Das war Freitag, der 4. September 2026
Liebe Leserinnen und Leser,
war der gestrige Tag schon hart für das BSW, hat der heutige ihn noch einmal getoppt: Zehn Landtagsabgeordnete der Fraktion in Thüringen verlassen die Partei und stoßen Gründerin Sahra Wagenknecht damit vor den Kopf. Sie sieht in der Aktion ein gezieltes Manöver. Derweil versetzen mehrere Angriffe auf Umspannwerke die Behörden weiterhin in Alarmbereitschaft: In Sachsen werden neue verdächtige Sprengvorrichtungen entdeckt, während die Polizei in NRW das Fahrzeug eines mutmaßlichen Täters stürmt - dieser ist nun zu Fuß auf der Flucht. Und auch die immer näher rückende Wahl in Sachsen-Anhalt bleibt ein Thema. Meine Kollegin Christina Lohner hat aufgeschrieben, was die AfD-Politik wirtschaftlich für die Bürger bedeuten würde.
Auch diese Themen waren heute wichtig:
Wagenknechts BSW kollabiert: Die schönste Form der Niedertracht von Sebastian Huld
Hacker veröffentlichen sensible Daten der Berliner Verwaltung
Damit verabschiede ich mich von Ihnen. Kommen Sie gut durch die Nacht!
Ihre Raya Frick
Prinz Harry plant Doku über Prinzessin Diana - William wohl nicht begeistert
Fast 30 Jahre nach dem Tod von Prinzessin Diana arbeitet ihr jüngerer Sohn Prinz Harry offenbar an einer Dokumentation über seine Mutter. Für den geplanten Film soll er bereits Menschen aus dem persönlichen Umfeld angesprochen haben. Freunde und Weggefährten der Prinzessin seien gebeten worden, sich an dem Projekt zu beteiligen. Das meldet die "Daily Mail" unter Berufung auf einen Insider. Dem Bericht zufolge steckt hinter dem Vorhaben auch eine Erklärung dafür, dass sich der Duke of Sussex derzeit wieder in Großbritannien aufhält. "Mir wurde gesagt, dass einer der Gründe, warum Harry hier ist, darin besteht, einen Fernsehfilm zu machen, seinen eigenen Film, über seine Mutter", sagte der Insider. Am 31. August 2027 jährt sich Dianas Tod zum 30. Mal.
Innerhalb der Familie dürfte der Film für neuen Zündstoff sorgen. Prinz William missfalle es, dass in der Öffentlichkeit immer wieder vor allem sein jüngerer Bruder mit dem Vermächtnis der Mutter in Verbindung gebracht werde, heißt es. Diana sei schließlich die Mutter beider Prinzen gewesen. Harry versuche aus Sicht des Thronfolgers, "das Diana-Vermächtnis für sich zu beanspruchen". Dass die Brüder das Andenken an ihre Mutter auch gemeinsam pflegen können, haben sie früher bewiesen. Zum 20. Todestag standen beide 2017 für die Dokumentation "Diana, Our Mother: Her Life and Legacy" vor der Kamera. Inzwischen gilt ihr Verhältnis seit Jahren allerdings als zerrüttet.
Tochter von SS-Offizier muss jahrzehntelang verschollene Raubkunst zurückgeben
Argentinien muss ein von den Nazis gestohlenes Gemälde aus dem 18. Jahrhundert zurückgeben. Es geht an die Erbin des niederländisch-jüdischen Kunsthändlers Jacques Goudstikker zurück, erklärte Richter Santiago Inchausti nach einer Einigung zwischen den betroffenen Parteien. Das "Porträt einer Dame" des Malers Giuseppe Ghislandi (1655-1743) war acht Jahrzehnte lang verschollen. Im vergangenen Jahr tauchte es schließlich in einer argentinischen Immobilienanzeige auf. Es hing in der Wohnung von Patricia Kadgien, der Tochter eines hochrangigen Nazi-Offiziers, der nach dem Zweiten Weltkrieg nach Argentinien geflohen war.
Patricia Kadgien und ihrem Ehemann erklärten sich bei der Gerichtsanhörung bereit, das Gemälde an Goudstikkers Schwiegertochter und Alleinerbin Marei von Saher zurückzugeben und umgerechnet rund 2750 Euro an örtliche Krankenhäuser zu spenden. "Porträt einer Dame" war eines von mehr als 1000 Kunstwerken, die nach dem Einmarsch der Nazis in die Niederlande im Jahr 1940 aus Goudstikkers Sammlung gestohlen wurden. Goudstikker floh wenige Tage nach der Invasion aus dem Land und ließ eine Vielzahl von Werken zurück, die von hochrangigen deutschen NS-Beamten unter sich aufgeteilt wurden. Nach dem Krieg erhielt der niederländische Staat rund 300 Werke aus der Sammlung zurück, die meisten von ihnen wurden später an Goudstikkers Erben zurückgegeben.
Niedrigster Stand seit fünf Jahren: Immer weniger illegale Einreisen
Das Thema Zuwanderung ist im Wahlkampf in Sachsen-Anhalt gerade ein großes Thema. Die AfD spricht von einer illegalen Massenmigration. Die Bundespolizei in Potsdam teilt nun aber mit: Die Zahl unerlaubter Einreisen an den deutschen Grenzen ist im August weiter gesunken. Im vergangenen Monat versuchten 3587 Menschen, ohne gültige Papiere nach Deutschland einzureisen. Dies waren rund 14 Prozent weniger als im Juli und 39 Prozent weniger als im August 2025. Es ist zudem der niedrigste Stand seit über fünf Jahren. In den ersten acht Monaten des laufenden Jahres stellte die Bundespolizei damit 32.606 unerlaubte Einreisen an Deutschlands Land-, Luft- und Seegrenzen fest. Dies waren 10.276 oder rund 24 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Der niedrigste Monatswert der vergangenen Jahre war laut Bundespolizei im Januar 2021 mit 2727 unerlaubten Einreisen verzeichnet worden. In Deutschland finden seit September 2024 Kontrollen an den Landesgrenzen zu allen Nachbarländern statt. In den Jahren zuvor waren diese wegen der Migrationslage bereits zu Polen, Tschechien, Österreich und der Schweiz eingeführt worden. Mit dem Amtsantritt der schwarz-roten Regierung im Mai 2025 ordnete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt auch verstärkte Zurückweisungen an. Seitdem wurden laut Bundespolizei 43.438 Menschen zurückgewiesen. Seit Mai 2025 wurden zudem 2203 Menschen wegen einer Wiedereinreisesperre am Grenzübertritt gehindert.
