Der Börsen-Tag
11. September 2026
imageHeute mit Thomas Badtke und Wolfram Neidhard
Zum Archiv
17:37 Uhr

Dax geht etwas erholt ins Wochenende

Nach dem Kursrutsch in dieser Woche hat der Dax zum Wochenausklang etwas Boden gutmachen können. Der deutsche Leitindex rückte um 0,8 Prozent auf 25.569 Punkte vor. Der EuroStoxx50 notierte ebenfalls 0,8 Prozent höher bei 6322 Stellen. Spekulationen auf eine baldige Zinserhöhung der US-Notenbank Fed und ein Ölpreissprung haben dem Dax in dieser Woche ein Minus von rund zwei Prozent eingebrockt. Zum Zeitpunkt des Handelsschlusses in Frankfurt verbilligten sich Brent und WTI deutlich.

Die US-Inflationsdaten hatten keine großen Auswirkungen auf den deutschen Aktienmarkt. Die Anleger dürften auf Sicht fahren, prognostizierte Timo Emden von Captrader. "Zwischen Nahostrisiken, Inflationssorgen und einer ungeklärten geldpolitischen Marschroute der großen Notenbanken fehlt Anlegern ein verlässliches Navigationssignal."

Auf der Unternehmensseite setzten viele Werte nach den jüngsten Kursverlusten zur Erholung an. Siemens Energy und Siemens gewannen im Dax 2,4 beziehungsweise 2,5 Prozent. SAP verloren dagegen 0,3 Prozent. Ein Händler verwies auf den Quartalsbericht des Softwareunternehmens Adobe.

Im MDax gerieten Flatexdegiro mit einem Abschlag von 7,9 Prozent ins Rutschen. Wie der Online-Broker am Donnerstagabend mitteilte, hat der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Hermann Lotter sein Amt mit sofortiger Wirkung niedergelegt.

Dax geht etwas erholt ins Wochenende
17:21 Uhr

Europäische Aktien deutlich immuner gegenüber Erdgas-Preisspitzen

Europäische Aktien sind nach Einschätzung von Analysten der Citi weniger anfällig für Spitzen bei den Erdgaspreisen als im Jahr 2022, höhere Energiekosten könnten die Aktien des Kontinents aber immer noch belasten. Die Gasspeichermengen seien höher als von vielen angenommen, so die Analysten, auch wenn die Referenzpreise für Erdgas auf dem Kontinent auf dem höchsten Stand seit Ende 2022 gehandelt werden. Während höhere Gaspreise europäische Aktien belasten würden, gehen die Rohstoffanalysten der Citi davon aus, dass die europäischen Preise bis zum Jahresende um rund 30 Prozent fallen werden. "Wir bleiben daher bis Mitte 2027 für europäische Aktien konstruktiv gestimmt, gestützt durch ein solides Wachstum des Gewinns je Aktie", schreiben sie.

Europäische Aktien deutlich immuner gegenüber Erdgas-Preisspitzen
17:12 Uhr

Dax hinkt hinterher - behält Europa die Nase vorn?

Lange hatte der Dax gegenüber dem breiten europäischen Markt die Nase vorn. Doch das Blatt hat sich gewendet: Inzwischen laufen andere Börsen besser. Ob dieser Trend anhält und wie Anleger davon profitieren können, darüber spricht Raimund Brichta mit Annchristin Jahnel von der HSBC.

Dax hinkt hinterher - behält Europa die Nase vorn?
16:43 Uhr

US-Verbrauchervertrauen deutlich schlechter als erwartet

Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im September spürbar verschlechtert. Das Barometer für die Konsumlaune sank auf 47,8 Zähler, nach 51,7 Punkten im August, wie die Universität Michigan mitteilte. Ökonomen hatten nur mit einem Rückgang auf 51,0 Punkte gerechnet. "Angesichts wieder steigender Kraftstoffpreise und Handelsspannungen rechnen die Konsumenten mit einer zunehmenden finanziellen Belastung", erläuterte Joanne Hsu, die für die Verbraucherumfragen zuständig ist.

Die in der Umfrage ermittelte Inflationserwartung der Verbraucher mit Blick auf die nächsten zwölf Monate zog kräftig an: Sie stieg auf 4,6 (August: 4,0) Prozent. Dies ist der höchste Wert seit Juni. Im Februar - also kurz vor Beginn des Iran-Kriegs - waren es nur 3,4 Prozent.

US-Verbrauchervertrauen deutlich schlechter als erwartet
16:33 Uhr

Kryptowährungen legen nach US-Inflationsdaten kräftig zu

Die wichtigsten Kryptowährungen legen nach den robusten Verbraucherpreisen für August zu. Bitcoin steigt um zwei Prozent auf 78.801 US-Dollar, nachdem Händler die Marke von 80.000 US-Dollar zurückgewiesen hatten, die von Analysten als kurzfristiger Deckel angesehen wird. "Nach einer zweiwöchigen Rally von 24 Prozent kam der Kurs zum Stillstand, als er auf eine Häufung von On-Chain- und technischen Widerständen stieß", schreiben die Analysten von CryptoQuant in einer Research Note. "Eine Angebotswand befindet sich direkt darüber bei 77.100 bis 80.200 US-Dollar." Ethereum steigt um 5,7 Prozent auf 2602 US-Dollar, XRP legt um 3,8 Prozent auf 1,41 US-Dollar zu und Solana klettert um 4,4 Prozent auf 104,41 US-Dollar.

