Der Börsen-Tag
22. Oktober 2026
imageHeute mit Christina Lohner und Diana Dittmer
Zum Archiv
17:49 Uhr

Selbst gute Zahlen können den Dax nicht retten

Der deutsche Aktienmarkt hat den Handel mit deutlichen Verlusten beendet. Der Dax schloss bei 25.371 Punkten und damit rund 1,0 Prozent im Minus. Der Tagesverlauf zeigte einen deutlichen Knick: Nach einem freundlichen Vormittag rutschte der Index ab und erholte sich bis zum Schluss nicht mehr. 

Der Euro-Stoxx-50 verlor 1,8 Prozent.

Im Fokus standen Tech-Sorgen und Geopolitik. Die durchwachsen ausgefallenen Quartalszahlen von US-Technologieunternehmen nährten die Bedenken hinsichtlich der Rentabilität der hohen KI-Investitionen. Gleichzeitig zog der Ölpreis wieder kräftig an: Ein Fass Brent kostete wieder mehr als 111 Dollar. Im Handel wurde auf Medienberichte verwiesen, denen zufolge die USA und Israel nach den Zwischenwahlen neue Angriffspläne auf den Iran schmieden. Zudem halten die Angriffe der Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien an.

Andreas Lipkow von CMC Markets bezeichnete die Lage an der Börse als zunehmend ungemütlich. Die Nervosität der Anleger steige. Immer mehr Unternehmen scheiterten sogar an den bereits gesenkten Erwartungen und würden dafür von der Börse konsequent abgestraft. Selbst überzeugende Quartalszahlen bewegen Anleger kaum noch zu neuen Aktienkäufen. Stattdessen setze sich zunehmend das Motto "Sell on Good News" durch. Positive Unternehmensmeldungen werden nicht mehr als Einstiegssignal verstanden, sondern als Gelegenheit, Gewinne mitzunehmen und Risiken abzubauen. Laut Lipkow ist das ein deutliches Warnsignal für die Verfassung der Aktienmärkte.

Laut Lipkow steht der anhaltend hohe Inflationsdruck im Mittelpunkt der Sorgen. Die steigenden Energiepreise bringen sowohl die Verbraucher als auch die Notenbanken zunehmend in Bedrängnis. Den Unternehmen droht eine doppelte Belastung: Die Finanzierungskosten bleiben hoch oder steigen weiter, während gleichzeitig die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen nachlässt. Diese Entwicklung sei besonders gefährlich, weil die Auswirkungen der hohen Energiepreise erst mit Verzögerung in der gesamten Wirtschaft ankämen. Die Verbraucher reagieren mit Kaufzurückhaltung, Unternehmen müssen ihre Kosten stärker kontrollieren und die Notenbanken verlieren den Spielraum für eine lockerere Geldpolitik.

Entscheidend bleibt deshalb die Entwicklung im Nahen Osten. Ohne eine baldige Deeskalation und eine spürbare Entspannung bei den Ölpreisen würden gute Unternehmenszahlen nicht mehr ausreichen, um die Stimmung nachhaltig zu verbessern. Gleichzeitig würden die Risiken für die kommenden Monate zunehmen. Wenn selbst überzeugende Ergebnisse zum Anlass für Verkäufe genommen werden, ist nicht mehr die Gewinnentwicklung das eigentliche Problem, sondern das schwindende Vertrauen in die Zukunft.

Tagesgewinner im Dax waren Qiagen. Gemeinsam mit den Staats- und Pensionsfonds ADIA und CPP bietet der schwedische Finanzinvestor EQT ein freiwilliges Barübernahmeangebot von 46,50 Euro je Aktie, das ist ein Aufschlag von gut 40 Prozent auf den unbeeinflussten Kurs vom 8. Juli und bewertet Qiagen mit insgesamt 10,8 Milliarden Euro. Die Aktie gewann knapp 5,0 Prozent. Merck KGaA stiegen um 2,9 Prozent und SAP gewannen 3,2 Prozent

Auf der Verliererseite standen Siemens Energy mit einem Minus von 8.,6 Prozent, Infineon gaben 6,0 Prozent nach, Hochtief verloren 4,7 Prozent.

Das war der Börsen-Tag am Donnerstag. Morgen geht es an dieser Stelle munter weiter. Bis dahin halten Sie unsere Kolleginnen und Kollegen von der Spät- und Nachtschicht auf dem Laufenden. Schauen Sie also gerne immer wieder bei ntv.de vorbei. Wir wünschen einen erholsamen Feierabend!

Selbst gute Zahlen können den Dax nicht retten
17:02 Uhr

Diese Aktien sind gerade zum Schnäppchenpreis zu haben

Bei den Tech-Werten sind zuletzt starke Korrekturen zu beobachten. Woran das liegt und wo Anleger jetzt Schnäppchen machen können, bespricht Corinna Wohlfeil mit dem Anlagestrategen Stephan Kemper.

Diese Aktien sind gerade zum Schnäppchenpreis zu haben
16:56 Uhr

Procter & Gamble überzeugt Anleger

Die Aktie von Procter & Gamble profitiert von Ergebnissen, die die Erwartungen übertroffen haben. Der Umsatz stieg im ersten Quartal trotz erheblichen Gegenwinds bei den Kosten in allen Regionen und Kategorien um 4,0 Prozent.