Salmonellen Gefahr: Edeka ruft Eisbergsalat zurück
Der Hersteller Florette Deutschland GmbH ruft "Herzstücke Eisbergsalat Salat Pur" von Edeka wegen möglicher Salmonellen zurück. Die 200-Gramm-Packungen wurden in den Bundesländern Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Berlin, Brandenburg sowie in Teilen von Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz bei Edeka und Marktkauf verkauft. Vom Verzehr wird dringend abgeraten. Betroffene Packungen können auch ohne Kassenbon zurückgegeben werden, der Kaufpreis wird erstattet.
Mordattacke in niederländischem Dorf: 32 Personen festgenommen
Nach dem tödlichen Gewaltakt im niederländischen Dorf Overasselt nahe der deutschen Grenze stehen 32 Personen unter Mordverdacht. Sie werden dem Haftrichter vorgeführt. Alle Verdächtigen würden zunächst als Bande beschuldigt, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Dienstagnacht waren mehr als 30 vermummte und zum Teil schwer bewaffnete Personen zu einem Haus gezogen. Dort wurde im Anschluss ein Personenschützer ermordet. Zwei Polizisten erlitten schwere Verletzungen. Spezialeinheiten der Polizei machten anschließend stundenlang Jagd auf die Verdächtigen. Das Dorf bei Nimwegen wurde abgeriegelt.
34 Personen wurden nach Angaben der Polizei festgenommen und zahlreiche Waffen beschlagnahmt, darunter Kalaschnikows. Zwei Personen wurden vorläufig freigelassen. Hintergrund der Gewalt ist nach Medienberichten ein Konflikt von Drogenbanden um eine Lieferung von Kokain. Ziel des Anschlages soll der 28 Jahre alte Jan G. sein, der in dem Haus in dem Dorf gemeinsam mit seiner Familie wohnt. Er war in diesem Jahr wegen Drogendelikten zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt worden. Die Berufung durfte er in Freiheit abwarten. Das Haus war bereits zweimal Ziel eines Anschlages gewesen. Nun darf auf Behördenanordnung hin ein Jahr lang niemand dort wohnen
Zug zerfetzt Lastwagen an Bahnübergang in Polen
Im polnischen Danzig kracht ein Zug an einem Bahnübergang in einen Lastwagen. Vier Menschen werden leicht verletzt, darunter der Fahrer des Lastwagens. Die Strecke wird im Anschluss für Stunden gesperrt.
FBI setzt deutschen Betrüger auf "Most Wanted"-Liste
Luxusautos, Jachten oder die Renovierung seiner Villa in Malibu: Der deutscher Betrüger Eugen Fritsch überredete seine Opfer in Kalifornien dazu, in sein Unternehmen zu investieren- und nutzte das eingesammelte Geld dann, um seinen luxuriösen Lebensstil zu finanzieren. Eine Gerichtsjury in Los Angeles sprach ihn im April 2025 für schuldig, woraufhin er nach Mexiko floh. Die US-Bundespolizei setzte den 65-Jährigen nun auf die "Most Wanted Fraudsters"-Liste und intensivierte die Fahndung nach ihm. Nach Schätzungen der Staatsanwaltschaft summierte sich der Schaden für die Opfer auf mindestens 26,8 Millionen US-Dollar (rund 23 Mio. Euro).
Nachdem Fritsch im September 2025 mit gefälschten Ausweisdokumenten in Mexiko gefasst wurde, sollte er sich nach seiner Entlassung aus der Abschiebehaft alle zwei Wochen melden. Stattdessen flieht Fritsch nach FBI-Angaben am 6. Oktober 2025 nach München. Die Bundespolizei vermutet, dass er sich in oder in der Nähe der bayerischen Landeshauptstadt aufhält. In seiner Abwesenheit wurde er zu 15 Jahren Haft in einem Bundesgefängnis, einer Geldstrafe von 35.000 US-Dollar sowie einer Zahlung von 26,8 Millionen Dollar Schadenersatz verurteilt.
Erneut Sabotage-Verdacht an zwei Umspannwerken: Sprengvorrichtung in Sachsen entdeckt
In Sachsen sollten offenbar Anschläge auf Freileitungen an zwei Umspannwerken im Kreis Görlitz verübt werden. Dort wurden Spreng- oder Brandvorrichtungen entdeckt, berichtet die "Bild-Zeitung". Die Umspannwerke liegen in der Nähe des Lausitzer Tagebaugebiets, wo der Konzern LEAG Braunkohle fördert und in den Kraftwerken Jänschwalde und Boxberg verstromt. Eine Polizeisprecherin bestätigt einen laufenden Einsatz.
Deutschland und EU-Partner planen Abschiebezentren in Drittstaaten bis 2027
Fünf EU-Staaten um Deutschland wollen ausreisepflichtige Migranten ab kommendem Jahr in Abschiebezentren außerhalb Europas bringen. Darauf verständigten sich Deutschland, Dänemark, Österreich, die Niederlande und Griechenland bei einem Treffen in Kopenhagen. Sie einigten sich nach Angaben aus den Ministerien auf Eckpunkte für Verträge mit potenziellen Aufnahmeländern. Zuletzt waren Ruanda und Uganda im Gespräch. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt kündigte an: "Wir wollen in diesem Jahr noch eine Vereinbarung mit Drittländern erreichen, die dann den Aufbau von Return Hubs ermöglichen", sagte der CSU-Politiker.