Kryptowährungen legen nach US-Inflationsdaten kräftig zu
16:09 Uhr

Sehr freundlicher Start an der Wall Street

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(Foto: picture alliance / Pressefoto Ulmer)

Kräftig aufwärts geht es an der Wall Street zum Wochenausklang. Die mit Spannung erwarteten US-Verbraucherpreise für August lagen weitgehend im Rahmen der Erwartungen. Der Dow-Jones-Index gewinnt kurz nach der Eröffnung 1,1 Prozent auf 52.618 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500 verbessert sich um 1,0 Prozent und für die technologielastigen Nasdaq-Indizes geht es um bis zu 1,1 Prozent nach oben. Damit kommt es nach zuletzt vier Handelstagen in Folge mit Abgaben zu einer Erholung.

Bei den Einzelwerten klettern Oracle um 2,5 Prozent nach oben. Der Konzern hat im ersten Geschäftsquartal einen deutlich höheren Gewinn und Umsatz verbucht. Dagegen geht es für Adobe um 0,7 Prozent nach unten. Der Konzern hat seine Jahresprognose angehoben und nach eigenen Angaben die Marke von einer Milliarde monatlich aktiver Nutzer erreicht. Gewinn und Umsatz stiegen im dritten Geschäftsquartal. Adobe hat allerdings mitgeteilt, dass die Umstellung des Geschäftsmodells das kurzfristige Wachstum der jährlich wiederkehrenden Einnahmen belasten könnte.

Sehr freundlicher Start an der Wall Street
15:47 Uhr

Evonik macht zwei Standorte dicht

Der Spezialchemiekonzern Evonik will zwei seiner Standorte in Deutschland schließen. Die Niederlassungen in Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) und Hamburg würden im kommenden Jahr zugemacht, teilte der Konzern mit. Die dort betriebenen Geschäfte sollten an größeren Standorten konzentriert werden. In Hamburg arbeiteten derzeit 50 Personen im Bereich Kosmetik- und Pflegeprodukte, in Bitterfeld produzierten 40 Menschen Chlorsilane. Für die Beschäftigten würden in den kommenden Monaten in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern möglichst sozialverträgliche Lösungen erarbeitet.

Produktions-, Verwaltungs- und Laborstrukturen seien in einigen Bereichen zu stark fragmentiert, sagte Claus Rettig, Interims-Vorstandsvorsitzender von Evonik. "Das führt zu unnötig hohen Kosten und schwächt unsere Wettbewerbsfähigkeit. Deshalb müssen wir Evonik auch räumlich stärker bündeln und unsere Strukturen gezielt konzentrieren, um effizienter zu arbeiten, Innovationen schneller voranzutreiben und so unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken."

Evonik macht zwei Standorte dicht
15:35 Uhr

Nagel: Weitere EZB-Zinsanhebung ist Bremsklotz für Wirtschaft

Bundesbankchef Joachim Nagel schließt nicht aus, dass die EZB die Zinszügel weiter anziehen muss und damit auch die Wirtschaft leicht bremsen würde. Es sei noch zu früh, um über Zinserhöhungen zu spekulieren, sagte Nagel dem Sender CNBC. Dies hänge letztlich von der Entwicklung der Energiepreise ab. Er könne jedoch nicht ausschließen, dass die Notenbank mit einem strafferen Kurs auch in einen leicht "restriktiven Bereich" vordringe. Damit ist ein Zinsniveau gemeint, das die Wirtschaft etwas dämpft.

Nagel nannte es zugleich eine gute Nachricht, dass sich die Wirtschaft trotz der Folgen des Iran-Krieges als erstaunlich robust erweise. Für Deutschland, die größte Volkswirtschaft des Euroraums, könne dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von rund einem Prozent herausspringen.

Nagel: Weitere EZB-Zinsanhebung ist Bremsklotz für Wirtschaft
15:08 Uhr

Wetten auf US-Zinserhöhung nehmen nach Inflationsdaten zu

Die US-Inflationsdaten haben die Wetten auf eine Zinserhöhung in der kommenden Woche befeuert. Händler an den Terminmärkten taxieren die Wahrscheinlichkeit für eine geldpolitische Straffung der Fed am kommenden Mittwoch um einen Viertelprozentpunkt nun auf rund 90 Prozent, zuvor lag sie bei rund 70 Prozent. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im August um 3,4 Prozent zum Vorjahresmonat, was den Erwartungen von Volkswirten entsprach.

An den Aktienmärkten ist keine nachhaltige Reaktion darauf auszumachen: Der Dax verharrt wie zuvor 0,6 Prozent im Plus, die US-Futures tendieren ebenfalls fester. Der Euro notiert 0,2 Prozent niedriger bei 1,1589 Dollar, die Rendite der zehnjährigen US-Treasuries liegt bei 4,947 Prozent.

