Der Börsen-TagMbappés Mao-Spruch lässt Aktienkurs von Sportausrüster fallen
Äußerungen des französischen Fußballstars Kylian Mbappé über den früheren chinesischen Staatschef Mao Zedong belasten die Aktien des Sportausrüsters On. Die US-notierten Titel des Schweizer Unternehmens, das Mbappé erst im September als Werbepartner verpflichtet hatte, verlieren rund drei Prozent.
Auslöser war ein Kommentar des Stürmers von Real Madrid in einem inzwischen gelöschten Video-Podcast. Angesprochen auf Internet-Memes, die ihn wegen seiner vermeintlich großen Macht bei seinen Vereinen als "Diktator" darstellen, bezeichnete er eine Fotomontage als besonders lustig. Auf dieser war sein Gesicht auf dem Körper von Mao Zedong zu sehen. In dem Video nannte Mbappé Mao "irgendeinen Typen - ich glaube, er ist ein chinesischer Diktator".
Satire oder Witze über Mao, den Gründer des modernen China, gelten dort als respektlos und sind ein gesellschaftliches Tabu. Mbappé entschuldigte sich inzwischen für seine "unüberlegte" Äußerung und erklärte, er habe niemanden verletzen wollen. Morningstar-Analyst David Swartz bezweifelte, dass die Kontroverse die Partnerschaft mit On oder anderen westlichen Firmen beeinträchtigen werde. "Wahrscheinlicher ist, dass sie es vermeiden werden, Mbappés Gesicht in der Werbung in China einzusetzen."