Namen von Staaten oder Details der Bedingungen nannten die Minister jedoch nicht. Ziel sei es, die "Migrationswende" umzusetzen und die Zahl irregulärer Migranten zu senken. Dobrindt zufolge finden bereits technische Gespräche mit Ländern statt, die nun vertieft werden sollen. Bereits Ende September will sich die Gruppe erneut treffen, diesmal in München. Obwohl die EU das Vorgehen der Staaten billigt, hat sich die Gemeinschaft insgesamt nicht auf ein solches Vorgehen verständigt. Es gilt als rechtlich problematisch, zudem gibt es Widerstand von Menschenrechtsorganisationen.
Illegaler Tiertransport auf A5: Polizei findet Kampfhunde und Affen
In Baden-Württemberg hat die Polizei zwei illegale Tiertransporte unterbunden - und ist dabei unter anderem auf Affen, Kampfhunde und einen Flugbeutler gestoßen. Beamte der Polizei Offenburg stoppten an einem Rasthof an der Autobahn 5 bei Appenweier ein spanisches Auto mit diversen Hunden, Katzen, Kaninchen und Vögeln. Die Tiere seien deutlich unterversorgt gewesen und zeigten Anzeichen von Stress. Die 43-jährige Fahrerin hatte bei der Kontrolle europäische Heimtierausweise für die Tiere parat. Die Überprüfung der Dokumente dauere laut den Beamten aber noch an. Der Frau sei die Weiterfahrt untersagt worden, hieß es. Die insgesamt 15 Tiere, darunter vier ausgewachsene American Pitbulls und ein Zwergpinscher, wurden an das Veterinäramt übergeben. Eine Zeugenhinweis löste die Kontrolle aus.
Im zweiten Fall entdeckten Autobahnpolizisten in einem Wohnwagen auf dem Parkplatz Oberfeld an der Autobahn 5 mehrere Katzen, einem Flugbeutler und zwei Zwergseidenäffchen. Die 49-jährige Fahrerin des Gespanns habe die Transportboxen der Tiere ungesichert im Wohnwagen gelagert. Die Affen sowie der Flugbeutler wurden laut Polizei wegen fehlender Dokumente von der Tiernotrettung in Obhut genommen. Aufgrund technischer Mängel sei die Weiterfahrt des Wohnwagens untersagt worden.
Mutter tötete ihre drei Kinder: US-Prozess droht zu platzen
Der aufsehenerregende US-Prozess gegen die mutmaßliche Kindsmörderin Lindsay Clancy droht wegen Uneinigkeit der Geschworenen über die Schuldfähigkeit der 36-Jährigen zu platzen. Die Verteidigung beantragte vergeblich den Ausschluss eines Jury-Mitglieds, weil dieses die vom Richter erteilten Anweisungen hinsichtlich eines "berechtigten Zweifels" an der Schuldfähigkeit von Clancy ignoriere und damit ein Urteil blockiere. Nach Angaben der Verteidigung hatte Clancy zum Tatzeitpunkt unter einer sogenannten Wochenbettpsychose gelitten.
Die frühere Krankenschwester Clancy hat gestanden, ihre Kinder, den acht Monate alten Callan, den dreijährigen Dawson und die fünfjährige Cora, im Januar 2023 erdrosselt zu haben. Anschließend sprang sie aus dem Fenster im zweiten Stock ihres Hauses in Duxbury südöstlich von Boston. Seitdem sind ihre Beine gelähmt, sie sitzt im Rollstuhl. Nach ihren Angaben hatte eine Stimme ihr befohlen, ihre Kinder zu töten. Befinden die Geschworenen die 36-Jährige für schuldunfähig, könnte sie in die Psychiatrie eingewiesen werden. Sollte sie jedoch wegen Mordes verurteilt werden, droht ihr lebenslange Haft ohne Möglichkeit zur Bewährung. Die zwölf Geschworenen waren in ihren bislang sechstägigen Beratungen nicht in der Lage, wie gefordert einstimmig eine Entscheidung über Clancys Schuldfähigkeit zu fällen.
Trotz massiver Sicherheitsbedenken: Trump fliegt mit katarischer Luxus-Boeing zum Golftunier
US-Präsident Trump plant trotz massiver Sicherheitsbedenken nächste Woche an Bord der Boeing 747, die ihm von Katar geschenkt wurde, nach Irland zu fliegen. Das teilte ein Vertreter des Weißen Hauses mit. Er will dort an den Irish Open teilnehmen, die auf seinem Golfplatz in Doonbeg stattfinden. Es ist seine erste Auslandsreise mit diesem Flugzeug seit dem Nato-Gipfel in Ankara im Juli. US-Behörden hatten offenbar eine konkrete Bedrohung durch den Iran ausgemacht, woraufhin Trump heimlich das Flugzeug wechselte und mit wenigen Vertrauten in einer wesentlich kleineren Maschine abhob. Medienberichten zufolge gab es erhebliche Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der geschenkten Luxus-Boeing.
Trump hatte erklärt, die Boeing werde zur "maximalen Aufrüstung" geschickt. Bisher hat das Weiße Haus dafür aber noch keinen Zeitplan bekannt gegeben. Über das Flugzeug-Geschenk Katars im Wert von 400 Millionen Dollar wird in den Vereinigten Staaten bereits seit Bekanntwerden im Mai 2025 heftig diskutiert. Trump hatte die luxuriös ausgestattete Maschine beim Hinflug nach Ankara erstmals auf einer Auslandsreise genutzt, nachdem er sie Anfang Juli auf einem Inlandsflug in Dienst genommen hatte. Sicherheitsbedenken begleiten das Geschenk von Beginn an: Kritiker verweisen auf Katars historische Unterstützung für islamistische Gruppen wie die Hamas, während die politische Opposition Trump zudem Bestechlichkeit vorwirft.
