Das war Mittwoch, der 2. September 2026
Guten Abend liebe Leserinnen und Leser,
der Tag beginnt für die Thüringer BSW-Fraktion mit einem Schock: Gleich drei Mitglieder verlassen nur wenige Tage vor der Landtagswahl im Nachbarbundesland Sachsen-Anhalt die Fraktion und die Partei. Die drei Abgeordneten Stefan Wogawa, Dirk Hoffmeister und Roberto Kobelt behalten aber ihre Mandate im Parlament und gründen gleich eine neue Partei. Der Schritt schüttelt die ohnehin mühsam zusammengenähte Patt-Koalition in Thüringen nochmal ordentlich durch. Derweil identifiziert die Polizei im Fall des vereitelten Drohnenanschlags am Flughafen Leipzig zwei Tatverdächtige. Kiew bietet Deutschland Hilfe bei der Drohnenabwehr an und warnt offiziell vor einem "unsicheren russischen Luftraum".
Auch diese Themen waren heute wichtig:
Deutsche Antwort auf Leipzig: "Gerade so über der Schwelle des Nichtstuns" von Frauke Niemeyer
Madrid und Athen lassen Kiew im Stich – der Rest der EU auch? von Lea Verstl
BSW vermisst konkrete Beweise für russischen Angriff in Leipzig
Selenskyj bietet Deutschland Hilfe durch militärisches Fachwissen an
CDU zieht wieder an der Linken vorbei - Koalition ohne Mehrheit
Damit verabschiede ich mich von Ihnen. Kommen Sie gut durch die Nacht!
Ihre Raya Frick
"Herrschaft der Schlechtesten": George Clooney schämt sich für Trump-Regierung
Hollywoodstar George Clooney hat der Regierung von US-Präsident Donald Trump Inkompetenz vorgeworfen. Die USA würden derzeit "von den am wenigsten qualifizierten Leuten regiert", sagte Clooney, der die Trump-Regierung schon mehrfach scharf kritisiert hat, bei einer Pressekonferenz zur Eröffnung des Filmfestivals von Venedig. Die USA erlebten gerade eine "unglückliche" Zeit, sagte der US-Schauspieler, Regisseur und Produzent und fügte hinzu: "Ich denke, das ist eine Untertreibung." Es gebe für den Zustand der USA "ein großartiges Wort: Kakistokratie", sagte Clooney. "Das ist ein Land, das von den am wenigsten qualifizierten Leuten regiert wird. Ich glaube, wir leben im Moment vielleicht in einer Kakistokratie, aber wir werden da durchkommen." Kakistokratie bedeutet etwa eine "Herrschaft der Schlechtesten" oder "Regierung der Unfähigsten".
Clooney sagte auch, er schäme sich für die Trump-Regierung. Als Beispiel verwies er auf US-Verteidigungsminister Pete Hegseth, der auf X ein Foto einer übergewichtigen kanadischen Soldatin geteilt und abfällig kommentiert hatte. "Wo bleibt da der Anstand?", fragte Clooney in Venedig. "Das alles beschämt mich, aber wir werden da durchkommen." Clooney, der schon oft in der Lagunenstadt zu Gast war, erhielt bei der Eröffnungsgala den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk.
Deutscher Helfer in Ceuta mit dem Tode bedroht
Private Hilfsorganisationen wie die deutsche Mission Lifeline haben von Anfeindungen in der von einer Migrationskrise betroffenen spanischen Nordafrika-Exklave Ceuta berichtet. "Ich wurde verbal schon mal mit dem Tode bedroht", sagte Nolte Bauer, der Chef der Organisation, aus Dresden. "Die Reaktion der Einheimischen auf unsere Tätigkeit ist leider überwiegend feindselig", fügte er hinzu. Die Anfeindungen kämen aus der lokalen Bevölkerung sowie von Zugereisten aus rechten Kreisen.
Einheimische werfen den Helfern spanischen Medienberichten zufolge vor, sie würden durch die Hilfe nur weitere Migranten anlocken. Als Beispiel wurde in spanischen Medien genannt, dass Mission Lifeline es den Migranten ermöglicht habe, ihre Handys aufzuladen. Auch die örtliche Hilfsorganisation "Luna Blanca" berichtete, auf sie sei massiv Druck ausgeübt worden, die Migranten nicht länger mit Essen zu versorgen. Das spanische Rote Kreuz wurde teilweise von Demonstranten gehindert, Essen auszufahren. Bauer betonte, ein menschenwürdiger Umgang mit den Migranten löse keine Sogwirkung aus, sondern sei schlicht die Umsetzung geltenden Rechts.
Trump erwägt Umbenennung der Straße von Hormus - nach sich selbst
US-Präsident Donald Trump erwägt, der Straße von Hormus seinen Namen zu geben. Da die Meerenge "nun unter US-Kontrolle steht, sollten wir die Straße von Hormus in Trump-Straße umbenennen???", fragte der Präsident auf Truth Social. Er fügte hinzu, die Wasserstraße wäre dann "wie Amerika selbst 'heißer' denn je zuvor". Trump hatte in den vergangenen Wochen gedroht, die umkämpfte Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman unter US-Aufsicht zu stellen. Er veröffentlichte sogar eine Karte, auf der die Wasserstraße als "neues US-Territorium" ausgewiesen ist.
Mit den Namensänderungen will Trump Druck ausüben. Vergangene Woche hatte er angeordnet, den Ontariosee im Grenzgebiet zu Kanada wegen eines Handelsstreits mit dem Nachbarland in "Amerikasee" umzubenennen. Zuvor hatte er bereits den Golf von Mexiko in "Golf von Amerika" umtaufen lassen. In dem seit Ende Februar andauernden Krieg gegen den Iran hatten die USA am Sonntag nach wochenlanger Pause wieder Ziele in der Straße von Hormus angegriffen. Damit wollte die US-Armee nach eigenen Angaben verhindern, dass Teheran weitere Seeminen ausbringt. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen in der Region.