Wetten auf US-Zinserhöhung nehmen nach Inflationsdaten zu
14:41 Uhr

US-Inflation bleibt klar über Fed-Zielmarke

Der Inflationsdruck in den USA ist im August wie erwartet hoch geblieben. Wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozent und lagen um 3,4 (Vormonat: 3,4) Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die US-Notenbank Fed peilt die Marke von 2,0 Prozent an. Ökonomen hatten mit einem monatlichen Preisanstieg von 0,4 Prozent und einer unveränderten Jahresteuerung von 3,4 Prozent gerechnet. Die Kernverbraucherpreise (ohne Energie und Lebensmittel) stiegen um 0,2 Prozent auf Monats- und um 2,4 (2,5) Prozent auf Jahressicht. Die befragten Ökonomen hatten eine monatliche Rate von 0,2 Prozent und eine Jahresrate von 2,4 Prozent erwartet. Die Energiepreise erhöhten sich um 2,1 Prozent und die Lebensmittelpreise 0,1 Prozent.

"Alle Daten für den anstehenden Zinsentscheid der Fed liegen jetzt auf dem Tisch", sagte Bastian Hepperle von Bethmann HAL. "Der noch moderate Monatsanstieg der Kernrate spricht eher für ein Abwarten, andere Entwicklungen deuten auf weiterhin erhöhte Inflationsrisiken hin. Manches FOMC-Mitglied wird seine Positionierung in den nächsten Tagen wohl noch anpassen. Die Würfel für oder gegen eine Zinserhöhung sind damit noch nicht gefallen."

US-Inflation bleibt klar über Fed-Zielmarke
14:26 Uhr

Bitcoin steigt

Der Bitcoin legt zu. Die Kryptowährung steigt um 0,6 Prozent auf 76.970,68 Dollar. Die Kurse von Kryptowährungen bewegten sich weiterhin in einer engen Spanne, da die Händler auf neue Signale für die Marktrichtung warteten, so Alex Kuptsikevich, Chef-Marktanalyst bei FxPro.

Der Markt blickt auf die US-Verbraucherpreisdaten. Diese dürften weitere Hinweise auf die bevorstehende Zinsentscheidung der Fed geben. Höhere Kreditzinsen belasten tendenziell die Risikobereitschaft, was die Kryptowährungen nach unten zieht.

Bitcoin steigt
14:03 Uhr

Saudi-Arabien fördert so wenig Öl wie seit 1996 nicht mehr

Die Ölförderung Saudi-Arabiens ist im vergangenen Monat wegen Angriffen der jemenitischen Huthi-Milizen auf die Energieinfrastruktur des Landes auf den niedrigsten Stand seit mehr als drei Jahrzehnten gefallen, wie die Internationale Energieagentur mitteilte. Die Ölproduktion des Königreichs sei auf nur sechs Millionen Barrel pro Tag gefallen, teilte die in Paris ansässige Energieaufsichtsbehörde mit. Vor Beginn des Iran-Krieges waren es noch mehr als zehn Millionen Barrel gewesen. Normalerweise konkurriert Saudi-Arabien mit Russland um den Platz des zweitgrößten Rohölproduzenten hinter den USA.

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(Foto: picture alliance / FotoMedienService)
Saudi-Arabien fördert so wenig Öl wie seit 1996 nicht mehr
13:36 Uhr

United-Internet-Aktie rot - Restrukturierung bei 1&1 und Ionos

Nach dem angekündigten Restrukturierungsprogramm bei den Töchtern 1&1 und Ionos geht es für United Internet bergab. Die Aktie des Internetkonzerns fällt um bis zu 3,1 Prozent, derzeit liegen liegt sie bei minus 1,9 Prozent. United Internet streicht bei seinen Töchtern rund 800 Arbeitsplätze. Die Maßnahmen führen im laufenden Jahr zu einer einmaligen Ergebnisbelastung von etwa 95 Millionen Euro. Ein Händler bewertet die Umstrukturierung zwar als positiv, weil sie gewisse Einsparungen mit sich bringe. Allerdings werfe die Tatsache, dass restrukturiert werden müsse, bei einigen Anlegern vielleicht auch Fragen auf.

United-Internet-Aktie rot - Restrukturierung bei 1&1 und Ionos
13:11 Uhr

China will in vier Jahren Automobil-Großmacht sein

China hat seine Ambitionen im Automobilgeschäft unterstrichen. Die Regierung in Peking hat einen Fünfjahresplan vorgelegt, mit dem das Land darauf setzt, von der weltweiten Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und Hybriden zu profitieren. Bis 2030 sollen Elektrofahrzeuge und Hybride 70 Prozent der Pkw-Neuzulassungen auf dem heimischen Markt ausmachen. 40 Prozent der neuen Nutzfahrzeuge sollen Elektrofahrzeuge sein. Es wird zudem erwartet, dass Fahrzeuge mit autonomen Fahrfunktionen den Massenmarkt erreichen, wie die Behörden mitteilten.

