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Berlin & BrandenburgGeld, Ideen, Orte: Was wird aus den Expo-Plänen?

30.09.2026, 16:24 Uhr
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(Foto: Britta Pedersen/dpa)

Springt Brandenburg bei einer Expo-Bewerbung ab? Geht es nach Wirtschaftssenatorin Giffey, sollte Berlin die Pläne auch ohne das Nachbarland voranbringen. Die Linke hat klare Vorstellungen.

Berlin/Potsdam (dpa/bb) - Die SPD-Politikerin und Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey plädiert dafür, dass sich Berlin notfalls auch ohne Brandenburg um die Weltausstellung Expo 2035 bewirbt. Die Linke nennt die Idee einer grenzüberschreitenden europäischen Expo.

Giffey teilte auf ihrem Instagram-Account mit: "Die EXPO ist eine Jahrhundertchance für unsere Metropolregion. Wenn Brandenburg aber keine gemeinsame Bewerbung mit Berlin möchte, müssen wir unsere Berliner Bewerbung konsequent allein vorantreiben." Zuvor berichtete der "Tagesspiegel".

"Wir sollten jetzt die Bemühungen darauf richten, eine geeignete Fläche in Berlin zu finden und dranbleiben - gerade auch als Gegenpol zur angekündigten Bewerbung der USA", meinte Giffey am Dienstag. Sie bezeichnete eine Expo im Jahr 2035 auch als ein Investitionsprogramm für die Zukunft der Stadt.

Linken-Politiker sieht jetzigen Senat am Zug

Die Linke signalisiert Unterstützung für eine Expo-Bewerbung. Voraussetzung sei aber, dass die Belastung für den Berliner Haushalt überschaubar bleibe, sagte der Co-Fraktionsvorsitzende der Linken, Tobias Schulze. Dazu müssten sich private Partner, der Bund und die Zivilgesellschaft engagieren.

Als Austragungsort könne sich der Cleantech-Park in Marzahn eignen, sagte Schulze. Das Konzept solle gemeinsam mit polnischen und tschechischen Nachbarregionen entwickelt und als grenzüberschreitende europäische Expo gedacht werden. Inhaltlich solle es um die soziale und ökologische Transformation von Städten gehen.

Schulze sieht die jetzige CDU/SPD-Regierung noch am Zug: "Der Senat muss sagen, wir bewerben uns um die Austragung." Zugleich brauche es die Unterstützung des Bundes.

Zweifel aus Brandenburg

Aus Brandenburg waren am Dienstag zweifelnde Stimmen zu hören. "Mit Blick auf die Mehrheitsverhältnisse in Berlin habe ich persönlich Zweifel, ob die politische Verlässlichkeit für eine gemeinsame Expo noch gegeben ist", hatte etwa Wirtschaftsministerin Martina Klement (CSU) gesagt.

"Der Beitrag der Wirtschaftsministerin in Brandenburg war nicht hilfreich", sagte der Co-Vorsitzende der Linksfraktion. "Sie hat den Schwarzen Peter zum Wahlergebnis geschoben, wo er nicht hingehört."

Quelle: dpa

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