Baden-WürttembergArbeitslosigkeit in Baden-Württemberg sinkt leicht

Die Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg ist leicht gesunken. Besonders für junge Menschen bleibt die Lage angespannt.
Stuttgart (dpa/lsw) - Die Lage auf dem baden-württembergischen Arbeitsmarkt bleibt angespannt. Im Oktober sank die Zahl der arbeitslosen Menschen im Vergleich zum Vormonat um 2,1 Prozent auf 299.660, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit in Stuttgart mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es dagegen 2,1 Prozent mehr.
Die Arbeitslosenquote ging leicht zurück und lag nun bei 4,6 Prozent. Im Vormonat betrug sie noch 4,7 Prozent. Die Agentur griff für die Statistik auf Datenmaterial zurück, das bis zum 13. Oktober vorlag.
Die Vorsitzende der Geschäftsführung der Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit, Martina Musati, sagte, die schwache Herbstbelebung zeige, dass die Impulse aus der Wirtschaft den Arbeitsmarkt noch nicht erreichten. "Die neu gemeldeten Stellen von Unternehmen liegen auf einem langjährigen Tiefstand und haben sich bisher nur wenig erholt."
Problem Jugendarbeitslosigkeit
Die Jugendarbeitslosenquote ging auf 4,1 Prozent zurück. DGB-Landeschef Kai Burmeister sagte, die Jugendarbeitslosigkeit bleibe hoch, und aus vielen Betrieben erhalte man Berichte über ein zukünftig zusammengestrichenes Ausbildungsangebot. Das werde im Blick nach vorn richtig problematisch. "Damit junge Menschen nicht zu Verlierern des angespannten Arbeitsmarktes werden, werben wir für einen landesweiten Kraftakt gegen Jugendarbeitslosigkeit."
Arbeitsminister Oliver Hildenbrand (Grüne) sagte, man müsse die Situation junger Menschen besonders aufmerksam im Blick behalten. Zwar hätten auch in diesem Herbst erfreulicherweise viele junge Menschen eine Ausbildung begonnen oder den Einstieg ins Berufsleben geschafft, dennoch liege die Jugendarbeitslosigkeit noch immer über dem Vorjahresniveau.