Berlin & BrandenburgKrach: Irritiert über Besuch von Clan-Oberhaupt bei Linken

Steffen Krach kritisiert den Besuch eines Clan-Oberhaupts bei den Linken und kündigt sachliche Koalitionsgespräche an.
Berlin (dpa/bb) - Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat nach der Niederlage seiner Partei sachbezogene Gespräche über eine mögliche Koalition mit der Partei Die Linke angekündigt. "Es geht um die Frage, welche Koalition kann diese Stadt in den nächsten fünf Jahren am besten regieren", sagte Krach, der auch SPD-Landesvorsitzender ist, vor einer Sitzung des Landesvorstandes. Man werde sachlich über Themen wie Enteignungen von Immobilienfirmen und Finanzplanung sprechen, "das sollte unter Demokraten möglich sein". Der Regierungsauftrag liege bei anderen Parteien, die einladen würden.
Kritisch äußerte Krach sich über den Besuch eines Oberhauptes eines arabischstämmigen Clans bei den Linken in Neukölln. "Die Vorkommnisse, die es da auf der Wahlparty gegeben hat, die irritieren mich schon, das muss ich ganz offen sagen."
Die SPD müsse sich wiederaufbauen und ihre Zukunft neu gestalten, sagte Krach. "Wiederaufbau heißt, dass wir uns personell gut aufstellen, wir werden sicherlich auch Diskussionen führen. Und dass wir uns dann auch auf Themen fokussieren."
Von Wahl zu Wahl habe die SPD in den vergangenen Jahren schlechter dagestanden. "Deswegen müssen wir jetzt die richtigen Rückschlüsse ziehen, um wieder zu der Berlinpartei zu werden, die wir mal waren." Dafür müsse man sich sehr genau ansehen, wie das Ergebnis zustande gekommen sei. Die SPD müsse ihr eigenes Profil stärken.