ThüringenSuhler Erstaufnahme fast vollständig geräumt

Die Erstaufnahme in Suhl war zeitweise deutlich überbelegt, es gab immer wieder Konflikte und Gewalt – nun ist die Einrichtung fast leer. Wie sieht die Unterbringung von Flüchtlingen künftig aus?
Suhl (dpa/th) - Die zur Schließung stehende Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Suhl ist fast komplett geräumt. Derzeit befinden sich laut dem Migrationsministerium noch drei Bewohner auf dem Friedberg in Suhl. Die Frist zur Schließung Ende November werde eingehalten. Das Inventar in der Einrichtung sei bereits größtenteils entfernt worden, hieß es. Neuwertige Teile gingen an andere Erstaufnahmen oder wurden zum Verkauf unter anderem sozialen Einrichtungen angeboten.
Der Freistaat plant als Ersatz eine neue Erstaufnahmeeinrichtung mit 500 Plätzen sowie kleinere Außenstellen mit weiteren 200 Plätzen. Standorte nannte das Ministerium nicht. Derzeit geht das Ministerium davon aus, dass die vorhandenen Kapazitäten in Eisenberg (350 Plätze) und Gera (176 Plätze) ausreichen. Den Angaben nach leben momentan 214 Menschen in den Erstaufnahmen.
Wie schnell sich die Kapazitäten bei erneut größeren Zuwanderungszahlen hochfahren ließen, ließ das Ministerium offen. Prognosen zur weiteren Migration seien nicht möglich. Die Erstaufnahme Eisenberg soll 2028 schließen. Die Landeserstaufnahme in Suhl war in der Vergangenheit zeitweise stark überbelegt. Katastrophale soziale und hygienische Zustände führten immer wieder zu Konflikten, Gewalt und Polizeieinsätzen.