Hape Kerkeling wird Ordensritter in Aachen
Entertainer Hape Kerkeling wird in Aachen mit dem traditionsreichen Orden wider den tierischen Ernst ausgezeichnet. Damit ehrt der Aachener Karnevalsverein seit Jahrzehnten große Persönlichkeiten. Ausgezeichnet werde Kerkeling nicht allein für sein künstlerisches Lebenswerk, sondern auch für seinen Beitrag zu einer offenen, demokratischen Gesellschaft, hieß es. "Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten schärfer, verletzender und unversöhnlicher geworden sind, beweist Hape Kerkeling klare Haltung", sagte Präsident Andre Freese. "Mit einer glaubwürdigen Klarheit, die aus persönlicher Überzeugung entsteht, erinnert er uns daran, dass Menschenwürde nicht verhandelbar ist.".
Den Orden wider den tierischen Ernst kenne er schon seit seiner Kindheit, teilte Kerkeling nun mit. "Der wurde zu Hause immer geguckt", sagte er. Nun selbst in den "Aachener Narrenkäfig" zu steigen, sei für ihn "außergewöhnlich". Die Zeremonie ist am 23. Januar 2027 geplant. Der Entertainer wird damit der 77. sogenannte Ordensritter. Die Liste seiner Vorgängerinnen und Vorgänger ist lang - oft waren es männliche Politiker. Zu den bisherigen Preisträgern zählen unter anderem die Bundeskanzler Konrad Adenauer (1959) und Helmut Schmidt (1972). Auch der heutige Bundeskanzler Friedrich Merz hat die Auszeichnung schon erhalten (2006).
Brandanschlag in München: Zwei Bulgaren in U-Haft
Nach dem Brandanschlag auf eine Baustelle in der Nähe von Rüstungsunternehmen in München sind zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft gekommen. Der 28 Jahre alten Bulgarin und ihrem zehn Jahre älteren Landsmann wird Sachbeschädigung und versuchte Brandstiftung zur Last gelegt, wie Generalstaatsanwaltschaft München und bayerisches Landeskriminalamt mitteilten. Sie sollen aus einem Auto heraus Brandsätze geworfen haben. Ein Ermittlungsrichter erließ die Haftbefehle.
Bei der Tat in der Nacht zum Donnerstag war niemand verletzt worden und kein großer Schaden entstanden. Ein Zeuge beobachtete die mutmaßlichen Täter, die Polizei nahm die zwei Verdächtigen später an einer Tankstelle fest. In Nachbarschaft der Baustelle befinden sich unter anderem die Firmenzentralen des Sicherheitstechnikherstellers Rohde & Schwarz und des Drohnenherstellers Helsing. Bei letzterem ist öffentlich bekannt, dass das Unternehmen die ukrainischen Streitkräfte im Krieg gegen Russland beliefert.
Schichtwechsel
Liebe Leserinnen und Leser,
meine Kollegin Friederike Zörner verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend und ich übernehme den "Tag". Mein Name ist Raya Frick und ich werde sie bis zum Abend mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden halten. Sie erreichen mich unter raya.frick(at)ntv.de. Los gehts!
18-Jähriger flüchtet mit Tempo 240 vor der Polizei
Ein 18-Jähriger hat am Donnerstagabend für einen spektakulären und komplizierten Polizeieinsatz gesorgt - und dabei andere Menschen in Gefahr gebracht. Mit bis zu 240 Kilometern pro Stunde war er mit seinem Auto vor den Beamten geflüchtet. Der junge Mann besaß keinen Führerschein und missachtete während der Flucht mehrfach Verkehrsregeln, teilte die Polizei mit. Im niedersächsischen Ankum musste ein Autofahrer den Angaben zufolge stark bremsen, um einen Zusammenstoß in einem Kreisverkehr zu verhindern.
Die Polizei wollte den 18-Jährigen demnach zuvor in Nortrup kontrollieren. Als er die Anhaltesignale bemerkte, beschleunigte er sein Fahrzeug und fuhr in Richtung Kettenkamp davon. Die Beamten folgten ihm zunächst mit Blaulicht und Martinshorn. Auf Landes- und Bundesstraßen erreichte der Wagen bis zu 240 Kilometer pro Stunde. Wegen der hohen Geschwindigkeit brach die Polizei die Verfolgung ab. Es war wie ein Katz-und-Maus-Spiel. Weil den Beamten mögliche Aufenthaltsorte bekannt waren, umstellten sie schließlich ein Gebiet, bis der Raser sich ergab. Die gesamte Verfolgungsjagd dauerte rund 90 Minuten, insgesamt legte der junge Mann während seiner Flucht knapp 20 Kilometer zurück.
Drei Hurrikans: Satellitenvideos wie aus Weltuntergangsfilm
Über dem Pazifik toben derzeit gleich drei Wirbelstürme parallel. Die Tropenstürme "Lowell", "Karina" und "Marie" haben sich zu Hurrikans ausgewachsen. Einer der drei könnte bewohntes Land erreichen.
ZDF-Interviewpartnerin in Berlin mit Schusswaffe bedroht
Bedrohlicher Vorfall in Berlin: Bei einer Fernsehaufnahme hat ein Mann mit dem Einsatz einer Schusswaffe gedroht. Die Berliner Polizei teilte mit, der 19-Jährige habe sich am Mittwoch mit einem E-Scooter einem ZDF-Team genähert, das zu dem Zeitpunkt ein Interview im Stadtteil Friedrichshain geführt habe. Ein Mitarbeiter informierte die Polizei demnach im Anschluss über den Vorfall.
Eine Polizeisprecherin bestätigte, dass ein ZDF-Team betroffen war. Der Mann erkundigte sich demnach zunächst, welcher Sender das Team geschickt habe. Dann habe er die Waffe gezogen und diese auf den Körper der Interviewpartnerin gerichtet. Schließlich sei er mit dem E-Scooter weggefahren. Laut Polizei ist der Mann bereits polizeibekannt. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt. Die Ermittlungen dauerten an.
