Der Tag
10. September 2026
imageHeute mit Alexander Schultze und Johanna Ohlau
Zum Archiv
22:27 Uhr

Das war Donnerstag, der 10. September 2026

Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,

der 9/11-Jahrestag wirft seine Schatten oder vielmehr seine Lichter voraus: 2977 Lichtpunkte erstrahlen in New York und zeichnen so die Silhouetten der Twin Towers in den Nachthimmel. Morgen vor 25 Jahren wurden die Türme des World Trade Centers Ziel eines in der Geschichte beispiellosen Terrorangriffs auf die USA. Die Lichter stehen für die 2977 Opfer. Doch nicht nur in New York starben an diesem Tag Menschen, auch der Opfer von Flug 93, der nach einer Revolte der Passagiere schließlich in ein Feld in Pennsylvania stürzte, und von Flug 77, den Terroristen ins Pentagon steuerten, sowie weiterer Opfer wird am 11. September gedacht.

Zudem hätte ich noch diese Leseempfehlungen für Sie:

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Damit wünsche ich Ihnen am "kleinen Freitag" eine gute Nacht und verabschiede mich.

Ihre Johanna Ohlau

Das war Donnerstag, der 10. September 2026
22:13 Uhr

Epstein-Skandal: Weitere mögliche "Mädchenjäger" im Visier der Justiz

Nach dem Tod von Daniel Siad, einem mutmaßlichen Mädchenjäger für den 2019 tot in seiner Zelle aufgefundenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, hat die Staatsanwaltschaft in Frankreich weitere Verdächtige ermittelt. "Das Netz von Epstein ist ein wahres Labyrinth", sagte die Staatsanwältin Laure Beccuau dem Sender France Inter. "Wir haben die Namen weiterer potenzieller Anwerber erhalten", sagte sie. Die französische Justiz war in die Kritik geraten, weil sich die Ermittlungen im Fall des verdächtigten Modelagenten Siad lange hingezogen hatten. Dieser wurde im Juli tot in seinem Haus bei Paris aufgefunden, bevor er von den Ermittlern angehört worden war. Das ehemalige Model Ebba Karlsson, das Siad Anfang des Jahres wegen Vergewaltigung angezeigt hatte, verklagte daraufhin den französischen Staat wegen "grober Fahrlässigkeit". Sie warf der Justiz vor, Siad weder festgenommen noch angehört zu haben. Karlsson forderte die Justiz auf, zügig zu handeln. "Manche Taten reichen Jahrzehnte zurück. Die beteiligten Personen werden älter. Jede Verzögerung hat Konsequenzen", sagte sie.

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Der heutige US-Präsident Donald Trump (links) ließ sich in der Vergangenheit mehrfach mit Jeffrey Epstein ablichten.

Nach der Veröffentlichung von Millionen Dokumenten im Zusammenhang mit Epstein hatte die Pariser Staatsanwaltschaft Anfang 2026 angekündigt, Ermittlungsrichter einzusetzen, um mögliche Straftaten mit Bezug zu Franzosen zu prüfen. Epstein war regelmäßig nach Paris gereist und hatte enge Beziehungen zu mehreren Modelagenten. Nach Dokumenten aus den Epstein-Files hatte der Franzose Jean-Luc Brunel den Kontakt zwischen Epstein und Siad hergestellt. Brunel trat ebenfalls als Headhunter für Models auf und wurde später von zahlreichen Frauen der sexuellen Gewalt bezichtigt. 2020 nahm die französische Justiz Ermittlungen gegen ihn auf, unter anderem wegen Missbrauchs von Minderjährigen. Zwei Jahre später wurde er tot in seiner Gefängniszelle aufgefunden. Epsteins Netzwerk, dem unzählige Mädchen und junge Frauen zum Opfer fielen, reichte bis in die höchsten Kreise von Politik und Wirtschaft.

Epstein-Skandal: Weitere mögliche "Mädchenjäger" im Visier der Justiz
21:30 Uhr

Bus verunglückt in der Schweiz - Tote und Verletzte

Im Osten der Schweiz ist es zu einem schweren Unfall mit Toten und Verletzten gekommen. Das Unglück ereignete sich demnach im Kanton Graubünden zwischen den Orten Susch und Zernez. Wie mehrere Schweizer Medien berichten, handelt es sich um einen Bus aus den Niederlanden. Eine Sprecherin des niederländischen Reisebranchen-Verbandes ANVR sprach gegenüber "Blick" von einer 48-köpfigen Reisegruppe. "Wir sind sehr traurig über das Geschehene. Es ist ein schrecklicher Unfall", wird eine Sprecherin des niederländischen Reisebranchen-Verbands ANVR von "Blick" zitiert. Es handele sich um eine Reisegruppe mit 48 Menschen.

