Der Tag
26. Oktober 2026
imageHeute mit Hedviga Nyarsik und Alexander Schultze
Zum Archiv
22:13 Uhr

Das war Montag, der 26. Oktober 2026

Liebe Leserinnen und Leser,

der heutige Montag ist der Tag "zwischen den Wahlen". Am Sonntag wählten die Menschen in Serbien das Parlament und in Brasilien in einer Stichwahl den künftigen Präsidenten. Am morgigen Dienstag wählen die Menschen in Israel ebenfalls das Parlament, die Knesset, neu. Ob Amtsinhaber Benjamin Netanjahu erneut eine Regierung bilden kann, ist mehr als unsicher.

Hierzulande war der Tag unter anderem stark vom Nachhall auf den Auftritt von Audi-Chef Gernot Döllner geprägt. Dem deutschen Autobauer schlägt massive Kritik entgegen, nachdem in den USA ein Werk entsteht und Jobs geschaffen werden, während in Deutschland in den kommenden Jahren einige Tausend Jobs wegfallen sollen. Zudem wird der Auftritt auf einer Wahlkampfveranstaltung mit dem US-Präsidenten als Ort der Verkündung kritisiert. Dies widerspricht eigenen Vorgaben von Audi. Döllner versucht sich nun zu verteidigen.

Sportlich lässt das Tageshighlight noch auf sich warten. Bei der Verleihung des "Ballon d'or" am Abend in London soll der Weltfußballer gekürt werden. Spieler aus Deutschland waren tatsächlich nicht unter den 30. nominierten Männern, aber zumindest haben sich drei Spieler des FC Bayern München Hoffnungen auf den Titel machen können. Für Michael Olise und Harry Kane ist die Chance noch vorhanden. Sie sind unter den besten zehn Kicker gelandet. Die Auflösung lesen Sie heute Abend bei ntv.de - wenngleich einige Leser bereits meinten, zu wissen, wer denn heute Abend ganz oben stehen wird. Bei den Frauen hat es die deutsche Nationalspielerin Klara Bühl auf Platz 12. geschafft.

Was sonst noch wichtig war:

So, das soll es für heute gewesen sein. Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Abend und eine gute Nacht. Der "Tag" ist ab morgen früh wieder für Sie da. Alles weiter Wichtige lesen Sie aber die ganze Nacht auf ntv.de. Bis morgen.

Das war Montag, der 26. Oktober 2026
22:10 Uhr

Franzose feuert 128 Schüsse nahe Paris ab - ein Toter, vier Schwerverletzte

Bei dem als rassistischen Terroranschlag eingestuften Angriff bei Paris mit einem Toten hat der Verdächtige mehr als 100 Schüsse abgegeben. Man habe 128 abgefeuerte Munition gezählt, sagte Anti-Terrorstaatsanwalt Olivier Christen. Der Täter schoss demnach an acht Orten in einem Umfeld von zwölf Kilometern. Sein tödliches Unterfangen habe er in besonderem Maße vorbereitet. Die Behörden ermitteln wegen Mord und versuchten Mordes mit Terrorbezug und rassistischer Komponente. Der 39 Jahre alte Verdächtige bestritt Christen zufolge den rassistischen Charakter der Tat. Der Franzose, in dessen Blut Spuren von Cannabis und Kokain gefunden worden waren, war zwischenzeitlich in eine psychische Ambulanz verlegt worden. Mittlerweile befindet der Mann sich wieder in Polizeigewahrsam.

Am Freitag hatte ein Mann in den Gemeinden Trappes und La Verrière aus einem Auto heraus mit einer automatischen Waffe geschossen. Dabei kam ein Mensch ums Leben, vier weitere wurden teils sehr schwer verletzt. Der Verdächtige wurde kurze Zeit später festgenommen. Präsident Emmanuel Macron verurteilte den Vorfall als "rassistischen Terroranschlag".

Franzose feuert 128 Schüsse nahe Paris ab - ein Toter, vier Schwerverletzte
21:40 Uhr

Beliebter Badeorte auf Phuket von Schlamm und Geröll überspült

Heftige Regenfälle haben auf der thailändischen Insel Phuket Sturzfluten und Erdrutsche ausgelöst. Besonders betroffen war der bei Touristen aus aller Welt beliebte Badeort Patong, wo Wassermassen große Felsbrocken, Schlamm und Geröll in Wohnviertel und Geschäftsstraßen spülten. Häuser, Läden und Fahrzeuge wurden beschädigt, wie die Zeitung "Bangkok Post" unter Berufung auf die Behörden berichtete.

In der Nacht waren nach anhaltenden Regenfällen Wasser und Geröll von den Hängen in tiefer gelegene Gebiete geströmt. Besonders schwer traf es den Bezirk Kathu, zu dem Patong gehört. Schlamm und Felsbrocken blockierten Straßenabschnitte, Schaufensterscheiben zerbrachen, zahlreiche Autos wurden überflutet. Teilweise wurde ein Fahrverbot ausgesprochen. Die Einsatzkräfte rückten mit Baggern und anderem schweren Gerät an, um Geröll zu beseitigen und Abflusswege freizulegen. Die Stadtverwaltung von Patong richtete Notunterkünfte im Rathaus sowie in einer Schule und einem Hotel ein.

Der Wetterdienst warnte derweil vor weiteren schweren Niederschlägen bis mindestens Mittwoch. In weiten Teilen Thailands geht die Regenzeit gerade zu Ende.

Beliebter Badeorte auf Phuket von Schlamm und Geröll überspült
21:23 Uhr

Hochbetagte Japanerin liefert der Polizei einen Trickbetrüger

Eine 93-jährige Japanerin hat einen Telefon-Betrüger auffliegen lassen, indem sie sich als leichtes Opfer darstellte und zeitgleich die Polizei alarmierte. Die hochbetagte Rentnerin habe so getan, als ob sie auf die Masche des Kriminellen hereinfalle, berichtete ein Polizeibeamter. Als der Betrüger dann als Polizist verkleidet bei der Frau auftauchte, um sich ihre Kreditkarte geben zu lassen, hätten alarmierte echte Beamte bereitgestanden und den Mann festgenommen.