Dolly Buster über medizinischen Notfall am Set: "Ich hätte sterben können"
Dolly Buster hat erstmals über den medizinischen Notfall gesprochen, der ihre Teilnahme an "Villa der Versuchung" abrupt beendete. In der am Montag ausgestrahlten Folge der Sat.1-Realityshow sahen die Zuschauer, wie sich der Zustand der früheren Erotikdarstellerin plötzlich so stark verschlechterte, dass die Produktion eingreifen musste. Buster wurde aus der Villa geholt und in ein Krankenhaus auf Phuket gebracht. Der Vorfall liegt bereits einige Monate zurück. Die zweite Staffel von "Villa der Versuchung" wurde im Februar in Thailand aufgezeichnet. Schon im Juli hatte Sat.1 bestätigt, dass Buster während der Dreharbeiten medizinisch versorgt werden musste. Was genau passiert war, blieb damals jedoch offen. Nun schildert die 56-Jährige im Gespräch mit der "Bild"-Zeitung selbst die dramatischen Ereignisse.
"Ich hatte keine Flüssigkeit mehr im Körper und Kaliummangel. Das war wirklich sehr schlimm, ich hätte sterben können", sagt Buster. Insgesamt habe sie zehn Tage im Krankenhaus verbringen müssen. Dort sei sie auch wegen eines stark erhöhten Pulses behandelt worden. "Ich hatte einen Puls von 190." Buster vermutet, dass eine Infektion hinter ihren Beschwerden steckte. "Ich habe mir wohl einen Tropenkeim eingefangen", erklärt sie und beschreibt ihren damaligen Zustand mit den Worten: "Ich fühlte mich wie entwässert." Eine eindeutige Diagnose erhielt die 56-Jährige nicht.
Migrationsbeauftragter legt wegen Morddrohungen nach Gewalttat in Stade Amt nieder
Niedersachsens Landesbeauftragter für Migration und Teilhabe, Deniz Kurku, legt sein Ehrenamt mit sofortiger Wirkung nieder. Als Grund nannte er in einer Mitteilung der Staatskanzlei massive Anfeindungen, Morddrohungen und Falschbehauptungen im Zusammenhang mit der Gewalttat von Stade. Kurkus Schwiegermutter soll nach Ermittlerangaben den Fluchtwagen des Mannes gefahren haben, der Ende Juni sechs Menschen in einer Mutter-Kind-Einrichtung erschossen haben soll. Die Polizei hatte das Auto mit Schüssen gestoppt.
Ob die 65-Jährige von den Plänen wusste und welche Rolle sie bei der Tat spielte, darüber wurden noch keine Erkenntnisse öffentlich mitgeteilt. Die Frau soll eine enge Verbindung zur Familie des Mannes haben, nach Medienberichten soll sie die Patentante seines Kindes sein. Noch im Juli hatte Niedersachsens Ministerpräsident, Olaf Lies, Kurku in Schutz genommen: "Deniz Kurku hat richtig gehandelt, offen zu informieren, dass seine Schwiegermutter in das Geschehene verwickelt ist", betonte der SPD-Politiker. "Ihn trifft selbst keine Schuld. Wir stehen an seiner Seite."
Waldstücke und Gebäude angezündet: Pressefotografen in Dessau verurteilt
Sie wollten die Ersten am Ort des Geschehens sein und besonders spektakuläre und damit lukrative Aufnahmen machen. Deswegen ließen sich zwei Pressefotografen dazu hinreißen, selbst Brände zu legen. Als die freien Fotografen schließlich ein ehemaliges Bahnhofsgebäude in Raguhn-Jeßnitz anzündeten, wurden sie auf frischer Tat ertappt. Das Landgericht Dessau in Sachsen-Anhalt hat die beiden deswegen heute zu Freiheitsstrafen verurteilt, in einem Fall zur Bewährung. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die 23 und 33 Jahre alten Angeklagten zwischen Juli und September vergangenen Jahres im Raum Bitterfeld-Wolfen leerstehende Gebäude, Waldstücke und Landwirtschaftsflächen in Brand gesetzt hatten, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.
Gegen den 33-jährigen Angeklagten verhängte die Kammer demnach wegen Brandstiftung in sechs Fällen eine Gesamtfreiheitsstrafe von einem Jahr und elf Monaten, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Dem war eine Verständigung zwischen den Prozessbeteiligten vorausgegangen. Der 23-jährige Angeklagte erhielt wegen sieben Taten eine Gesamtfreiheitsstrafe von sechs Jahren und acht Monaten. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Durch die Brandstiftungen entstand insgesamt ein Sachschaden in deutlich sechsstelliger Höhe.
Migranten aufgreifen und "Mauer bauen": Weißes Haus präsentiert geschmacklose Videospiele
Die US-Regierung von Donald Trump hat nach eigenen Angaben einen innovativen Weg gefunden, "die Geschichte der zahlreichen Erfolge des Präsidenten auf eine Weise zu erzählen, die bei jedem US-Bürger Anklang findet". Mehrere, zum Teil geschmacklose Online-Videospiele wurden auf der Website des Weißen Hauses vorgestellt, bei denen Nutzer beispielsweise Migranten aufgreifen oder eine Sperranlage an der Grenze zu Mexiko bauen können. Der Schritt erfolge in dem Bemühen, "den Kontrast zwischen einer Kultur des Spaßes und des Gewinnens und der düsteren sozialistischen Vision, die die Demokraten für die USA haben, weiter zu schärfen".
Ein Spiel trägt den Titel "Rio Run" und ist an das Spieleklassiker Snake angelehnt. Nutzer können darin die digitale Version des US-Grenzschutzbeauftragten Tom Homan über das Spielfeld bewegen. Ziel des Spiels ist es, möglichst viele Migranten aufzugreifen, die den Fluss Rio Grande an der Grenze zu Mexiko überquert haben.
Ein weiteres Spiel heißt "Build the Wall" (auf Deutsch: Bau die Mauer) und ähnelt dem Spiel Tetris. "Schütze die Grenze vor der herannahenden Horde", heißt es in der Spielbeschreibung. Das Spiel nimmt Bezug auf die massive Sperranlage an der Grenze zu Mexiko, die in großen Teilen bereits steht und bis Ende kommenden Jahres fertiggestellt sein soll.
In einem weiteren Spiel können Nutzer mit Netzen unter anderem Geldsäcke einfangen, um das sogenannte Trump-Konto aufzufüllen. Dabei handelt es sich um Investitionskonten der Regierung für Kinder mit US-Staatsbürgerschaft, die zwischen 2025 und 2028 geboren wurden oder werden.