Marius Borg Høiby stimmt längerer U-Haft zu
Der älteste Sohn der neuen norwegischen Königin Mette-Marit, Marius Borg Høiby, hat einer Verlängerung seiner Untersuchungshaft seinem Verteidiger zufolge vorab zugestimmt. "Das ist auf den Tod des Königs und die damit verbundenen Umstände zurückzuführen", sagte Rechtsanwalt Petar Sekulic der Nachrichtenagentur NTB. Der norwegische König Harald V. war am Freitag im Alter von 89 Jahren gestorben - er war Høibys Zieh-Opa. Vergangene Woche hatte Høiby Ausgang bekommen, um sich im Krankenhaus von König Harald V. zu verabschieden. Auch an einer Sarg-Prozession in dieser Woche durfte er teilnehmen. Bei dem Begräbnis des Monarchen am kommenden Mittwoch wird er ebenfalls dabei sein.
Der 29 Jahre alte Høiby war im Juni unter anderem wegen zwei Vergewaltigungen nach norwegischem Recht zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Bereits seit Februar sitzt er in Untersuchungshaft, die regelmäßig verlängert werden muss. Am Montag läuft sie erneut aus. Momentan darf er die U-Haft mit einer elektronischen Fußfessel auf Gut Skaugum, der Residenz des norwegischen Königspaares, verbringen. Er will das Urteil anfechten, ein Berufungsprozess könnte im kommenden Jahr starten. Die Polizei sieht eine Wiederholungsgefahr und will ihn deshalb in Untersuchungshaft behalten.
Neuer Harry-Potter-Trailer gibt Einblicke in Hogwarts
Vor fünf Monaten zeigt HBO den ersten Trailer zur neuen Harry-Potter-Serie. In einem nun veröffentlichten zweiten Trailer gewährt der Streamingdienst deutlich mehr Einblicke, unter anderem in die Zauberschule Hogwarts. Die erste Staffel umfasst acht Folgen und läuft zu Weihnachten bei HBO Max an.
Junge Frau flieht in Live-Video vor ihrem Stalker
Die Twitch-Streamerin ZoeMatthea ist gerade auf dem Weg zur Gamescom, als ein Mann in ihrem Livestream auftaucht, den sie als ihren Stalker identifiziert. Laut der jungen Streamerin habe der Mann ihr schon rund 100 Nachrichten geschrieben, die teils verstörende Ausmaße annehmen.
In Sendung überrascht: Söder krönt Johannes B. Kerner zu "Mr. TV"
Der Moderator und Journalist Johannes B. Kerner bekommt in diesem Jahr bei der Verleihung der Medienauszeichnung "Blauer Panther" den Ehrenpreis des bayerischen Ministerpräsidenten. "Ob Quiz, Talk oder natürlich Sport: Johannes B. Kerner kann einfach alles", sagte Markus Söder zur Begründung. "Er ist unser Mr. TV und zu Recht der diesjährige Ehrenpreisträger." Mit Kerner werde eine prägende Persönlichkeit der deutschen Fernsehlandschaft ausgezeichnet, teilte die Staatskanzlei mit. Der 61 Jahre alte Moderator stehe für anspruchsvolle Unterhaltung und fundierte Sportberichterstattung.
Söder überraschte Kerner mit der Zuerkennung des Preises während einer Aufzeichnung der ZDF-Sendung "Der Quiz-Champion": Söder wurde, als bei einer fingierten, unklar formulierten Frage juristischer Rat nötig war, als vermeintlicher Notar zugeschaltet. Die offizielle Preisverleihung soll am 21. Oktober in der BMW Welt in München stattfinden. Seit 2022 heißt die in vielen verschiedenen Kategorien vergebene Auszeichnung "Blauer Panther - TV & Streaming Award", vorher hieß sie Bayerischer Fernsehpreis.
Staatsanwaltschaft ermittelt nun doch gegen JP Kraemer
Gegen Jean Pierre Kraemer wird wieder strafrechtlich ermittelt. Das Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung sei wieder aufgenommen worden, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Dortmund. Das Ermittlungsverfahren war bereits eingestellt worden, weil seine Frau vor Ort auf einen Strafantrag verzichtet hatte und kein öffentliches Interesse an der Strafverfolgung sah. Doch dann hatte sich für die Ehefrau ein Rechtsanwalt gemeldet, Strafantrag gestellt und die Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt.
Der TV- und Youtube-Star Kraemer ("Die PS-Profis") hatte die Vorwürfe in der vergangenen Woche öffentlich teilweise eingeräumt und sich in einem weiteren Statement bei seiner Frau entschuldigt. Zuvor hatte der 45-Jährige ihr zunächst vorgeworfen, sie habe ihn ebenfalls geschlagen. Sie hatte gegenüber "Bild" gesagt, sie habe in einer Defensiv-Situation ihm auf die Brust gehauen. Das Paar hat sich getrennt und lässt sich derzeit scheiden. Unterdessen bestätigte der Rechtsanwalt von Kraemers Frau, dass seine Mandantin via Instagram Drohungen erhalten und gegen die Verfasser Strafanzeige erstattet habe. Nach Angaben der "Ruhr Nachrichten" und der "Bild" waren der 25-Jährigen Tod und Vergewaltigung angedroht worden.
Achterbahn bleibt stecken - 27 Fahrgäste hängen fest
Plötzlich geht nichts mehr: In einem britischen Freizeitpark bleiben 27 Menschen in rund 15 Metern Höhe stecken. Einige müssen drei Stunden in der Achterbahn ausharren, bevor die Feuerwehr sie einzeln befreit. Verletzt wird niemand.
