Der Börsen-TagNivea "schützen": Hersteller Beiersdorf rechtfertigt Geschäft in Russland
Der deutsche Konsumgüterkonzern Beiersdorf ist weiter in Russland vertreten, um die Markenrechte an Nivea zu schützen, und will das auch so fortsetzen. Das sagte Beiersdorf-Chef Vincent Warnery in der Telefonkonferenz mit Analysten und Medien. "Wir wissen, dass jemand anderes Nivea dort produziert hätte, wenn wir Russland verlassen hätten", so Warnery. "Wir werden mit unserer Marke in Russland bleiben, unsere Haltung zu Russland hat sich nicht verändert."
Beiersdorf hat keine eigene Produktion in Russland. Der Konzern, der seit 1906 in Russland vertreten ist, habe 2022 beschlossen, La Prairie und Tesa aus dem russischen Markt zu entfernen, das Sortiment insgesamt dort um 65 Prozent zu reduzieren und dort keine Werbung für die eigenen Produkte mehr zu machen. All diese Ankündigungen seien in die Tat umgesetzt worden, so Warnery.
Auch in der Ukraine hat Beiersdorf keine eigene Produktion. Der Umsatz in beiden Ländern macht nach früheren Angaben zusammen weniger als 3 Prozent im Consumer-Segment aus und weniger als 1 Prozent im Segment Tesa und noch weniger beim operativen Gewinn (Ebit).