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Nordrhein-WestfalenTreibhausgas-Ausstoß in NRW seit 1990 halbiert

14.09.2026, 13:46 Uhr
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NRW hat eine überdurchschnittlich gute Bilanz bei der Minderung von Klimakillern vorzuweisen - nicht in allen Bereichen klappt das aber gleich gut.

Düsseldorf (dpa/lnw) - Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase hat sich in Nordrhein-Westfalen nach vorläufigen Zahlen des Landesumweltamts seit 1990 mehr als halbiert. Mit minus 53 Prozent sei der Rückgang sogar höher ausgefallen als im Bund mit 48 Prozent, teilte das NRW-Klimaschutzministerium mit.

Im Vergleich zum Vorjahr seien 2025 mit 171,5 Millionen Tonnen an sogenannten CO2-Äquivalenten rund vier Prozent weniger Treibhausgase emittiert worden. CO2-Äquivalente sind eine gemeinsame Maßeinheit für die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase.

Industrie nicht einschränken, sondern entwickeln

NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur sieht NRW auf einem guten Weg: "Unsere Maßnahmen wirken", bilanzierte die Grünen-Politikerin. "Klimaschutz gelingt nicht durch weniger Industrie, sondern durch ihre Modernisierung", hob sie hervor. Auf diesem Weg fahre NRW fort. Das Ministerium lieferte einen Überblick über Veränderungen in einzelnen Teilbereichen.

So ist die Entwicklung in den verschiedenen Sektoren

  • Die Energiewirtschaft bleibt demnach größter Verursacher von Treibhaus-Emissionen, trotz deutlicher Rückgänge in den vergangenen beiden Jahren. Minderungen gingen zurück auf eine geringere Strom- und Wärmeerzeugung aus Braunkohle und Mineralöl sowie den starken Ausbau erneuerbarer Energien, insbesondere Photovoltaik, hieß es.

  • Die Emissionen in der Industrie sanken im vergangenen Jahr um 7 Prozent, nach 1,3 Prozent ein Jahr zuvor. Das sei unter anderem auf Produktionsrückgänge in energieintensiven Branchen, hohe Energiepreise und rückläufigen Energieeinsatz bei Steinkohle zurückzuführen.

  • Im Verkehr sanken die Emissionen 2025 um zwei Prozent (2024: minus 1,9 Prozent). Gründe seien: verminderter Kraftstoff- und Energieverbrauch, Effizienzverbesserungen, weitere Zunahme von Elektrofahrzeugen, hohe Kraftstoffpreise und eine konjunkturbedingte Abschwächung des gewerblichen Pkw- und Lkw-Verkehrs.

  • Bei privaten Haushalten und Kleinverbrauchern klettern die Emissionen 2025 um 3,2 Prozent nach einer Minderung im Jahr zuvor um 2,1 Prozent. Gründe für den Anstieg seien die im Vergleich zum Vorjahr kältere Witterung und ein gestiegener Heizbedarf.

  • In der Landwirtschaft seien die Emissionen im vergangenen Jahr konstant geblieben.

Quelle: dpa

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