Die 93-Jährige lebt in der Präfektur Shiga im Westen Japans. Sie erhielt den Angaben zufolge in der vergangenen Woche mehrere Telefonanrufe von einem Mann, der sich als Polizist ausgab. Er sagte, dass eine unbefugte Abbuchung von ihrem Konto vorgenommen worden sei. Sie müsse deshalb ihre Bankkarte einem Polizisten übergeben, der bei ihr zu Hause vorbeikommen werde. Da die Frau einen Betrug vermutete, zog sie ihren Sohn zu Rate und verständigte dann die Polizei. Der 47-jährige Betrüger wurde dann in ihrem Haus von Polizisten erwartet und festgenommen.

Hochbetagte Japanerin liefert der Polizei einen Trickbetrüger
20:40 Uhr

Deutscher stirbt bei Schlägerei nach Deutschrockkonzert in der Schweiz

Die Schweizer Justiz befasst sich mit dem Todesfall eines Deutschen. Der 27-Jährige ist nach einer Schlägerei im Anschluss an ein Rockkonzert in der Nähe des Zürichsees seinen Verletzungen erlegen. Wie die Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz mitteilte, war es bei einer Afterparty nach dem Auftritt der saarländischen Deutschrock-Band Krawallbrüder zu einem Streit zwischen mehreren Personen gekommen. "Mutmaßlich deshalb, weil mehrere der anwesenden Personen den Hitlergruß gezeigt haben", hieß es. Der Vorfall ereignete sich bereits in der Nacht auf den 18. Oktober im Eventlokal The Bandits in Tuggen. Der 27-jährige Deutsche starb danach an seinen tödlichen Verletzungen. Ein 42-jähriger Schweizer wurde als Verdächtiger festgenommen.

Die Zeitung "SonntagsBlick" hatte zuvor berichtet, dass der Verdächtige langjähriges Mitglied des rechtsextremen Netzwerks Blood & Honour sei. Dazu machte die Staatsanwaltschaft keine Angaben. "Der genaue Tatablauf sowie die Hintergründe der involvierten Personen ist zurzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen", hieß es von der Justizbehörde. Auch die genaue Herkunft des 27-Jährigen wurde nicht mitgeteilt. In Deutschland ist Blood & Honour seit dem Jahr 2000 verboten.

Die Krawallbrüder berichteten nach dem Vorfall auf Instagram, dass während des Konzertes vier Besucher aufgefallen waren, die Kleidung mit der Aufschrift "Blood & Honour Zürich" trugen. "Im Laufe der Show gab es dann aggressive Handlungen und politische Äußerungen durch dieselben Personen gegen Besucher des Konzerts", hieß es. Die vier Personen wurden von Security-Mitarbeitern aus der Halle verwiesen. Die Schlägerei fand nach dem Auftritt während der Afterparty statt, als die Band und ihre Crew nicht mehr anwesend waren.

Deutscher stirbt bei Schlägerei nach Deutschrockkonzert in der Schweiz
20:17 Uhr

Fehler beim Falten - Apple gesteht Probleme bei iPhone Duo ein

Apple hat Probleme mit "einer kleinen Anzahl" von Geräten des ersten auffaltbaren iPhone-Modells eingeräumt. Zuvor hatten einige Nutzer in sozialen Medien berichtet, dass der innere Bildschirm ihres iPhone Duo nach dem Auffalten gebrochen sei oder einen Pixelfehler als einen Streifen angezeigt habe. Apple betont, dass dies bei nur sehr wenigen Geräten passiert sei - und der Fehler bei betroffenen Einheiten meist sehr schnell auftrete.

Die Experten der Website iFixit, die Elektronik-Geräte zerlegen, um ihre Reparierbarkeit zu ergründen, mutmaßten, dass das Problem nicht bei den Displays liege, sondern beim Faltmechanismus. Dieser besteht aus rund 100 Einzelteilen aus Titan und sorgt unter anderem dafür, den aufgefalteten Bildschirm zu straffen. Dass die Probleme meist an einer Stelle aufzutreten scheinen, legt aus Sicht von iFixit nahe, dass ein bestimmtes Element vom Faltmechanismus für die Schäden verantwortlich sein könnte.

Auch bei früheren Falt-Smartphones von Konkurrenten traten zum Teil Probleme auf, weil die Gelenke komplex sind und fehleranfällig sein können. Von Apple hieß es, betroffene Nutzer sollten sich an das Unternehmen wenden. Kundenberichten zufolge wurden defekte Geräte ersetzt. Das Duo ist mit einem Preis ab 2299 Euro das bisher teuerste iPhone. Es ist aktuell erst zum Januar lieferbar, nachdem erste Geräte gleich nach dem Start der Vorbestellungen vergriffen waren.

Fehler beim Falten - Apple gesteht Probleme bei iPhone Duo ein
19:35 Uhr

Polizeiwagen liefern sich Rennen und bauen beinahe Unfall

Zwei Polizisten sollen sich in ihren Dienstfahrzeugen ein Autorennen geliefert haben. Die Staatsanwaltschaft Mönchengladbach hat in der Sache nach eigenen Angaben Anklage wegen Teilnahme an einem nicht erlaubten Kraftfahrzeugrennen erhoben. Die beiden Polizeibeamten sollen im Dezember vergangenen Jahres in den frühen Morgenstunden mit Blaulicht und Martinshorn in ihren Streifenwagen von der Polizeiwache zu einem Schnellrestaurant gerast sein. Dabei kam es laut Staatsanwaltschaft beinahe zu einem Unfall mit einem Lastwagen.

Polizeiwagen liefern sich Rennen und bauen beinahe Unfall
18:59 Uhr

Aufatmen - Diesen Fisch dürfen Ostseefischer weiterhin fangen

Trotz weitreichender Fangverbote dürfen deutsche Ostseefischer im kommenden Jahr weiter geringe Mengen Hering fischen. Die EU-Agrarminister einigten sich in Luxemburg darauf, die bisherige Ausnahme für kleine Küstenfischer beizubehalten. Die Fischbestände sind seit Jahren stark bedroht, insbesondere im für Deutschland relevanten westlichen Teil der Ostsee schränkt die EU die Fischerei deshalb ein. Die EU-Kommission setzt sich seit mehreren Jahren dafür ein, die Ausnahmen abzuschaffen, konnte sich damit bislang aber nicht durchsetzen. Auch eine Sonderregel für Hobby-Angler bleibt bestehen: Sie dürfen weiterhin einen gezüchteten und in der Ostsee ausgesetzten Lachs pro Tag aus dem Meer ziehen.

