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Hamburg & Schleswig-HolsteinVerfassungsschutz warnt vor Extremisten bei Jugendprotesten

30.10.2026, 16:52 Uhr
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(Foto: Marcus Brandt/dpa)

Für Samstag ist eine Demo gegen die Wehrpflicht am Jungfernstieg geplant. Doch laut Verfassungsschutz mobilisieren auch Extremisten – worauf sie es abgesehen haben.

Hamburg (dpa/lno) - Der Verfassungsschutz hat vor einem Missbrauch der für Samstag in Hamburg angekündigten Jugendprotest-Demo durch Extremisten gewarnt. Linksextreme Gruppen wie das Offen Antifaschistische Treffen Hamburg, der Rote Aufbau oder die Interventionistische Linke und extremistische Gruppen mit Auslandsbezug wie die Thawra Hamburg würden in sozialen Medien für eine Teilnahme mobilisieren, teilte das Landesamt auf seiner Internetseite mit.

"In den Aufrufen zeigt man sich solidarisch mit den Geschehnissen in Frankreich und will hieran anknüpfen." Bezug genommen werde dabei auf die friedlichen Demonstrationen, "zum Teil aber auch auf gewalttätige Auseinandersetzungen", hieß es. In Frankreich war es bei den Jugendprotesten zu schweren Ausschreitungen und Plünderungen gekommen.

Polizei erwartet weitgehend friedlichen Demo-Verlauf

Zur Strategie von Linksextremisten gehöre es, "legitime demokratische Diskurse und gesellschaftliche Konflikte wie den aktuellen zu nutzen, um sie ideologisch zu erweitern und neue Anhängerschaft für sich zu rekrutieren", teilte der Verfassungsschutz mit.

Für Samstagnachmittag ist unter dem Motto "Gegen Wehrpflicht – Gen Z regelt" zu einer Demonstration am Jungfernstieg aufgerufen. Die Polizei Hamburg erwartet, dass die Demonstration weitgehend störungsfrei verlaufen wird. Dennoch werde man mit mehreren Hundertschaften im Einsatz sein, um Präsenz zu zeigen, sagte ein Sprecher.

Quelle: dpa

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