China strebt außerdem danach, mehrere einheimische Unternehmen in die Liste der weltweit zehn größten Automobilhersteller gemessen am Umsatz zu katapultieren und gleichzeitig Schlüsseltechnologien voranzutreiben. Peking strebt für Pkw einen durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von 3,3 Litern pro 100 Kilometer an, während der durchschnittliche Stromverbrauch von Elektrofahrzeugen auf etwa 11,5 Kilowattstunden pro 100 Kilometer sinken soll.

China will in vier Jahren Automobil-Großmacht sein
12:53 Uhr

Russlands Notenbank unterbricht Zinssenkungsserie

Die russische Zentralbank hat nach einer Serie von zehn Zinssenkungen ihren Leitzins unverändert gelassen. Grund dafür sind die Drohnenangriffe der Ukraine auf Raffinerien, Schifffahrtsterminals und Lagerhäuser von E-Commerce-Unternehmen, die die Inflation weiter über ihr Ziel hinauszutreiben drohen.

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Gebäude der Bank Rossii in Moskau. (Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Durch die Zinssenkungsreihe war der Leitzins im Juli von einem Höchststand von 21 Prozent Mitte 2025 auf 14 Prozent gefallen. Dieses Niveau bremst weiterhin die Konjunktur, da die Bank Rossii versucht, dem Inflationsdruck entgegenzuwirken, der durch die hohen Ausgaben für den Krieg in der Ukraine entsteht.

Russlands Notenbank unterbricht Zinssenkungsserie
12:39 Uhr

Geldmarkt-Sätze gehen nach EZB-Entscheidung hoch

Nach einer falkenhaft aufgenommenen EZB-Sitzung vom Donnerstag ziehen die Sätze am europäischen Geldmarkt heute an. Die EZB hat wie erwartet die Leitzinsen um 25 Basispunkte angehoben. Ihre Präsidentin Christine Lagarde sprach zudem erstmalig davon, dass die Inflation über einen "ausgedehnten Zeitraum" über dem Ziel von 2,0 Prozent liegen werde.

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(Foto: picture alliance/SZ Photo/Wolfgang Filser)

Tagesgeld: 2,18 - 2,38 (2,18 - 2,28), Wochengeld: 2,35 - 2,57 (2,18 - 2,32), 1-Monats-Geld: 2,47 - 2,62 (2,34 - 2,49), 3-Monats-Geld: 2,40 - 2,65 (2,54 - 2,72), 6-Monats-Geld: 2,93 - 3,07 (2,74 - 2,96), 12-Monats-Geld: 3,06 - 3,23 (2,92 - 3,16), Euribors: 10.09. 09.09. 3 Monate: 2,6430 2,6260, 6 Monate: 2,8060 2,8000, 12 Monate: 3,1380 3,1380

Geldmarkt-Sätze gehen nach EZB-Entscheidung hoch
12:15 Uhr

Sehr angespannte Lage am Anleihenmarkt

Die Aussicht auf einen Zinserhöhungskurs vieler großer Notenbanken hat den Bondmarkt in dieser Woche ordentlich ins Straucheln gebracht. Er steuerte auf den größten Ausverkauf seit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar zu. Im Gegenzug schnellten die Renditen in die Höhe. Anleger gehen davon aus, dass die durch den Nahost-Konflikt stark steigenden Energiepreise die Zentralbanken zu schnellem Handeln im Kampf gegen die Inflation zwingen.

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(Foto: imago/Schöning)

Die Verzinsung zweijähriger deutscher Staatsanleihen lag bei 3,208 Prozent, dem höchsten Stand seit Oktober 2023 - auf Wochensicht ein Plus von fast 23 Basispunkten. Die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen standen kurz davor, erstmals seit Oktober 2023 die Fünf-Prozent-Marke zu knacken. Zehnjährige Bundesanleihen warfen mit bis zu 3,5146 Prozent so viel ab wie seit August 2009 nicht mehr.

Sehr angespannte Lage am Anleihenmarkt
11:55 Uhr

Dax klar im Plus

Update von der Frankfurter Börse: Vor der Veröffentlichung der US-Inflationszahlen am frühen Nachmittag hat sich der Dax nach den Verlusten der vergangene Tage in der Gewinnzone halten können. Der deutsche Leitindex notierte am Mittag 0,7 Prozent höher bei 25.525 Punkten. Der EuroStoxx50 stieg um 0,6 Prozent auf 6307 Zähler. Der Euro lag 0,1 Prozent leichter bei 1,1598 US-Dollar.

Dax klar im Plus
11:42 Uhr

Alstom bekommt Milliardenauftrag aus Großbritannien

Alstom hat mit der britischen Eisenbahngesellschaft Transpennine Express Verträge über eine Flotte von batterieelektrischen Zügen im Gesamtwert von rund 1,2 Milliarden Euro unterzeichnet. Die Vereinbarungen umfassen einen Vertrag über die Lieferung von 29 fünfteiligen batterieelektrischen Triebzüge im Volumen von etwa 930 Millionen Euro sowie Wartungsverträge im Volumen von rund 230 Millionen Euro, wie der französische Zughersteller mitteilte.

Die Züge sollen im Schienenverkehr von Nordengland eingesetzt werden. Das Unternehmen wird die Flotte ab 2032 ausliefern, was zur Dekarbonisierung des Eisenbahnverkehrs beitragen wird, erklärte Alstom.

