Über 26.000: Dax gelingt Befreiungsschlag
In den deutschen Aktienmarkt ist erst in der zweiten Handelshälfte etwas Bewegung gekommen. Der Dax erreichte zum ersten Mal seit Montag wieder die 26.000-Punkte-Marke. Grund war eine Äußerung von Fed-Direktoriumsmitglied Christopher Waller. Sollten weitere Fortschritte in Richtung des Zwei-Prozent-Inflationsziels der Federal Reserve erkennbar sein, sei er für eine weitere Zinspause, sagte er. Händler sahen die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung der US-Notenbank im September danach bei etwa 54 Prozent gegenüber etwa 62 Prozent vor Wallers Aussagen. Stützend wirken die wieder leicht gesunkenen Marktzinsen. Auf der anderen Seite dämpfen jedoch weiter gestiegene Ölpreise die Kauflust der Anleger.
Nach drei Tagen mit zum Teil hohen Verlusten ging der Dax 0,6 Prozent fester mit 26.003 Punkten aus dem Handel. Damit schloss er nahe des Tageshochs. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent fester bei 6378 Stellen.
Im Rampenlicht bei den Einzelwerten standen heute Deutschen Telekom mit einem Plus von 1,1 Prozent. Der aktivistische Investor Elliott will bei der Diskussion um eine mögliche Fusion des Bonner Telekom-Konzerns mit seiner US-Tochter T-Mobile offenbar ein Wörtchen mitreden. Der Vermögensverwalter sei bei der Telekom eingestiegen, sagte ein Insider.
Volkswagen zogen am Tag vor der mit Spannung erwarteten Aufsichtsratssitzung um 3,6 Prozent an. Es mehrten sich die Sorgen, dass sich die Fronten zwischen Gewerkschaften und Führung verhärten, so dass Effizienzpläne nicht umgesetzt werden können. Lufthansa gewannen 1,3 Prozent. Am Abend entscheidet der Indexbetreiber Stoxx über die Neuzusammensetzung der Indizes der Dax-Familie. Möglicherweise könnten die Lufthansa-Papiere dabei den Sprung in den Leitindex schaffen, allerdings trübten sich die Aufstiegschancen zuletzt wieder etwas ein.
Boeings Milliardendeal schreibt tiefrote Zahlen
Boeing schreibt erneut Verluste, und einige davon sind weniger offensichtlich als andere. Der Flugzeughersteller wies für das erste Halbjahr 2026 einen Vorsteuerverlust von 339 Millionen US-Dollar aus, nachdem er im vergangenen Jahr dank Vermögensverkäufen kurzzeitig in die Gewinnzone zurückgekehrt war. Diese offizielle Zahl erfasste jedoch nicht die gesamten Verluste von Boeing.
Im vergangenen Dezember schloss Boeing die größte Übernahme seit Jahren ab und zahlte 8,4 Milliarden Dollar für den Kauf seines langjährigen und damals sichtlich angeschlagenen Rumpfzulieferers Spirit AeroSystems. Seitdem hat Boeing bei Spirit zusätzliche Verbindlichkeiten in Höhe von Hunderten Millionen Dollar aufgedeckt, die über das hinausgehen, was nach Abschluss der Transaktion ursprünglich bilanziert wurde. Wirtschaftlich gesehen kommen die höheren Verpflichtungen echten Verlusten gleich, da sie für Boeing höhere Kosten aus zutiefst ungünstigen Verträgen zu Preisen unter Marktniveau bedeuten.
Commerzbank startet milliardenschweren Aktienrückkauf
Die Commerzbank gibt den Startschuss für das angekündigte neue Aktienrückkaufprogramm. Wie das Dax-Unternehmen mitteilte, hat der Vorstand das Programm von bis zu 1,2 Milliarden Euro beschlossen, das am Freitag starten und spätestens bis 10. Februar 2027 laufen soll. Es ist Teil der für das laufende Geschäftsjahr geplanten Ausschüttungen an die Aktionäre von rund 3,2 Milliarden Euro.
Die Bank will 100 Prozent ihres Nettogewinns 2026 nach Abzug der AT-1-Kuponzahlungen und vor außerordentlichen Einmalposten an die Aktionäre ausschütten. Sie plant mit einem Gewinn von mindestens 3,4 Milliarden Euro. Der Anteil der Dividende soll dabei bei mindestens 50 Prozent liegen.
US-Dienstleister legen rasantes Wachstumstempo vor
Die US-Dienstleister haben ihr Wachstumstempo im August überraschend kräftig gesteigert. Der Einkaufsmanagerindex für die Serviceunternehmen legte im August auf 55,4 Punkte von 54,1 Zählern im Vormonat zu, wie aus der monatlichen Umfrage des Institute for Supply Management (ISM) hervorgeht. Je weiter das Barometer über der Schwelle von 50 Punkten liegt, desto mehr Wachstum signalisiert es. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg auf 54,2 Punkte gerechnet.