Bus verunglückt in der Schweiz - Tote und Verletzte
21:03 Uhr

Emirates nimmt bald Kurs auf den Hauptstadtflughafen

Emirates fliegt bislang bereits vier Flughäfen in Deutschland an, aber bald kommt noch ein fünfter Airport hinzu. Der Besuch von Scheich Mohammed bin Sajid, Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), bei Kanzler Friedrich Merz in Berlin hat offenbar Wirkung gezeigt. Denn die Fluggesellschaft aus den Emiraten hat bereits seit Jahren immer wieder den Wunsch vorgebracht, auch den Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) in Schönefeld anfliegen zu dürfen. Die deutsche Regierung habe zugestimmt, dass Emirates künftig neben den vier bisherigen Destinationen in Deutschland einen fünften Flughafen mit einer abgestimmten Zahl an Verbindungen anfliegen darf, heißt es in einer Mitteilung der Bundesregierung. Der BER wird dabei nicht ausdrücklich genannt. "Die zusätzlichen Flüge der Fluggesellschaft sind dabei auf maximal sieben Flüge pro Woche begrenzt", teilt Bundesverkehrsminister Steffen Bilger von der CDU mit. "Gleichzeitig schließen wir ein Flugangebot der Airline zwischen dem fünften Landepunkt und Drittstaaten aus. Damit stärken wir den Luftverkehrsstandort Deutschland." Das bedeutet, dass Emirates nur zwischen Deutschland und den VAE hin und her fliegen darf.

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Diese Emirates-Maschine landet in Frankfurt - bald auch mal am Flughafen BER in der Hauptstadt? (Foto: picture alliance / foto2press)
Emirates nimmt bald Kurs auf den Hauptstadtflughafen
20:16 Uhr

Prinzessin Dianas "Rachekleid" kommt unter den Hammer

Es ist - zumindest für Fans der Royals - wohl eines der berühmtesten Kleidungsstücke, die die verstorbene Prinzessin Diana je getragen hat. Zumindest sind die Umstände besondere gewesen: Das "Rachekleid" der Prinzessin wird versteigert. Das teilt das Auktionshaus Sotheby's in New York mit. Für alle Außenstehenden: Das schulterfreie "kleine Schwarze" hat den Beinamen, weil der heutige King Charles am selben Abend öffentlich im Fernsehen eingeräumt hatte, dass er seiner damals bereits von ihm getrennt lebenden Frau untreu war - was Boulevard-Medien zuvor längst vermeldet hatten. "Der Look sollte zu einem der prägendsten Mode-Statements des 20. Jahrhunderts werden", schreibt das Auktionshaus dazu. Dieses Kapitel des ganzen Schmierentheaters rund um die beiden Royals trug sich übrigens am 29. Juni 1994 zu. Drei Jahre später starb sie auf der Flucht vor Paparazzi in Paris bei einem Autounfall mit 36 Jahren.

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Vor der Versteigerung soll das "Rachekleid" unter anderem in London, Hongkong und Genf ausgestellt werden. (Foto: picture alliance/dpa/Sotheby's)

Obacht: Verwechseln Sie das Kleid bitte nicht mit einem anderen legendären Dress: Ebenfalls schulterfrei sorgte die Prinzessin bereits knapp zehn Jahre zuvor bei einem Empfang im Weißen Haus in Washington für Schlagzeilen. Damals tanzte sie mit US-Schauspieler John Travolta. da war von Untreue, Trennung und Rache noch nicht die Rede. Dieses lange Kleid befindet sich im Besitz der Stiftung Historic Royal Palaces. Wer der neue Besitzer des "Rachekleids" wird, entscheidet sich am 9. Dezember in New York.

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Hollywoodstar John Travolta legte 1985 eine Runde übers Parkett im Weißen Haus mit Prinzessin Diana. (Foto: picture alliance/dpa)
Prinzessin Dianas "Rachekleid" kommt unter den Hammer
19:48 Uhr

England liebäugelt mit Übernachtungssteuer für Touristen

Wer schon mal einen Urlaub in London geplant hat, weiß: Das ist kein Schnäppchen-Urlaub! Und seit einigen Monaten ist eine Einreisegenehmigung nötig, kurz ETA genannt, die auch knapp 25 Euro kostet. Nun macht die britische Regierung eine Reise nach "UK" womöglich noch unattraktiver: Die britische Regierung will Regionalbürgermeistern in England künftig die Möglichkeit geben, eine Abgabe auf Übernachtungen zu erheben. Entsprechende Pläne für die sogenannte Touristensteuer stellte Wohnungsbauministerin Angela Rayner den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern vor. Vorgesehen ist ein prozentualer Aufschlag auf den Übernachtungspreis. Wie hoch die Abgabe für Übernachtungsgäste ausfällt, sollen demnach die jeweiligen Bürgermeister beziehungsweise regionalen Verantwortlichen entscheiden. Eine landesweite Obergrenze ist nicht geplant. Die zehn Labour-Bürgermeister - darunter auch der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan - versicherten laut PA, die Abgabe unter fünf Prozent des Übernachtungspreises halten zu wollen. 

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Sightseeing in London könnte (noch) teurer werden. (Foto: picture alliance / Ingram Image)
England liebäugelt mit Übernachtungssteuer für Touristen
19:20 Uhr

Sensation in Berlin: Deutschlands Basketballerinnen stehen erstmals überhaupt im WM-Halbfinale

Ganz stark! Die DBB-Frauen schlagen mit einer herausragenden Leistung den großen Favoriten Belgien und ziehen erstmals in der Geschichte in ein WM-Halbfinale ein. Damit spielen die Basketballerinnen am Samstag und Sonntag in Berlin um die Medaillen beim Heimturnier.