Minister: Israel klärt mit USA Zwangsumsiedlung von Palästinensern aus Gaza
Israel hat nach den Worten von Verteidigungsminister Israel Katz Pläne zur Umsiedlung von Palästinensern aus dem Gazastreifen. Die USA müssten aber noch klären, wohin sie umgesiedelt werden könnten, sagte Katz. "Ohne diese Migration gibt es letztendlich keine wirkliche Lösung für den Gazastreifen", sagte Katz auf einer Konferenz, die von israelischen Medien veranstaltet wurde. Die israelische Regierung sei "bereit, sie herauszuholen - auf dem Seeweg, auf dem Luftweg, auf jedem erdenklichen Weg", fuhr er fort. Die US-Botschaft verwies bei Anfragen nach einer Stellungnahme an das Außenministerium in Washington.
Zu einem 20-Punkte-Plan für den Gazastreifen vom vergangenen Oktober gehörte auch der Verzicht auf Zwangsumsiedlungen. Katz sagte jedoch, Trump habe die Idee lediglich auf Eis gelegt, während er nach Ländern suche, die Palästinenser aufnehmen könnten. "Der Plan wurde nicht aufgegeben; er wird ständig diskutiert, auch jetzt noch", sagte er. Die Zwangsumsiedlung von Zivilisten in besetzten Gebieten gilt gemäß den Genfer Konventionen als Kriegsverbrechen.
Thüringer BSW zerbricht: AfD-Fraktionschef Höcke will Neuwahl des Landtags
Nach personellen Turbulenzen in der Thüringer BSW-Fraktion hat AfD-Fraktionschef Björn Höcke einen Antrag auf Neuwahl des Landtags angekündigt. "So kann es nicht weitergehen", sagte er in der Landespressekonferenz im Thüringer Landtag. "Die Zukunft des Freistaats Thüringen muss jetzt zurückgelegt werden in die Hand des Souveräns." Zuvor hatten drei Abgeordnete die BSW-Fraktion verlassen und die Gründung einer neuen Partei verkündet. In Thüringen führt Ministerpräsident Mario Voigt eine Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD. Das Bündnis hat keine eigene Mehrheit im Parlament.
Höcke machte Ministerpräsident Voigt und das BSW verantwortlich für die Situation in Thüringen. "Ich kann das BSW nicht mehr ernst nehmen", sagte er. Voigt steht seit Jahren unter Druck wegen seiner Doktorarbeit. Die TU Chemnitz hat ihm den Doktortitel inzwischen entzogen. Der Thüringer Landtag kann laut Landesverfassung mit einer Zweidrittelmehrheit aufgelöst werden. Ein Antrag dazu muss von einem Drittel seiner Mitglieder gestellt werden. Die AfD-Fraktion hat im Thüringer Landtag allein schon mehr als ein Drittel der Sitze und kann den Antrag im Alleingang einbringen.
Frachter kracht auf Handelsschiff - und sinkt innerhalb von Minuten
Nach einer Kollision mit einem Handelsschiff ist ein Frachter im Marmarameer vor der türkischen Metropole Istanbul gesunken. Es werde nach den zehn Besatzungsmitgliedern gesucht, sagte der türkische Verkehrsminister Abdulkadir Uraloglu in Istanbul. Die Handelsschiffe "Alsu" und "Tugberk Imamoglu" seien gegen 3.15 Uhr Ortszeit etwa 18 Seemeilen vor dem Istanbuler Bezirk Silivri aus noch ungeklärten Gründen kollidiert. Die "Tugberk Imamoglu" sei innerhalb von elf Minuten gesunken. Man habe Wrackteile des Schiffes gefunden. Bislang habe man keine Überlebenden gefunden, alle Besatzungsmitglieder seien türkische Staatsbürger. Das Meer sei an der Stelle etwa 900 Meter tief.
Der Generaldirektor für Seefahrt, Ünal Baylan, sagte dem Staatssender TRT, die beiden Kapitäne hätten Funkkontakt gehabt. Es sei noch völlig unklar, wie es dennoch zu dem Unfall kommen konnte. Rettungsboote und Rettungsinseln wurden demnach leer aufgefunden. Ermittlungen wurden eingeleitet. Die Küstenwache und Helikopter waren im Einsatz, um nach den Vermissten zu suchen. Nach ersten Erkenntnissen weise das Schiff "Alsu" keine erkennbaren Schäden auf, erklärte das Gouverneursamt von Istanbul. Der gesunkene Frachter hatte nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu Blech und Baustahl geladen, das zweite Schiff war leer. Das Marmarameer ist eine der verkehrsreichsten Schifffahrtsrouten der Welt und verbindet das Mittelmeer mit dem Schwarzen Meer über die Meerengen Bosporus und Dardanellen.
Glasfaser-Irrsinn: Straßen werden doppelt aufgerissen
Der Ausbau von Glasfaserleitungen soll für schnelleres Internet sorgen - doch das dauert. Teilweise wird sogar zweimal dieselbe Straße aufgerissen, weil verschiedene Anbieter ihre Leitungen verlegen. Das ist nicht nur teuer, sondern frustriert auch viele Anwohner, etwa in Wuppertal in NRW.
Schüsse bei Rave in Aargau: Polizei spricht von Amoklauf
Die Schweizer Polizei bezeichnet den tödlichen Angriff bei einem Rave im Schweizer Kanton Aargau in der Nacht zu Sonntag inzwischen als Amoklauf. Eine Frau war dabei erschossen worden, weitere Menschen wurden durch Schüsse verletzt. Knapp 24 Stunden nach der Tat nahm die Polizei einen 43 Jahre alten Schweizer unter dringendem Tatverdacht fest. Die Polizei geht nun mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von einem Einzeltäter aus. "Es gibt keinerlei Hinweise auf weitere tatbeteiligte Personen", sagte Polizeichef Michael Leupold. Im Zusammenhang mit dieser Tat bestehe keine Gefahr für die Bevölkerung.