Trader 2026: Mitspielen, traden und gewinnen
Geld anlegen ohne Risiko? An der Börse gibt es das bekanntlich nicht. Bei einem Börsenspiel schon. In der kommenden Woche startet der Trader 2026. Wie das Spiel funktioniert, wer teilnehmen kann und welche Preise winken, darüber spricht Raimund Brichta mit Anja Schneider von der Société Générale. Jetzt anmelden unter www.trader-boersenspiel.de.
Merz' Forderung und Putins Friedensgerede: Rüstungskurse wandern gen Süden
Der Abgabedruck im Rüstungssektor dauert an. Zuletzt hatte Bundeskanzler Friedrich Merz eine höhere Kosteneffizienz gefordert. In den vergangenen Monaten sind angesichts der Entwicklungen im Ukrainekrieg die Zweifel an der Sinnhaftigkeit an Investitionen in traditionelle Waffensysteme wie etwa gepanzerte Fahrzeuge oder Panzer stark gestiegen. Daneben hat der russische Präsident Wladimir Putin erneut Friedensgespräche mit der Ukraine ins Spiel gebracht. Wie ernst diese Aussagen zu nehmen sind, steht auf einem anderen Blatt. Rheinmetall verlieren 1,7 Prozent, Renk 2,4 Prozent, Leonardo 1,1 Prozent oder Thales 0,8 Prozent.
Gewinne an der Wall Street
Die US-Börsen tendieren zum Handelsstart freundlich. Der Dow-Jones-Index steigt um 0,8 Prozent auf 53.471 Punkte. Der S&P-500 gewinnt 0,5 und der Nasdaq-Composite 0,6 Prozent. Stützend wirken niedrigere Marktzinsen. Diese kommen etwas deutlicher zurück, nachdem Fed-Gouverneur Christopher Waller von ersten Hinweisen auf nachlassenden Inflationsdruck gesprochen hat. Auf der anderen Seite dämpfen jedoch weiter gestiegene Ölpreise die Kauflust der Anleger.
Einige Unternehmenszahlen müssen verarbeitet werden. So hat Broadcom überraschend starke Zahlen zum dritten Geschäftsquartal veröffentlicht und einen ermutigenden Ausblick gegeben. Vor allem die Unternehmensprognose des KI-Umsatzes für das Jahr 2028 habe die hohen Erwartungen erfüllt, kommentiert Bernstein. Den Anlegern reicht das aber offenbar nicht; die Aktie fällt um 5,2 Prozent. Hewlett Packard Enterprise hat dank starker KI-bezogener Nachfrage besser als erwartet abgeschnitten und die langfristigen Ziele erhöht. Hier bemängeln Beobachter jedoch die Unternehmensprognose eines sich verlangsamenden Umsatzwachstums in der Cloud- und KI-Sparte und knapperer Margen im kommenden Jahr. So sank die Aktie um rund elf Prozent.
USA weiten ihr Handelsdefizit deutlich aus
Das Handelsdefizit der USA hat sich im Juli ausgeweitet, wie aus vom US-Handelsministerium veröffentlichten Daten hervorgeht. Die US-Importe überstiegen die Exporte um 88,6 Milliarden US-Dollar, verglichen mit 71,2 Milliarden Dollar im Juni. Analysten hatten ein Defizit von 90 Milliarden Dollar erwartet.
Die Lücke ist das Ergebnis eines Anstiegs der Importe um 2,8 Prozent im Juli gegenüber dem Vormonat auf 399,3 Milliarden Dollar, während die Exporte um 2,1 Prozent auf 310,7 Milliarden Dollar sanken. Die Warenimporte stiegen im Juli um 11,4 Milliarden Dollar, während die Warenexporte um 6,2 Milliarden Dollar zurückgingen. Die Rohölexporte sanken um 4,5 Milliarden Dollar.
Fallende Anleiherenditen schieben Dax hoch - interessante Stimme aus der Fed
Der Dax zieht am Nachmittag deutlich an und liegt nun 0,5 Prozent fester bei 25.975 Punkten. Hintergrund sind zum Teil deutlich fallende Renditen. So rentieren zehnjährigen Treasurys bei 4,74 Prozent - ein Minus von fünf Basispunkten. Die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen fällt um vier Basispunkte auf 3,33 Prozent. Grund könnten Aussagen von Fed-Gouverneur Christopher Waller sein. Dieser sieht endlich erste "desinflationäre Zeichen". Sollten die Inflationsdaten für August die jüngsten Fortschritte aus Juni und Juli bestätigen, würde er eine Zinspause im September unterstützen.
Steigt der Bitcoin auf eine Million US-Dollar?