Sensation in Berlin: Deutschlands Basketballerinnen stehen erstmals überhaupt im WM-Halbfinale
19:15 Uhr

Bundestag hebt erneut Immunität des AfD-Politikers Brandner auf

Nicht neu für Stephan Brandner: Der Bundestag hat dafür gestimmt, dass erneut die Immunität des AfD-Abgeordneten aus Thüringen aufgehoben wird. So macht das Parlament den Weg frei für die Durchführung eines Strafverfahrens gegen Brandner. Die AfD-Fraktion stimmte dagegen, wie der Bundestag mitteilt. Eine Aussprache gab es nicht. Brandner ist auch Parlamentarischer Geschäftsführer seiner Fraktion. Brandner schrieb dazu auf der Plattform X, es gehe um einen Auftritt und Aussagen von ihm im hessischen Landtagswahlkampf 2023. Es habe sich jemand beleidigt gefühlt, die Staatsanwaltschaft sei da jetzt tätig geworden.

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Stephan Brandner von der AfD (Foto: picture alliance / nordphoto GmbH)

Ein Abgeordneter darf nur mit Genehmigung des Parlaments wegen einer strafbaren Handlung zur Verantwortung gezogen werden. Deswegen ist zuvor die Aufhebung der Immunität erforderlich.

Bundestag hebt erneut Immunität des AfD-Politikers Brandner auf
18:47 Uhr

Rennpferde illegal zu Snacks verarbeitet? Razzia bei Pferdehändlern

Da sie nicht schnell genug laufen, kamen wohl unzählige Pferde nicht aufs "Abstellgleis", sondern verbotener Weise zum Schlachter: Europol ist in vier Ländern gegen illegale Pferdehändler vorgegangen, die tausende Sportpferde mit falschen Papieren versehen und als Schlachtpferde verkauft haben sollen. Der Verdacht bestehe, dass die nicht für den menschlichen Konsum bestimmten Pferde illegal zu Fleischprodukten verarbeitet worden seien, teilt die europäische Polizeiorganisation in Den Haag mit. An der Polizeiaktion waren 200 Ermittler in Irland, Frankreich, den Niederlanden sowie Belgien beteiligt, wo die Federführung der Ermittlungen lag. Ausgediente Rennpferde dürfen nicht für den Verzehr geschlachtet werden, weil sie häufig Medikamente erhalten hatten. Die Händler sollen laut Behörden gefälschte Mikrochips und Unterlagen beschafft haben, um die Pferde als Schlachttiere verkaufen zu können. Der Grund liegt auf der Hand: Ex-Sportpferde sind wenig bis gar nichts wert, wohingegen Schlachtpferde einen Handelswert von 1000 bis 1500 Euro haben. Zudem sind sie en masse sehr viel leichter zu verkaufen als als Freizeitpferd oder als Weidebegleiter an Privatpersonen.

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Die Pferde endeten nicht auf der verdienten Rentner-Wiese, sondern kamen auf die Schlachtbank. (Themenbild) (Foto: picture alliance / blickwinkel/N. Dautel)

Bei Durchsuchungen seien mehr als 1.000 Pferde überprüft und größtenteils beschlagnahmt worden. Auch das Schicksal weiterer Pferde werde überprüft. In Belgien wurden mehr als 100.000 Euro Bargeld beschlagnahmt und drei Verdächtige festgenommen. Nach Angaben der niederländischen Tierschutzorganisation House of Animals soll es sich insbesondere um abgedankte Rennpferde aus Großbritannien und Irland gehandelt haben, die unter erbärmlichen Bedingungen in andere europäische Länder transportiert worden seien und dort in Schlachthäusern gelandet seien. In den Niederlanden soll das Pferdefleisch nach Angaben der Tierschützer zu Snacks wie Fleischbällchen und Kroketten verarbeitet und über den Großhandel vertrieben worden sein.

Rennpferde illegal zu Snacks verarbeitet? Razzia bei Pferdehändlern
18:11 Uhr

Stärke 3,4: Erdbeben erschüttert Region um Mannheim und Worms

Plötzlich wackelt die Erde rund um Mannheim und Worms: Die Region an der Grenze zwischen Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wurde von einem Erdbeben erschüttert. Das Beben hatte nach ersten Angaben des GFZ Helmholtz-Zentrums für Geoforschung und des Landeserdbebendienstes Baden-Württemberg eine Stärke von 3,3 beziehungsweise 3,4.

Stärke 3,4: Erdbeben erschüttert Region um Mannheim und Worms
17:42 Uhr

Senior in Haus attackiert - Frau trägt nur Slip und BH

Sie hatte zwar nicht viel an, aber dafür einiges in der Hand, um einen 89-Jährigen in seinem eigenen Haus im bayrischen Kelheim zu attackieren: Eine Frau ist nur in Unterwäsche in dem Gebäude mit Pfefferspray und Holzstock auf den Senior losgegangen. Das teilt die Polizei mit. Demnach wurde der Mann im Kopfbereich verletzt. Nach der Tat habe sie sich draußen eine kurze Jeanshose angezogen und sei dann zusammen mit einem Mann, der am Zaun wartete, zu Fuß weggegangen. Motiv und Hintergründe der Tat seien noch unklar. Zwischen der Frau und dem Senior habe offenbar eine noch unbekannte Vorbeziehung bestanden, hieß es. Die Frau und ihr Begleiter konnten trotz sofortiger Fahndung nicht mehr gefunden werden.