Auf dem Gelände des Aargauischen Rennvereins war am Ende eines Techno-Musikevents in der Nacht zu Sonntag eine 22 Jahre alte Frau erschossen worden. Fünf Menschen zwischen 24 und 31 Jahren wurden durch Schüsse verletzt, eine weitere Person meldete sich nach Angaben der Polizei am Montag mit Verletzungen durch einen "Abpraller", wie der Polizeichef sagte. Unter den Verletzten war eine Deutsche. Sie sprach im Interview mit der Zeitung "Blick" von zwei Streifschüssen. Alle Opfer leben in der Schweiz.
Dresdner durchschwimmt gesamte Donau - bis ins Schwarze Meer
Der Dresdner Extremschwimmer Joseph Heß hat nach Angaben seines Teams die gesamte Donau von der Quelle in Donaueschingen bis ins Schwarze Meer durchschwommen. Nach fast 60 Tagen habe er sein Ziel in Sulina erreicht, teilte sein Team mit. Den letzten Tag habe er am Morgen in Crișan mitten im Donaudelta begonnen und dann noch rund 30 Kilometer zurückgelegt. Auf der Tour durchquerte Heß zehn Länder. "Das war das größte Abenteuer meines Lebens und die längste Flussstrecke die ich je geschwommen bin", betonte er. "Es war schön, aber jetzt bin ich auch erst einmal froh, dass es vorbei ist. Ich freue mich auf meine Familie zu Hause", bekannte Heß. "Ich habe täglich meine Schultern gemerkt und bekomme eben die Arme kaum noch über den Kopf, aber sonst geht es mir sehr gut. Zum Glück bin ich unterwegs nicht krank geworden."
Nach Angaben seines Begleitteams ging es die letzten Tage auch an der rumänisch-ukrainischen Grenze entlang. Handelsschiffe seien mit Netzen gegen Drohnenangriffe geschützt worden, man habe zerstörte Industrieanlagen und Explosionen aus der Ferne mitbekommen. Heß wurde von dem Filmemacher Markus Weinberg begleitet. "Wir haben gleichzeitig dokumentiert, wie sich Niedrigwasser, Umweltverschmutzung, Schifffahrt, Geschichte und Klimafolgen entlang eins ganzen europäischen Flusses begegnen", erklärte Weinberg.
Schichtwechsel
Meine liebe Kollegin Friederike Zörner kann nun den Feierabend einläuten und ich übernehme den "Tag". Mein Name ist Raya Frick und ich werde Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden halten und bestenfalls auch etwas bei Laune. Sie haben Fragen, Hinweise oder Kritik? Dann schreiben Sie mir am besten per Mail: raya.frick(at)ntv.de. Los geht's!
AfD wirbt in Berlin ausgerechnet mit Willy Brandt auf Wahlplakat
Die Berliner AfD hat mit einem merkwürdigen Wahlplakat für Irritationen gesorgt. Darauf sind mehrere frühere Bürgermeister Berlins wie Willy Brandt neben AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker zu sehen. "Das Plakat zeigt die ehemaligen Bürgermeister der Stadt Berlin, Reuter, Weizsäcker und Brandt. In gewisser Weise sind es Vorbilder, weil sie - jeder in seiner Zeit jeder auf seine Art - für diese Stadt gebrannt haben und für diese Stadt sich massiv starkgemacht haben", sagte Brinker dazu. "Und das fehlte in den letzten Jahren und Jahrzehnten und deswegen ist das Plakat entstanden."
Der SPD-Spitzenkandidat für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September, Steffen Krach, kritisierte das Motiv: "Ich halte es da ganz mit Willy Brandt: Es ist gut für Deutschland, wenn der erklärte Rechtsextremismus nicht in den Parlamenten vertreten ist", sagte er. "Deswegen sehe ich in diesem unsäglichen AfD-Plakat vor allem eine Mahnung an uns alle, an den kommenden Wahltagen rauszugehen und unsere Stimme für die Demokratie und gegen ihre Feinde von der AfD abzugeben." AfD-Spitzenkandidatin Brinker räumte indes ein, sie sei mit Blick auf das Motiv selbst nicht ganz sicher gewesen: "Ich muss gestehen, ich habe damit persönlich auch gehadert, weil jeder, der mich kennt, weiß, dass ich nicht anmaßend bin", sagte sie. Aber ihre Kollegen hätten sie schließlich von der Plakatidee überzeugt.
Kind bei Unwetter im Südwesten von Ast erschlagen
Nach dem jüngsten Unwetter im Südwesten hat die Staatsanwaltschaft weitere Details zum Tod eines Kindes durch den Sturm veröffentlicht. Demnach wurde es durch einen Ast erschlagen, der aus größerer Höhe von einem Baum abbrach und in die Tiefe stürzte. Der schwer verletzte Erwachsene sei in der Nähe des Kindes gewesen und ebenfalls getroffen worden. Nähere Details zu den Personen oder zum Ort des Vorfalls teilte die Staatsanwaltschaft nicht mit, um die Rechte der Betroffenen zu schützen.
Nach Angaben der "Bild"-Zeitungen soll das Kind am vergangenen Freitag gemeinsam mit seinem Vater beim Besuch eines Ruhewaldes von der Gewitterfront überrascht worden sein. Der Ast sei ausgerechnet von einem der 138 Trauerbäume des Friedwaldes abgebrochen, unter der die Aschen von Verstorbenen ruhen. Es sei aber unklar, ob die Familie dort gerade eines Angehörigen gedacht habe. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich nicht dazu.
Kirche geflutet: Braut watet durch tiefes Wasser zum Altar
Auf den Philippinen lässt sich ein Brautpaar von einer Überschwemmung nicht die Trauung verderben. Im weißen Kleid schreitet die Braut durch die gefluteten Kirchenbänke. Für den feuchten Empfang gibt es sogar eine tröstliche Deutung.