Eine Million US-Dollar für einen Bitcoin? Was kaum vorstellbar klingt, könnte schneller Realität werden, als viele denken. Denn während die Schuldenberge weltweit weiter wachsen, könnte ausgerechnet der Bitcoin davon profitieren. ntv-Börsenexperte Raimund Brichta blickt nach vorn - und kommt zu einem überraschenden Ergebnis.
"Geopolitische Unruhen": Niederlande bringen Gold von New York nach London
Die niederländische Zentralbank hat rund 86 metrische Tonnen Gold von New York und Ottawa nach London verlagert. Als Grund nannte sie "zunehmende geopolitische Unruhen". Die Verlagerung aus Nordamerika in die Tresore der Bank of England sei Teil ihrer Krisenvorsorge, teilte De Nederlandsche Bank mit.
Das von der britischen Zentralbank gehaltene Gold sei "das am leichtesten handelbare Gold der Welt und wird daher für die DNB in einer Krisensituation am schnellsten verfügbar sein", so die niederländische Zentralbank. Die Goldreserven in New York und Ottawa könnten nicht so schnell mobilisiert werden, fügte die Bank hinzu.
Aktie von Victoria's Secret stürzt nach Umsatzverfehlung ab
Victoria's Secret hat einen über den Erwartungen liegenden Quartalsgewinn verbucht und seine Jahresprognose angehoben. Zur Begründung hieß es, der Sanierungsplan des Unternehmens zeige Wirkung. Doch die Ergebnisse schienen die Anleger nicht zu überzeugen. Obwohl der Umsatz um zehn Prozent zulegte, verfehlte er mit 1,61 Milliarden US-Dollar knapp die Analystenschätzungen von 1,62 Milliarden Dollar. Daraufhin fiel die Aktie im vorbörslichen Handel um 18 Prozent.
"Teufelscocktail für die Märkte"
Die US-Staatsschulden wachsen rasant - und gleichzeitig steigen die Zinsen am Anleihemarkt. Eine gefährliche Mischung, die auch für die Aktienmärkte zum Problem werden kann. Was das für Anleger bedeutet und wie sie sich dagegen absichern können, darüber spricht Raimund Brichta mit Kay-Peter Tönnes von der Fondsgesellschaft Antecedo.
E-Auto-Boom setzt sich fort
Der Absatz von Elektroautos lag im August erneut deutlich über den Werten des Vorjahres. Fast 69.000 reine Elektroautos wurden im vergangenen Monat neu in Deutschland zugelassen, wie das Kraftfahrt-Bundesamt mittelte. Das waren 75,1 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Damit kamen die reinen Elektroautos (BEV) auf einen Anteil von 32,4 Prozent.
Grund für die Entwicklung dürfte die E-Auto-Prämie des Bundes sein. Im ersten Halbjahr wurden fast 50 Prozent mehr BEVs zugelassen als im Vergleichszeitraum 2025. Allerdings war der BEV-Absatz 2025 auch deutlich eingebrochen, die Wachstumsraten beziehen sich also auf ein besonders niedriges Niveau.
Drei EZB-Zinserhöhungen bis Mitte nächsten Jahres?
Die hohen Energiepreise, und die Erwartung, dass sich daran auf absehbare Zeit wenig ändern wird, haben zunehmend Einfluss auf die Zinserwartungen. Societe-Generale-Volkswirt Anatoli Annenkov rechnet damit, dass die EZB in der nächsten Woche ihren Leitzins um 25 Basispunkte auf 2,50 Prozent anheben und einen gleichen Schritt auch am Jahresende vornehmen wird. "Wir erwarten nun auch für Dezember einen weiteren Schritt, weil wir glauben, dass die EZB die Initiative behalten will, um Risiken entgegenzuwirken", schreibt er in seinem Ausblick auf die Zinsentscheidung am nächsten Donnerstag. Weitere Zinserhöhungen im Jahr 2027 hingen von der Datenlage im Herbst ab. Die Zinserwartungen am Geldmarkt gehen sogar weiter. Wie die Deutsche Bank anmerkt, sind bis Mitte 2027 in der Zwischenzeit drei Zinserhöhungen durch die EZB eingepreist.
Tagesgeld: 2,15 - 2,38 (2,15 - 2,35), Wochengeld: 2,13 - 2,37 (2,14 - 2,37), 1-Monats-Geld: 2,27 - 2,57 (2,39 - 2,57), 3-Monats-Geld: 2,53 - 2,72 (2,54 - 2,64), 6-Monats-Geld: 2,80 - 2,94 (2,75 - 2,93), 12-Monats-Geld: 2,87 - 3,03 (2,88 - 3,15), Euribors: 02.09. 01.09. 3 Monate: 2,6460 2,6080, 6 Monate: 2,7700 2,7790, 12 Monate: 3,0290 3,0290
Bislang wenig Bewegung an der Wall Street
Die US-Börsen dürften wenig verändert in den Handel starten. Die Futures auf die großen Aktienindizes treten vorbörslich mehr oder weniger auf der Stelle. Stützend wirken die wieder leicht gesunkenen Marktzinsen. Auf der anderen Seite dämpfen jedoch weiter gestiegene Ölpreise die Kauflust der Anleger. Die meisten dürften sich auch in Erwartung des offiziellen Arbeitsmarktberichts für August am Freitag zurückhalten. Der am Mittwoch veröffentlichte Arbeitsmarktbericht des privaten Anbieters ADP hatte einen schwächeren Beschäftigungsaufbau im vergangenen Monat gezeigt als angenommen.