Wall Street-Anleger schickten die Aktie um mehr als 5,0 Prozent nach oben, nachdem der Konsumgüterkonzern - der Tide-Waschmittel, Pampers-Windeln und Bounty-Papiertücher herstellt - miteilte, dass sich die Anfang des Jahres vorgenommenen Strategieanpassungen auszuzahlen beginnen.

Procter & Gamble überzeugt Anleger
16:04 Uhr

Geringe US-Erstanträge signalisieren soliden Arbeitsmarkt

Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung hat in der Woche zum 17. Oktober abgenommen. Im Vergleich zur Vorwoche fiel die Zahl der Anträge auf saisonbereinigter Basis um 6000 auf 194.000, wie das US-Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Volkswirte hatten einen Anstieg auf 200.000 vorhergesagt.

Für die Vorwoche wurde der Wert nach oben revidiert, auf 200.000 von ursprünglich 199.000. Der gleitende Vierwochendurchschnitt verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 1.000 auf 197.750. In der Woche zum 10. Oktober erhielten 1,728 Millionen Personen Arbeitslosenunterstützung. Dies war eine Zunahme gegenüber der Vorwoche um 25.000.

Geringe US-Erstanträge signalisieren soliden Arbeitsmarkt
15:54 Uhr

Lockheed Martin gehen durch die Decke

Eine angehobene Prognose gibt den Aktien von Lockheed Martin Auftrieb. Die Titel des US-Rüstungskonzerns legen an der Wall Street 8,5 Prozent zu. Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Lockheed nun mit einem Umsatz zwischen 80 und 82 Milliarden Dollar. Zuvor hatte die Spanne bei 79,75 bis 81,75 Milliarden Dollar gelegen. Der Gewinn je Aktie soll nun 30,35 bis 30,75 Dollar erreichen, nach zuvor 29,95 bis 30,65 Dollar.

Lockheed begründete den Optimismus mit der hohen Nachfrage nach Raketenabwehrsystemen und Kampfjets angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen. Der Auftragsbestand des Konzerns kletterte im dritten Quartal auf einen Rekordwert von 292 Milliarden Dollar. Zudem gab Lockheed eine zehnjährige Rahmenvereinbarung mit dem US-Verteidigungsministerium über mindestens 850 F-35-Kampfjets bekannt.

Lockheed Martin gehen durch die Decke
15:50 Uhr

Wall Street startet in Rot

Die US-Börsen bewegen sich zum Auftakt in schwerem Fahrwasser.  Der Dow Jones-Index kommt dabei mit minus 0,3 Prozent noch vergleichsweise glimpflich davon. Der S&P 500 verliert knapp ein Prozent und der Nasdaq Composite 1,7 Prozent.

Händler nennen gleich mehrere Belastungsfaktoren: Durchwachsen ausgefallene Quartalsergebnisse von US-Technologieunternehmen konnten die Bedenken vieler Börsianer im Hinblick auf die Rentabilität der massiven KI-Investitionen nicht beruhigen. Viele der größten Namen im Bereich Künstlicher Intelligenz verzeichnen Verluste, darunter SpaceX, Nvidia und Intel sowie die Titel des Speicherherstellers Micron als auch der Kurs des Rechenzentrumsanbieters CoreWeave.

Wall Street startet in Rot
15:27 Uhr

American Airlines hängt Latte wegen Kerosinpreisen niedriger

American Airlines hat wegen stark gestiegener Kerosinpreise die Jahresprognose gesenkt und damit die Aktie unter Druck gesetzt. Die Papiere der US-Fluggesellschaft geben im vorbörslichen Handel um vier Prozent nach. Rivalen wie United und Delta verlieren rund zwei bis 2,5 Prozent.

American erwartet nun für das Gesamtjahr 2026 einen Verlust je Aktie zwischen 1,00 und 1,60 Dollar. Zuvor war die Fluggesellschaft von einem Gewinn von 65 Cent bis zu einem Verlust von 65 Cent je Aktie ausgegangen. Im abgelaufenen dritten Quartal weitete American Airlines den Nettoverlust auf 269 Millionen Dollar aus, nach 114 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Als Hauptgrund nannte die Fluggesellschaft die Treibstoffkosten. Für das vierte Quartal rechnet sie mit einem Kerosinpreis von etwa 4,70 Dollar pro Gallone, was fast einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht.

American Airlines hängt Latte wegen Kerosinpreisen niedriger
15:12 Uhr

Mit diesem Trick will Zuckerberg die Kalifornien-Steuer umgehen

Meta-Chef Mark Zuckerberg verkauft notfalls sein Haus - nur um die Kontrolle über Facebook nicht zu verlieren. Der Hintergrund: Kalifornien stimmt am 3. November über eine einmalige Milliardärssteuer von 5 Prozent auf Vermögen über einer Milliarde Dollar ab. Bei geschätzten 247 Milliarden Dollar Vermögen müsste Zuckerberg massiv blechen.

Die Lösung: Eine neue Aktienstruktur ab Januar. Jeder Inhaber von A- und B-Aktien bekommt eine zusätzliche Aktie - aber ohne Stimmrecht. 