Alstom bekommt Milliardenauftrag aus Großbritannien
11:22 Uhr

Drohender Streik: Micron will Taiwan-Beschäftigten bis zu 68 Monatsgehälter zahlen

Angesichts eines drohenden Streiks will der US-Chiphersteller Micron Technology seinen Beschäftigten in Taiwan bis zu 68 Monatsgehälter extra auszahlen. Die "Mindestzahlung" in bar betrage 1,7 Millionen Taiwan-Dollar (umgerechnet rund 46.200 Euro), teilte Micron mit. Das Unternehmen produziert 50 bis 60 Prozent seiner Mikrochips in Taiwan und hat dort rund 15.000 Beschäftigte.

Zwei Gewerkschaften - die rund 12.000 Micron-Beschäftigte in den Werken Taoyuan und Taichung vertreten - hatten mit Streik gedroht. Sie verlangen eine einmalige Bonuszahlung in Höhe von 83 Monatsgehältern sowie die Zusicherung, dass künftig 15 Prozent des Betriebsgewinns an die Beschäftigten gehen, ausbezahlt alle drei Monate.

Drohender Streik: Micron will Taiwan-Beschäftigten bis zu 68 Monatsgehälter zahlen
11:02 Uhr

Goldpreis steigt vor US-Inflationsdaten

Gold legt zu. Der Preis für eine Feinunze des Edelmetalls klettert um 0,7 Prozent auf 4346,52 Dollar. Die Anleger warten auf die im Laufe des Tages anstehenden US-Verbraucherpreisdaten, die weitere Hinweise auf den Zinspfad der US-Notenbank geben sollen, wie Bas Kooijman von DHF Capital S.A. erklärt. Das Edelmetall könnte aufgrund kurzfristiger Risiken wie steigenden Ölpreisen und den Entwicklungen im Nahen Osten Preisschwankungen ausgesetzt sein. Marktexperten zufolge nähern sich die Prognosen für eine Zinserhöhung auf der Sitzung der US-Notenbank in der nächsten Woche der Marke von 70 Prozent. Höhere Zinsen schmälern typischerweise die Attraktivität des zinslosen Edelmetalls. 

Goldpreis steigt vor US-Inflationsdaten
10:30 Uhr

Benzin 2,40 Euro, Öl bald 140 Dollar? Kettenreaktion droht

Der Ölpreis bleibt über 100 Dollar und steuert auf den stärksten Wochenanstieg seit Langem zu. Angriffe auf wichtige Schifffahrtsrouten im Nahen Osten schüren die Sorge vor Lieferengpässen - und vor einem neuen Inflationsschub. ntv-Börsenexperte Frank Meyer erklärt die mögliche Kettenreaktion.

Benzin 2,40 Euro, Öl bald 140 Dollar? Kettenreaktion droht
10:10 Uhr

Tradermotto: Hauptsache Volatilität!

Trotz der jüngsten Kursverluste hält sich der Dax auf hohem Niveau. Doch viele fragen sich: Wird es jetzt wackliger an den Märkten? Was gutes Trading in einer solchen Marktphase ausmacht, darüber spricht Raimund Brichta mit Danny Stadermann von GBE Brokers und Carlos Martins vom Tradersclub24.

Tradermotto: Hauptsache Volatilität!
09:49 Uhr

Anthropic attackiert chinesischen Rivalen

Anthropic wirft chinesischen Rivalen vor, Anfragen von Nutzern heimlich zu ihr umgeleitet zu haben, statt sie mit der eigenen Software zu beantworten. Dadurch seien zum Teil auch Daten staatlicher Stellen aus China und Russland in Systemen der US-Firma gelandet, so Anthropic.

So habe jemand Aufnahmen von Überwachungskameras unter anderem aus der Umgebung von Standorten der chinesischen Armee hochgeladen, mit dem Ziel, das Verhalten einer bestimmten Person in den Videos zu analysieren. Der Nutzer ging dabei davon aus, dass die Anfrage von der chinesischen KI-Software Kimi der Firma Moonshot ausgeführt wird. Kimi ließ sie jedoch von Anthropics Claude erledigen.

Allein in einem Zeitraum von zehn Tagen habe Kimi fast 300.000 Kundenanfragen von Claude beantworten lassen, so Anthropic weiter. Dafür sei ein Netzwerk aus 5.380 Fake-Accounts genutzt worden.

Auch die noch bekanntere chinesische KI DeepSeek fiel laut Anthropic mit solchen Tricks auf. Das habe unter anderem dazu geführt, dass zur US-Firma Anfragen mit Daten einer Behörde aus dem Umfeld des russischen Verteidigungsministeriums umgeleitet wurden. Darin enthalten gewesen seien auch gültige Einwahldaten für eine Datenbank der russischen Regierung.