Sandra Hüller: "Identifiziere mich nicht als Deutsche"
Sie ist "unser Star in Hollywood", dabei identifiziert sich Sandra Hüller nach eigenen Angaben gar nicht als Deutsche. In erster Linie sehe sie sich als Thüringerin und Europäerin. "Ich würde sagen, ich sehe mich als thüringische Europäerin oder europäische Thüringerin. Aber ich finde: Wenn man in diesem Land geboren ist, trägt das eine Verantwortung in sich. Die kann man nicht einfach ignorieren", sagte die Schauspielerin im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". Diese Verantwortung habe aber auch eine Grenze. "Ich kann mich nicht jedes Mal für Thüringen und irgendwelche Wahlentscheidungen rechtfertigen", so Hüller. Auf die Frage, ob sie finde, dass ein Schatten über Thüringen liege, sagte sie: "Ich bin oft da, weil Teile meiner Familie da leben. Ich weigere mich, anzuerkennen, dass da ein Schatten drüber liegt. Ich glaube, dass Thüringen mehr kann als das."
Die international gefragte Darstellerin erklärte, im Austausch mit Menschen aus anderen Ländern immer wieder mit ihrem Deutschsein konfrontiert zu werden. "Viele Gespräche drehen sich um deutsche Politik in der Vergangenheit und in der Jetztzeit." In dem Interview sprach Hüller auch über ihre Erinnerungen an die DDR. Die 1978 im thüringischen Suhl geborene und nahe Rudolstadt aufgewachsene Schauspielerin antwortete auf die Frage, ob sie überhaupt das Gefühl habe, nach Hause kommen zu können: "Das geht nicht, das Land existiert ja nicht mehr."
Iran bezeichnet USA als "Satan"
Nach einem Angriff auf eine Hochzeit im Süden des Iran mit mindestens vier Toten hat ausgerechnet der Chefunterhändler des iranischen Terror-Regimes, Mohammed Bagher Ghalibaf, die USA als "Satan" bezeichnet. "Wenn eine Macht sich wie Satan verhält, Ziele wählt wie Satan und tötet wie Satan, dann ist sie Satan", erklärte Ghalibaf auf X. Der Begriff "Großer Satan" für die USA wurde vom Gründer der Islamischen Republik Iran, Ajatollah Ruhollah Chomeini, im Jahr 1979 geprägt.
Iranischen Behörden zufolge war am späten Dienstagabend in Bandar Kuhestak in der Provinz Hormosgan ein Wohnhaus getroffen worden, in dem gerade eine Hochzeit stattfand. Mindestens vier Menschen seien getötet und mehrere weitere verletzt worden, hieß es. Ghalibaf betonte, bei dem Angriff seien "Kinder zusammen mit ihren Familien getötet worden". Der Iran reagierte auf den Vorfall mit Drohnen- und Raketenangriffen auf US-Stützpunkte in mehreren Golfstaaten, darunter Bahrain, Kuwait und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die US-Armee äußerte sich nicht direkt zu dem Angriff auf die Hochzeit, erklärte aber, sie greife, im Gegensatz zu den Revolutionsgarden, "niemals Zivilisten an". Angesichts der Opferzahlen im seit Monaten andauernden Krieg ist auch diese Aussage nicht haltbar.
Ausgebrochener Bulle vor Autobahn erschossen
Fünf Bullen haben in Schleswig-Holstein für eine kurzzeitige Sperrung der Autobahn gesorgt. Aus bislang unbekannter Ursache sind die Tiere am Dienstagabend von ihrer Koppel bei Bokelrehm ausgebrochen, wie die Polizei mitteilte. Eines der Rinder reagierte aggressiv auf Menschen, sodass sich niemand nähern konnte, und lief in Richtung der Autobahn. Da sich der Bulle nicht unter Kontrolle bringen ließ, musste er neben der Autobahn erschossen werden, wie ein Polizeisprecher sagte. Wegen des Einsatzes war die A23 für etwa eine Dreiviertelstunde gesperrt. Die Sperrung wurde kurz nach 21 Uhr wieder aufgehoben.
Alphaville wütend über Konzertabsage: "Maulkorberlass"
Die Popband Alphaville beklagt sich in den sozialen Medien über die angebliche Absage eines Auftritts bei einem Festival wegen politischer Gründe. Demnach habe der Veranstalter des Glücksgefühle-Festivals den Auftritt der Band an diesem Freitag kurzfristig gestrichen. "Und dies mit einer Begründung, die uns einigermaßen fassungslos gemacht hat. So heißt es in dem Absageschreiben, ich zitiere den Veranstalter wörtlich: '… wir keine politischen Themen oder Äußerungen jeglicher Art auf unserer Bühne dulden. (…) Aus diesem Grund möchten wir von einem Auftritt von Alphaville beim Glücksgefühle-Festival Abstand nehmen'", schreibt die Band um Sänger Marian Gold. "Diese Begründung gleicht aus unserer Sicht einem Maulkorberlass - uns allen bestens bekannt aus Diktaturen." Der Vorgang sei "erschütternd" und "untragbar". Die Angaben lassen sich derzeit nicht überprüfen, ein Statement der Veranstalter steht noch aus.
Als Band halte man Meinungsfreiheit, Toleranz und Demokratie für hohe Güter, schreibt Alphaville weiter. "Dieser feindselige und vollkommen unnötige Akt lässt tief blicken, was das Demokratie- und Weltverständnis der Verantwortlichen des Glücksgefühle-Festivals betrifft." Erst im April hatte die Gruppe Schlagzeilen gemacht, weil sie sich gegen die Nutzung ihres Hits "Forever Young" durch keinen Geringeren als US-Präsident Donald Trump wehrte. Auf seiner Plattform Truth Social hatte Trump ein KI-Video gepostet, das mit dem Song unterlegt ist. "Da wir, die Band Alphaville, Trumps politischen Ansichten in keiner Weise zustimmen und sie sogar weitgehend verabscheuen, werden wir dafür sorgen, dass dieser Beitrag unverzüglich aus dem Internet entfernt wird", hieß es dazu von der Synthie-Pop-Band, die sich Anfang der 1980er Jahre gründete und unter anderem für das Lied "Big in Japan" bekannt ist.