Heute wird zunächst die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht. Hier wird ein geringfügiger Anstieg im Vergleich zur Vorwoche erwartet, wobei sich die Gesamtzahl der Anträge noch immer auf vergleichsweise niedrigem Niveau bewegen dürfte. Auf der Agenda stehen noch vor der Startglocke ferner die Handelsbilanz aus dem Juli und die Produktivität außerhalb der Landwirtschaft im zweiten Quartal in zweiter Lesung. Etwas später folgen der von S&P Global ermittelte Einkaufsmanagerindex und der ISM-Index, jeweils für das nicht-verarbeitende Gewerbe im August.
Trump-Aussage zu Iran dämpft Öl-Preisauftrieb - mehr aber auch nicht
Die Ölpreise haben ihren Anstieg deutlich verlangsamt. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verteuern sich um jeweils rund zwei Prozent auf 97,17 beziehungsweise 92,62 US-Dollar je Fass (159 Liter). Am Mittwoch waren die Ölpreise um rund sechs und fünf Prozent gestiegen. Die erneute US-Militäroffensive gegen den Iran wird nach den Worten von Präsident Donald Trump "nicht zu lange" andauern. "Die US-Angriffe konzentrieren sich derzeit vor allem darauf, die Risiken für die Schifffahrt in der Straße von Hormus zu verringern", sagte Jürgen Molnar, Stratege beim Broker RoboMarkets. "Das nimmt etwas Druck aus dem Markt."
Dax gibt Gewinne wieder ab
Update von der Frankfurter Börse: Nach drei Tagen mit Verlusten ist der Dax wieder in den roten Bereich gedreht. Am Mittag verlor der deutsche Leitindex 0,1 Prozent auf 25.815 Zähler. Zuvor hatte sich der Dax wieder der 26.000-Punkte-Marke angenähert. Der EuroStoxx50 notierte 0,2 Prozent tiefer bei 6351 Stellen. Der Euro lag 0,2 Prozent fester bei 1,1608 US-Dollar.
Schweizer Inflationsmotor springt an
Die Inflation in der Schweiz ist im August stark gestiegen und hat damit einen mehrmonatigen Trend des nachlassenden Preiswachstums umgekehrt. Erneute Spannungen im Nahen Osten haben die globalen Energiekosten in die Höhe getrieben. Die jährliche Inflationsrate lag bei 0,8 Prozent, verglichen mit 0,4 Prozent im Juli, wie das Bundesamt für Statistik in Bern mitteilte. Dies ist der höchste Inflationsstand seit 2024.
Die Eidgenossenschaft ist zwar dank ihrer Stromerzeugung aus Wasser- und Kernkraft relativ gut gegen globale Energiepreisschwankungen abgeschirmt, verglichen mit vielen ihrer europäischen Wettbewerber. Dennoch ist die Inflation seit Anfang 2026 von nahe null gestiegen.
Aston-Martin-Aktie verliert an Relevanz
Die achtjährige Zugehörigkeit von Aston Martin zum Londoner Midcap-Index FTSE 250 geht zu Ende. Der FTSE 250 umfasst die 101. bis 350. höchstkapitalisierten Unternehmen, die an der Londoner Börse notiert sind. Der Luxusautohersteller wurde Ende 2018 in den Index aufgenommen, wenige Monate nach seinem Börsengang. Die Aktie ist in den vergangenen drei Monaten um 18 Prozent und seit Jahresbeginn um 46 Prozent gefallen. Die Herausnahme des Unternehmens aus dem Index erfolgt im Rahmen der vierteljährlichen Indexanpassung des Indexanbieters FTSE Russell und wird zum Geschäftsschluss am 18. September wirksam. Die Aktie von Aston Martin steigt um 0,9 Prozent.
IWH prognostiziert deutliche Konjunkturerholung in Deutschland
Auch das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) hat seine Prognose für die deutsche Wirtschaft überarbeitet und rechnet für dieses Jahr mit einer spürbaren Erholung. Die Konjunkturexperten erwarten jetzt in diesem Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,4 (zuvor: 0,9) Prozent und im nächsten Jahr von 0,8 (0,9) Prozent. Während die Auslandsnachfrage im ersten Halbjahr trotz höherer Energiepreise für Anschub sorgte, dürften in den kommenden Quartalen vor allem steigende staatliche Investitionen die Konjunktur stützen. In Ostdeutschland fällt die Belebung etwas schwächer aus.