Regierungskrise in Thüringen - BSW-Fraktion zerfällt
Die Krise in der Thüringer Brombeer-Koalition spitzt sich zu: Neun weitere BSW-Abgeordnete wollen die Fraktion im Landtag und die Partei verlassen. Nach dpa-Informationen sind auch alle drei BSW-Minister darunter - Vize-Ministerpräsidentin und Finanzministerin Katja Wolf, Digitalminister Steffen Schütz und Umweltminister Tilo Kummer. Die Fraktion hatte nach dem Austritt von drei Abgeordneten Mitte der Woche noch zwölf Mitglieder. Was die Austritte für die Regierungskoalition aus CDU, SPD und BSW bedeuten, ist noch unklar. Fraktions- und Parteispitze wollen sich dazu um 11 Uhr im Landtag in Erfurt äußern.
Nach Streit um Alphaville: Weiterer Musiker sagt für Glücksgefühle-Festival ab
Die aus politischen Gründen ausgesprochene Aus- und dann wieder Einladung von Alphaville durch den Veranstalter des Glücksgefühle-Festivals macht weiter Schlagzeilen. Jetzt muss das Festival die nächste Absage hinnehmen: Der DJ Beauty & the Beats kommt nicht zu dem Musik-Spektakel am Hockenheimring. In einem Instagram-Beitrag erklärte der Künstler: "Sich für unsere Demokratie, Vielfalt, Menschenrechte und gegen Rechtsextremismus auszusprechen, hat entgegen der Meinung des Festivals nämlich absolut nichts mit Politik zu tun, sondern ist einfach ganz normale Zivicourage." Er sprach vom Versuch, Künstler mundtot zu machen, und rief dazu auf, die freiheitliche Demokratie in Deutschland zu erhalten.
Der Festival-Veranstalter hatte seine Bitte, bei dem Auftritt nicht über Politik zu reden, damit begründet, dass politische Äußerungen des Alphaville-Sängers Marian Gold in der Vergangenheit Unmut bei Besuchern und Beschwerden ausgelöst hätten. Gold hatte sich gegen rechtsradikale Tendenzen und für Freiheit, Toleranz und Demokratie eingesetzt. Weil die Band sich solche Äußerungen nicht verbieten lassen wollte, wurde sie zunächst ausgeladen. Später sprachen die Veranstalter von einem Fehler und luden Alphaville wieder ein. Die Band verzichtet aber auf den Auftritt.
Trump hat keine Genehmigung, lässt Triumphbogen aber trotzdem bauen
Das nächste Prestigeprojekt von Donald Trump steht in den Startlöchern: Vertreter seiner Regierung kündigten US-Medienberichten zufolge an, dass sie bald mit den Arbeiten für den Bau des rund 76 Meter (250 Fuß) hohen Triumphbogens beginnen werden. "Wir bereiten uns darauf vor, in den nächsten zwei Wochen mit den notwendigen Aushubarbeiten zu beginnen", schrieb Innenminister Doug Burgum auf X. Und das, obwohl es laut "New York Times" noch gar keine finale Genehmigung für das pompöse Projekt gibt.
Denkmalschützer, demokratische Abgeordnete und einige Anwohner Washingtons sowie Veteranen haben sich nach Angaben der "Washington Post" gegen das Projekt ausgesprochen und gehen dagegen zum Teil juristisch vor. Kritikerinnen und Kritiker bezeichnen den Triumphbogen, der sein Pendant in Paris in den Schatten stellen würde, als ein übergroßes und unpassendes Bauwerk, das den Korridor in der Hauptstadt Washington zwischen dem Militärfriedhof und dem Lincoln Memorial stören werde.
Sturm bis Hitze: Wetterextreme läuten Wochenende ein
Heute verschärfen sich nach Angaben der ntv-Meteorologen die Wetterkontraste in Deutschland. Nach Süden und Südwesten hin sorgt ein Azorenhochkeil für meist freundliches, trockenes und sehr warmes bis heißes Wetter. Ganz anders im Norden: Dort ziehen markante Tiefausläufer vorüber und bringen teils ergiebige Regenfälle, einzelne Gewitter sowie starken bis stürmischen Wind. Dabei sind über den Tag summiert vor allem in einem Streifen von Ostfriesland und der nördlichen Weser-Ems-Region über die Unterelbe und das Wendland bis nach Vorpommern auch ergiebige Regenmengen von 20 bis 30 Liter pro Quadratmeter, stellenweise bis 50 Liter pro Quadratmeter möglich. Hinzu kommt kräftiger Wind, der teils stürmische Böen, im Bergland Sturm-, auf den Höhen von Harz, Rhön, Thüringer Wald, Erzgebirge und Bayerischem Wald auch schwere Sturmböen bringen kann.
Siegmund stellt Bedingung für AfD-Regierung
Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund bekräftigt, dass er sich nur zur Wahl als Regierungschef stellt, wenn seine Partei die absolute Mehrheit holt und allein regieren kann. Grund sei, dass nach der Wahl das umgesetzt werden müsse, was er angekündigt habe, sagte der 35-Jährige im ZDF-"Morgenmagazin". Und das könne er aktuell mit keiner anderen Partei. "Wir haben aktuell den Umstand, dass jedes Mal Parteien, Regierungen nach der Wahl genau das Gegenteil von dem machen, was sie vorher angekündigt haben." Als Beispiel nannte er die Politik nach der Bundestagswahl. "Vor der Wahl wurde die Einhaltung der Schuldenbremse versprochen, nach der Wahl gab es das größte Schuldenpaket in der Geschichte dieses Landes", sagte Siegmund. "Die Menschen möchten das nicht mehr. Sie möchten wieder Vertrauen fassen."