Anthropic attackiert chinesischen Rivalen
09:31 Uhr

200-Prozent-Kurssprung: KI-Chiphersteller stürmt an die Börse

Der vom chinesischen Tech-Konzern Tencent gestützte KI-Chiphersteller Enflame Technology hat bei seinem Börsendebüt einen Kurssprung von rund 200 Prozent hingelegt. Die Aktie eröffnete an der Börse in Schanghai mit 410 Yuan und lag damit weit über dem Ausgabepreis von 142,18 Yuan. Das Unternehmen erlöste bei dem Börsengang 6,12 Milliarden Yuan (912 Millionen Dollar). Dabei entwickelte sich das Papier deutlich besser als der Gesamtmarkt. Der chinesische STAR Market fiel um mehr als zwei Prozent, während der CSI 300 Index um 1,43 Prozent nachgab.

Das Debüt von Enflame reiht sich ein in eine Welle von Börsengängen chinesischer KI-Chiphersteller. Die Regierung in Peking treibt die Entwicklung heimischer Alternativen zu US-Anbietern wie Nvidia voran. "Derzeit ist die Zeichnung neuer Aktien auf dem A-Aktienmarkt einer der wenigen Investmentansätze, die Anlegern sichere Renditen bieten können", sagte Shen Meng, Direktor bei der Investmentbank Chanson & Co. GPU-bezogene Unternehmen böten Anlegern klarere Wachstumsaussichten, während die US-Beschränkungen das Interesse an heimischen Alternativen erhöht hätten. Enflame machte im vergangenen Jahr noch mehr Verlust als Umsatz.

200-Prozent-Kurssprung: KI-Chiphersteller stürmt an die Börse
09:14 Uhr

Ölpreis marschiert, Dax taumelt Richtung Wochenende

Der Dax startet fester in den Handel, bleibt auf Wochensicht aber deutlich in der Verlustzone. Nachdem der deutsche Börsenleitindex allein am Mittwoch und Donnerstag gut 2,5 Prozent auf 25.361 Punkte eingebüßt hatte, notiert er aktuell im Bereich von 25.450 Zählern. Der Ölpreisanstieg ist ein Grund für das allgemein schwache Marktumfeld in dieser Handelswoche. Ein Barrel Brent kratzt mittlerweile an der 110-Dollar-Marke. 

Ölpreis marschiert, Dax taumelt Richtung Wochenende
08:53 Uhr

Ölpreisrally lastet sehr schwer

Der jüngst massive Anstieg der Ölpreise sorgt an den Börsen in Ostasien und Australien für Verkaufsstimmung. Im Einklang mit den einen Tick höher als gedacht ausgefallenen Erzeugerpreisen aus den USA schürt er Inflationssorgen und hat dazu geführt. dass die Erwartung einer Zinserhöhung durch die US-Notenbank in der kommenden Woche weiter zugenommen hat. Aktuell wird eine Zinserhöhung am Zinsterminmarkt mit 72 Prozent Wahrscheinlichkeit eingepreist. An den Anleihemärkten der Region folgen die Renditen der Vorgabe der US-Renditen und steigen stark.

Am stärksten reagiert darauf die Börse in Seoul mit einem Minus von 2,5 Prozent. Sie gilt als besonders technologielastig und damit zinsreagibel. In Tokio verliert der Topix 0,8 Prozent. Der Shanghai Composite ermäßigt sich um 1,8 Prozent, in Hongkong geht es für den Hang-Seng-Index um 0,9 Prozent südwärts. In Sydney verliert das Marktbarometer 1 Prozent.

Brent-Öl wird mit 108,45 Dollar gehandelt, 0,8 Prozent höher als am späten Donnerstag. Am frühen Donnerstag hatte der Preis noch bei rund 101 Dollar gelegen. Die Lage in der Straße von Hormus bleibt nach den jüngsten gegenseitigen Militärschlägen der USA und des Irans hoch angespannt.

Ölpreisrally lastet sehr schwer
08:41 Uhr

Commerzbank-Deal: Bund stellt Forderungen

Die Bundesregierung will zwei mit der Angelegenheit vertrauten Personen zufolge bei der anstehenden Übernahme der Commerzbank durch die italienische Großbank UniCredit die deutsche Identität und die hiesige Börsennotierung des Instituts erhalten. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil werde diese Forderungen am Montag bei einem Treffen mit UniCredit-Chef Andrea Orcel in Berlin vorbringen, sagte einer der Insider. Die Bundesregierung und die Commerzbank hatten ihren Widerstand gegen die Übernahmepläne in den vergangenen Wochen aufgegeben. Klingbeil hatte Orcel zu Gesprächen nach Berlin eingeladen.

Bei dem Treffen mit dem italienischen Bankenchef wolle Klingbeil zudem den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen fordern, sagte der Insider. Die Regierung, die noch zwölf Prozent an der Commerzbank hält, wolle sich das Recht sichern, zwei Aufsichtsratsmitglieder zu benennen, um weiterhin Einfluss ausüben zu können. Für Berlin sei es von entscheidender Bedeutung, dass die Kreditvergabe an den deutschen Mittelstand intakt bleibe. Bei diesem Geschäft spielt die Commerzbank eine wichtige Rolle in Deutschland.

