Über Hunderttausend vertriebenKurden ziehen sich aus Grenzgebiet zurückDer Abzug der kurdischen Kämpfer aus Nordsyrien hat begonnen, die Grenzstadt Ras al-Ain ist inzwischen komplett geräumt. Damit scheint der türkische Präsident Erdogan seiner geforderten Sicherheitszone ein kleines Stück näher zu sein. Die Nato richtet derweil einen Krisenstab ein.21.10.2019
Offensive völkerrechtswidrigMaas sieht Erdogan-Beleidigungen gelassenDie türkische Syrien-Offensive ist für Außenminister Maas völkerrechtlich nicht legitimierbar - weitere Maßnahmen der EU gegen die Türkei schließt er deshalb nicht aus. Dass der türkische Präsident ihn persönlich angriff, sieht er dagegen gelassen. Erdogan solle lieber mit Worten als mit Raketen schießen.20.10.2019
Brüchige WaffenruheTürkischer Soldat in Nordsyrien getötetAuf Druck der USA erklärt die Türkei eine Feuerpause für Nordsyrien. Doch der Frieden auf Zeit ist fragil. Bei einem Gefecht in einer Grenzstadt kommt ein türkischer Soldat ums Leben. Laut Ankara hatte die kurdische Miliz angegriffen.20.10.2019
Weniger Teilnehmer in KölnGewaltbereite Kurden bleiben Großdemo fernVor der pro-kurdischen Demonstration in Köln ist die Sorge um die Sicherheit groß. Die Polizei warnt vor Tausenden gewaltbereiten Teilnehmern und möglichen Provokationen. Doch die Kundgebung verläuft friedlich. 19.10.2019
Kurden sind die großen VerliererDie Waffenruhe von Ankara ist eine FarceDie Waffenruhe, die US-Vizepräsident Pence in Ankara vermittelt hat, ist im Grunde eine Farce. Erdogan bekommt, was er will. Trump unterstreicht, dass er ein außenpolitischer Dilettant ist. Die Kurden sind der große Verlierer und Putin am Ende wahrscheinlich der große Gewinner.18.10.2019Ein Kommentar von Dirk Emmerich
"Ein bisschen kämpfen lassen"Trump vergleicht Krieg mit KindergerangelDie US-Truppen ziehen aus Nordsyrien ab, die türkische Armee rückt daraufhin gegen die dortigen Kurden vor. Hunderte Menschen sterben. US-Präsident Trump erntet Kritik. Er rudert zurück, lässt eine Kampfpause aushandeln - und rühmt sich, eine Kinderrangelei beendet zu haben.18.10.2019
"Ich ruf' dich später an"Trump-Brief landete wohl in Erdogans MüllIn einem unkonventionellen und wenig diplomatischen Ton versucht US-Präsident Trump, den türkischen Präsidenten von der Syrien-Offensive abzuhalten. Sein Brief bewirkt allerdings nichts und soll einem Medienbericht zufolge umgehend im Müll Erdogans gelandet sein.17.10.2019
Merkels Regierungserklärung"Brexit darf Blick auf andere Themen nicht verstellen"Kurz vor dem EU-Gipfel äußert sich Kanzlerin Angela Merkel vorsichtig optimistisch zu den Brexit-Verhandlungen. Wenig später steht ein Abkommen. Dennoch dürfe die Frage nach dem Austritt der Briten aus der EU nicht andere wichtige Probleme auf der Welt verdecken.17.10.2019Von Daniel Gutsche
Erdogan bleibt stur Pence und Pompeo wollen in Ankara vermittelnUS-Vizepräsident Pence reist nach Ankara, um den türkischen Präsidenten von seiner Militäroffensive in Nordsyrien abzubringen. Die ohnehin dürftigen Erfolgsaussichten werden durch Äußerungen Donald Trumps im Vorfeld noch geschmälert. Auch ein obskurer Brief an Erdogan wird öffentlich.17.10.2019
Harte Strafen und DialogsucheFußballverbände drohen Salut-NachahmernNach dem wiederholten Militärgruß-Jubel der türkischen Fußball-Nationalmannschaft befürchtet der deutsche Amateurfußball erneute Nachahmer. Deshalb drohen die Verbände mit heftigen Strafen, suchen aber auch den Dialog. Der türkische Staatspräsident Erdogan findet die Jubel-Gesten "natürlich".16.10.2019