazit
Testsieger ist die Gritin-Leselampe*, weil sie im Test mit angenehm gleichmäßigem Licht, einfacher Bedienung und fünf Helligkeitsstufen überzeugt. Dazu ist sie kompakt, leicht und flexibel genug für unterwegs.
So läuft der Leselampen-Test ab
Alle vier Modelle treten unter denselben Bedingungen an. Wir testen sie mit demselben Buch, in demselben abgedunkelten Raum und aus derselben Leseposition.
Funktion und Leistung: Reicht die Helligkeit zum Lesen aus? Wie gleichmäßig wird die Buchseite ausgeleuchtet und wie angenehm ist das Licht für die Augen?
Benutzerfreundlichkeit und Handling: Wie einfach lassen sich die Lampen einstellen, wie flexibel sind sie im Alltag einsetzbar und wie stabil bleiben sie in der gewünschten Position?
Verarbeitung und Design: Wie hochwertig wirken Materialien und Verarbeitung? Machen die Leselampen einen langlebigen Eindruck und wie überzeugend ist das Design?
Preis: Wie viel Lichtqualität, Verarbeitung und Bedienkomfort bekommt man für sein Geld?
Diese Leselampen von Gritin, iZELL und Co. testen wir
Testsieger: Gritin Leselampe Buch, circa 16 Euro*
Hinweis: Die Verkaufspreise können sich jederzeit ändern, Händler passen ihre Preise oft unabhängig von der unverbindlichen Empfehlung des Herstellers an.
Testsieger: Gritin LED-Leselampe
Kurz und knapp: Die Gritin-Leselampe ist kompakt, einfach zu bedienen und liefert angenehmes Licht für zu Hause und unterwegs.
Die LED-Leselampe von Gritin kommt in kompaktem Design und wirkt mit einer Länge von 10,5 Zentimetern funktional und modern gleichermaßen. Verarbeitung und Material machen beim Auspacken einen soliden Eindruck. Im Lieferumfang enthalten sind ein USB-C-Ladekabel sowie eine kurze Bedienungsanleitung, die die grundlegenden Funktionen erläutert. Der integrierte Akku benötigt laut Hersteller etwa zwei Stunden für eine vollständige Aufladung. Die Bedienung erfolgt über eine einzelne Taste, über die sich die Lampe ein- und ausschalten sowie zwischen drei Lichtmodi wechseln lässt: warmweiß, kaltweiß und mischweiß. Fünf Helligkeitsstufen sind möglich - für jedes Bedürfnis etwas.
Das Licht erweist sich beim Lesen als sehr angenehm für die Augen, die gewünschte Helligkeit wird durch das Gedrückthalten der Taste reguliert. Die Steuerung ist einfach gehalten und nach kurzer Eingewöhnung intuitiv nutzbar. Dank ihres geringen Gewichts und der kompakten Bauweise eignet sich die Leselampe vor allem für den mobilen Einsatz: Der flexible Lampenkörper der Gritin* lässt sich biegen und zusammenfalten, das Gerät findet damit problemlos in Taschen oder Rucksäcken Platz. Im Test erweist sich die Lampe insbesondere unterwegs, etwa in der Bahn oder im Flugzeug, als praktikabel.
iZELL 23 LED-Leselampe - stabil geklemmt, aber etwas sperrig
Kurz und knapp: Die iZELL-Leselampe sitzt stabil, lässt sich flexibel ausrichten und eignet sich vor allem für einen festen Leseplatz. Für unterwegs fällt sie etwas sperrig aus, bietet dafür aber eine solide Ausstattung zum fairen Preis.
Die iZELL 23 LED-Leselampe unterscheidet sich allein durch ihre Größe von den kleineren und kompakteren Leselampen im Test: Mit einer Länge von rund 40 Zentimetern ist sie ganz offensichtlich für den Einsatz an einem festen Platz konzipiert. Befestigt wird das Modell über eine Klemme, die sich bis zu sechs Zentimeter weit öffnen lässt und die sich im Test stabil an Bettgestell, Regalböden oder Schreibtisch anbringen lässt. Dank des flexiblen Schwanenhalses kann die Lichtquelle in Höhe, Abstand und Ausrichtung individuell angepasst werden. Dadurch eignet sich die Lampe nicht nur zum Lesen oder Vorlesen, sondern auch für Tätigkeiten, die eine gezielte Ausleuchtung erfordern. Der Hersteller nennt unter anderem kreative und handwerkliche Anwendungen wie Malen, Nähen oder Make-up-Arbeiten.
Die Stromversorgung erfolgt wahlweise über USB oder eine Steckdose. Zusätzlich ist die Lampe mit einem integrierten Akku ausgestattet, weshalb sie auch ohne direkte Stromquelle genutzt werden kann - etwa beim Camping oder unterwegs. In puncto Lichtsteuerung bietet die iZELL-Leselampe zehn dimmbare Helligkeitsstufen, die über Bedientasten reguliert werden. Damit lässt sich die Lichtintensität gut an unterschiedliche Bedürfnisse und Umgebungen anpassen.