Senior in Haus attackiert - Frau trägt nur Slip und BH
17:14 Uhr

Motorausfall: Flug endet für zwei Piloten mitten im Schwarzen Meer

Dramatische Szenen vor der türkischen Küste: Als der Motor ihres Ultraleichtflugzeugs ausfällt, müssen zwei Belgier eine Notlandung auf dem Wasser im Schwarzen Meer hinlegen. Glück für die Verunglückten: Die Küstenwache ist schnell zur Stelle.

Motorausfall: Flug endet für zwei Piloten mitten im Schwarzen Meer
16:37 Uhr

Seine vier jungen Mitfahrer starben - Bewährung für Teenager

Vor etwa einem Jahr erschütterte ein Autounfall mit vier Toten den Ort Kürten bei Köln. Den Einsatzkräften bot sich ein Trümmerfeld. Die Toten waren Insassen des Autos und zwischen 14 und 19 Jahre alt. Am Steuer des Wagens saß ein damals 16-Jähriger, der einzige Überlebende des Unfalls. Er ist nach Auffassung des Amtsgerichts in Bergisch Gladbach damals mit "höchstmöglicher Geschwindigkeit" unterwegs gewesen und verlor in einer Kurve die Kontrolle über das Fahrzeug, das sich überschlug und gegen einen Baum krachte. Der Teenager ist nun vom Amtsgericht zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren auf Bewährung verurteilt worden. Das Jugendschöffengericht sprach den 16-Jährigen wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens mit Todesfolge, fahrlässiger Tötung in vier Fällen, vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs, Fahrens ohne Fahrerlaubnis sowie einer Verkehrsunfallflucht schuldig. Das Urteil sei rechtskräftig.

Seine vier jungen Mitfahrer starben - Bewährung für Teenager
15:57 Uhr

Strom-Saboteur: Plattes Gras brachte Polizisten auf seine Spur

Da haben wohl zwei junge Polizisten bewiesen, dass sie genau richtig in ihrem Job sind: Es war nicht mehr als etwas niedergetretenes Gras an einem Feldweg, was das Duo auf die Spur des Stromanlagen-Saboteurs führte - und die beiden Autobahnpolizisten hatten den richtigen Riecher: Nicht weit entfernt stießen sie auf das Versteck des 48-Jährigen, nach dem bis zu 1700 Einsatzkräfte am Boden und aus der Luft gesucht hatten. Der Verdächtige hatte sich so gut getarnt mit seinem Zelt in einem Gebüsch etwa 800 Meter neben dem Kraftwerk Weisweiler bei Aachen versteckt, dass es nicht aus der Luft zu sehen gewesen sei, erklärt Einsatzleiter Frank Wißbaum auf Anfrage. Wie die Festnahme ablief, das zeigen Aufnahmen einer Bodycam, die einer der Beamten einschaltete, und die die Deutsche Presse-Agentur ansehen konnte: Sie stoßen darin auf einen Mann, ein Polizist zieht seine Pistole, fordert den Mann auf, sich auf den Boden zu legen. Der leistet keinen Widerstand und folgt allen Anweisungen. Sofort habe er zugegeben, der Gesuchte zu sein, berichten die Beamten später. Dann klicken die Handschellen. Obwohl der 48-Jährige sein Aussehen stark verändert habe, seien die Polizei-Experten schnell sicher gewesen, dass es sich tatsächlich um den tagelang gesuchten Tatverdächtigen handelt.

Tagelang hatten die Angriffe auf das Stromnetz in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Sachsen für Schlagzeilen in den Medien und einen Großeinsatz der Polizei gesorgt. "Die beiden jungen Kollegen haben das kriminalistisch richtig gut gemacht", lobt Wißbaum.

Strom-Saboteur: Plattes Gras brachte Polizisten auf seine Spur
15:36 Uhr

Also doch! Harry Styles kommt für zwei Konzerte nach Berlin

Seine deutschen Fans waren schon etwas frustriert, dass der Star zwar liebend gern Zeit in der Hauptstadt verbringt, einige Songs aufnimmt, aber dann auf seiner Welttournee keinen Stopp in Berlin einlegt. Der britische Musiker hat seine Fans erhört und gibt nun bekannt, dass er auch zwei Auftritte in Berlin plant: Der 32-Jährige spielt im nächsten Jahr am 2. und 3. Juli am früheren Flughafen Tempelhof. Das kündigte Harry Styles bei Instagram an. Der Ticketvorverkauf soll nächste Woche beginnen.

Der Musiker, der mit der Boyband One Direction berühmt geworden war, ist seit Mai auf Tournee. Begonnen hatte er seine "Together, Together"-Tour in Amsterdam. Aktuell spielt er in New York, wo gleich 30 Konzerte in Madison Square Garden geplant sind. 

Also doch! Harry Styles kommt für zwei Konzerte nach Berlin
15:10 Uhr

Schichtwechsel

Für meinen lieben Kollegen Alexander Schultze geht es in den verdienten Feierabend, aber hier in "Der Tag" geht es noch etwas weiter. Ich übernehme hier und halte Sie mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau und sollten Sie Fragen, Hinweise oder Kritik haben, schreiben Sie mir am besten per Mail: johanna.ohlau(at)ntv.de. Los geht's!