Ein vollständiges Fangverbot hätte wahrscheinlich viele Fischer die Existenz gekostet, sagte Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer in Luxemburg. Die Küstenfischer an der Ostsee "kämpfen sowieso in verschiedensten Bereichen ums wirtschaftliche Überleben", sagte Rainer. Die Ausnahme schränke das Überleben der Heringsbestände hingegen nicht ein. Mit Ausnahme der Küstenfischer ist Hering in der westlichen Ostsee nur als Beifang erlaubt - das sind Fische, die unerwünscht ins Netz gehen und dabei häufig verenden. Für Dorsch gilt in der gesamten Ostsee ein Fangverbot.

Aufatmen - Diesen Fisch dürfen Ostseefischer weiterhin fangen
18:25 Uhr

Maurene Comey ermittelte in Epstein-Fall und wurde entlassen - zu Unrecht

Die Entlassung der US-Bundesermittlerin Maurene Comey, die unter anderem an Prozessen gegen Jeffrey Epstein und Sean "Diddy" Combs beteiligt war, war laut einer Gerichtsentscheidung unzulässig. Richter Jesse Furman ordnete zudem an, dass Comey ihren Posten als Bundesermittlerin an einem New Yorker Gericht wiederbekommen müsse und ihr Gehaltsnachzahlungen zustünden, wie aus Gerichtsunterlagen hervorging.

Die 1988 geborene Comey war im Juli 2025 vom US-Justizministerium entlassen worden - ohne offizielle Angabe von Gründen. Sie ist die Tochter des früheren FBI-Chefs James Comey. US-Präsident Donald Trump hatte ihn im Mai 2017 im Zusammenhang mit den Russland-Ermittlungen gefeuert. Das FBI hatte damals mögliche Verbindungen zwischen Moskau und Mitgliedern aus Trumps Wahlkampfteam untersucht. Die Beziehung zwischen Trump und James Comey ist extrem zerrüttet, Trump greift ihn immer wieder öffentlich an.

Maurene Comey hatte angegeben, dass es keinen Anlass für ihre Kündigung gegeben habe und nur die Ablehnung ihres Vaters durch US-Präsident Trump der Grund dafür gewesen sein könne. Richter Furman urteilte nun, dass ein Justizminister zwar Bundesermittler feuern dürfe, allerdings nicht nach Belieben und ohne Angabe von Gründen wie in diesem Fall.

Maurene Comey ermittelte in Epstein-Fall und wurde entlassen - zu Unrecht
17:56 Uhr

Audi-Chef Döllner verteidigt Auftritt mit Trump

Audi-Chef Gernot Döllner rechtfertigt sich für seinen Auftritt zusammen mit US-Präsident Donald Trump, der ihm massive Kritik und die Forderung nach seinem Rücktritt eingebracht hat. Man habe im Interesse des Unternehmens gehandelt, betont er in einem internen Schreiben an die Mitarbeiter. Eine Stellungnahme auf der Audi-Website geht in eine ähnliche Richtung. In beiden räumt Döllner aber auch ein, dass der Auftritt "Fragen und auch Unverständnis" ausgelöst habe.

Produktionsvorstand Gerd Walker und er seien in Georgia gewesen, um die Gespräche und Verhandlungen über das geplante Werk voranzubringen. "Im Rahmen unserer Gespräche wurden wir gebeten, unsere Pläne gemeinsam mit dem Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika öffentlich vorzustellen", schreibt Döllner. "Die Entscheidung, dieser Einladung zu folgen, haben wir ausschließlich im Interesse des Unternehmens getroffen." Da die Gespräche vertraulich waren, habe man zudem nicht vorab darüber informieren können.

"Gleichzeitig sehen wir, dass der Rahmen der Ankündigung als politisches Signal wahrgenommen wurde", schreibt Döllner. "Das nehmen wir sehr ernst." Man stehe zu den Werten des Unternehmens, trage aber ebenso Verantwortung für die wirtschaftliche Zukunft von Audi.

Audi-Chef Döllner verteidigt Auftritt mit Trump
17:54 Uhr

"Star Trek"-Star Walter Koenig ist tot

Der Hollywood-Schauspieler Walter Koenig ist tot. Er wurde durch seine Rolle als russische Besatzungsmitglieds Pavel Chekov der Serie "Star Trek" bekannt. Koenig wurde 90 Jahre alt und starb eines natürlichen Todes, wie die Produktionsfirma Galactic Productions mitteilte. Mehrere US-Medien bestätigten die Todesmeldung.

Mehr dazu lesen Sie in Kürze hier.

"Star Trek"-Star Walter Koenig ist tot
17:19 Uhr

Rechnungshof fällt vernichtendes Urteil über Streckensanierung bei der Bahn

Der Bundesrechnungshof wirft der Bahn erhebliche Mängel bei der Sanierung hoch belasteter Bahnstrecken vor. "Die ersten Korridorsanierungen zeigen gravierende Fehlentwicklungen", heißt es in einem Bericht des Rechnungshofs an den Haushaltsausschuss des Bundestags. Bisherige Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen seien "fehlerhaft und nicht belastbar". Die Bahn-Sparte DB InfraGO halte Versprechen weitgehend nicht ein, heißt es darin. Der Bundesrechnungshof halte ein "konsequentes Nachsteuern" für unerlässlich. Das Bundesverkehrsministerium habe in einer Stellungnahme die Feststellungen des Rechnungshofs nicht entkräftet, sondern bestätige vielmehr bestehende Defizite bei den Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen und der Erfolgskontrolle.

