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ThüringenMutter und Sohn: Zwei neue Tiger für Gotha

30.10.2026, 13:10 Uhr
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(Foto: Martin Schutt/dpa)

Die Tiger Mara und Nashik sind nach einer Station in Spanien nun gemeinsam im Gothaer Tierpark. Bei der Wiedervereinigung zeigte sich schnell, wer in dem Mutter-Sohn-Gespann den Ton angibt.

Gotha (dpa/th) - Im Gothaer Tierpark leben mit Mara und Nashik nun zwei neue Tiger. Das Mutter-Sohn-Gespann kam Mitte Oktober wohlbehalten an. Wie die für den Tierpark zuständige Gesellschaft Kultourstadt Gotha mitteilte, stammen die Tiger aus dem ehemaligen Filmtierpark Eschede. Nach dessen Schließung waren sie zuletzt in einer spanischen Auffangstation der Tierschutzorganisation AAP. In Gotha zogen die 13 Jahre alte Mara und ihr zehnjähriger Sohn nun gemeinsam in eine neue Anlage.

Erfolgreiche Zusammenführung in Spanien

Mutter und Sohn seien bereits in Spanien erfolgreich wieder zusammengeführt worden, hieß es. Dabei habe häufig die deutlich kleinere, orange-schwarz gestreifte Mara das Sagen. Ihr hellerer Sohn Nashik folge ihr trotz seiner stattlichen Größe. Beide sind Nachkommen der Tigerin Indira, die bereits 2025 nach Gotha kam und im Mai dieses Jahres verstarb.

Die neue Anlage bietet Klettermöglichkeiten, Kratzbäume, erhöhte Holzhäuser und Wasserbecken. Im Tigerhaus stünden geschützte Rückzugsbereiche und eine Fußbodenheizung zur Verfügung, hieß es. Zugleich ist die Anlage den Angaben nach so konzipiert, dass beide Tiere bei Bedarf jeweils einen eigenen Innen- und Außenbereich nutzen können. Zur Fütterung werden sie getrennt, damit jeder seine vorgesehene Portion in Ruhe aufnehmen kann.

In freier Wildbahn stark gefährdet

Insgesamt leben nun drei Tiger im Tierpark Gotha. Bereits im Juni war die zehn Jahre alte Aurora aus dem Serengeti-Park Hodenhagen nach Gotha gekommen. Sie bewohnt das für die Tigerhaltung umgebaute ehemalige Bärengehege mit dem zugehörigen Tigerhaus. Ihre Haltung erfolge unabhängig von Mara und Nashik.

Tiger leben in freier Wildbahn überwiegend als Einzelgänger. Bengaltiger, auch Königstiger genannt, sind vor allem in Indien sowie in Nepal, Bhutan und Bangladesch noch anzutreffen. Wilderei und der Verlust ihrer Lebensräume gefährden ihr Überleben. Tiger gelten weltweit als stark gefährdet.

Ob Tiere in menschlicher Obhut gemeinsam gehalten werden können, hängt von ihrer individuellen Verträglichkeit ab. Die beiden Anlagen ermöglichten es dem Tierpark, diesen unterschiedlichen Bedürfnissen Rechnung zu tragen, hieß es.

Quelle: dpa

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