Der Clou dabei: Zuckerberg kann so stimmrechtslose Aktien verkaufen, um die Steuer zu bezahlen und die teure KI-Expansion zu finanzieren, ohne seine Stimmenmehrheit zu verlieren. Ein Umzug wie bei Elon Musk nach Texas oder den Google-Gründern Page und Brin wäre damit vom Tisch. Die Macht bei Meta bleibt - der Trick kostet aber die Aktionäre.

Mit diesem Trick will Zuckerberg die Kalifornien-Steuer umgehen
14:10 Uhr

Erste Hürde genommen: EU-Ausschüsse stimmen für Lockerung des Verbrenner-Aus

Das Aus für den Verbrenner wird aufgeweicht. Im Europaparlament haben der Industrie- und der Verkehrsausschuss für eine Lockerung gestimmt.

Der Deal von EVP, S&D und Renew: Statt 100 Prozent sollen die CO2-Emissionen von Neuwagen bis 2035 nur um 95 Prozent sinken. Wer klimafreundlichen Stahl aus Europa verbaut, darf sogar noch mal um 7,5 Prozentpunkte nach oben ausscheren - ohne Strafe.

Das ist schärfer als das, was Berlin und Paris wollten - die hatten nur 90 Prozent gefordert. Im Industrieausschuss stimmten 49 Abgeordnete dafür, 27 dagegen. Im Verkehrsausschuss 27 zu 18. Grüne, Linke und die Rechten votierten dagegen.

Der CDU-Mann Jens Gieseke jubelte: "Unsere Hersteller brauchen Flexibilität und Planungssicherheit." Die Grünen warnen dagegen vor einer Bremse für die E-Mobilität. Für BMW, Mercedes und VW ist das ein wichtiges Signal aus Straßburg.

Doch das ist nur die erste Hürde. Im Dezember muss das gesamte EU-Parlament seine Position beschließen. Erst danach geht es in die finale Verhandlung mit den EU-Staaten. Erst wenn sich Parlament und Rat auf einen Kompromiss einigen, tritt die Lockerung wirklich in Kraft.

Erste Hürde genommen: EU-Ausschüsse stimmen für Lockerung des Verbrenner-Aus
13:34 Uhr

"Wir haben geliefert": Spotify zündet den KI-Turbo - Anleger jubeln

Das Weihnachtsgeschäft wird für Spotify zum Gewinnfest. Der schwedische Streaming-Riese hat seine Prognose für das vierte Quartal angehoben und stellt jetzt einen operativen Gewinn von 820 Millionen Euro in Aussicht - mehr als die 813,4 Millionen, die Analysten erwartet hatten.

Der Grund: Künstliche Intelligenz. Mit KI-DJ und Playlists per Texteingabe will Spotify neue Nutzer locken und sich gegen die neuen KI-Rivalen Suno und Udio wehren. Die Rechnung geht an der Börse auf: Die Aktie legt vorbörslich über 3,0 Prozent zu.

"Wir haben geliefert, was wir versprochen haben", sagt Co-Chef Alex Norstrom. 316 Millionen Premium-Kunden - zehn Millionen mehr als erwartet. Lediglich bei den monatlich aktiven Nutzern mit 818 Millionen liegt man knapp unter den Schätzungen.

"Wir haben geliefert": Spotify zündet den KI-Turbo - Anleger jubeln
13:24 Uhr

Eskalation im Nahen Osten treibt Ölpreise

Die Furcht der Anleger vor Lieferausfällen wegen einer Eskalation des Konflikts im Nahen Osten treibt die Ölpreise erneut in die Höhe. Ein Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuert sich um fast 3,5 Prozent auf 112,40 Dollar. Der Preis für US-Leichtöl WTI legt um rund 2,5 Prozent auf 99,69 Dollar pro Barrel zu.

Auslöser sind erneute Angriffe der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz auf Ziele in Saudi-Arabien. Die US-Regierung wies daraufhin Diplomaten und deren Familien an, ihre Vertretungen in Saudi-Arabien zu verlassen. Zudem berichtete die Zeitung "New York Times", die Streitkräfte der USA und Israels hätten Pläne für erneute Angriffe auf den Iran nach den US-Zwischenwahlen am 3. November ausgearbeitet. "Die Bemühungen, die Spannungen sowohl in der Ukraine als auch im Nahen Osten zu entschärfen, sind nicht überzeugend", kommentierte Tamas Varga, Ölexperte beim Makler PVM.

Eskalation im Nahen Osten treibt Ölpreise
13:09 Uhr

Tarifeinigung bei Lufthansa-Tochter: Cityline-Beschäftigte bekommen Extra-Rente

Die Gewerkschaft Verdi und die neue Lufthansa-Regionaltochter City Airlines haben eine Tarifeinigung zur betrieblichen Altersvorsorge für das Cockpit- und Kabinenpersonal erreicht. Für die rund 660 Beschäftigten werde eine rein vom Arbeitgeber finanzierte Betriebsrente eingeführt, teilte Verdi mit. Die Fluggesellschaft zahle dafür zusätzlich zum regulären Gehalt monatlich fünf Prozent des individuellen Einkommens in eine Unterstützungskasse ein. Es gebe zudem die Alternative, sich den Gehaltszuschlag auszahlen zu lassen, um selbst vorzusorgen.