Mit den Korridorsanierungen sollen in den kommenden Jahren hoch belastete Strecken wieder auf Vordermann gebracht werden. Nach Problemen bei den ersten Maßnahmen hatten Bahn und Bund vor zwei Wochen bekannt gegeben, dass in den kommenden fünf Jahren deutlich weniger Strecken saniert werden als bisher geplant. Zudem soll nach Abschluss der Bauarbeiten der Zugverkehr künftig nur schrittweise wieder hochgefahren werden - statt wie bisher an einem bestimmten Datum alle Verkehrsträger wieder fahren zu lassen. Bei den bislang abgeschlossenen Generalsanierungen hatte es nach Abschluss der Arbeiten immer wieder Probleme etwa mit verspäteten Zügen gegeben.

Rechnungshof fällt vernichtendes Urteil über Streckensanierung bei der Bahn
16:45 Uhr

Tschechische Regierung will Euro nicht - die Verfassung soll helfen

Die rechtspopulistische Regierung in Tschechien will die Krone als Landeswährung in der Verfassung verankern. Das Kabinett in Prag billigte einen entsprechenden Gesetzentwurf. Für die Änderung müssten mindestens 120 der 200 Vertreter im Abgeordnetenhaus und drei Fünftel der anwesenden Senatoren im Oberhaus des Parlaments stimmen. Nötig wären zahlreiche Stimmen der Opposition. Beobachter halten das für unwahrscheinlich, aber nicht für ausgeschlossen. Finanzministerin Alena Schillerova sprach von einer starken politischen Geste, mit der man zeige, dass man den Euro nicht wolle.

Mit dem EU-Beitritt im Jahr 2004 verpflichtete sich Tschechien eigentlich, die Gemeinschaftswährung einzuführen, sobald das Land die Konvergenzkriterien erfüllt. Rund 77 Prozent der Teilnehmenden hatten sich zuvor in einem Volksentscheid für den Beitritt zur Europäischen Union ausgesprochen. Tschechien erfüllt nach früheren Angaben derzeit drei der vier Konvergenzkriterien. Es hapert einzig und allein an der Wechselkursstabilität. Die tschechische Krone existiert in ihrer heutigen Form seit dem Februar 1993. Nach dem Zerfall der Tschechoslowakei führten damals die Nachfolgestaaten Tschechien und Slowakei ihre eigenen Währungen ein. Die kleinere Slowakei wechselte bereits zum 1. Januar 2009 zum Euro.

Tschechische Regierung will Euro nicht - die Verfassung soll helfen
16:17 Uhr

43-Jähriger öffnet in Dingolfing die Haustür und wird erschossen

Ein 43 Jahre alter Mann ist nach Polizeiangaben im bayerischen Dingolfing beim Öffnen seiner Haustür von einem Unbekannten erschossen worden. Der Täter sei geflüchtet, hieß es, wohl in einem schwarzen Wagen mit getönten Scheiben. Die Polizei fahndet mit einer Vielzahl an Streifenwagen sowie einem Hubschrauber. Ersten Erkenntnissen nach klingelte der Schütze bei einem Ehepaar. Als der Mann öffnete, habe der Unbekannte mindestens einen Schuss abgegeben, teilte die Polizei mit. Der Bewohner habe schwere Verletzungen erlitten und sei trotz Reanimationsmaßnahmen noch am Tatort gestorben.

Aktuell liefen Maßnahmen zur Spuren- und Beweismittelsicherung, hieß es. Zudem sollen mögliche Zeugen vernommen werden. Informationen zu Motiv und Tathergang liegen demnach noch nicht vor. Die Kripo ermittelt wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes. Weil der Tatverdächtige weiterhin bewaffnet sein könnte, bittet die Polizei die Bevölkerung, verdächtige Wahrnehmungen zu melden und sich nicht in Gefahr zu begeben.

43-Jähriger öffnet in Dingolfing die Haustür und wird erschossen
15:49 Uhr

Deutscher Bergsteiger stürzt am Himalaya 1500 Meter in die Tiefe und stirbt

Während einer Klettertour im Himalaya ist ein deutscher Bergsteiger etwa 1500 Meter tief in den Tod gestürzt. Der 57-jährige Deutsche sei nach dem Aufstieg zum 6814 Meter hohen Gipfel des Ama Dablam im Nordosten Nepals gestorben, sagte der Leiter des Trekking-Unternehmens Real Himalaya, Gokul Thapa. Der Tote sei zur Obduktion in ein Krankenhaus in Kathmandu gebracht worden. Die Gruppe um den deutschen Bergsteiger war auf dem Weg nach unten gewesen, als sich das Unglück am Morgen (Ortszeit) ereignete.

Ein nepalesischer Bergführer habe dem Deutschen zunächst gesagt, nicht aus seinem Zelt in einem Camp in etwa 6100 Meter Höhe zu kommen, bevor nicht alles auf dem eisigen Terrain gesichert sei, sagte Thapa, der den Deutschen nach eigenen Angaben bereits seit einigen Jahren kannte und für ihn andere Bergtouren organisierte. Als der Bergführer zurückgekehrt sei, sei der Deutsche verschwunden gewesen. "Er hat ihn nicht mehr im Zelt gesehen." Das Wetter sei gut gewesen. Nach einer Suchaktion sei seine Leiche gefunden und geborgen und schließlich mit einem Hubschrauber nach Kathmandu gebracht worden.

Deutscher Bergsteiger stürzt am Himalaya 1500 Meter in die Tiefe und stirbt
15:18 Uhr

Mann steckt in Container - erst Rettung, dann Festnahme

Ein mutmaßlicher Dieb bleibt in Hamburg in einem Elektroschrott-Container stecken. Die angerückten Rettungskräfte können ihn nur mit großem Aufwand wieder herausholen. Warum er dort steckt? Sein Feuerzeug sei in den Container gefallen.

Mann steckt in Container - erst Rettung, dann Festnahme
14:53 Uhr

Sieben Menschen stecken sich in Deutschland mit West-Nil-Virus an

Mit dem West-Nil-Virus haben sich im Jahr 2026 bislang sieben Menschen lokal in Deutschland angesteckt. Die Personen seien zwischen 28 und 83 Jahre alt und hätten sich wahrscheinlich in ihren Wohnorten in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit dem Virus infiziert, sagte eine Sprecherin des Robert-Koch-Instituts (RKI). Außerdem wurden dieses Jahr zehn weitere deutsche Infizierte registriert, die sich den Angaben zufolge im Ausland angesteckt haben. Todesfälle gab es in Deutschland dieses Jahr laut RKI nicht.

