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Rheinland-Pfalz & Saarland"Saarlandtrend": SPD legt deutlich zu - CDU verliert kräftig

04.11.2026, 14:53 Uhr
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Das Saarland ist anders: Die bundesweit schwächelnde SPD regiert hier alleine und gewinnt in einer Umfrage noch dazu. Die CDU fällt auf ihren schlechtesten "Saarlandtrend"-Wert. Wer steht nun vor ihr?

Saarbrücken (dpa/lrs) - Die SPD legt an der Saar laut einer Umfrage kräftig zu, während die CDU abstürzt und auch die AfD einen Rückschlag erleidet. Gemäß dem vom Saarländischen Rundfunk (SR) beauftragten und veröffentlichten "Saarlandtrend" kommt die SPD auf 33 Prozent. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als bei der letzten derartigen Umfrage im Dezember 2025.

Die Sozialdemokraten stellen im Saarland mit ihrer Ministerpräsidentin Anke Rehlinger die einzige SPD-Alleinregierung in einem deutschen Bundesland. Die nächste Landtagswahl ist am 18. April 2027. Der "Saarlandtrend" erkundigte sich, wen die Befragten wählen würden, wenn schon am folgenden Sonntag Landtagswahl wäre.

CDU fällt hinter AfD zurück

Die CDU kommt demnach auf nur noch 20 Prozent - fünf Punkte weniger als im Dezember 2025. Es ist laut SR der schlechteste jemals beim "Saarlandtrend" erhobene Wert für die Christdemokraten. Erstmals fallen sie bei dieser Befragung hinter die AfD zurück.

Die bundesweit in Teilen rechtsextreme Partei büßt im Saarland im Vergleich zum Dezember 2025 zwar zwei Prozentpunkte ein und kommt auf 21 Prozent. Damit ist die AfD, die bei der Landtagswahl 2022 nur 5,7 Prozent erreicht hatte, in der neuen Umfrage aber die zweitstärkste Kraft vor der CDU.

Grüne kämen wieder in den Landtag - Freidemokraten nicht

Die Grünen, die bei der Wahl 2022 noch knapp die Fünf-Prozent-Hürde verpasst haben, setzen der Erhebung zufolge ihren Aufwärtstrend fort und könnten mit 9 Prozent in den Landtag in Saarbrücken einziehen. Das gilt auch für die Linke mit 6 Prozent. FDP und BSW würden mit jeweils nur drei Prozent an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern.

Der SR berichtete weiter: "Trotz der guten Umfragewerte für die SPD zeigt der "Saarlandtrend", dass eine Alleinregierung derzeit nicht möglich wäre. Eine große Koalition mit der CDU hätte indes eine Mehrheit. Für eine Regierungszusammenarbeit zwischen SPD und Grünen würde es aktuell nicht reichen, wohl aber für ein rot-rot-grünes Bündnis aus SPD, Linken und Grünen."

CDU unzufrieden, Grüne im Aufwind

"Mit diesen Zahlen können wir nicht zufrieden sein", erklärte Frank Wagner, Generalsekretär der saarländischen CDU. "Der negative Bundestrend geht auch an uns im Saarland nicht spurlos vorbei." Dennoch verfolge die CDU weiterhin das Ziel, die nächste Landesregierung zu führen und wolle dafür kämpfen.

Die saarländischen Grünen zeigten sich dagegen nach eigenen Angaben "sehr zufrieden" mit dem Ergebnis der Umfrage. "Wir konnten unsere Umfragewerte erneut steigern und sehen uns in einem kontinuierlichen Aufwärtstrend. Diese Momentaufnahme zeigt, dass wir als Saar-Grüne mit unseren Themen relevant sind", äußerte sich Anne Lahoda, Spitzenkandidatin für die Landtagswahl.

Fast 1.300 Wahlberechtigte befragt

Für den "Saarlandtrend" hat das Meinungsforschungsinstitut Infratest Dimap vom 26. Oktober bis 1. November dieses Jahres 1.269 Wahlberechtigte im Bundesland zufallsbasiert telefonisch (675) und online (594) befragt. Repräsentative Umfragen haben Schwankungsbreiten. Bei dieser Erhebung liegen sie bei 2 Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 10 Prozent, 3 Prozentpunkten bei einem Anteilswert von 50 Prozent.

Wahlumfragen sind immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Quelle: dpa

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