ICE-Tür öffnet sich bei Tempo 200 während der Fahrt
Schreckmoment in Unterfranken: Auf einer Fahrt mit rund 200 Kilometern pro Stunde hat sich bei einem ICE aus ungeklärter Ursache eine Waggontür geöffnet. Der Lokführer habe den Schnellzug sofort gestoppt, teilte die Bundespolizei mit. Der ICE kam am Eingangsportal eines Tunnels bei Karlstadt (Landkreis Main-Spessart) zum Stehen. Verletzt wurde niemand. Der Vorfall ereignete sich am Dienstagabend auf der Fahrt von München nach Dortmund. An Bord des ICE 528 befanden sich 238 Reisende. Sie mussten einige Zeit in dem Zug ausharren und konnten diesen schließlich in der Nacht im Bahnhof von Lohr am Main verlassen.
Weil laut Bundespolizei zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass jemand aus dem Zug gestürzt und verletzt worden war, suchten Einsatzkräfte von Bundes- und Landespolizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten den Streckenabschnitt vor dem Schönraintunnel mit Drohne, Hundestaffel sowie Hubschrauber und Wärmebildtechnik ab. Die Suche sei aufgrund des unwegsamen Geländes und der Dunkelheit aufwendig gewesen, hieß es. Gefunden wurde niemand. Am Vormittag soll die Strecke erneut abgesucht werden.
Fabian und Viktoria Hambüchen lassen sich scheiden
Der ehemalige Turn-Olympiasieger Fabian Hambüchen und seine Ehefrau Viktoria haben der Zeitschrift "Bunte" die schwere Entscheidung mitgeteilt, sich nach über vier Jahren Ehe scheiden zu lassen. Man habe inzwischen feststellen müssen, "dass unsere Zukunftsvorstellungen weit voneinander abweichen", erklärt die Fitnesstrainerin diesen Schritt. "Da ist eine Trennung die vernünftigste Lösung. Auch wenn es schmerzhaft ist."
Seine Karriere als Reck-Olympiasieger hatte Fabian Hambüchen 2017 beendet. Er brauchte bis jetzt, um sich seiner Zukunftspläne sicher zu sein: "Die Zeit nach meinem Karriereende war sehr turbulent. Jetzt bin ich an einem Punkt angekommen, an dem ich weiß, wie ich meine Zukunft gestalten werde." Und genau an diesem Punkt haben die beiden gemerkt, "dass es auf diesem Weg gemeinsam nicht weitergehen kann".
US-Soldaten haben nach mehr als 200 Tagen wieder Land unter den Füßen
Über die mutmaßlichen Missstände auf dem US-Flugzeugträger "Abraham Lincoln" wurde vielfach berichtet (auch bei ntv.de). Jetzt können die rund 5000 Soldaten an Bord etwas durchatmen. Nach mehr als 200 Tagen auf See dürfen sie in Thailand an Land gehen und dort fünf Tage bleiben. Das 330 Meter lange und bis zu 74 Meter hohe Schiff lief am Morgen (Ortszeit) im Hafen Laem Chabang in der Provinz Chon Buri ein, rund 20 Kilometer von Pattaya entfernt.
Die monatelange Belastung und die Zustände an Bord hatten für erhebliche Unruhe gesorgt. Das atomgetriebene Schiff war im November 2025 aus der US-Westküstenstadt San Diego ausgelaufen - zunächst für einen Einsatz im Pazifik. Infolge des Kriegs mit dem Iran wurde der Flugzeugträger dann aber in den Nahen Osten verlegt. Die Besatzung war nach Angaben mehrerer Medien mehr als 200 Tage ohne Hafenaufenthalt unterwegs. Bei Einsätzen von US-Flugzeugträgern sind zwar auch mehrmonatige Fahrten üblich, doch eine so lange Zeit ohne regulären Hafenaufenthalt ist ungewöhnlich. Berichte über Probleme mit der Wasserversorgung, verstopfte Toiletten sowie zunehmende psychische Belastung der Besatzung infolge diverser Missstände hatten immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. In einigen Fällen sollen Besatzungsmitglieder nach Angaben ihrer Angehörigen versucht haben, über Bord zu springen. Das US-Militär wies die schwersten Vorwürfe zurück.
Neue Sorgen in Norwegen: Königin Mette-Marit musste ins Krankenhaus
Königin Mette-Marit hat am Dienstag die Vereidigung ihres Mannes König Haakon im Storting verpasst. Nur wenige Stunden nach der Zeremonie fuhr das Königspaar ins Osloer Rikshospitalet, wie norwegische Medien berichten. Gegen 17 Uhr wurde der Wagen auf dem Weg in die Klinik gesehen. Am Steuer saß König Haakon VIII. selbst, seine Frau saß auf der Rückbank. Der offizielle Teil des Tages lag zu diesem Zeitpunkt bereits hinter ihm. Am Mittag hatten der König und Kronprinzessin Ingrid Alexandra im Parlament ihren Eid geleistet, die Kronprinzessin in schriftlicher Form. Der Platz der Königin blieb dabei leer.