Deutsche Dienstleister beschleunigen Talfahrt
Der deutsche Servicesektor hat im August seine Talfahrt leicht beschleunigt. Der von S&P Global für den Sektor ermittelte Einkaufsmanagerindex schwächte sich ab auf 49,7 von 49,8 Punkten, wie aus den finalen Daten für den abgelaufenen Monat hervorgeht. Vorläufig war für August ein Wert von 48,5 ermittelt worden.
Insgesamt hat sich das Wachstum in Deutschlands Wirtschaft im August beschleunigt. Der Sammelindex für die Produktion in der Privatwirtschaft - Industrie und Dienstleister zusammen - stieg auf 51,8 von 51,3 Punkten im Vormonat. Oberhalb von 50 Punkten signalisiert das Konjunkturbarometer ein Wachstum, darunter eine Schrumpfung.
Ifo erhöht Konjunkturprognose für Deutschland kräftig
Das Ifo-Institut blickt für 2026 und 2027 deutlich optimistischer auf die deutsche Wirtschaft als zuletzt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde in diesem Jahr um 1,4 Prozent steigen und im nächsten um 1,2 Prozent zulegen, teilten die Münchner Wirtschaftsforscher zu ihrer neuen Konjunkturprognose mit. 2028 dürfte es um 0,8 Prozent nach oben gehen.
"Deutliche Impulse aus dem Ausland und die Mehrausgaben für Infrastruktur, Klima und Verteidigung in Deutschland verhindern stärkere Bremsspuren beim Wachstum durch den Energiepreisschock und das Niedrigwasser auf den Flüssen", sagte Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser. Vor allem für die krisengeplagte Industrie zeigten sich Lichtblicke. "Die Erholung der deutschen Wirtschaft setzt sich fort." Bisher hatte das Ifo für das laufende und das kommende Jahr nur je ein Anziehen der Wirtschaftskraft um 0,8 Prozent veranschlagt.
Keine Eile bei Zinserhöhungen - Dollar gibt nach
Der US-Dollar gibt parallel zu einem Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen nach. Der DXY-Index, der den Dollar gegenüber einem Währungskorb misst, fällt um 0,2 Prozent auf ein 6-Tages-Tief von 99,349, nachdem er am Mittwoch mit 99,863 noch fast ein Dreiwochenhoch erreicht hatte.
Getrieben wird dies von niedrigeren Ölpreisen und der Tatsache, dass die US-Notenbank keine Eile bei Zinserhöhungen hat. Der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, hatte signalisiert, dass er keine Dringlichkeit sehe, die Zinsen als Reaktion auf die anhaltende Inflation zu erhöhen. Zudem fielen die ADP-Daten zur Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft schwach aus. Die US-Geldmärkte preisen nun eine Wahrscheinlichkeit von 59 Prozent für eine Zinserhöhung in diesem Monat ein, nach fast 70 Prozent am Mittwoch.
Google zieht Milliarden-Joker - jetzt muss Gemini liefern
Google entgeht der Zerschlagung seines lukrativen Werbegeschäfts und startet den nächsten Angriff im KI-Rennen. Doch nach vier Verlustmonaten bleibt offen: Wird KI zum neuen Gewinnmotor - oder zur milliardenschweren Kostenfalle? ntv-Börsenexperte Patrick Dewayne ordnet die Chancen und Risiken für Anleger ein.
Maschinenbauer profitieren vom Auslandsgeschäft
Die deutschen Maschinenbauer haben im Juli dank Zuwächsen im Auslandsgeschäft mehr Bestellungen eingefahren. Die Orders seien insgesamt um zwei Prozent gestiegen, teilte der Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau (VDMA) mit. Während das Auslandsgeschäft um vier Prozent zulegte, gingen die Bestellungen aus dem Inland um drei Prozent zurück. "In Deutschland wird unverändert viel zu wenig investiert", sagte VDMA-Chefvolkswirt Johannes Gernandt. Grund hierfür sei auch, dass die Bundesregierung die angekündigten Reformen zur Stärkung des Standorts Deutschland bislang nicht konsequent umgesetzt habe.
Kurssprung: Hier greifen Anleger nach US-Börsenschluss zu
Snowflake hat dank einer starken Nachfrage nach seiner Cloud-Plattform und Angeboten rund um Künstliche Intelligenz (KI) seine Umsatzprognose angehoben und damit ein Kursfeuerwerk ausgelöst. Die Aktien des US-Datenbankspezialisten schossen nachbörslich um mehr als 22 Prozent in die Höhe. Snowflake rechnet nun für das Geschäftsjahr 2027 mit einem Produktumsatz von 6,1 Milliarden Dollar, nachdem das Unternehmen 5,8 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt hatte.