Schichtwechsel
14:50 Uhr

Tonnenschweres Betonteil tötet Bauarbeiter in Bayern

Bei einem Arbeitsunfall ist in Bayern ein 50-Jähriger von einem tonnenschweren Betonteil erschlagen worden. Ein 29-jähriger Kollege des Manns wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei in Kempten mitteilte.

Demnach ereignete sich der Unfall am Mittwoch in einer Betriebshalle in Günzburg. Aus unklarer Ursache löste sich ein rund anderthalb Tonnen schweres Betonteil aus der Verankerung. Es fiel zu Boden und klemmte beide Männer ein. Während der jüngere Mann nach kurzer Zeit befreit werden konnte und mit einer Beinverletzung in ein Krankenhaus kam, erlag der ältere Mann seinen Verletzungen noch vor Ort.

Tonnenschweres Betonteil tötet Bauarbeiter in Bayern
14:25 Uhr

Weniger erklären, mehr machen - CDU-Hochburg schreibt Brandbrief an Merz

In Großbeeren bei Berlin, das eine CDU-Hochburg in Brandenburg ist, hat die CDU einen Brandbrief an Kanzler und Parteichef Friedrich Merz geschrieben. "Wir brauchen keine CDU-Führung, die der Basis erklärt, warum ihre Politik eigentlich richtig sei. Wir brauchen eine CDU-Führung, die bereit ist, sich zu fragen, warum immer weniger Menschen diese Politik für richtig halten", schreibt der Vorsitzende der CDU Großbeeren, Adrian Hepp, bei Facebook, stellvertretend für insgesamt 33 Mitglieder, die namentlich aufgeführt sind. Darunter ist auch Bürgermeister Martin Wonneberger. "Herr Merz, jetzt ist Führung gefragt!"

Die Christdemokraten der Gemeinde im Landkreis Teltow-Fläming halten den AfD-Sieg und das Debakel für die CDU bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt nicht für einen "Betriebsunfall". "Wir verlieren Wähler nicht deshalb, weil diese Menschen plötzlich radikal geworden sind", heißt es in dem Brandbrief. "Wir verlieren einen erheblichen Teil von ihnen, weil sie das Vertrauen in die CDU und in die Fähigkeit der etablierten Politik verloren haben, ihre Probleme tatsächlich zu lösen."

Die 33 CDU-Mitglieder vermissen die versprochenen Reformen. "Wir sind mit dem Versprechen angetreten, Deutschland wirtschaftlich wieder auf Kurs zu bringen, Bürger und Unternehmen zu entlasten, Energie bezahlbarer zu machen, Migration konsequenter zu steuern, Bürokratie abzubauen und dafür zu sorgen, dass sich Leistung wieder lohnt", schreiben sie. "Doch was davon ist bei den Menschen bisher tatsächlich angekommen?"

Weniger erklären, mehr machen - CDU-Hochburg schreibt Brandbrief an Merz
14:19 Uhr

Inflation zu hoch - EZB erhöht Leitzins auf 2,50 Prozent

Zur Eindämmung der hartnäckigen Inflation hebt die EZB den Leitzins auf den höchsten Stand seit rund anderthalb Jahren. Der für die Steuerung der Geldpolitik maßgebliche Einlagensatz wird um einen Viertelpunkt auf 2,50 Prozent angehoben, wie der EZB-Rat am Donnerstag auf einer auswärtigen Sitzung in Berlin beschloss. Höher lag das Zinsniveau zuletzt im Februar 2025, damals bei 2,75 Prozent. Experten hatten fest mit der Anhebung gerechnet.

Inflation zu hoch - EZB erhöht Leitzins auf 2,50 Prozent
13:50 Uhr

Panne an Trumps Flugzeug? Notrutsche bläst sich auf

Wieder Wirbel um Trumps nagelneue Air Force One: Kurz vor dem Abflug des US-Präsidenten bläst sich an dem von Katar gestifteten Jet plötzlich die Notfall-Rutsche auf. Medien berichten über einen Notfall. Trump will davon nichts wissen, sagt er fühle sich sicher an Bord des Flugzeugs. Nach seinen Worten habe es sich nur um eine Sicherheitsüberprüfung gehandelt. Allerdings sprechen die Bilder eine andere Sprache.

Panne an Trumps Flugzeug? Notrutsche bläst sich auf
13:19 Uhr

Die Schufa landet wohl bald vor Gericht

Der Streit um die massenhafte Speicherung alter Verbraucherdaten bei der Auskunftei Schufa dürfte vor Gericht gehen: Die Schufa erklärte, sie weise die Vorwürfe der europäischen Datenschutzorganisation Noyb entschieden zurück und weigere sich, bis zum 9. September geforderte Unterlassungserklärungen abzugeben. Noyb teilte daraufhin in Wien mit, eine Unterlassungsklage sei nun "sicher".

Die Auskunftei speichert langfristig Daten, von denen Verbraucher bisher annehmen konnten, dass sie längst gelöscht wurden, und verwertet sie. Dazu zählen mutmaßlich alte Kredite, Pfändungen, Privatinsolvenzen und Schulden, die die Betroffenen oft schon vor Jahren beglichen haben. Die Schufa berechnet aus diesen Daten unter anderem, wie gut neu entwickelte Scores funktionieren.

