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Hamburg & Schleswig-HolsteinHamburger Einzelhändler bereiten sich auf Protesttag vor

29.10.2026, 04:32 Uhr
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Berichte über Aufrufe zu Straftaten beunruhigten die Händler, sagt die Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord. Die Innenbehörde hat für die Händler eine Handlungsempfehlung erarbeitet.

Hamburg (dpa/lno) - Einzelhändler in der Hamburger Innenstadt bereiten sich auf die am Samstag angekündigte Kundgebung vor. Die Geschäftsführerin des Handelsverbands Nord, Mareike Petersen, sagte, die Händler verfolgten Debatten über die Proteste auch in sozialen Medien. "Berichte über zum Teil aggressive Aufrufe zu Straftaten" beunruhigten die Händler und den Verband.

Petersen hofft dennoch, dass die Kundgebung friedlich verläuft, wie sie sagte. Die Hamburger Sicherheitskräfte sind ihr zufolge vorbereitet. "Auch die Handelsunternehmen sind sensibilisiert und informiert."

In Hamburg sind die Geschäfte am Samstag wegen des Reformationstags geschlossen. Petersen sagte, dass sich dadurch mögliche Konflikte vermeiden ließen. Sie nannte beispielhaft eine Situation, in der mehrere Demonstranten ein Geschäft betreten, in dem sich Kunden aufhalten.

Die Innenbehörde hat Petersen zufolge eine Handlungsempfehlung erarbeitet, die der Verband an die Mitglieder weitergereicht hat. Die Händler sollen unter anderem lose Gegenstände vor ihren Geschäften entfernen. Dass es Pläne gebe, Geschäfte zu verbarrikadieren, sei Petersen bislang nicht bekannt.

Friedlicher Protesttag ausgerufen

Zu Samstag hatte die Initiative "Gen Z regelt" zu einer friedlichen Kundgebung in Hamburg und anderen deutschen Städten aufgerufen. In Hamburg ist die Versammlung um 14.00 Uhr am Jungfernstieg angekündigt. Nach Angaben der Polizei von Mittwochnachmittag ist bislang eine Demonstration gegen die Wehrpflicht geplant, die zum Lohmühlenpark führt.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt, dass linksextremistische Gruppen den Protesttag von "Gen Z regelt" instrumentalisieren könnten. In Frankreich und Italien kam es zuletzt während Protesten zu Plünderungen.

Quelle: dpa

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