Der TagRückschlag für Befürworter: Britisches Parlament stimmt gegen Sterbehilfe-Gesetz
Eine Sterbehilfe ist in Großbritannien wohl vorerst kein Thema mehr: Befürworter der Sterbehilfe haben bei einer Abstimmung im Parlament einen überraschenden Rückschlag erlitten. Die Mehrheit der Abgeordneten des Unterhauses stimmte gegen ein Gesetz zur Legalisierung der Sterbehilfe in England und Wales. Der Entwurf hätte die Sterbehilfe unter bestimmten Voraussetzungen für Erwachsene erlaubt, die todkrank sind und weniger als sechs Monate zu leben haben. Bislang gilt Beihilfe zum Suizid als Straftat in Großbritannien. Erst im vergangenen Jahr hatten die Abgeordneten noch für einen Gesetzesentwurf gestimmt, der es jedoch nicht durch das Oberhaus, das House of Lords, geschafft hatte. In britischen Medien wird damit gerechnet, dass ein solches Gesetz nicht mehr in der laufenden Legislaturperiode zustande kommen wird. Die nächste Parlamentswahl ist regulär für 2029 angesetzt.
Auch in Deutschland wird erbittert um eine Regelung gerungen. Die aktive Sterbehilfe ist strafbar. Erlaubt bzw. straffrei ist lediglich das Beenden lebenserhaltender Maßnahmen, wenn das dem Wunsch des Menschen entspricht, oder die Beihilfe zum Suizid, indem Medikamente bereitgestellt werden. Letzteres bleibt wie schon erwähnt in Großbritannien vorerst weiterhin eine Straftat.