Auch im abgelaufenen zweiten Quartal übertraf der Konzern die Erwartungen der Wall Street. Der Gesamtumsatz belief sich auf 1,55 Milliarden Dollar, während Analysten im Schnitt mit 1,48 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 62 Cent ebenfalls über den prognostizierten 45 Cent. Unternehmen nutzen die Software von Snowflake, um Daten zu speichern und zu analysieren sowie eigene KI-Anwendungen zu entwickeln.
Chip-Aktien auf der Gewinnerseite
Nach den zum Teil heftigen Vortagesverlusten beruhigt sich die Lage an den asiatischen Aktienmärkten heute. Die Leitbörsen machen einen Teil ihrer Vortagesverluste wett. Der zunächst gestoppte Anstieg der globalen Anleiherenditen und die Stabilisierung der Ölpreise, wenn auch auf hohem Niveau, stützen die Aktienkurse. Die allgemein bessere Stimmung folgt Kursgewinnen an den US-Börsen vom Vorabend, nachdem US-Präsident Donald Trump die Aussicht auf einen langwierigen Konflikt mit dem Iran heruntergespielt hatte.
Im Halbleitersektor verhilft Broadcom zu einer leichten Erholung. Zwar sank der Kurs des Chipherstellers im nachbörslichen US-Handel leicht, Geschäftszahlen und Ausblick seien aber überwiegend positiv ausgefallen, heißt es. Broadcom hat seinen Gewinn im dritten Quartal mehr als verdreifacht und seinen Umsatz fast verdoppelt. Dazu rechnet Broadcom mit weiter wachsender Nachfrage nach kundenspezifischen Halbleitern in den nächsten zwei Jahren. Im japanischen Chipsektor gewinnen Renesas Electronics 4 Prozent und Tokyo Electron 0,9 Prozent. In Seoul ziehen Samsung Electronics und SK Hynix um 1,0 und 1,1 Prozent an. In Hongkong kommen Hua Hong um 2,4 Prozent voran.
In Japan steigt der Nikkei um 0,4 Prozent auf 64.557 Punkte - der breiter aufgestellte Topix steigt um 1,0 Prozent. Der südkoreanische Kospi erholt sich um 1,3 Prozent. In China, wo die Verluste am Vortag moderater ausgefallen waren, steigt der Shanghai Composite um 0,4 Prozent - der HSI in Hongkong stagniert.
KI-Umsatz: Broadcom schmiert den Hype
Broadcom hat seine Umsatzprognose für den Bereich Künstliche Intelligenz (KI) deutlich angehoben. Für das laufende Geschäftsjahr 2026 rechne das Unternehmen nun mit KI-Erlösen von 58 Milliarden Dollar statt der zuvor angepeilten 56 Milliarden Dollar, teilte der Konzernchef mit. Das entspricht einem Anstieg von 186 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für 2027 stellte das Management eine Verdopplung des KI-Umsatzes auf etwa 115 Milliarden Dollar in Aussicht, 2028 sollen es rund 230 Milliarden Dollar sein. Insgesamt gehe der Chipkonzern davon aus, 2027 und 2028 KI-Halbleiter im Wert von rund 350 Milliarden Dollar an seine KI-Kunden auszuliefern.
Anthropic sei auf dem besten Weg, 2027 der größte Kunde für Spezialprozessoren (XPU) zu werden und diese Position 2028 zu halten, hieß es weiter. Im vierten Quartal werde Broadcom zudem die neue Generation von Googles TPU-Chips in großen Stückzahlen ausliefern. Auch für Meta und OpenAI produziere das Unternehmen KI-Beschleuniger. Trotz des starken Wachstums rechnet der Konzern im vierten Quartal mit einem Rückgang der Bruttomarge auf etwa 73 Prozent, nach 78 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Eine Menge Zurückhaltung und noch mehr Daten
Mit einem zurückhaltenden Marktgeschehen rechnen Aktienhändler in Europa. Der Dax-Future bewegt sich kaum. Auf die Stimmung drückten der auf über 95 Dollar gestiegene Ölpreis und neuerliche Trump-Drohungen gegen den Iran. Für Zuversicht sorge dagegen die Kauflaune bei US-Bonds vom Vortag. 10-jährige Anleihen seien von Schnäppchenjägern aufgesammelt worden. "Das könnte andeuten, dass um 4,80 Prozent ein attraktiver Deckel auf den US-Renditen liegt", sagt ein Händler. Dies würde die Angst vor einem weiteren Zinsanstieg mildern.
