Sachsen-AnhaltLand will Jugendliche ohne Anschluss gezielt unterstützen

Psychische Probleme, Schulden oder ein instabiles Zuhause können den Einstieg ins Berufsleben erschweren. Sachsen-Anhalt möchte diesen Jugendlichen mit einem speziellen Programm helfen.
Magdeburg (dpa/sa) - In Sachsen-Anhalt haben in den vergangenen Jahren mehr als 2.000 Menschen an einem Programm zur Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit teilgenommen. Seit dem Jahr 2022 seien mit "Stabil" landesweit bereits mehr als 2.200 junge Menschen erreicht worden, teilte das Sozialministerium auf Anfrage mit. Rund 150 Teilnehmer hätten im Anschluss eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen, 180 eine Ausbildung begonnen. 345 Personen wechselten in andere Angebote wie berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen.
Das Programm richtet sich an junge Menschen, die weder von Jobcentern noch der Agentur für Arbeit erfolgreich erreicht werden. Das sind etwa arbeitslose Schulabgänger ohne Abschluss, häufig mit multiplen Problemlagen wie psychischen Einschränkungen, Suchtproblemen, Schulden, instabiler Wohn- oder Familiensituation. "Wir lassen niemanden zurück", sagte Arbeitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD). "Unsere Betriebe brauchen jede helfende Hand."
Im September 2026 waren in Sachsen-Anhalt 9.988 Menschen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren arbeitslos. Das entspricht einem Anteil von 9,4 Prozent. "Hinter der Statistik stehen verpasste Chancen für junge Menschen und ungenutzte Potenziale für unsere Wirtschaft. Junge Menschen brauchen frühzeitig Unterstützung, damit sie auf dem Weg ins Berufsleben nicht ins Stolpern kommen", sagte Grimm-Benne.