Noyb hatte diese "Schattendatenbank der Schufa" einen "Musterfall für eine rechtswidrige Datenverarbeitung" genannt und die Auskunftei abgemahnt. Die Schufa erklärte, sie speichere historische Daten "gerade deshalb, um gesetzliche und regulatorische Anforderungen zu erfüllen". Sie habe keine geheime Schattendatenbank und speichere Daten "gemäß den gesetzlichen Vorgaben und der mit den Datenschutzbehörden vereinbarten Speicherfristen".

Die Schufa landet wohl bald vor Gericht
13:15 Uhr

"Ich kenne die Wohnung nicht" - Mordverdächtige in Fabian-Fall gibt sich ahnungslos

Die im Fall Fabian wegen Mordes angeklagte Frau hat ausgesagt, nie bei dem getöteten Kind zu Hause gewesen zu sein. "Ich kenne die Wohnung nicht", sagte die 30-Jährige vor dem Landgericht in Rostock. Sie wisse auch nicht, in welcher Etage er mit seiner Mutter gewohnt habe. Wenn sie Fabian abgeholt habe, habe sie mit dem Auto an der Straße gewartet. Das Kind sei nach seiner Einschulung im Jahr 2023 "so gut wie gar nicht mehr" bei ihr und dem Kindesvater gewesen.

Laut Anklage soll die Frau den achtjährigen Fabian am 10. Oktober 2025 aus seiner Wohnung in Güstrow gelockt und dann an einem Teich bei Klein Upahl, etwa 15 Kilometer südlich der Kleinstadt, erstochen und den Leichnam anschließend in Brand gesetzt haben. Das Motiv soll mit dem Verhältnis der Angeklagten zu Fabians Vater und dem zeitweisen Ende dieser Beziehung zusammenhängen. Die Angeklagte streitet eine Beteiligung an der Tat ab.

"Ich kenne die Wohnung nicht" - Mordverdächtige in Fabian-Fall gibt sich ahnungslos
12:44 Uhr

Es wird ganz eng - neue Umfrage zu MV sieht eine Partei im Aufwind

In Mecklenburg-Vorpommern verringert die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig einer Insa-Umfrage zufolge weiter den Abstand auf die AfD - und drückt im stark polarisierten Wahlkampf zugleich die CDU weit unter die Zehn-Prozent-Marke. Der repräsentativen Befragung für den "Nordkurier" zufolge käme die SPD auf 33 Prozent der Stimmen, wäre am kommenden Sonntag Landtagswahl. Das sind vier Prozentpunkte mehr als in der vor vier Wochen veröffentlichten Insa-Umfrage für die Zeitung. Die AfD bliebe unverändert bei 36 Prozent. Die CDU verliert im Vergleich zur vorherigen Umfrage drei Prozentpunkte und käme nur noch auf 7 Prozent. Ein solches Wahlergebnis wäre ihr bundesweit schlechtestes seit Gründung nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Linke verharrt demzufolge bei 11 Prozent. Die Grünen müssten mit unverändert 5 Prozent um den Einzug in den Landtag bangen. Das BSW bleibt ebenfalls bei 4 Prozent und wäre bei einem solchen Ergebnis nicht im Parlament vertreten.

Schwesig regiert bisher zusammen mit den Linken. Der Umfrage zufolge würde es für eine Neuauflage der Koalition nicht reichen. Bei einem Einzug der Grünen in den Landtag könnte Schwesig aber an der Spitze eines Dreierbündnisses mit ihnen im Amt bleiben.

Es wird ganz eng - neue Umfrage zu MV sieht eine Partei im Aufwind
12:10 Uhr

VW crasht in Bugatti, den es noch nicht zu kaufen gibt

Ein VW Polo prallt während einer Testfahrt in der Sierra Nevada auf einen Bugatti Tourbillon. Der Luxuswagen rollt auf eine rote Ampel vor einer Baustelle zu und hält - dann knallt es. Der Unfall sorgt bei Passanten für sichtbares Mitgefühl. Denn der 1800 PS starke Luxusschlitten kostet mal eben 4,5 Millionen Euro.

VW crasht in Bugatti, den es noch nicht zu kaufen gibt
11:45 Uhr

Spionage-Angst: Studenten aus China müssen immer öfter draußen bleiben

Deutschland lehnt laut einem Medienbericht im Verhältnis zu anderen Ländern deutlich mehr Visumanträge von Wissenschaftlern und Studenten aus China ab. Wie die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichteten, wies das für die Vergabe zuständige Auswärtige Amt allein im vergangenen Jahr etwa 200 Anträge von Nachwuchsforschern ab. Rund ebenso viel normalen Studierenden sei 2025 kein Visum erteilt worden.

Hintergrund ist offenbar die Furcht vor Spionage vor allem im Technologiesektor. Aus keinem anderen Herkunftsland seien Bewerber in dieser Größenordnung wie auch China abgelehnt worden, berichteten die Medien weiter. Insgesamt haben demnach im vergangenen Jahr rund 2100 Forscher und Wissenschaftler und 8800 Studierende aus China ein Visum für einen akademischen Aufenthalt in Deutschland erhalten.

Den Recherchen von SZ, NDR und WDR zufolge ist es mittlerweile Standard, Sicherheitsbehörden wie das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) in die Prüfung der chinesischen Bewerbungen einzubinden. Das liege nicht zuletzt am Nationalen Geheimdienst-Gesetz, das seit 2017 in China gilt. Danach ist jeder chinesische Bürger und jede Bürgerin verpflichtet, mit den Geheimdiensten des Landes zu kooperieren, wenn diese es verlangen.