City Airlines wurde als Nachfolgerin der im April operativ eingestellten Zubringerfluglinie Cityline gegründet, um mit niedrigeren Personalkosten günstiger zu arbeiten. Die Flotte von derzeit zwei Dutzend Flugzeugen soll weiter wachsen. Lufthansa schloss den Gehaltstarifvertrag mit Verdi ab, während bei Cityline die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit und die Kabinengewerkschaft UFO Tarifpartner waren.

Tarifeinigung bei Lufthansa-Tochter: Cityline-Beschäftigte bekommen Extra-Rente
12:39 Uhr

"Tesla stehen immer noch einzigartig da"

Elon Musk spielt mit dem Gedanken, seine Firmen Tesla Motors und SpaceX zu fusionieren. Nach Bekanntgabe der Quartalszahlen gibt die Aktie nachbörslich nach. Analyst Jürgen Pieper schätzt die Lage für ntv ein. 

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"Tesla stehen immer noch einzigartig da"
12:20 Uhr

Norwegens Staatsfonds weist zweistelligen Milliardenverlust aus

Der weltgrößte Staatsfonds aus Norwegen hat im dritten Quartal einen Verlust von 278 Milliarden Kronen (26,44 Milliarden Euro) verbucht. Die Rendite auf die weltweiten Anlagen habe bei minus 0,5 Prozent gelegen, teilte der Fonds mit. "Die Rendite des Fonds war nahezu unverändert und am Ende leicht negativ", erklärte der stellvertretende Chef des Fonds, Trond Grande. Grund dafür seien gestiegene Zinsen, die zu schwächeren Ergebnissen bei den Anleihe-Investments geführt hätten.

Der Fonds investiert die Einnahmen des norwegischen Staates aus der Öl- und Gasförderung. Mit einem Vermögen von 2,3 Billionen Dollar gilt er als der größte Einzelinvestor der Welt. Rechnerisch hält der Fonds 1,5 Prozent aller weltweit börsennotierten Unternehmen. Insgesamt ist der Fonds in rund 7100 Unternehmen sowie in Anleihen, Immobilien und Projekte für erneuerbare Energien investiert.

Norwegens Staatsfonds weist zweistelligen Milliardenverlust aus
11:46 Uhr

Luxus-Schock: China-Chaos zerlegt Hermès

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Hermès bricht ein - China verdirbt das Geschäft mit der Birkin-Bag (Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Selbst die vermeintlich Unantastbaren in der Luxusbranche wackeln. Hermès, Hersteller der 10.000-Euro-Birkin- und Kelly-Bags, bekommt die Konsumkrise in China voll zu spüren.

Der Umsatz im dritten Quartal stieg nur noch um 4,3 Prozent zu konstanten Wechselkursen - Analysten hatten 5,2 Prozent erwartet. Die Reaktion an der Börse in Paris daraufhin ist brutal: Die Aktie rauscht am Vormittag um über 7,0 Prozent in die Tiefe.

CFO Eric du Halgouet wird in der Analysten-Konferenz deutlich: Der chinesische Immobilienmarkt bleibt schwach, das Verbrauchervertrauen liegt am Boden, die Haushalte sparen lieber als zu konsumieren. Die jüngsten Rückgänge an den Finanzmärkten hätten den Druck noch verstärkt.

Es ist ein Alarmsignal für die gesamte Luxus-Branche. Galt Hermès bisher als krisenfest, weil selbst die Konkurrenz neidisch auf die Wartelisten für die Taschen schaut, zeigt sich jetzt: Dem China-Einbruch entkommt keiner mehr. Die Bilanz für Hermès ist verheerend: Seit Jahresbeginn hat die Aktie rund 40 Prozent verloren.

Luxus-Schock: China-Chaos zerlegt Hermès
11:24 Uhr

Anleger stürzen sich auf Qiagen

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Der Pharmadienstleister Qiagen wird von einem schwedischen Finanzinvestor umworben. Ein milliardenschweres Angebot für den Diagnostikkonzern liegt auf dem Tisch. (Foto: picture alliance / dpa/Archiv)

Der schwedische Finanzinvestor EQT greift nach Qiagen: Gemeinsam mit den Staats- und Pensionsfonds ADIA und CPP unterbreiten die Schweden ein freiwilliges Barübernahmeangebot für den Diagnostik- und Laborausrüster. Mit 46,50 Euro je Aktie bietet das Konsortium einen Aufschlag von gut 40 Prozent auf den unbeeinflussten Kurs vom 8. Juli und bewertet Qiagen mit insgesamt 10,8 Milliarden Euro. Die Qiagen-Aktie gewinnt 5,4 Prozent auf 45,14 Euro. 

Anleger stürzen sich auf Qiagen
10:56 Uhr

Hessische Milliardärsfamilie steigt bei FC Bayern ein

Der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München bekommt einen vierten externen Anteilseigner: Die Viessmann Generations Group, in der die hessische Milliardärsfamilie ihre Beteiligungen gebündelt hat, übernimmt mit einer Kapitalerhöhung 6,7 Prozent an der FC Bayern München AG, wie Viessmann mitteilt. Zum Kaufpreis äußerte sich eine Sprecherin nicht. Insider beziffern ihn aber auf rund 250 Millionen Euro. Damit ergibt sich eine Bewertung von knapp vier Milliarden Euro für den FC Bayern. Der FC Bayern hat den Anteil externer Investoren auf 30 Prozent begrenzt, den Rest der Aktien hält stets der gleichnamige Verein. 