Siegmund sagte, die AfD sei grundsätzlich zur Kooperation mit den übrigen Parteien bereit. So habe die AfD im Landtag guten Initiativen zugestimmt, "wenn es sie mal gab von anderen Parteien". Wenn jemand die "Grundprobleme" im Land mit anpacken wolle wie "Migration, verrückte Energiepolitik, der ganze Genderquatsch et cetera - dann mache ich das sehr gerne. Aber gibt es diesen Partner? Gibt es nicht in diesem Land." Ob das vielleicht auch daran liegt, dass die demokratischen Parteien mit einer rechtsextremen und verfassungsfeindlichen Partei nicht zusammenarbeiten möchten, erwähnt er nicht.
Milei dreht im Streit um die Falklandinseln an der Eskalationsspirale
Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber den Dauerstreit zwischen Großbritannien und Argentinien um die Falklandinseln hatte ich lange nicht mehr auf dem Schirm - bis zur WM und der umstrittenen Banner-Aktion des argentinischen Teams. Einige Wochen später bestimmt der Konflikt wieder die Schlagzeilen: Argentiniens Präsident Javier Milei hat die Einrichtung einer Militärbasis auf Feuerland angekündigt. Außerdem drohte der libertäre Staatschef mit Sanktionen gegen Firmen, die ohne Erlaubnis der argentinischen Regierung die Gewässer um jene Inselgruppe im Südatlantik wirtschaftlich ausbeuten wollen, die seit 1833 ein britisches Überseegebiet ist. "Wir werden alle diplomatischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Mittel des Staates einsetzen, um staatliche und nichtstaatliche Akteure abzuschrecken, die unsere Souveränität verletzen", sagte Milei in einer TV-Ansprache.
Mileis Erklärung erfolgte wenige Tage, nachdem US-Präsident Donald Trump die bisherige Haltung der Vereinigten Staaten zu dem jahrzehntealten Streit zwischen Argentinien und Großbritannien um die Inseln infrage gestellt hatte. "Ich überprüfe stets jede Position", sagte Trump Reportern im Weißen Haus. Die USA vertreten offiziell eine neutrale Haltung, haben bislang de facto aber die britische Verwaltung auf dem Archipel anerkannt. Vom britischen Sender GB News befragt, ob er dem Vereinigten Königreich in einem neuen Konfliktfall zur Hilfe käme, antwortete Trump ausweichend. Er beklagte sich stattdessen, dass die Briten ihn im Iran-Krieg nicht unterstützt hätten.
BSW-Kandidatin: Bereit zu Kooperation mit AfD
Noch ist gar nicht klar, ob es ihre Partei tatsächlich in den Landtag schafft, doch zwei Tage vor der Wahl hat BSW-Spitzenkandidatin Claudia Wittig erneut ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit der AfD signalisiert. Politik müsse sich an Inhalten orientieren, es gehe um gute Politik für das Land, sagte sie im ZDF-"Morgenmagazin". "Ich glaube, eine 40-Prozent-Partei kann man dann nicht einfach ausschließen - zumal die auch ein ganz großes Wählerpotenzial repräsentiert, die wir natürlich auch abholen wollen."
Auf die Frage, ob sie sich der Einschätzung des Landesverfassungsschutzes anschließe, dass die AfD gesichert rechtsextremistisch ist, sagte Wittig: "Ich weiß gar nicht, ob das meine Einschätzung ist. Ich halte die AfD auf jeden Fall für eine Partei, die für ganz viele wichtige Probleme in unserem Land keine Lösungen hat. Das Gleiche trifft aber auch zum Beispiel auf die CDU zu." Deswegen werde das BSW im Landtag weder CDU-Politiker Sven Schulze zum Ministerpräsidenten wählen noch Ulrich Siegmund von der AfD. "Sondern wir möchten einen überparteilichen Ministerpräsidenten, der mit wechselnden Mehrheiten für jedes Projekt einzeln sich seine Mehrheiten zusammensuchen muss, damit wieder sachbezogen Politik gemacht wird."
Mehr als eine Woche nach der Flut: Zwei Arbeiter aus Tunnel in Nepal gerettet
Es gibt sie also doch noch: gute Nachrichten. Mehr als eine Woche nach der verheerenden Himalaya-Sturzflut mit mindestens 1280 Toten sind in Nepal zwei in einem Tunnel eingeschlossene Arbeiter gerettet worden. Zwei Minister des Landes bestätigten, dass die beiden Verschütteten lebend geborgen worden seien. Laut Energieminister Biraj Bhakta Shrestha wurde ein Mensch "soeben wohlbehalten aus dem Tunnel" des Wasserkraftwerks Trishuli 3A gerettet. "Wir haben gerade erfahren, dass eine zweite Person gerettet wurde", fügte Innenminister Sudan Gurung kurz darauf hinzu.
Nach der Sturzflut im Grenzgebiet zwischen Nepal und Tibet im Himalaya war die Zahl der Todesopfer zuletzt auf mindestens 1280 gestiegen. In Nepal wurden inzwischen 1259 Leichen geborgen, wie die Katastrophenschutzbehörde in Kathmandu am Donnerstag mitteilte. Chinesische Staatsmedien hatten zuvor 21 Tote in Tibet gemeldet.
George Clooney über seine Schwester: Ich war bei ihr, als sie starb
George Clooney hat in bewegenden Worten über einen schweren Schicksalsschlag erzählt: den Tod seiner einzigen Schwester, Adelia "Ada" Zeidler, im Dezember 2025. "Meine Schwester, der ich sehr nahestand, erkrankte letztes Jahr an Krebs und starb sehr schnell", sagte der 65-Jährige während einer Gesprächsrunde bei den Filmfestspielen in Venedig. "Und ich war bei ihr, als sie starb. Da war dieses Gefühl, bei ihr zu sein, ihre Hand zu halten, als sie starb, und zu begreifen, wie vergänglich das alles ist. Es war erst vor wenigen Minuten, dass sie und ich noch kleine Kinder waren", führte er aus. "Vor wenigen Minuten hielten wir uns noch als kleine Kinder an den Händen."
