Orbáns ungewollter Solarboom"Kein anderes Land hat einen Solarsprung wie Ungarn hingelegt" Der frühere ungarische Ministerpräsident Orbán interessiert sich wenig für die Energiewende. Ungarn ist dennoch globale Solarvorreiter. Durch eine unbedachte Regelung wird die eigene Solaranlage zum Muss für viele Haushalte. Im Interview klärt eine Osteuropa-Analystin auf.06.09.2026Interview: Christian Herrmann & Clara Pfeffer
Testphase läuft bereitsTürkei will erstes Atomkraftwerk des Landes mit russischer Hilfe startenMit dem neuen Kernkraftwerk Akkuyu deckt die Türkei künftig rechnerisch den Strombedarf der Metropole Istanbul ab. Obwohl das geplante Atommüll-Endlager bisher nicht errichtet ist, kündigt Präsident Erdogan bereits den Bau weiterer Reaktoren an.06.09.2026
Warnung des Siemens-Energy-Chefs"Nostalgische Politik der AfD wirft Deutschland immer weiter zurück"Die AfD wirbt in ihrem Programm für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt für eine Rückkehr zu Vergangenem, unter anderem Atomkraft und Kohle. Der Chef von Siemens Energy hält diese Botschaft für "dramatisch falsch". Er fürchtet um den Wirtschaftsstandort. 06.09.2026
EU scheut Rosatom-Sanktionen"Projekte mit russischer Atomenergie stellen ein Sicherheitsrisiko dar"Nicht nur Ungarn setzt weiter auf russische Nuklearenergie. Auch Frankreich startet eine neue Zusammenarbeit mit Rosatom - im niedersächsischen Lingen. Dass die EU bislang Sanktionen im Nuklearbereich scheut, sei auf mehreren Ebenen riskant, sagt Experte Szymon Kardaś.24.08.2026Interview: Lea Verstl
Drei Reaktoren abgeschaltetQuallenschwarm legt Atomkraftwerk in Frankreich teilweise lahmEin riesiger Quallenschwarm legt an der Nordküste Frankreichs das größte Atomkraftwerk Westeuropas teilweise lahm. Mehrere Reaktoren müssen abgeschaltet werden. Eine Gefahr für die Sicherheit der Anlage oder die Umwelt bestehe allerdings nicht.11.08.2026
Notstand in Ungarn und RumänienOsteuropäische Atomkraftwerke versagen in der HitzeAtomkraftwerke liefern in der Regel rund um die Uhr zuverlässig Strom - auf die ungarischen und rumänischen Reaktoren trifft dies derzeit jedoch nicht mehr zu. Wegen anhaltender Trockenheit und Hitze müssen sie gedrosselt oder heruntergefahren werden. Neue Energiekrisen sind die Folge.02.08.2026
Zwei Reaktoren, kein StromRumänien fährt einziges AKW wegen Donau-Niedrigwasser herunterDie Pegelstände der Donau befinden sich nach geringen Niederschlägen und mehreren Hitzewellen auf historischen Tiefständen. Das ist ein Problem für die Schifffahrt, aber auch für das Atomkraftwerk Cernavoda: ohne Wasser keine Kühlung.30.07.2026
Putins Kriegsfirma im EmslandFrankreich nutzt Deutschland für Atomgeschäft mit Russland ausDie EU einigt sich am Donnerstag auf neue Russland-Sanktionen. Einen Bereich klammert die Staatengemeinschaft nach wie vor aus: die russische Atomindustrie. Das nutzt Frankreich aus. Im Emsland darf ein französisches Unternehmen mit möglichen russischen Kriegsverbrechern Brennelemente fertigen.26.07.2026Von Christian Herrmann
Rosatom darf Fabrik bauenAtom-Projekt in Niedersachsen gibt dem Kreml das nächste DruckmittelLänder wie Tschechien werden bei der Atomkraft unabhängiger von Moskau. Deutschland geht den entgegengesetzten Weg: Die Bundesregierung genehmigt eine Atombrennstoff-Anlage in Kooperation mit dem russischen Konzern Rosatom. Damit gefährdet sie die sicherheitspolitische Autonomie ganz Europas.24.07.2026Ein Gastbeitrag von Anton Hofreiter, Inna Sovsun und Gabriela Svárovská
Kritik an russischer BeteiligungWas steckt hinter der umstrittenen Atomkooperation in Lingen?Das niedersächsische Umweltministerium würde das Vorhaben am liebsten verbieten, aus Gründen der nationalen Sicherheit kann aber nur Berlin tätig werden: In Lingen sollen Brennelemente für Atomkraftwerke russischer Bauart gefertigt werden. Bestimmte Auflagen sollen Sicherheit geben.22.07.2026
Radioaktivität nach StromausfallSüdafrika meldet mehrere Strahlungsvorfälle im AKW KoebergDie südafrikanische Energieversorgung ist fragil. Die Regierung möchte unter anderem mit zusätzlicher Kernenergie für Stabilität sorgen. Zunächst muss sie jedoch gleich drei Vorfälle im AKW Koeberg einräumen: Mehrere Mitarbeiter sind radioaktiven Strahlen ausgesetzt.20.07.2026