Berlin & BrandenburgGiffey: An Expo-Plänen auch ohne Brandenburg dranbleiben

Springt Brandenburg bei einer Expo-Bewerbung ab? Geht es nach der SPD-Politikerin und Wirtschaftssenatorin Giffey, sollte Berlin die Pläne auch ohne das Nachbarland voranbringen.
Berlin (dpa/bb) - Die SPD-Politikerin und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey plädiert dafür, dass sich Berlin notfalls auch ohne Brandenburg um die Weltausstellung Expo 2035 bewirbt. "Die EXPO ist eine Jahrhundertchance für unsere Metropolregion. Wenn Brandenburg aber keine gemeinsame Bewerbung mit Berlin möchte, müssen wir unsere Berliner Bewerbung konsequent allein vorantreiben", teilte sie auf ihrem Instagram-Account am Dienstag mit. Zuvor berichtete der "Tagesspiegel".
"Wir sollten jetzt die Bemühungen darauf richten, eine geeignete Fläche in Berlin zu finden und dranbleiben - gerade auch als Gegenpol zur angekündigten Bewerbung der USA", meinte Giffey. Sie bezeichnete eine Expo im Jahr 2035 auch als ein Investitionsprogramm für die Zukunft der Stadt.
Laut einem Bericht des "Tagesspiegel Checkpoint" verfolgt die Linke eine Expo-Bewerbung. "Wir unterstützen eine Expo in Berlin und haben den Vorschlag gemacht, diese Expo im Cleantechpark in Marzahn als europäisch verbindendes Projekt mit polnischen und tschechischen Regionen zu konzipieren", zitiert der "Checkpoint" den Linken-Fraktionsvorsitzenden Tobias Schulze.
Zweifel an Expo-Plänen aus Brandenburg
Aus Brandenburg waren am Dienstag zweifelnde Stimmen zu hören. "Mit Blick auf die Mehrheitsverhältnisse in Berlin habe ich persönlich Zweifel, ob die politische Verlässlichkeit für eine gemeinsame Expo noch gegeben ist", hatte etwa Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) gesagt.
Als Hauptstandort einer möglichen Expo sind Flächen nahe dem Flughafen BER im Gespräch, die überwiegend in Brandenburg liegen. Die Pläne für eine Bewerbung um die Weltausstellung werden vor allem von der Wirtschaft getragen.