Das West-Nil-Virus wird nach Angaben des RKI hauptsächlich von Stechmücken zwischen wildlebenden Vögeln übertragen. Die Mücken können aber auch Menschen und andere Säugetiere infizieren. Aus den Tropen gelange das Virus durch Zugvögel in Gebiete am Mittelmeer und Europa. Hauptüberträger in Deutschland sollen vor allem die heimischen Culex-Mücken sein. Im Spätsommer 2019 waren dem RKI zufolge erste durch heimische Mücken übertragene West-Nil-Virus-Infektionen in Ostdeutschland bekannt geworden - insgesamt waren es fünf. Auch in den folgenden Jahren wurden in den Sommer- und Herbstmonaten Infektionen in Deutschland gemeldet. Experten gehen davon aus, dass die Fallzahlen im Zuge des Klimawandels steigen werden.

Sieben Menschen stecken sich in Deutschland mit West-Nil-Virus an
14:21 Uhr

Falscher Chirurg behandelt fast 500 Frauen und muss nun in Haft

Das Landgericht Konstanz hat einen 28-Jährigen, der sich als Arzt ausgegeben und Hunderte Male Kunden in einer Schönheitspraxis behandelt hatte, zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass er mit gefälschten Zeugnissen und einer falschen Approbation eine Anstellung in der Konstanzer Schönheitspraxis erschlichen hatte. Verurteilt wurde er wegen Urkundenfälschung, Missbrauchs von Berufsbezeichnungen, gefährlicher Körperverletzung und Betrugs. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Zwischen Anfang März und Mitte April unterspritzte der gelernte Rettungssanitäter nach den Feststellungen des Gerichts 466 Mal Kundinnen und Kunden mit Botox und Hyaluron. Zwei der behandelten Patientinnen waren laut Anklage erst 17 Jahre alt. Behandlungsfehler konnten ihm aber von einem Gutachter nicht nachgewiesen werden.

Der Mann hatte die Vorwürfe zu Prozessbeginn vor rund einer Woche eingeräumt. Seine Zeugnisse und die Approbationsurkunde habe er bei einem chinesischen Online-Anbieter gekauft, sagte er. Er habe sich nach Anerkennung gesehnt und seinem Umfeld ein Medizinstudium vorgespielt. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre und sechs Monate Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte für höchstens zweieinhalb Jahre Haft. Der Angeklagte entschuldigte sich in seinem Schlusswort bei den Betroffenen.

Falscher Chirurg behandelt fast 500 Frauen und muss nun in Haft
13:56 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Hedi darf sich nach getaner Arbeit in den wohlverdienten Feierabend stürzen. Ab sofort übernehme ich den Tag. Mein Name ist Alexander Schultze und ich begleite Sie bis in den Abend. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!

Schichtwechsel
13:53 Uhr

Passanten ziehen Sack mit Leichenteilen aus dem Rhein

Nahe der Grenze zwischen Deutschland und der Schweiz sind mehrere Säcke mit Teilen einer männlichen Leiche im Rhein entdeckt worden. Schweizer Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus, wie die Polizei des Kantons Aargau mitteilt. Am Vortag hatten drei Männer am Ufer einen Sack im Wasser bemerkt. Als sie ihn an Land zogen, fanden sie darin ein menschliches Bein. Der Fundort liegt in der Schweizer Gemeinde Stein, gegenüber von Bad Säckingen an der deutschen Uferseite.

Die Schweizer Polizei suchte den Fluss daraufhin mit einem Boot und mit Tauchern ab und fand weitere Säcke mit Leichenteilen. Die Identität des Mannes sei nicht abschließend geklärt, heißt es. Ein Polizeisprecher sagte der Schweizer Zeitung "Blick", dass der Tote einen Bezug zu einem nahen Asylheim hatte. Ob er dort auch wohnte, könne noch nicht bestätigt werden.

Passanten ziehen Sack mit Leichenteilen aus dem Rhein
13:14 Uhr

Mutter fährt mit 3,15 Promille und Kind im Auto Schlangenlinien in Rheinland-Pfalz

Auf einer Autofahrt mit ihrem sechsjährigen Kind ist eine Mutter im Kreis Bernkastel-Wittlich mit 3,15 Promille am Steuer angehalten worden. Zeugen hatten der Polizei am späten Sonntagnachmittag das in "Schlangenlinien" fahrende Auto gemeldet und es bis auf einen Waldweg verfolgt. Dort konnte die Polizei nach eigenen Angaben dann eine Verkehrskontrolle samt Atemalkoholtest durchführen, der den hohen Promillewert ergab. Das Kind der 31-Jährigen wurde später in die Obhut des Vaters gegeben.

Während der Aufnahme des Vorfalls zeigte sich die Frau laut Polizei aggressiv gegenüber einem noch anwesenden Zeugen und schlug nach ihm. Nun laufen mehrere Strafverfahren gegen sie. Außerdem wurde ihr Führerschein bis auf Weiteres beschlagnahmt - sie muss laut Polizei damit rechnen, länger nicht mehr fahren zu dürfen.

Mutter fährt mit 3,15 Promille und Kind im Auto Schlangenlinien in Rheinland-Pfalz
12:44 Uhr

Mutmaßlicher IS-Anhänger am Frankfurter Flughafen festgenommen

Die Bundesanwaltschaft hat einen aus Berlin stammenden mutmaßlichen Anhänger der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) festnehmen lassen. Joshua W. sei am Freitagabend bei seiner Rückkehr nach Deutschland am Frankfurter Flughafen festgenommen worden, teilt die Ermittlungsbehörde in Karlsruhe mit. Ein Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs habe den Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet.

