Der Börsen-TagZahl der Firmenpleiten schnellt in die Höhe
Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland steigt einer Studie zufolge in diesem Jahr um acht Prozent auf den höchsten Stand seit 2013. Es dürfte 25.900 Unternehmensinsolvenzen geben und damit mehr als bisher erwartet, wie aus einer Untersuchung des Kreditversicherers Allianz Trade hervorgeht. "Das ist der höchste Stand seit 13 Jahren", sagte Milo Bogaerts, Chef von Allianz Trade in Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Besonders betroffen sind Transport und Logistik, Bau, Gastgewerbe sowie die Automobil- und Maschinenbauindustrie." Im Frühjahr hatte der Kreditversicherer nur mit plus zwei Prozent gerechnet beziehungsweise bei einem anhaltenden Nahostkonflikt mit vier Prozent mehr Insolvenzen.
Kommendes Jahr rechnet Allianz Trade mit einer Stabilisierung auf dem aktuellen hohen Niveau. "Für 2027 ist erst einmal keine Entspannung in Sicht", sagte Bogaerts. Als Gründe nannte er einen ungünstigen Mix aus anhaltender Konjunkturflaute, struktureller Belastungen wie Fachkräftemangel und hoher Betriebskosten sowie den Nahostkonflikt. "Erst 2028 zeichnet sich eine Trendwende ab." Dann dürfte es einen Rückgang um fünf Prozent auf 24.600 Fälle geben.