Spionage-Angst: Studenten aus China müssen immer öfter draußen bleiben
11:08 Uhr

Studie enthüllt neue Erkenntnisse über Laschet-Lacher

Als sich Armin Laschet nach der Ahrtalflut 2021 einen Lacher während eines Ortstermins erlaubte, hat das dem Ruf des damaligen Kanzlerkandidaten geschadet. Ein tatsächlicher Einfluss auf das spätere Wahlverhalten konnte allerdings nicht nachgewiesen werden, wie die Universitäten Mainz und Frankfurt am Main mitteilten. Dies ergab demnach eine Studie von Forschern zu den Auswirkungen des "Laschet-Lachers".

Ein Foto davon wurde lange als Wendepunkt im Bundestagswahlkampf betrachtet. "Bis heute hält sich die Vorstellung, dass dieser Moment Laschet möglicherweise sogar die Wahl gekostet hat", erklärte Constantin Wurthmann von der Universität Mainz. Wähler reagierten positiv auf angemessene emotionale Reaktionen von Politikern. Das sei gut belegt, so Wurthmann. Über unangemessene Reaktionen sei bislang weniger bekannt. Dabei stehe die Frage im Fokus, ob ein Imageschaden auch das politische Verhalten beeinflusse.

Zufälligerweise lief zu der Zeit bereits eine Langzeitbefragung zur Bundestagswahl 2021, mit Umfragen vor und nach dem Lacher. Deren Ergebnisse lieferten nun die Grundlage für die neue Studie und zeigten einen moderaten messbaren Imageschaden Laschets. In Bezug auf Wahlbeteiligung und -entscheidung seien allerdings keine nennenswerten Auswirkungen beobachtet worden, so das Ergebnis der Studie. "Der Schaden am Bild der Person ist real, aber begrenzt, und übersetzt sich nicht in Verhalten", erklärte Wurthmann.

Studie enthüllt neue Erkenntnisse über Laschet-Lacher
10:40 Uhr

Nur der Aufbau ragt heraus: Rätsel um iranisches Schiff

Türkische Reporter machen nahe der Straße von Hormus einen brisanten Fund. Ein teilweise versunkenes iranisches Schiff ragt nur noch mit dem Deckaufbau aus dem Wasser. Ein US-Angriff Anfang September könnte dahinterstecken. Das Interessante: Ursprünglich soll es ein Handelsschiff gewesen sein, das später dann für militärische Zwecke umgebaut wurde.

Nur der Aufbau ragt heraus: Rätsel um iranisches Schiff
10:10 Uhr

Von Lkw abgedrängt - nach Pkw-Fahrer stirbt auch dreijährige Tochter

Nach einem Verkehrsunfall auf der Autobahn 3 bei Emmerich in Nordrhein-Westfalen sind ein 36-Jähriger und dessen 3-jährige Tochter gestorben. Das Kind erlag in einer Klinik seinen Verletzungen, wie die Polizei in Düsseldorf mitteilte. Der Mann war bei dem Unfall am Montagabend ums Leben gekommen. Seine schwangere Frau wurde schwer verletzt. Nach jüngsten Angaben schwebte die 26-Jährige nicht mehr in Lebensgefahr.

Die Familie war laut Polizei in Richtung Köln unterwegs, als ein Lastwagen nach links ausscherte und dabei möglicherweise deren Auto übersah. Der Wagen überschlug sich daraufhin, während der aus den Niederlanden kommende Sattelzug laut Polizei kurz abbremste, dann aber weiterfuhr. Nach Angaben der Beamten muss er den Unfall bemerkt haben. Sie suchten nach Fahrzeug und Fahrer.

Von Lkw abgedrängt - nach Pkw-Fahrer stirbt auch dreijährige Tochter
09:39 Uhr

Deutschland bezahlte 2025 deutlich weniger Asylbewerberleistungen

Im vergangenen Jahr haben in Deutschland weniger Menschen Asylbewerberleistungen bezogen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, erhielten Ende 2025 rund 390.000 Menschen Leistungen aus dem Asylbewerberleistungsgesetz, das waren 15 Prozent oder 71.400 Bezieher und Bezieherinnen weniger als im Jahr zuvor. Mit einem Anteil von 17 Prozent war Syrien das am häufigsten vertretene Herkunftsland. Das Gesetz unterscheidet zwischen Regelleistungen zur Deckung des Grundbedarfs, also für Ernährung, Kleidung und Unterkunft, sowie besonderen Leistungen in speziellen Situationen.

Dem Statistikamt zufolge waren zuletzt 61 Prozent der Regelleistungsempfänger männlich und 39 Prozent weiblich. Zudem waren 31 Prozent minderjährig und 62 Prozent zwischen 18 und 49 Jahren alt. Fast die Hälfte der Leistungsbeziehenden (48 Prozent) stammte aus Asien, 30 Prozent aus Europa und 17 Prozent aus Afrika. Nach Syrien folgten als häufigste Herkunftsländer die Türkei, Afghanistan und der Irak.