Commerzbank-Deal: Bund stellt Forderungen
08:21 Uhr

"Reine Gierflation" an den Zapfsäulen sorgt für Kritik

Die Linke fordert von der Bundesregierung Sofortmaßnahmen gegen die hohen Spritpreise. "Wer jetzt nicht handelt, macht seinen Job nicht richtig und sollte sich überlegen, ob er der Richtige in seinem Amt ist", sagte Parteichef Luigi Pantisano der dpa. "Statt über die Übergewinnsteuer zu reden, sollte man sie endlich einsetzen." Dies ließe sich leicht im nationalen Recht umsetzen, ist Pantisano überzeugt. Langfristig brauche es einen Margendeckel und eine öffentliche Preiskontrolle, "damit Unternehmen sich nicht zusätzlich an der Krise der Bevölkerung bereichern".

Für den Preisschub machte der Linken-Chef die Politik von US-Präsident Donald Trump im Iran-Krieg verantwortlich. Doch sagte er auch: "Was an den Tankstellen passiert, ist reine Gierflation. Es ist die Profitgier der Energiekonzerne und die Unfähigkeit der Bundesregierung, dagegen vorzugehen, die den Geldbeutel der Menschen ausbluten lässt." Ein Barrel Brent kostet mittlerweile rund 108 Dollar.

"Reine Gierflation" an den Zapfsäulen sorgt für Kritik
08:03 Uhr

SAP-Rivale mit Rekordumsatz

Die milliardenschweren Investitionen in KI-Rechenzentren zahlen sich für Oracle aus. Die rasant wachsende Cloud-Sparte verhalf dem SAP-Rivalen zu einem Gewinnsprung und einem Rekord-Quartalsumsatz. Gleichzeitig wuchs der Auftragsbestand überraschend deutlich. Daher hob der US-Softwarekonzern seine Jahresziele an.

Oracle erwartet für das Geschäftsjahr 2026/2027 nun einen bereinigten Gewinn von 8,10 statt 8,05 Dollar je Aktie. Der Umsatz werde voraussichtlich mindestens 90 Milliarden Dollar betragen. Für das laufende Quartal stellt das Unternehmen einen Anstieg der Erlöse um 30 bis 34 Prozent sowie einen Gewinn zwischen 1,83 und 1,91 Dollar je Aktie in Aussicht. In den vergangenen drei Monaten steigerte das Unternehmen den Umsatz und den operativen Gewinn um jeweils rund 30 Prozent auf 19,3 Milliarden beziehungsweise 8,2 Milliarden Dollar. Das Nettoergebnis wuchs um 54 Prozent auf 1,56 Dollar je Aktie und der Auftragsbestand auf 664 Milliarden Dollar. Anleger reagierten erleichtert auf diese Zahlen. Oracle-Aktien legten im nachbörslichen Handel an der Wall Street um sieben Prozent zu.

SAP-Rivale mit Rekordumsatz
07:46 Uhr

Ölpreisschock befeuert Inflationssorgen

Der Dax wird schwächer in den Handel starten. Gestern verlor der deutsche Börsen-Leitindex 0,8 Prozent auf 25.361 Punkte. Im Kampf gegen die Inflation hatte die EZB den Einlagensatz von 2,25 auf 2,50 Prozent heraufgesetzt. Investoren stellen sich nun auf eine weitere Zinserhöhung im Dezember ein. Auch an der Wall Street belasteten Zinssorgen und ein Ölpreissprung die Kurse.

An den asiatischen Börsen geht es zum Wochenschluss steil bergab. Der Krieg im Nahen Osten treibt die Ölpreise immer weiter nach oben. Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI stiegen in der Spitze um rund zwei Prozent auf 109,97 beziehungsweise 104,46 Dollar je Fass. Das sind die höchsten Preise seit knapp vier Monaten.

Die Inflationssorgen aufgrund der hohen Energiepreise heizen auch in den USA die Spekulationen auf steigende Zinsen an. Die US-Regierung veröffentlicht heute die Inflationsdaten für August. Experten erwarten, dass die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent gestiegen sind. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, dürfte bei 2,4 Prozent liegen. Die Zahlen gelten als entscheidend für den weiteren Zinskurs der US-Notenbank.

Ölpreisschock befeuert Inflationssorgen
07:12 Uhr

OpenAI stellt ChatGPT-Version für die Finanzbranche vor

OpenAI hat eine spezielle Version seines Chatbots ChatGPT für die Finanzbranche auf den Markt gebracht. Das neue Produkt richte sich an Investmentbanker und Aktienanalysten, teilte das US-Unternehmen mit. "ChatGPT for Financial Services" kombiniere das neueste KI-Modell GPT-6 Astra mit integrierten Daten von Anbietern wie LSEG, PitchBook, Crunchbase und Daloopa. Bei der Entwicklung habe OpenAI mit den US-Banken Morgan Stanley und Evercore zusammengearbeitet. Nutzer könnten mit der Anwendung unter anderem Finanzmodelle erstellen und Präsentationen für Kunden auf Basis firmeneigener Vorlagen anfertigen.