Bisher hatten der Sportartikelkonzern Adidas, die Volkswagen-Tochter Audi und der Versicherungsriese Allianz zusammen 25 Prozent an der FC Bayern München AG gehalten, ihre Anteile werden durch die Kapitalerhöhung auf je 7,8 Prozent verwässert. 

Die Unternehmerfamilie Viessmann hatte vor drei Jahren ihr Kerngeschäft mit Heiz- und Klimatechnik für zwölf Milliarden Euro an den US-Klimaanlagenbauer Carrier verkauft und sucht seither neue Anlagemöglichkeiten für ihr Kapital. Der bekennende Bayern-Fan Max Viessmann zieht in den Aufsichtsrat des FC Bayern ein, der dafür auf zehn Mitglieder erweitert wird. Die Aktien vom FC Bayern werden nicht an einer Wertpapierbörse gehandelt und können somit von Privatanlegern oder Fans nicht frei gekauft werden. Auch Viessmann ist nicht börsennotiert.

Hessische Milliardärsfamilie steigt bei FC Bayern ein
10:42 Uhr

KfW: Zu viele Mittelständler vertagen Investitionen

Gerade einmal 40 Prozent aller 3,9 Millionen Mittelständler haben im Jahr 2025 Investitionsprojekte umgesetzt, wie aus einer Analyse der Förderbank KfW hervorgeht. Auch im laufenden Jahr stockt es: Ein Drittel der Unternehmen (33 Prozent) und damit so viele wie nie zuvor gaben bei einer Befragung im September an, für 2026 geplante Investitionen verschoben oder in geringerem Umfang umgesetzt zu haben. 

Dabei mangele es oft nicht an finanziellen Möglichkeiten, Geld in Digitalisierung, neue Anlagen und Energieeffizienz zu stecken, führt KfW-Chefvolkswirt Dirk Schumacher zu den Ergebnissen des jüngsten "KfW-Mittelstandspanels" aus. "Zu viele Unternehmen investieren noch gar nicht oder zu wenig. Sie verschieben Investitionsvorhaben. Das ist problematisch für den Wirtschaftsstandort Deutschland."

In Summe steckten kleine und mittlere Unternehmen hierzulande der Analyse zufolge im Jahr 2025 nominal rund 218 Milliarden Euro in neue Anlagen und Bauten und damit drei Milliarden Euro weniger als ein Jahr zuvor. Bereinigt um Preissteigerungen (real) lag das Neuinvestitionsvolumen nach Berechnungen der KfW im dritten Jahr in Folge im Minus. Von 2019 bis 2025 sind die Unternehmensinvestitionen in Deutschland demnach preis- und kalenderbereinigt um 8,3 Prozent zurückgegangen.

KfW: Zu viele Mittelständler vertagen Investitionen
10:27 Uhr

Frankreichs Bonds stürzen weiter ab - gefürchtete 5-Prozent-Marke geknackt

An Europas Rentenmärkten ist das befürchtete Szenario eingetreten, die Flucht in vermeintlich "sichere Häfen". Deutlich zeigt sich das an den Bond-Futures am Donnerstagvormittag. Während die deutschen Bund-Futures um 0,2 Prozent zulegen, stürzen die französischen OAT-Futures um 0,6 Prozent ab. "Ein klassisches Zeichen für Umschichtungen in die Benchmark, das nichts mit globalen Zinsniveaus zu tun hat", sagt ein Händler. Wie am Vortag befürchtet, hatten unter dem alten Jahrestief in den OAT-Futures viele Sell-Stops gelegen. Diese wurden ausgelöst und führten zu einer Umsatzspitze.

Am Kassamarkt springen die 10-jährigen französischen Staatsanleihen damit über die gefürchtete 5-Prozent-Marke auf 5,09 Prozent. Der Rendite-Spread zu den deutschen Bundesanleihen legt auf das Rekordhoch bei fast 162 Basispunkten zu. Fundamentale Sorgen macht die anstehende Neubewertung des Ratings von Frankreich durch die Agentur Moody's am Freitagabend. Hier könnte eine Abstufung drohen.

Frankreichs Bonds stürzen weiter ab - gefürchtete 5-Prozent-Marke geknackt
10:16 Uhr

Schaukelbörse: Tech-Ausverkauf drückt Dax heute kräftig ins Minus

Nach der Verschnaufpause am Vortag geht der Ausverkauf im deutschen Technologiesektor weiter. Der Dax notiert zuletzt 1,2 Prozent tiefer bei 25.351 Punkten. Nach unten ziehen den deutschen Leitindex Kursverluste von jeweils rund drei Prozent bei Unternehmen wie Infineon und Aixtron. SAP treten trotz robuster Quartalszahlen mehr oder weniger auf der Stelle.