Der Handelstag steht im Zeichen einer ganzen Reihe von Konjunkturdaten. Von Wirtschaftsinstituten wie IFO und IWH kommen neue Herbstprognosen, der VCI berichtet über seine Konjunkturerwartung für die Chemieindustrie. Der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) meldet Auftragseingänge und rund um den Globus werden Einkaufsmanagerdaten (PMI) für den Disntleistungssektor revidiert. Bereits vorliegende PMI-Daten aus Australien, Japan und China deuten auf leicht bessere Konjunkturentwicklungen als in der ersten Lesung hin.
In den USA steht mit dem ISM-Service-Index ein Vorbote für den US-Arbeitsmarktbericht am Freitag auf dem Programm. Dessen Job-Komponente gibt Aufschluss über den größten Sektor am Arbeitsmarkt.
Umstrittener Investor mischt Deutsche Telekom auf
Der aktivistische Investor Elliott hat offenbar eine größere Beteiligung an der Deutschen Telekom aufgebaut und spricht sich gegen eine mögliche Fusion mit der US-Tochter T-Mobile aus. Stattdessen solle der Dax-Konzern andere Wege zur Steigerung des Unternehmenswerts prüfen, wie umfangreichere Aktienrückkäufe, meldete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider. Wie hoch die Beteiligung von Elliott genau ist, sei unklar.
Die Telekom hält knapp 54 Prozent an T-Mobile US, dem wichtigsten Gewinnbringer des Konzerns. Im April war berichtet worden, die Telekom erwäge einen vollständigen Zusammenschluss. Im Juli meldete jedoch das Nachrichtenportal Semafor, das Management von T-Mobile US unterstütze eine solche Fusion nicht mehr.
Uber startet Robotaxi-Dienst in London
Uber bietet seit heute in London Fahrten mit Robotaxis an. "Wir sind stolz darauf, den Wayve AI Driver zum ersten Mal genau hier in London, unserer Heimatstadt und einem der anspruchsvollsten Verkehrsumfelder der Welt, der Öffentlichkeit vorzustellen", sagte der Chef und Mitgründer des britischen Technologiepartners Wayve, Alex Kendall. London ist damit nach Zagreb die zweite europäische Metropole, in der Uber autonome Fahrzeuge einsetzt. Zunächst stehen weniger als 20 Fahrzeuge des Modells Ford Mustang Mach-E zur Verfügung, in denen vorerst noch ein Fahrer zur Überwachung an Bord ist, teilten die Unternehmen mit. Kunden, die eine Fahrt über UberX, Uber Comfort oder Uber Electric buchen, könnten ohne Aufpreis ein autonom fahrendes Fahrzeug zugeteilt bekommen.
Anleger strafen US-Serverhersteller ab
Hewlett Packard Enterprise (HPE) hat dank einer starken Nachfrage nach KI-Hardware die Erwartungen übertroffen und seine Jahresziele angehoben. Dennoch fielen die Aktien des Unternehmens im nachbörslichen Handel um acht Prozent. Im abgelaufenen dritten Quartal steigerte HPE den Umsatz auf 12,2 Milliarden Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 11,9 Milliarden Dollar. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag bei 1,11 Dollar, während Experten 93 Cent erwartet hatten.
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Konzern nun mit einem Umsatzwachstum von 34 bis 37 Prozent, nachdem zuvor 29 bis 33 Prozent in Aussicht gestellt worden waren. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll auf 3,75 bis 3,85 Dollar steigen. Für 2027 peilt HPE ein Umsatzplus von 13 bis 17 Prozent sowie ein Gewinnwachstum von 16 bis 20 Prozent an.
"Qualität der Investoren in Bitcoin verändert sich"
Asien-Börsen auf Erholungskurs
Aktien und Anleihen erholen sich in Asien. Anleger warten nun auf neue US-Konjunkturdaten und Äußerungen von Notenbankern. Diese könnten Aufschluss darüber geben, ob die US-Notenbank Fed ihre Geldpolitik in diesem Monat strafft. Im Fokus steht dabei der wegweisende US-Arbeitsmarktbericht am Freitag, nachdem die Daten zur Beschäftigung in der Privatwirtschaft im August enttäuscht hatten. Zudem wird eine Rede von Fed-Gouverneur Christopher Waller erwartet. Der Präsident der Federal Reserve Bank of New York, John Williams, hatte die Erwartungen an eine Zinserhöhung im laufenden Monat gedämpft.
Der Nikkei sucht nach einer klaren Richtung. Nach Schwankungen zwischen der Gewinn- und Verlustzone legt Index 0,2 Prozent auf 64.455,83 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notiert 1,0 Prozent höher bei 4124,08 Zählern. Der Shanghai Composite gewinnt 0,5 Prozent auf 3960,44 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,5 Prozent auf 4572,22 Punkte.
Autohaus König meldet Insolvenz an
Die Autohauskette König hat Insolvenz beantragt. Das Berliner Unternehmen hatte den Antrag beim Amtsgericht Charlottenburg eingereicht, wie das Gericht mitteilte. Das Gericht bestellte nun einen Insolvenzverwalter ein und richtete einen vorläufigen Gläubigerausschuss ein - unter anderem mit Vertretern von Renault, Stellantis Bank, Euler Hermes und der Bundesagentur für Arbeit.