Den Angaben zufolge wird dem Berliner die versuchte Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung sowie die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vorgeworfen. Er soll dabei als Heranwachsender gehandelt haben. W. soll im Januar 2025 von Berlin nach Äthiopien geflogen sein. Von dort habe er nach Somalia weiterreisen wollen, um sich vom IS für Anschläge militärisch ausbilden zu lassen.

Als der Grenzübertritt nach Somalia scheiterte, soll W. nach Pakistan gereist sein, um sich dort dem IS anzuschließen. Dort sei er dann aber bereits im Februar 2025 festgenommen worden. Bei seiner Rückkehr nach Deutschland sei er Freitagabend von Beamten des Bundeskriminalamts, der Bundespolizei und des Landeskriminalamts Berlin festgenommen worden.

Mutmaßlicher IS-Anhänger am Frankfurter Flughafen festgenommen
12:09 Uhr

Koalition mit Linken und Grünen in Berlin? SPD-Basis soll entscheiden

Neben Linken und Grünen plant nun auch die Berliner SPD eine Mitgliederbefragung über einen möglichen rot-grün-roten Koalitionsvertrag. So heißt es aus Parteikreisen. Das Vorhaben soll in den nächsten Tagen zunächst im geschäftsführenden Landesvorstand der SPD beraten und auf den Weg gebracht werden, anschließend im Landesvorstand als erweitertem Führungsgremium.

Aus den Reihen der Partei war eine solche Einbindung der Parteibasis zuletzt gefordert worden. Unter anderem Wirtschaftssenatorin und Ex-Parteichefin Franziska Giffey machte sich dafür stark, auch der frühere Bundestagspräsident Wolfgang Thierse. Beide stehen einer rot-grün-roten Koalition ablehnend gegenüber. Bereits 2023 führte die SPD eine Mitgliederbefragung über die damalige schwarz-rote Koalition durch, 2024 dann eine zur neuen Parteispitze.

Koalition mit Linken und Grünen in Berlin? SPD-Basis soll entscheiden
11:36 Uhr

Verzweifelte Feuerwehrleute werfen sich vor Freude über Regen zu Boden

Ihn haben sie sehnsüchtig erwartet: Feuerwehrleute werfen sich vor Freude über Regen zu Boden. Massive Waldbrände hatten große Zerstörung in Indonesien angerichtet. Menschen versuchten verzweifelt, ihre Häuser vor den Flammen zu retten.

Verzweifelte Feuerwehrleute werfen sich vor Freude über Regen zu Boden
11:06 Uhr

Eralp: Bundesgesetz gegen Vergesellschaftungen ist verfassungswidrig

Die Berliner Linken-Spitzenkandidatin und mögliche künftige Regierende Bürgermeisterin Elif Eralp hält die Pläne des Bundes zur Erschwerung von Vergesellschaftung großer Immobilienunternehmen für verfassungswidrig. Damit werde versucht, den Artikel 15 des Grundgesetzes, der Vergesellschaftungen vorsieht, auszuhöhlen, sagt Eralp im ZDF-"Morgenmagazin". "Man kann nicht durch ein Bundesgesetz unmöglich machen, was das Grundgesetz vorsieht und wofür die Berlinerinnen und Berliner gestimmt haben."

Angesichts der Pläne einer möglichen rot-grün-roten Regierung in Berlin, große Wohnungsbauunternehmen mit mehr als 10.000 Wohnungen zu vergesellschaften, plant der Bund seit Monaten, dies zu verhindern oder zu zumindest zu erschweren. Am Sonntag kündigte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ein sogenanntes Investitionsschutzgesetz an, wonach Vergesellschaftungen nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein sollen.

Eralp: Bundesgesetz gegen Vergesellschaftungen ist verfassungswidrig
10:21 Uhr

Trump lobt Nicki Minajs Po bei Wahlkampfauftritt

Bei einem Wahlkampfauftritt in Port Huron sorgt US-Präsident Donald Trump wieder einmal für einen - sagen wir mal - befremdlichen Moment. Er bittet die Rapperin Nicki Minaj aufzustehen und lobt lautstark ihr Hinterteil. Ein Mitarbeiter des Weißen Hauses bringt sie danach für einen prominenten Posten ins Spiel. Sehen Sie den pikanten Auftritt hier im Video:

Trump lobt Nicki Minajs Po bei Wahlkampfauftritt
09:37 Uhr

Schiffskollision in Bremerhaven: Polizei nennt Unfallursache

Am späten Sonntagabend stößt in Bremerhaven ein Tui-Schiff mit mehreren anderen Schiffen zusammen - insgesamt drei Schiffe werden beschädigt. Jetzt teilt die Polizei die Ursache mit: Auslöser für den Unfall des Kreuzfahrtschiffes "Mein Schiff 3" war demnach eine Windböe.

Das nahezu voll besetzte Kreuzfahrtschiff sollte am Abend in Richtung Kanaren aufbrechen. Beim Auslaufen wurde es nach Polizeiangaben von Schleppern unterstützt als eine Böe das Schiff erfasste. Es sei daraufhin auf zwei Containerschiffe zugetrieben, die an der Stromkaje festgemacht hatten. An dem kleineren Containerschiff sei ein leichter Schaden entstanden, bei dem größerem ein erheblicher. Auch das Tui-Schiff wurde erheblich beschädigt. Auf Bildern waren kaputte Rettungsboote zu sehen.

"Durch den Zusammenstoß wurde die Backbordseite des großen Containerschiffs auf mehreren Metern aufgerissen und Containerführungen deformiert", teilt die Polizei mit. Die Schäden befänden sich jeweils mehrere Meter über der Wasserlinie. Bei keinem der Schiffe sei es zu einem Wassereinbruch oder Verletzten gekommen. Das Kreuzfahrtschiff fuhr nach dem Unfall zurück zum Kreuzfahrterminal. Alle drei am Unfall beteiligten Schiffe wurden mit einem Auslaufverbot belegt.