"Zwischen KI-Optimismus und Bewertungsrealität bleibt die Schaukelbörse intakt", kommentiert Timo Emden, Chefanalyst beim Broker CapTrader. "Der gestrige Kursanstieg sollte nicht über die jüngsten Unruhen in Frankreich gepaart mit weiterhin hohen Ölpreisnotierungen sowie Nahostrisiken hinwegtäuschen." Die USA hatten ihre Diplomaten wegen Angriffen der Huthi-Rebellen angewiesen, Saudi-Arabien zu verlassen. Zudem berichtete die Zeitung "New York Times", die Streitkräfte der USA und Israels hätten Pläne für erneute Angriffe auf den Iran nach den US-Zwischenwahlen am 3. November ausgearbeitet. Dies treibt die Ölpreise erneut um mehr als zwei Prozent nach oben.

Schaukelbörse: Tech-Ausverkauf drückt Dax heute kräftig ins Minus
10:06 Uhr

Anleger nehmen bei Roche Gewinne mit

Als "relativ unspektakulär" bis "gut" werden die Umsatzzahlen von Roche im Handel kommentiert. Die Umsatzerwartungen seien je nach Segment übertroffen worden. Vor allem die Sparten Pharma und Diagnostik liefen gut. Wie von Anlegern erhofft ließ auch der Druck vom zu starken Franken etwas nach, der Jahresausblick wurde bestätigt. Die Titel fallen dennoch um 1,1 Prozent.

Die Roche-Aktie befindet sich seit Anfang Oktober im Aufwärtstrend und hat in diesem Zeitraum gut 15,0 Prozent an Wert gewonnen.   

Anleger nehmen bei Roche Gewinne mit
09:42 Uhr

Voll auf Rüstung - Renk stößt Gleitlagergeschäft ab

Renk verklauft sein Gleitlagergeschäft an das österreichische Industrie- und Technologieunternehmen Miba. Das zivile Geschäft von Marine & Industry bleibt von der Transaktion unberührt, wie das MDAX-Unternehmen mitteilt. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Das Gleitlagergeschäft ist am Standort Hannover angesiedelt und wird seit Oktober 2025 als eigenständige Gesellschaft unter dem Namen Renk Bearings geführt.

Renk will den Anteil des Defense-Geschäfts am Gesamtumsatz bis 2030 auf rund 90 Prozent steigern. "Mit dem Verkauf des Gleitlagergeschäfts setzen wir unsere Sektorenstrategie wie angekündigt um, indem wir unseren strategischen Fokus noch konsequenter auf das Defense-Geschäft ausrichten", sagt Renk-CEO Alexander Sagel.

Voll auf Rüstung - Renk stößt Gleitlagergeschäft ab
09:25 Uhr

Baut Musk sein Tech-Imperium aus Tesla und SpaceX per Aktientausch?

Der geplante Zusammenschluss der von Elon Musk geführten Unternehmen SpaceX und Tesla könnte über einen reinen Aktientausch vollzogen werden. Das sei eine von mehreren Optionen, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Firmen könnten von einer Dachgesellschaft geführt werden. Unterdessen sorgt die öffentliche Ankündigung des 3,5 Billionen Dollar schweren Vorhabens durch Großaktionär Musk für Diskussionen. Beteiligte befürchten, dass Aktionäre auf eine genaue Prüfung dringen könnten, ob ihre Interessen gewahrt sind, wie der Insider erklärte.

Baut Musk sein Tech-Imperium aus Tesla und SpaceX per Aktientausch?
09:11 Uhr

Dax startet im Minus

Der Dax hat wieder einen Dämpfer erhalten. Nach Zahlen großer US-Konzerne sorgt der Technologiesektor dafür, dass die Stimmung wieder umschwenkt, nachdem die Vortagserholung dem deutschen Leitindex noch den höchsten Stand seit vier Wochen beschert hatte. Wegen eines Angriffs auf ein Ölfeld in Saudi-Arabien stiegen auch die Ölpreise wieder deutlich. Der Dax fiel im frühen Handel um 0,8 Prozent auf 25.439 Punkte. Der MDax mit den mittelgroßen Werten sackte um 1,4 Prozent auf 30.216 Zähler ab.

Dax startet im Minus
08:58 Uhr

SAP übertrifft Erwartungen im Cloud-Geschäft

Dank einer robusten Nachfrage hat sich das Wachstum der wichtigen Cloud-Sparte beim Walldorfer Konzern SAP im dritten Quartal wieder etwas beschleunigt. Vor diesem Hintergrund gibt SAP einen optimistischeren Ausblick. Für das Gesamtjahr peilt das Unternehmen nun in diesem Geschäftsbereich Erlöse am oberen Rand der angepeilten Spanne zwischen 25,8 und 26,2 Milliarden Euro an. Vorbörslich ging es für die Aktie um 0,7 Prozent nach oben. Das Wachstum des Cloud-Auftragsbestands übertreffe sowohl die Konsensschätzung als auch die Erwartungen vieler Investoren, heißt es von den Analysten von Berenberg.

SAP übertrifft Erwartungen im Cloud-Geschäft
08:37 Uhr

Kühne+Nagel hebt schon wieder Gewinnziel an

Kühne+Nagel hebt zum dritten Mal in diesem Jahr seine Prognose für den Betriebsgewinn an. Als Grund nennt das Unternehmen die anhaltende Stärke im Luftfrachtgeschäft und Marktanteilsgewinne in der Seefracht. Der in mehr als 100 Ländern tätige Konzern erwarte nun einen wiederkehrenden Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 1,5 bis 1,6 Milliarden Franken, teilt Kühne+Nagel mit. Zuletzt war die Prognose im Juli auf eine Spanne von 1,35 bis 1,55 Milliarden Franken erhöht worden.