Um 18.22 Uhr verließ Haakon demnach das Rikshospitalet wieder, seine Frau blieb zurück. Gut drei Stunden später, um 21.09 Uhr, traf der König erneut am Krankenhaus ein. Kurz darauf verließen beide gemeinsam das Gebäude. Warum die Königin überhaupt in die Klinik musste, ist offiziell nicht bekannt. "Es ist nicht ungewöhnlich, dass nach einer Lungentransplantation Komplikationen auftreten. Die Königin hatte seit der Operation mehrfach Komplikationen, auch heute", zitierte das Königshaus zuvor am Dienstag den Arzt Are Holm. "Sie muss daher den ganzen Tag über unter Beobachtung bleiben." Die 53-jährige Mette-Marit hatte sich im Juni einer Lungentransplantation unterzogen. Ohne eine Spenderlunge hätte sie nach Einschätzung der Ärzte wohl nur noch ein Jahr zu leben gehabt.
Fabians Mutter über angeklagte Gina H.: "Ich will, dass sie nie wieder in Freiheit lebt"
Die Mutter des getöteten achtjährigen Fabian aus Güstrow wünscht sich im Prozess gegen die Angeklagte Gina H. eine lebenslange Freiheitsstrafe. "Ich will, dass sie nie wieder in Freiheit lebt", sagte Dorina Lange dem "Stern". "Das bringt mir Fabian nicht wieder. Aber dann weiß ich wenigstens, dass sie so etwas nicht noch jemandem antun kann." Im "Stern"-Interview sprach Lange erstmals ausführlich über ihren Sohn. "Fabian war mein Sonnenschein. Ich war so stolz, Mutter zu sein." Ihr Sohn habe viel Empathie gehabt und "ein ganz, ganz großes Herz".
Auch über das Verhältnis zu Fabians Vater äußerte sich Lange. Sie zeigte sich fassungslos, dass dieser sich auf die Seite der Angeklagten gestellt hatte und an deren Unschuld glaubt. "Er hat Fabi ein zweites Mal sterben lassen. So hat sich das angefühlt", sagte sie. Seit dem 28. April muss sich die 30-jährige Gina H. vor dem Landgericht Rostock verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihr vor, Fabian getötet zu haben. Die Angeklagte bestreitet die Vorwürfe. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.
Handschuh macht Astronautin bei ISS-Außeneinsatz zu schaffen
Bei einem fast siebenstündigen Außeneinsatz an der Internationalen Raumstation haben zwei Astronautinnen unter anderem nach Mikroorganismen am Äußeren der ISS gesucht. Die US-Astronautin Jessica Meir und ihre französische Kollegin Sophie Adenot von der europäischen Raumfahrtagentur Esa nahmen dafür Abstriche von der Außenseite der Station, wie die Nasa mitteilte. Daneben installierten die beiden einen neuen Reflektor, der Raumschiffen bei der Navigation beim Anflug und Andocken helfen soll. Zudem tauschten sie eine hochauflösende Kamera aus, wie die Nasa weiter mitteilte.
Während des Einsatzes habe Adenot zeitweise Probleme gehabt, ihren linken Arm zu bewegen. Nach Angaben der Nasa verfing sich vermutlich ein Kabel der Handschuhheizung und schränkte dadurch die Beweglichkeit ein. Das Problem konnte noch vor der Rückkehr in die Luftschleuse behoben werden.
Trump-Regierung eskaliert Streit um Transmenschen im Militär
Im vergangenen Jahr ordnet das US-Verteidigungsministerium auf Geheiß von Präsident Donald Trump an, Transmenschen weitgehend vom Militärdienst auszuschließen. Richter blockieren den Vorgang vorerst, ein rechtskräftiges Urteil steht aber noch aus. Nun zündet die Trump-Regierung eine weitere Eskalationsstufe und zieht in dem Rechtsstreit vor den Obersten Gerichtshof. Ein entsprechender Antrag sei beim Gericht eingegangen, bestätigte eine Sprecherin. Ob der Supreme Court den Fall annimmt, steht allerdings noch nicht fest. Trumps Antrag zielt darauf ab, Trans-Mitglieder der Streitkräfte schon vor einem Urteil aus dem Dienst zu entfernen.
Das Gericht in erster Instanz war überzeugt, dass der Ausschluss von Transmenschen gegen das Verfassungsgebot verstoße, dass alle Menschen vor dem Gesetz gleich behandelt werden müssen. Die nach Verteidigungsminister Pete Hegseth benannte Richtlinie beruhe "zumindest teilweise auf einem unzulässigen staatlichen Interesse, der politisch unpopulären Gruppe der Transgender-Personen zu schaden", hieß es in der Begründung. Die US-Regierung bezeichnete das in ihrem Antrag an die obersten Richterinnen und Richter als "schwerwiegende Fehlentscheidung". Die Fähigkeit der Streitkräfte, selbst darüber zu entscheiden, wer Militärdienst leisten dürfe, sei eine Angelegenheit von außerordentlicher Bedeutung.
Das wird heute wichtig
Guten Morgen,
die schweren Spannungen zwischen Berlin und Moskau haben sich infolge des gescheiterten Angriffs mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig-Halle nochmals deutlich verschärft. Russlands Präsident Wladimir Putin bezeichnete die deutschen Strafmaßnahmen gegen sein Land als "schweren Fehler" und sprach von Beweisfälschung. Das Außenministerium in Moskau kündigte Gegenmaßnahmen an.
Der deutsche Außenminister Johann Wadephul will im Laufe des Tages seine EU-Kollegen über die bisherigen Erkenntnisse zum mutmaßlichen russischen Anschlagsversuch informieren. Nach Angaben von EU-Diplomaten wird erwartet, dass es dann auch erste Beratungen zu einer möglichen europäischen Reaktion geben wird. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas sagte am Dienstag, man sehe auch in anderen Ländern, dass die Russen immer stärker provozierten. Es stelle sich also die Frage, wie man sie davon abschrecken könne, noch weiterzugehen. Die Gespräche sollen bei einem informellen EU-Außenministertreffen in Irland geführt werden.