Die Zeit vergehe so schnell, sagte Clooney. "Und deshalb müssen wir nichts als Freude finden. (...) Man muss nach Freude suchen, und man muss sie einfordern, und man muss sicherstellen, dass man sie von sich selbst einfordert." Er wisse nicht, was nach dem Tod passiere. "Niemand, den ich kenne, ist bisher zurückgekommen und hat mir genau erzählt, wie es abläuft. Also kenne ich dieses Leben, und für dieses Leben muss man nach Freude suchen, und man muss versuchen, sie auch für seine Familie und seine Freunde zu finden. Das ist es, woran ich glaube."
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
1431 Tage - so lange ist Giorgia Meloni mit ihrem Kabinett schon ununterbrochen im Amt. Das ist tatsächlich ein Rekord. Seit Gründung der Republik Italien im Jahr 1946 hat das noch nie eine Regierung vor ihrer geschafft. Damit übertrifft die 49 Jahre alte rechte Politikerin die bisherige Bestmarke von Silvio Berlusconis zweiter Regierung (2001-2005). Am 22. Oktober 2022 wurde sie als erste Frau in der Geschichte Italiens zur Ministerpräsidentin vereidigt.
Italien war in den vergangenen Jahrzehnten von häufigen Regierungswechseln und damit politischer Instabilität geprägt: Seit der Republikgründung vor 80 Jahren gab es insgesamt 68 Regierungen; sie hielten im Schnitt aber nur rund 13 Monate. Die von Meloni geführte Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien hält dagegen inzwischen schon seit fast vier Jahren.
Diese Termine stehen heute auf der Agenda:
In Sachsen-Anhalt geht der Landtagswahlkampf in die letzte Phase. Zwei Tage vor der Abstimmung veranstalten mehrere Parteien heute ihre Abschlusskundgebungen und wollen um Stimmen der noch unentschlossenen Wählerinnen und Wähler kämpfen.
Die Elektronikmesse IFA in Berlin öffnet ihre Tore (12 Uhr) für Privatbesucher. Rund 2000 Aussteller präsentieren dieses Jahr ihre Produkte auf der Messe. Die Veranstalter hoffen auf rund 220.000 Besucher.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt berät heute in Kopenhagen über die Einrichtung von Abschiebezentren außerhalb der Europäischen Union.
Um 8.30 Uhr beginnt in Berlin die Klausur der Grünen-Bundestagsfraktion mit einem Auftaktstatement der Fraktionsvorsitzenden Britta Haßelmann und Katharina Dröge.
Rund 50.000 Muslime werden heute und am Wochenende zur jährlichen Versammlung der deutschen Ahmadiyya-Gemeinschaft in Mendig (Rheinland-Pfalz) erwartet.
Das Oberlandesgericht Hamm verhandelt über eine Sammelklage von Verbraucherschützern gegen den Sport-Streamingdienst DAZN wegen einer Preiserhöhungsklausel in den Verträgen.
Die deutschen Basketballerinnen treffen zum Auftakt der Heim-WM in Berlin um 17.45 Uhr auf Spanien.
Der VfB Stuttgart strebt zum Auftakt des zweiten Spieltags der Fußball-Bundesliga Wiedergutmachung für die 1:5-Klatsche beim FC Bayern München an. Die Schwaben von Trainer Sebastian Hoeneß empfangen heute Abend (20.30 Uhr/Sky) den 1. FC Köln.
Bei einer Gala auf der Leipziger Messe wird am Abend der Publikumspreis Goldene Henne vergeben.
Auftakt des Festivals gegen rechts "Jamel rockt den Förster" - unter anderem mit SPD-Chef Lars Klingbeil.
In Hockenheim beginnt das Glücksgefühle-Festival unter anderem mit Marteria und Scooter - aber ohne Alphaville.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Polizist bei Sturz durch Zwischendecke verletzt
Ein Berliner Polizist ist bei einem Einsatz durch die Zwischendecke eines Gebäudes gestürzt und verletzt worden. Der Mann sei mehrere Meter tief gefallen und auf den Fußboden aufgeschlagen, hieß es in einem Beitrag der Polizei Berlin auf der Plattform X. Bis zum Eintreffen der Rettungskräfte sei der Polizist durch anwesende Kollegen erstversorgt worden, hieß es weiter. Anschließend sei er in ein Krankenhaus gebracht worden. Dazu, wie genau es zu dem Sturz kam, machte die Polizei keine Angaben.
Bei dem Einsatz handelte es sich laut Polizei um einen sogenannten Verbundeinsatz. Bei solchen Einsätzen arbeiten mehrere Behörden zusammen. In diesem Fall waren demnach auch Kollegen der Justizverwaltung anwesend. Das Lagezentrum der Berliner Polizei äußerte sich bislang nicht dazu, worum es bei dem Einsatz ging.
Gericht macht Trumps Republikanern Strich durch die Rechnung
Der Oberste Gerichtshof des US-Bundesstaates Missouri hat eine von den Republikanern entworfene neue Einteilung der Wahlkreise für die Kongresswahlen im November gekippt. Das Urteil ist eine Schlappe für die Partei im Ringen um den Erhalt ihrer knappen Mehrheit im US-Repräsentantenhaus. Durch die Entscheidung könnte der langjährige demokratische Abgeordnete Emanuel Cleaver wieder in das Repräsentantenhaus einziehen. Sein Wahlkreis in Kansas City war im Zuge des Neuzuschnitts aufgelöst worden.
Das Gericht befand, dass der republikanische Innenminister des Bundesstaates, Denny Hoskins, unrechtmäßig ein Referendum über die neue Wahlkreiseinteilung verhindert hatte. Die republikanischen Abgeordneten hatten den Neuzuschnitt als Teil einer von Präsident Donald Trump unterstützten Kampagne durchgesetzt, um die Wahlkreisgrenzen zugunsten der eigenen Kandidaten zu verändern (das sogenannte Gerrymandering - eine Praxis, die sich auch die Demokraten zunutze machen). Die Republikaner sicherten sich landesweit einen Vorteil, nachdem ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA es mehreren konservativen Südstaaten erlaubt hatte, Wahlkreise mit einem hohen Anteil an schwarzen Wählern zu zerschlagen. Auch in demokratisch regierten Bundesstaaten wie Kalifornien wurden Veränderungen vorgenommen - zugunsten der Demokraten.