Kühne+Nagel hebt schon wieder Gewinnziel an
08:28 Uhr

Nestle entkonsolidiert Russland-Geschäft

Der Nahrungsmittelriese Nestle hat sein Wachstum im dritten Quartal beschleunigt. Die Verkaufsmengen zogen um 2,8 Prozent an, wie der Hersteller von Nespresso, Maggi und KitKat mitteilt. Im Vorquartal hatten die Volumina um 1,8 Prozent zugelegt. Der Umsatz des Schweizer Konzerns erreichte 22,8 Milliarden Franken. Die Aktivitäten in Russland würden per Ende September entkonsolidiert, nachdem der russische Präsident Wladimir Putin die Vermögenswerte des Schweizer Konzerns Mitte September unter Zwangsverwaltung gestellt hatte.

Nestle entkonsolidiert Russland-Geschäft
08:12 Uhr

Dax dürfte mit Verlusten starten

Der Dax wird der Kursentwicklung an den Terminmärkten zufolge mit Verlusten in den Handel starten. Belastend wirken der erneute Ölpreis-Anstieg und die schwindenden Friedenshoffnungen im Nahen Osten. Gestern hatte der deutsche Leitindex 1,4 Prozent höher bei 25.645 Punkten geschlossen.

Dax dürfte mit Verlusten starten
08:01 Uhr

Starkes KI-Geschäft beschert Nokia Gewinnsprung

Dank starker Nachfrage im KI- und Cloud-Geschäft hat der finnische Netzwerkausrüster Nokia im dritten Quartal einen überraschend hohen Gewinn erzielt. Der vergleichbare Betriebsgewinn stieg auf 605 (Vorjahr: 448) Millionen Euro, wie der Konzern mitteilt. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit 453 Millionen Euro gerechnet. Der vergleichbare Umsatz legte um zehn Prozent auf 5,15 Milliarden Euro zu und übertraf damit ebenfalls die Erwartungen.

Die Nachfrage von Kunden aus den Bereichen KI und Cloud habe sich zu einem wichtigen Wachstumstreiber entwickelt, heißt es. Der Umsatz mit diesen Kundengruppen sei im Jahresvergleich um 123 Prozent gestiegen, der Auftragseingang um 118 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro. 

Starkes KI-Geschäft beschert Nokia Gewinnsprung
07:40 Uhr

Nachfrage nach E-Autos steigt in Europa massiv

Der europäische Automarkt hat im September dank einer anhaltend starken Nachfrage nach Elektrofahrzeugen ein zweistelliges Prozentwachstum verzeichnet. Wie die europäische Herstellervereinigung Acea mitteilt, stiegen die Pkw-Neuzulassungen in der EU, der Freihandelszone Efta und in Großbritannien um 10,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf rund 1,36 Millionen Fahrzeuge. Reine Elektroautos erzielten einen kräftigen Zuwachs von 59,9 Prozent auf 416.433 Einheiten.

Für die ersten neun Monate des Jahres stand mit insgesamt 10,56 Millionen Autos ein Absatzplus von 6,3 Prozent zu Buche.

Nachfrage nach E-Autos steigt in Europa massiv
07:21 Uhr

Peek & Cloppenburg stellt alle Filialen auf den Prüfstand

Der Modehändler Peek & Cloppenburg plant deutliche Veränderungen an seinem Filialnetz. "Wir prüfen alle Standorte genau", sagte Constanze Freienstein, die das Westeuropa-Geschäft leitet, dem "Handelsblatt". Dabei werden Häuser an andere Standorte verlegt und die Verkaufsfläche pro Filiale deutlich reduziert. "16.000 Quadratmeter Fläche sind heute nicht mehr angemessen", sagt Freienstein. "In Zukunft gehen wir auf 3.000 bis 5.000 Quadratmeter, an einigen Standorten auch auf bis zu 10.000 Quadratmeter."

Für die drei sogenannten Weltstadthäuser in Düsseldorf, Frankfurt und Berlin, die bald für eine gemischte Nutzung umgebaut werden, gibt sie keine Garantie. "Welche Rolle wir dort dann als Händler spielen werden, bleibt abzuwarten", sagt Freienstein. In allen drei Städten werde P&C aber auch künftig präsent sein.

Peek & Cloppenburg stellt alle Filialen auf den Prüfstand
07:03 Uhr

Axel Springer hat offenbar Interesse an TikToks Europa-Geschäft

Der Medienkonzern Axel Springer ist einem Zeitungsbericht zufolge an einem Einstieg beim europäischen Geschäft der umstrittenen Kurzvideo-Plattform TikTok interessiert. Vorstandschef und Miteigner Mathias Döpfner habe dem US-Botschafter in Frankreich, Charles Kushner, vorgeschlagen, dass sein Unternehmen an einem Deal zum Kauf des europäischen Geschäfts der chinesischen App beteiligt werde, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. Der chinesische TikTok-Eigentümer ByteDance hatte im Januar eine Vereinbarung zur Gründung eines mehrheitlich in US-Besitz befindlichen Gemeinschaftsunternehmens abgeschlossen. 