OpenAI stellt ChatGPT-Version für die Finanzbranche vor
06:54 Uhr

Ölpreisschock löst Ausverkauf aus

Steigende Ölpreise fachen die Inflationssorgen an und führen weltweit zu einem Ausverkauf an den Anleihe- und Aktienmärkten. Anleger preisen eine straffere Geldpolitik der großen Zentralbanken ein. Der Ölfluss durch die Straße von Hormus bleibt nach gegenseitigen Angriffen der USA und des Irans eingeschränkt. Zudem übernehmen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Milizen die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Mocha, was die saudischen Ölexporte im Roten Meer bedroht.

"Der Schiffsverkehr durch das Bab el-Mandeb ist durch die Huthi-Vormärsche stark gefährdet", sagt Helima Croft, Leiterin der globalen Rohstoffstrategie bei RBC Capital Markets. Sie prognostizierte, dass der Brent-Preis im weiteren Jahresverlauf aufgrund der Wiederaufnahme eines umfassenden Krieges zwischen Saudi-Arabien und den Huthi 121,99 Dollar pro Barrel erreichen könnte.

An den Aktienmärkten führen die höheren Anleiherenditen zu starken Verlusten. Die japanische Börse tendiert schwächer. In Tokio gibt der Nikkei-Index 2,8 Prozent auf 63.469,39 Punkte nach und der breiter gefasste Topix notiert 1,1 Prozent. Der Shanghai Composite verliert 2,1 Prozent auf 3853,29 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fällt 1,8 Prozent auf 4464,20 Punkte.

Ölpreisschock löst Ausverkauf aus
06:36 Uhr

Das ist los im frühen Devisenhandel

Im asiatischen Devisenhandel gewinnt der Dollar geringfügig auf 154,48 Yen und legt leicht auf 6,7108 Yuan zu. Zur Schweizer Währung notiert er 0,2 Prozent höher bei 0,8137 Franken. Parallel dazu bleibt der Euro fast unverändert bei 1,1606 Dollar und zieht leicht auf 0,9443 Franken an.

Das ist los im frühen Devisenhandel
06:16 Uhr

Ölpreise steigen - Analyst malt düsteres Szenario

Angriffe auf wichtige Schifffahrtsrouten im Nahen Osten schüren die Sorge vor Lieferengpässen und treiben den Ölpreis am Freitag weiter in die Höhe. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um ein Prozent auf 108,68 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI steigt ebenfalls um ein Prozent auf 103,45 Dollar. Beide Sorten steuern auf einen Wochengewinn von fast 13 Prozent zu und liegen damit erstmals seit Mitte Mai über der Marke von 100 Dollar pro Barrel.

Hintergrund sind zunehmende Angriffe entlang wichtiger Schifffahrtsrouten. So übernahmen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Milizen am Donnerstag die Kontrolle über den jemenitischen Hafen Mocha, was eine weitere Bedrohung für den Verkehr im Roten Meer darstellt. Zudem haben die Angriffe auf Tanker in der Straße von Hormus zugenommen. US-Präsident Donald Trump warnte, die USA könnten die iranische Berganlage Pickaxe angreifen, die in der Nähe der schwer beschädigten Urananreicherungsanlage Natans liegt. Der Krieg werde nach den Zwischenwahlen im November enden, sagte er.

Die Spannungen wirken sich bereits auf die Verbraucherpreise in den USA aus. Dort überstieg der landesweite Durchschnittspreis für Diesel laut dem Preisbeobachter GasBuddy erstmals die Marke von sechs Dollar pro Gallone. Der Analyst Tony Sycamore vom Broker IG hält einen erneuten Anstieg auf den WTI-Höchststand von 119,48 Dollar von Anfang März für immer wahrscheinlicher.

Ölpreise steigen - Analyst malt düsteres Szenario
06:00 Uhr

Und es darf weiter fleißig spekuliert werden

Die Dax-Wochenbilanz dürfte tiefrot ausfallen. Nach dem deutlichen Abschlag zur Wochenmitte hat der deutsche Börsenleitindex im gestrigen Geschäft weitere 0,8 Prozent eingebüßt, schloss mit einem Stand von 25.364 Punkten. Der Hauptgrund dafür liegt in der militärischen Auseinandersetzung zwischen den USA und dem Iran. Die erneute Eskalation sorgte für einen Preissprung bei Brent. Ein Barrel der Rohölsorte kostet mittlerweile mehr als 105 Dollar – und das wiederum heizt die Inflationssorgen an.

Dazu passend veröffentlicht heute die US-Regierung die Inflationsdaten für August. Experten erwarten, dass die Verbraucherpreise um 3,4 Prozent gestiegen sind. Die Kerninflation, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, dürfte bei 2,4 Prozent liegen. Die Daten gelten als entscheidend für den weiteren Zinskurs der US-Notenbank. Zuletzt hatten Äußerungen von Fed-Gouverneur Christopher Waller Spekulationen angeheizt, dass die Notenbank bei unerwartet hohen Inflationszahlen bereits auf ihrer Sitzung in der kommenden Woche die Zinsen anheben könnte. Dies würde eine Rückkehr zu einer strafferen Geldpolitik bedeuten. An den Finanzmärkten wird die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung derzeit auf 65 Prozent geschätzt.

Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.

Und es darf weiter fleißig spekuliert werden