Panorama

Mann treibt 27 Stunden auf OstseeMarine rettet schiffbrüchigen Angler

13.10.2015, 19:28 Uhr
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Die Korvette "Braunschweig" rettet den Angler. (Foto: picture-alliance/ dpa)

Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt treibt ein Angler 27 Stunden lang auf der Ostsee. Sein manövrierunfähiges Schiff wird immer weiter auf das offene Meer herausgetragen. Als zufällig ein Marineschiff in Sicht kommt, hat der Mann eine lebensrettende Idee.

Glückliches Ende eines fürchterlichen Angelausflugs: Nach rund 27 Stunden auf der eisigen Ostsee ist ein 29-Jähriger von einem deutschen Marineschiff aus seinem manövrierunfähigen Ausflugsboot gerettet worden. Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Bremen mitteilte, hatte der hilflos umhertreibende Angler der zufällig vorbeifahrenden Korvette "Braunschweig" mit einem an der Angelrute befestigten Putzlappen zugewunken.

Der Schiffbrüchige war am Sonntagmittag zu einer Fischfangtour vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns aufgebrochen. Dabei verlor sein Außenbordmotor die Schraube, so dass das Boot manövrierunfähig vor Rerik im Meer trieb. Weil dem Mobiltelefon des Nautik-Studenten zugleich der Strom ausging, konnte der Angler auch keine Hilfe rufen.

Beinahe-Katastrophe kurz vor Rettung

Erst nach einer bitterkalten Nacht bei Temperaturen von nur zwei Grad und weiteren langen Stunden sichtete die Besatzung der "Braunschweig" den Schiffbrüchigen am Montagnachmittag und nahm ihn an Bord. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Wind den Mann und sein Boot bereits rund 33 Kilometer weit auf die offene Ostsee hinausgetrieben.

Ausgerechnet während des Versuchs, seine Retter auf sich aufmerksam zu machen, geriet der Student noch einmal in höchste Gefahr: Der DGzRS zufolge fiel er bei seinen Winkversuchen ins Meer und konnte nur mit Mühe wieder zurück in sein Boot klettern. Glücklicherweise hatten ihn die Marinesoldaten da aber schon gesichtet.

Der Gerettete wurde nach seiner Bergung wegen des Verdachts auf eine Unterkühlung in ein Krankenhaus gebracht. Nach kurzer Behandlung wurde er aber wieder entlassen.

Quelle: ntv.de, shu/dpa/AFP

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