Axel Springer hat offenbar Interesse an TikToks Europa-Geschäft
06:50 Uhr

Nahost belastet Börsen in Asien - Ölpreis steigt

Gute Vorgaben der Wall Street haben den asiatischen Börsen nur kurz Auftrieb gegeben. Die Sorge vor einer Eskalation am Persischen Golf und Zweifel an der Profitabilität von Investitionen in KI drücken auf die Stimmung. Zwar hatten gute Quartalszahlen von US-Technologiefirmen wie Meta und SpaceX die Anleger zunächst optimistisch gestimmt. Jedoch überwogen im Handelsverlauf die Bedenken, nachdem die USA wegen der Huthi-Angriffe Diplomaten aus Saudi-Arabien abzogen. Die Börse in Tokio verlor 1,1 Prozent, die in Shanghai 1,2 Prozent.

Am Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent um 1,6 Prozent auf 110,54 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 1,3 Prozent fester bei 98,38 Dollar. Der Goldpreis gab leicht auf 4115,50 Dollar je Feinunze nach. Die Kryptowährungen Bitcoin und Ether verloren 0,4 beziehungsweise 0,6 Prozent.

Nahost belastet Börsen in Asien - Ölpreis steigt
06:40 Uhr

Teslas Gewinn bricht ein

Tesla hat das vergangene Quartal mit einem Gewinneinbruch abgeschlossen: Im Jahresvergleich gab es einen Rückgang von 43 Prozent auf 787 Millionen Dollar. Der Umsatz stagnierte bei rund 28,05 Milliarden Dollar. Der Rückgang beim Autoverkauf kam nicht überraschend, da das dritte Quartal des Vorjahres von einer Sonderkonjunktur geprägt war: US-Präsident Donald Trump ließ Ende September 2025 die Steuervergünstigung von 7500 Dollar beim Kauf von Elektroautos auslaufen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

Teslas Gewinn bricht ein
06:30 Uhr

Anleger verdauen Tesla und Meta

Heute werden vor allem zwei Unternehmen für Impulse sorgen: Meta und Tesla. Beide haben gestern nach Börsenschluss Quartalszahlen vorgelegt, die Anleger nun verdauen müssen. "In dieser Phase ist es wichtig, sich auf das zu konzentrieren, was die Ergebnisse antreibt", sagt Adam Sarhan, Direktor bei MarketTerminal.com.

Der Dax hatte gestern nach einem schwächeren Start wieder den höchsten Stand seit einem Monat erreicht. Mit einem Plus von 1,35 Prozent auf 25.645 Zähler ging der deutsche Leitindex aus dem Tag, nachdem er am Nachmittag zeitweise über 25.700 Punkte geklettert war. "Die Anleger schöpfen neue Hoffnung, dass die laufende Berichtssaison den zuletzt unter Druck geratenen Technologie- und Halbleiteraktien wieder Auftrieb verleihen könnte", sagte Marktanalyst Andreas Lipkow vom Broker CMC Markets.

Und heute?

Der Arbeitskreis Steuerschätzungen legt seine Prognose für die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen für die Jahre 2026 bis 2030 vor. Die deutlich verbesserten Konjunkturaussichten lassen auf höhere Staatseinnahmen hoffen. Wie groß dieser Effekt sein wird, ist allerdings offen, zumal die Einnahmen aus den Unternehmenssteuern bislang schwach ausfallen. Die Ergebnisse der Steuerschätzung sind eine wichtige Grundlage für die abschließenden Beratungen über den Bundeshaushalt 2027. Dem Arbeitskreis unter Federführung des Bundesfinanzministeriums gehören Vertreter der Länder, der Kommunen, der Bundesbank und der Wirtschaftsforschungsinstitute an.

Russland will als Teil der Vereinbarung mit den USA den ersten Tanker mit 40.000 Tonnen Diesel in die Vereinigten Staaten schicken. Der Deal zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hat zu einer deutlichen Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und der Ukraine geführt. Die Regierung in Moskau hatte ihr Exportverbot für Diesel am 9. Oktober aufgehoben, das sie zuvor wegen inländischer Engpässe infolge ukrainischer Drohnenangriffe auf russische Raffinerien verhängt hatte. Dem russischen Vize-Ministerpräsidenten Alexander Nowak zufolge sollen weitere Lieferungen folgen. Trump hatte erklärt, Russland werde sofort 300.000 Tonnen exportieren, gefolgt von 500.000 Tonnen im November.

Der Nahrungsmittelriese Nestle legt seine Absatz- und Umsatzzahlen für das dritte Quartal vor. Analysten richten ihr Augenmerk vor allem auf das Mengenwachstum. Die Zahlen dürften eine Beschleunigung des Absatzes zeigen. Belastet wird das Geschäft allerdings durch die Konsumzurückhaltung in den USA und hohe Rohstoffkosten. Für das Gesamtjahr rechnen Experten mit einer Bestätigung der Prognose, wonach der organische Umsatz drei bis vier Prozent wachsen soll.

Anleger verdauen Tesla und Meta