Schiffskollision in Bremerhaven: Polizei nennt Unfallursache
08:55 Uhr

Neuer Flughafen bei Sydney verwirrt Passagiere

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Bisher fliegen nur die australische Billigfluggesellschaft Jetstar und Air New Zealand den neuen Airport an. (Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Nach jahrzehntelanger Planung und Milliarden-Investitionen hat Sydney am Wochenende seinen zweiten großen Flughafen eröffnet. Der Western Sydney International Airport (WSI) liegt etwa 60 Kilometer vom Zentrum der australischen Metropole entfernt. Das ist deutlich weiter als der bereits seit mehr als 100 Jahren betriebene Flughafen Kingsford Smith, der sich nur etwa acht Kilometer vom Zentrum entfernt befindet. Der Nachteil für den Flugverkehr: Der alte Flughafen muss jede Nacht ab 23 Uhr für die meisten Passagiermaschinen schließen. Der neue bleibt hingegen rund um die Uhr geöffnet.

Doch kaum sind die ersten Passagiere gelandet, gibt es schon die ersten Irrflüge - zumindest im übertragenen Sinne:

  • So wollten zwei Schwedinnen nach einem Wochenendtrip von Melbourne zurück nach Sydney, landeten aber am neuen Flughafen - fast eine Autostunde von ihrem Auto am bisherigen Airport entfernt.

  • Ein anderer Reisender aus Neuseeland hatte ebenfalls ein geografisches Missverständnis. Er wollte eigentlich nach Perth im Westen Australiens. Weil er "Western" auf seinem Ticket gelesen hatte, glaubte er zunächst, richtig gebucht zu haben. Als er den Fehler bemerkte, war er bereits auf dem Weg zum falschen Ziel.

Der neue, mehrere Milliarden Euro teure Flughafen wurde seit 2018 gebaut. Er soll die chronisch überlastete Luftfahrtinfrastruktur der Millionenmetropole entlasten. Die geplante Bahnverbindung in die Stadt ist allerdings noch nicht fertig, vorerst müssen Reisende auf Busse und Shuttle-Angebote ausweichen.

Neuer Flughafen bei Sydney verwirrt Passagiere
08:29 Uhr

Ein Toter und ein Schwerverletzter: ICE erfasst Gleisarbeiter in Essen

Bei einem schweren Bahnunfall ist ein Gleisarbeiter in Essen ums Leben gekommen. Eine Gruppe von sechs Mitarbeitern befand sich am späten Sonntagabend an einem Gleisabschnitt der Deutschen Bahn, als zwei von ihnen von einem ICE erfasst wurden. Die alarmierten Einsatzkräfte konnten schließlich nur noch den Tod bei einer der beiden Personen feststellen, wie die Feuerwehr mitteilt. Der andere Mitarbeiter wurde schwer verletzt und mithilfe einer Drehleiter aus dem Gleisbereich auf die Straße gerettet. Anschließend wurde die Person ins Krankenhaus gebracht.

Während des rund zweistündigen Einsatzes waren auch Notfallseelsorger sowie ein Hubschrauber der Bundespolizei vor Ort. Zu den Hintergründen des Unfalls gibt es bislang keine Angaben, die Ermittlungen laufen.

Wegen des Unfalls kommt es immer noch zu Beeinträchtigungen im Bahnverkehr. Betroffene Fernzüge werden für die Strecke zwischen Gelsenkirchen und Duisburg umgeleitet, wie die Deutsche Bahn auf Anfrage mitteilt. Es sei deshalb mit Verspätungen von ungefähr 20 Minuten zu rechnen. Für den Regionalverkehr sollen sich Reisende über die Bahnmedien über alternative Routen informieren.

Ein Toter und ein Schwerverletzter: ICE erfasst Gleisarbeiter in Essen
07:54 Uhr

Schwerer Unfall bei Barcelona: Bus kollidiert mit Auto und stürzt Hang hinunter

Bei einem schweren Unfall zwischen einem Auto und einem Bus in der Nähe von Barcelona sind mehrere Menschen verletzt worden. Nach Angaben des medizinischen Notfalldienstes der Region Katalonien (SEM) wurden mehr als 80 Personen verletzt, sieben davon schwer und 18 mittelschwer. Der Bus stürzte infolge der Kollision der Fahrzeuge eine 20 Meter tiefe Böschung hinunter.

Der Unfall ereignete sich am späten Nachmittag auf der Landstraße BV-5114 unweit der Gemeinde Fogars de Montclús, die durch die bergige Region des Naturparks Montseny in der Provinz Barcelona im Nordosten Spaniens führt. Nach Angaben des Notfalldienstes waren erste Einsatzkräfte schnell am Unfallort, um mit der Versorgung der Fahrgäste zu beginnen. Die lokale Feuerwehr entsandte Medienberichten zufolge 20 Einsatzteams in die Gegend.

Schwerer Unfall bei Barcelona: Bus kollidiert mit Auto und stürzt Hang hinunter
07:12 Uhr

Sturmflut in Hamburg - Frau auf Autodach gefangen

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Das Auto steht in der Hafencity am Bahnhof Elbbrücken in einer überfluteten Eisenbahnunterführung. (Foto: picture alliance/dpa)

In der Hamburger Hafencity ist eine Autofahrerin in einer wegen der Sturmflut überfluteten Eisenbahnunterführung im Wasser stecken geblieben und musste von der Feuerwehr gerettet werden. Die Frau habe in der Zweibrückenstraße mit ihrem Wagen auf einmal tief im Wasser gestanden und nicht mehr weggekonnt, sagt ein Feuerwehrsprecher. Ein Passant hörte in der Nähe der Elbbrücken die Hilferufe der im Auto sitzenden Frau und rief die Feuerwehr. "Als wir eintrafen, war das Auto schon nicht mehr zu sehen und die Frau saß auf dem Dach und schrie um Hilfe." Sie sei dann von den Einsatzkräften aus ihrer misslichen Situation befreit worden. Das Auto werde vermutlich erst abgeschleppt, wenn das Wasser wieder gesunken ist.

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Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie spricht von einer Sturmflut, wenn das Wasser 1,5 Meter höher als üblich steigt. (Foto: picture alliance/dpa)

Abgesehen von diesem Einsatz habe die Feuerwehr nur ein weiteres Auto vor den Fluten retten müssen. Ansonsten seien die Überschwemmungsgebiete von den Autobesitzern auch gut freigeräumt worden. In der Nacht hatte eine Sturmflut das Wasser in Elbe, Nordsee und Weser über die Ufer und Kaikanten gespült. Auch der Hamburger Fischmarkt stand unter Wasser.