Diese Themen stehen heute außerdem auf der Agenda:
Das Bundeskabinett will die geplante Reform der Einkommensteuer auf den Weg bringen. Die Pläne von Finanzminister Lars Klingbeil sollen vor allem Familien mit Kindern und Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen entlasten. Weiteres Thema im Kabinett ist der Entwurf eines neuen Kita-Gesetzes.
Bei einer Veranstaltung von "Volksstimme" und "Mitteldeutscher Zeitung" vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt treffen am Mittag die Spitzenkandidaten Sven Schulze und Ulrich Siegmund aufeinander. Außerdem findet die Wahlarena von Radio Brocken, RTL und ntv mit den Spitzenkandidaten statt.
In einem womöglich folgenschweren Rechtsstreit um die Bestellung neuer Tablets für Schülerinnen und Schüler will das Oberlandesgericht Düsseldorf um 13 Uhr eine Entscheidung verkünden. Der Elektronik-Konzern Samsung klagt gegen die Stadt Datteln im nördlichen Ruhrgebiet.
Vor dem Dessauer Landgericht wird das Urteil im Prozess gegen zwei Pressefotografen erwartet. Den beiden Männern im Alter von 33 und 23 Jahren wird Brandstiftung in insgesamt 17 Fällen vorgeworfen.
Gut acht Monate nach der folgenschweren Irrfahrt mit einem Auto durch die Gießener Innenstadt beginnt um 13.30 Uhr die Hauptverhandlung gegen einen 32-jährigen Mann vor dem Landgericht.
Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung stellt eine neue Analyse zur niedrigen Geburtenrate und zu unerfüllten Kinderwünschen vor.
Titelverteidiger FC Bayern München beschließt heute Abend mit seinem Gastspiel beim VfL Osnabrück die erste Runde des DFB-Pokals.
Mit der Ehrung des Hollywood-Stars George Clooney beginnen gegen 19 Uhr die 83. Filmfestspiele Venedig. Der 65-Jährige erhält den Goldenen Löwen für sein Lebenswerk. Als Eröffnungsfilm läuft "Ink" von Danny Boyle.
Starten Sie gut in den Tag. Mein Name ist Friederike Zörner. Bis zum frühen Nachmittag versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen oder Hinweisen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]ntv.de.
Umfrage: Schwesigs SPD holt gegenüber AfD auf
In Mecklenburg-Vorpommern zeichnet sich gut zweieinhalb Wochen vor der Landtagswahl am 20. September eine schwierige Regierungsbildung ab: Die AfD um Ministerpräsidenten-Kandidat Leif-Erik Holm bleibt laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa im Auftrag der "Ostsee-Zeitung" zwar die stärkste Kraft, wäre aber ebenso wie die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig auf Koalitionspartner angewiesen.
Forsa befragte 1047 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte wahlberechtigte Bürgerinnen und Bürger im Nordosten. Die Erhebung fand vom 21. bis 27. August 2026 statt. Demnach käme die AfD unverändert auf 37 Prozent, wenn schon am kommenden Sonntag gewählt werden würde. Die SPD um Manuela Schwesig kann im Vergleich zur Umfrage im Februar fünf Prozentpunkte zulegen, käme nunmehr auf 28 Prozent. Drittstärkste Kraft im neuen Schweriner Landtag würde die Linkspartei um Spitzenkandidatin Simone Oldenburg mit 11 Prozent werden, die CDU mit Spitzenkandidat Daniel Peters verliert drei Prozentpunkte um käme nur noch auf 10 Prozent. Den Grünen um Claudia Müller würde mit 5 Prozent (Februar: 4 Prozent) erneut der Einzug in den Landtag gelingen. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW/Februar: 5 Prozent) hingegen scheitert laut Forsa mit 4 Prozent knapp an der Fünf-Prozent-Hürde. Die FDP subsummiert Forsa unter "Sonstige Parteien".
Zwei Männer auf Fabrikgelände in Hamburg getötet
Zwei Männer sind auf einem Fabrikgelände im Hamburger Stadtteil St. Pauli getötet worden - mutmaßlich durch Schüsse. Zeugen hätten Schussgeräusche gehört und den Notruf gewählt, sagte ein Sprecher des Lagezentrums in der Nacht. Mehrere Polizeistreifen eilten demnach zum Einsatzort in der Lagerstraße nahe der S-Bahn-Station Sternschanze und fanden dort die beiden Männer, die noch vor Ort an ihren Verletzungen starben. Eine Fahndung mit "mehr als zwei Dutzend Funkstreifenwagenbesatzungen" sei eingeleitet worden.
Die Hintergründe sind noch unklar. Die Mordermittler gehen den Angaben zufolge davon aus, dass eine "Tatvorbeziehung" bestand - Opfer und Täter sich also kannten. Eine Gefahr für Anwohner bestehe nicht, sagte der Sprecher des Lagezentrums.
Verdacht auf Straftat: Störung im Umspannwerk Bergheim
Ist Jänschwalde kein Einzelfall? Auch nach einer Störung an einem Umspannwerk in Bergheim geht die Polizei von einer vorsätzlichen Tat aus. "Wir gehen nach aktuellem Ermittlungsstand nicht von einem technischen Defekt, sondern von einer vorsätzlichen Tat, einer Straftat, aus", sagte ein Sprecher der Polizei Essen auf Anfrage. Ursache und Hintergründe seien noch unklar.
Die Polizei war dem Sprecher zufolge am Dienstagabend gegen 20 Uhr wegen einer technischen Störung zu dem Umspannwerk im Bergheimer Ortsteil Rheidt gerufen worden. Durch einen Kurzschluss seien mehrere Leitungen ausgefallen. Zu einem Ausfall der allgemeinen Stromversorgung kam es nach bisherigen Erkenntnissen nicht. Das Werk gehört zum Energieversorger Amprion, der den Vorfall bestätigte.










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