Berlin & BrandenburgWegner: "angespannt aber zuversichtlich"

Mitten im Wahlkampf hat Berlins Regierender Bürgermeister die Spitzenkandidatur aufgegeben. Nun hofft der CDU-Politiker, auf einen Erfolg seines Nachfolgers.
Berlin (dpa/bb) - Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner rechnet mit einer regen Wahlbeteiligung. "Ich glaube, dass viele Menschen wählen gehen und am Ende des Tages die Radikalen nicht gestärkt werden, sondern wirklich die Mitte", sagte der CDU-Politiker am Rande seiner Stimmabgabe in seinem Wahllokal in der Grundschule Ritterfeld.
Er sei angespannt, aber zuversichtlich, so Wegner weiter. "Ich hoffe, dass wir stabile Verhältnisse bekommen in Berlin, dass wir eine Regierungskoalition hinbekommen, die dann auch konsequent diesen Kurs der Mitte auch fortsetzen kann."
Wegner kam mit seiner Partnerin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU), zum Wahllokal. Der 54-Jährige selbst stellt sich nicht erneut zur Wahl als Regierungschef. Er verzichtete im Juli auf die Spitzenkandidatur, weil er beim großen Stromausfall Anfang des Jahres im Berliner Südwesten falsche Angaben über sein Krisenmanagement gemacht hatte und deshalb anhaltend in der Kritik stand. Als CDU-Spitzenkandidat setzte Finanz- und Kultursenator Stefan Evers den Wahlkampf fort.
In den jüngsten Umfragen liefert sich Evers ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der Spitzenkandidatin der Linken, Elif Eralp. Es folgten AfD, Grüne und die SPD. Auf dieser Grundlage wären nur noch Dreierbündnisse möglich.