Das Unternehmen Autohaus König betreibt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 80 Standorte. Das Unternehmen wurde 1966 in Berlin gegründet und wuchs mit einem Reparaturbetrieb und dem Gebrauchtwagenhandel an. "Seit den 80er-Jahren ist das Autohaus König offizieller Vertragspartner von Renault, womit die eigentliche Erfolgsgeschichte der Autohandelsgruppe ins Rollen kommt", hieß es. Besonders in Ostdeutschland unterhält das Unternehmen viele Standorte. In der Krise der deutschen Autoindustrie musste zuletzt auch der Handel mit Kraftwagen Umsatzeinbußen hinnehmen.
US-Wirtschaft wächst leicht
Die US-Wirtschaft ist in den vergangenen Wochen leicht gewachsen, wie aus dem Konjunkturbericht (Beige Book) der US-Notenbank (Fed) hervorgeht. Auch die Preise seien moderat gestiegen und die Beschäftigung habe insgesamt geringfügig zugenommen, hieß es weiter. Der Ausblick für die kommenden Monate sei zwar generell positiv. Es gebe jedoch branchenübergreifend eine erhöhte Unsicherheit wegen gestiegener Energiepreise, der politischen Lage und internationaler Konflikte. In einigen der zwölf Fed-Bezirke seien Unternehmen zudem auf eine größere Preissensibilität der Verbraucher gestoßen, was die Weitergabe höherer Kosten erschwere.
Es rappelt im Dax - gewaltig
An den bisherigen drei Handelstagen dieser Börsenwoche hat der Dax bereits ein Minus von insgesamt fast drei Prozent verbucht. Die dafür verantwortliche Gemengelage ist vielschichtig: die wiederaufgeflammten Kämpfe im Iran-Krieg, die dadurch deutlich anspringenden Ölpreise, die Inflationssorgen und Zinsängste. Zur Wochenmitte schloss der deutsche Börsenleitindex mit einem Abschlag von 0,5 Prozent und einem Stand von 25.839 Zählern.
Marktteilnehmern zufolge konsolidiert der Dax. Ob sich daran heute etwas ändert, dürfte fraglich sein. Auf der Agenda steht etwa die Herbstprognose des IFO-Instituts. Nachdem sich die deutschen Konjunkturaussichten zuletzt aufgehellt haben, dürften die Münchner Forscher der Wirtschaft ein höheres Wachstum zutrauen als noch in der Sommerprognose unterstellt. Damals wurde ein Anstieg des Bruttoinlandsprodukts für 2026 von 0,8 Prozent erwartet. Mittlerweile blickt auch die deutsche Zentralbank optimistischer auf die Konjunktur. Laut Bundesbankchef Joachim Nagel ist die Wirtschaft auf einem guten Weg, dieses Jahr eine Wachstumsrate von rund einem Prozent zu erzielen.
Dazu entscheidet die deutsche Börse über die künftige Zusammensetzung ihrer Aktienindizes. Dabei steht eine mögliche Rückkehr der Lufthansa in den Leitindex Dax im Fokus. Die Fluggesellschaft, die 2020 im Zuge der Corona-Krise in den MDax abgestiegen war, liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit den Dax-Mitgliedern Fresenius Medical Care (FMC) und Qiagen. Um sicher in die erste Börsenliga aufzusteigen, muss die Lufthansa beim Börsenwert des Streubesitzes mindestens Platz 33 erreichen. Experten halten es jedoch für möglich, dass es diesmal keinen Wechsel im Dax gibt, da die Lufthansa-Aktie zuletzt an Wert verloren hat. Mögliche Abstiegskandidaten wie Zalando und Scout24 dürften voraussichtlich nicht weit genug abrutschen, um Platz für einen Nachrücker zu machen.
Und unternehmensseitig? Da lädt Tesla in Austin im Bundesstaat Texas ausgewählte Gäste zu einem "Launch Event" für sein geplantes Robotaxi ein. Genaue Details zu der Veranstaltung zu dem vor zwei Jahren vorgestellten Cybercab ließ Tesla im Vorfeld offen. Weder eine genaue Uhrzeit noch ein möglicher Livestream wurden bislang bestätigt. Der Zweisitzer ohne Lenkrad und Pedale ist das erste Fahrzeug des Konzerns, das ausschließlich für das autonome Fahren konzipiert wurde. Begleitet wird die Präsentation von Fragen zu regulatorischen Hürden und der Sicherheit der Technik, da Teslas bisheriges Assistenzsystem nach Unfällen im Visier der US-Behörden steht.
Die komplette Terminvorschau für diese Woche finden Sie hier.