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Auch der Hamburger Fischmarkt mit der Fischauktionshalle an der Elbe steht unter Wasser. (Foto: picture alliance/dpa)
Sturmflut in Hamburg - Frau auf Autodach gefangen
07:02 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie sind alle gut ausgeschlafen! Schließlich können wir dank der Zeitumstellung seit gestern eine Stunde länger schlafen - vorausgesetzt natürlich, man hat es gestern zur gewohnten Urzeit ins Bett geschafft... Auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sollten heute fit sein, denn für beide beginnt eine lange Reise nach Asien. Am Morgen startet Steinmeiers Flieger zu seinem zweiten Staatsbesuch nach China, nur wenige Stunden später beginnt für Merz seine bisher längste Auslandsreise als Kanzler. Erste Station ist der reiche Stadtstaat Singapur, anschließend geht es weiter nach Japan und Südkorea. Erst am späten Freitagabend kehrt Merz nach Berlin zurück, kurz darauf auch Steinmeier. In Regierungskreisen wird Wert auf die Feststellung gelegt, dass es keinen direkten Zusammenhang zwischen den beiden Reisen zu sehr unterschiedlichen Partnern gebe.

Was heute sonst noch wichtig wird:

  • Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva ist zum Sieger der Präsidentenwahl in Brasilien erklärt worden, doch sein rechter Herausforderer Flávio Bolsonaro will das offizielle Ergebnis nicht anerkennen.

  • Die Liste der neuen oppositionellen Studentenbewegung hat die vorgezogene Parlamentswahl in Serbien überraschend klar gewonnen und Langzeitmachthaber Aleksandar Vucic eine herbe Niederlage zugefügt.

  • Dünnere Decken, weniger Steckdosen, unbeheizte Treppenhäuser: Einfachere Wohnungen sollen Neubau wieder kostengünstiger machen. Dafür legen Justizministerin Stefanie Hubig und Bauministerin Verena Hubertz heute gemeinsam einen Gesetzentwurf vor.

  • Die für Fischerei zuständigen Ministerinnen und Minister der EU beraten heute über die zulässigen Fischfangmengen in der Ostsee.

  • Kane, Mbappé oder Lamal? Mit Hochspannung schaut die Fußball-Welt heute nach London. Dort wird bekanntgegeben, wer den begehrten Ballon d'Or bekommt und als weltbester Fußballer ausgezeichnet wird.

Außerdem interessant: In München wird der Ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Und in Paris kommen die Verteidigungsminister von Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Großbritannien zu Beratungen über die Unterstützung der Ukraine, Europas Verteidigung und den Nahostkonflikt zusammen. 

Mein Name ist Hedviga Nyarsik. Ich begleite Sie heute bis zum frühen Nachmittag durch den Tag und versorge Sie mit den wichtigsten und spannendsten Nachrichten aus Deutschland und der ganzen Welt. Haben Sie einen guten Start in diese neue Woche!

Das wird heute wichtig
06:36 Uhr

"Ein beschissenes Land": Trump beleidigt Norwegen wegen Friedensnobelpreis

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Benimmt sich gerne wie ein trotziges Kind, das seinen Willen nicht bekommt: der US-amerikanische Präsident Donald Trump. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

US-Präsident Donald Trump ist offenbar immer noch sauer über dem ihm verwehrten Friedensnobelpreis. Nun hat er Norwegen verschmäht und Einwanderer aus dem Land für unerwünscht erklärt. "Norwegen ist mittlerweile ein beschissenes Land geworden", sagte Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Port Huron im US-Bundesstaat Michigan. Er sprach in seiner Rede unter anderem über die jüngsten Unruhen in Frankreich, die er auf Einwanderung zurückführte, und erklärte, er würde Migranten nur aus bestimmten Ländern willkommen heißen: "Weil ich den Nobelpreis nicht bekommen habe (...) will ich niemanden aus Norwegen." Trump hatte den Begriff "beschissenes Land" in der Vergangenheit bereits für Staaten wie Haiti, Libyen, Somalia und den Jemen verwendet.

"Ein beschissenes Land": Trump beleidigt Norwegen wegen Friedensnobelpreis
06:00 Uhr

Nach 40-minütiger Verfolgungsjagd: Polizei fasst zwei Jugendliche auf der A3

Mit zahlreichen Einsatzkräften aus zwei Bundesländern und sogar einem Hubschrauber jagt die Polizei einen 16-Jährigen und einen 17-Jährigen fast 40 Minuten über die Autobahn 3. Die beiden Minderjährigen aus Nordrhein-Westfalen fielen zunächst am Sonntagabend auf, als sie mit einem Auto mit hessischem Kennzeichen in Frankfurt am Main nach einem Verkehrsverstoß nicht wie von der Polizei aufgefordert hielten.

Daraufhin flüchteten die Jugendlichen in dem Auto auf die A3 Richtung Köln, wobei es zu mehreren "rasanten und gefährlichen" Fahrmanövern kam, wie die Polizei mitteilt. Hinter der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz gerieten sie auf Höhe von Montabaur allerdings in eine Baustelle. Durch den langsameren Verkehr konnte die Polizei das Auto dort schließlich nach rund 40 Minuten Verfolgung stoppen.

Der 16-jährige Fahrer ohne Führerschein versuchte laut Polizei trotzdem, mit dem Wagen weiter zu entkommen, und touchierte zwei unbeteiligte Autos. Auch ein hessisches Polizeiauto wurde noch durch einen während der Flucht aus dem Fenster geworfenen Gegenstand beschädigt. Schließlich gelang es der Polizei, die beiden Jugendlichen festzunehmen. Sie seien dafür aus dem Auto gezogen worden, hieß es. Beide wurden demnach noch in der Nacht einem Erziehungsberichtigen übergeben. Aktuell werde ermittelt, wie sie in den Besitz des Autos gekommen sind.

Nach 40-minütiger Verfolgungsjagd: Polizei fasst zwei Jugendliche auf der A3