Ergonomische Glocusent Lesepampe - bequem, viele Einstellungen
Kurz und knapp: Die Glocusent sitzt bequem um den Hals, lässt sich vielseitig einstellen und bietet viel Ausstattung. Nicht jede Zusatzfunktion ist nötig, das flexible Konzept ist im Alltag aber praktisch.
Zum Lieferumfang der umhängbaren Leselampe von Glocusent gehört ein USB-C-Kabel, mit dem der integrierte Akku aufgeladen werden kann. Im Praxistest zeigt sich, dass der Akku bereits nach etwa einer Stunde einsatzbereit ist. Eine genaue Herstellerangabe zur vollständigen Ladezeit liegt allerdings nicht vor. Beim ersten Tragen fällt auf, dass die Nackenlampe mit ihren 33 Zentimetern Länge zwar recht groß ist, durch ihre abgerundete Form aber nicht viel Platz einnimmt. Die Lampe ist auf der Rückseite mit zwei weichen Polstern ausgestattet, die sich gut dem Hals anpassen. Die beiden Leuchtarme lassen sich flexibel ausrichten und ermöglichen so eine individuelle Einstellung.
Im Einsatz beim Lesen wird das Licht gezielt auf das Buch gerichtet, ohne die Umgebung stark auszuleuchten - ein Vorteil, wenn sich weitere Personen im Raum befinden oder schlafen möchten. Die Lampe bietet fünf Helligkeitsstufen sowie drei wählbare Farbtemperaturen. Zusätzlich lässt sich ein Timer von bis zu 45 Minuten aktivieren, nach dessen Ablauf sich das Licht automatisch ausschaltet. Während des Schlafens empfinden wir das Tragen der Lampe im Check als eher störend - ein Gefühl, das allerdings sehr von den individuellen (Schlaf-)Gewohnheiten abhängen dürfte.
Bonsery Leselampe - simpel, kompakt und ohne Extras
Kurz und knapp: Die Bonsery-Leselampe ist kompakt, einfach zu bedienen und erfüllt die wichtigsten Anforderungen zuverlässig. Auf Extras verzichtet sie, punktet dafür mit einer unkomplizierten Handhabung.
Die dimmbare Leselampe von Bonsery ist relativ klein und zierlich und fällt durch ihre kompakte Bauweise auf. Mit ihrer Länge von 11,5 Zentimetern eignet sie sich insbesondere für den mobilen Einsatz unterwegs, da sie in Taschen oder Rucksäcken kaum Platz beansprucht. Optisch präsentiert sich die Lampe schlicht und modern. Nach dem Auspacken ist ein leichter Plastikgeruch wahrnehmbar, der sich jedoch nach einigen Stunden verflüchtigt.
Nach Angaben des Herstellers sollte die Klemmlampe vor der ersten Nutzung mindestens zwei Stunden mit dem mitgelieferten USB-C-Kabel aufgeladen werden, was wir im Test entsprechend umsetzen. In der Praxis erweist sich die Bedienung als unkompliziert: Über eine einzelne Taste lassen sich drei Helligkeitsstufen einstellen, das Licht erweist sich als sehr angenehm für die Augen. Die Auswahl ist überschaubar, reicht jedoch aus, um beim Lesen eine angemessene Ausleuchtung zu erzielen. Dank der Klemmbefestigung kann die Lampe flexibel am Buch oder an anderen geeigneten Oberflächen angebracht werden.
Wie hell sollte eine Leselampe sein?
Die Buchseite sollte hell genug sein, damit die Augen Buchstaben ohne Anstrengung erkennen können, ohne dass das Licht blendet. Als grobe Orientierung gelten etwa 300 bis 500 Lux auf der Lesefläche. Wie viel Licht angenehm ist, hängt aber auch vom Alter, der Umgebung und dem eigenen Sehvermögen ab.
Welches Licht sollte eine Leselampe haben?
Für gemütliches Lesen am Abend eignet sich meist warmweißes Licht. Es wirkt angenehmer und wohnlicher. Neutralweißes oder kühleres Licht kann dagegen sinnvoll sein, wenn konzentriertes Lesen im Vordergrund steht. Ideal sind Leselampen, bei denen sich die Lichtfarbe wechseln lässt.
Worauf sollte man bei einer Leselampe achten?
Wichtig sind ein gleichmäßiges, möglichst blendfreies Licht, mehrere Helligkeitsstufen und eine flexible Ausrichtung. Klemmlampen sollten sicher am Buch halten, Nackenlampen bequem sitzen. Für unterwegs spielen außerdem Gewicht, Größe und Akkulaufzeit eine Rolle. Wer abends liest, profitiert zusätzlich von verschiedenen Lichtfarben.
*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig und erwirbt alle Produkte auf eigene Kosten. In seltenen Fällen werden Test-Geräte auch leihweise von Herstellern zur Verfügung gestellt. Bei Tests wie bei Vergleichen bewerten wir nach objektiven, nachvollziehbaren Kriterien. Wird ein Produkt über einen Affiliate-Link gekauft, erhält ntv eine Provision. Für den Käufer entstehen dabei keine Mehrkosten.
Dieser Artikel erschien erstmalig am 19.12.2025 und wurde danach redaktionell bearbeitet.