Deutschland bezahlte 2025 deutlich weniger Asylbewerberleistungen
09:11 Uhr

Beeinflussungsversuch? SPD-Spitzenkandidat ließ Spende im Januar zurücküberweisen

Nach Bekanntwerden von Ermittlungen gegen den Berliner SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach hat seine Partei weitere Details genannt. Demnach habe es "über den Jahreswechsel den Versuch einer Spende an die SPD Berlin in Höhe von 9900 Euro" gegeben, teilte Schatzmeister Fabian Fischer mit. "Auf Weisung unseres Spitzenkandidaten wurde umgehend entschieden, diese Spende abzuweisen." Demzufolge soll ein Unternehmer am vergangenen 29. Dezember 9900 Euro auf das Konto der SPD Berlin überwiesen haben. Krach soll am 7. Januar von der SPD-Landesgeschäftsführung informiert worden sein und die Rücküberweisung am Tag danach angeordnet haben, hieß es im Bericht. Das Geld sei am 9. Januar an den Absender zurücküberwiesen worden.

Die Staatsanwaltschaft Hannover hat vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus in anderthalb Wochen Ermittlungen gegen Krach aufgenommen. Zu konkreten Vorwürfen äußerte sie sich nicht und verwies auf die Unschuldsvermutung. Krach sagte, der Vorwurf beziehe sich auf ein Vergabeverfahren zu einem Klinikverkauf in der Region Hannover, wo er als Regionspräsident für den Wahlkampf beurlaubt ist. Den Vorwurf der Beeinflussung wies er als haltlos zurück. Er habe "in keinster Weise irgendeine Summe von diesem Bieter, weder privat noch als SPD-Landesvorsitzender, jemals angenommen".

Beeinflussungsversuch? SPD-Spitzenkandidat ließ Spende im Januar zurücküberweisen
08:39 Uhr

Kurioser Unfall: Auto steckt meterhoch über Fahrbahn fest

Autofahrer staunen nicht schlecht, als sie Beine von der Decke eines Tunnels baumeln sahen. Mehr noch, steckt da ein ganzes Fahrzeug fest - inklusive Fahrer. Der verliert zuvor bei der Auffahrt auf die Interstate 20 die Kontrolle über seine Limousine. Das Auto überschlägt sich und bleibt in einer Betonkonstruktion hängen. Der Fahrer ist zum Glück ansprechbar.

Kurioser Unfall: Auto steckt meterhoch über Fahrbahn fest
08:11 Uhr

Kirche stellt sich gegen AfD und fürchtet Konsequenzen in Sachsen-Anhalt

Im Kampf gegen den Islam führen viele AfD-Anhänger immer wieder die christliche Prägung Deutschlands als Gegenargument ins Feld. Allerdings sieht die katholische Kirche so gar keine Überschneidung zwischen ihren Grundsätzen und dem Programm der AfD. "Die AfD stellt die Grundwerte unseres Zusammenlebens infrage", sagte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, jetzt. "Die AfD möchte ein anderes Deutschland im Blick auf unsere Grundwerte und auf unsere Demokratie. Das ist mit uns nicht nur nicht zu machen, sondern da positionieren wir uns klar dagegen und stellen dem Menschenwürde, Nächstenliebe und Demokratie entgegen."

Und, schlimmer noch: Wilmer hält es sogar für denkbar, dass die AfD im Fall einer Regierungsübernahme in Sachsen-Anhalt konkrete Maßnahmen gegen die Kirchen ergreift. "Ich bin da nicht naiv", sagte er. Die AfD will unter anderem den Kirchensteuereinzug beenden und auch das Kirchenasyl nicht mehr dulden. Darunter versteht man, dass ein Mensch, der zum Beispiel von Abschiebung bedroht ist, vorübergehend Schutz in einer Kirche erhält.

In Sachsen-Anhalt leben rund 300.000 Christinnen und Christen - etwa 235.000 sind evangelisch, 66.000 katholisch.

Kirche stellt sich gegen AfD und fürchtet Konsequenzen in Sachsen-Anhalt
07:38 Uhr

Gewaltige Explosion zerreißt Waffenlager in Syrien

In der syrischen Region Idlib hat die Explosion eines Waffenlagers 14 Menschen getötet und mindestens 11 weitere verletzt. Aufnahmen zeigen einen gigantischen Feuerball, Kaskaden explodierender Munition hallen durch die Stadt Sarmada. Die Waffen dort sind laut Behörden für den Weitertransport gelagert worden. Was die Ursache ist, ist unklar. Allerdings ist es bereits der zweite ähnliche Fall binnen weniger Tage.

Gewaltige Explosion zerreißt Waffenlager in Syrien
07:11 Uhr

Stimmenkauf? Trump verspricht Amerikanern 5000 Dollar bei Republikaner-Sieg

Der Wahlkampf ist die Zeit für Wahlversprechen: US-Präsident Donald Trump sagt allen erwachsenen US-Amerikanern im Fall eines Wahlsieges seiner Partei bei den Kongresswahlen je 5000 Dollar (aktuell 4300 Euro) zu. "Wenn die Republikaner gewinnen, gewinnt ihr mit uns und erhaltet 5000 Dollar", sagte er beim Parteitag der Republikaner in Dallas im Bundesstaat Texas. "Man wird es die Trump-Dividende nennen", versprach er.

Trump zufolge soll die Belohnung fließen, falls Republikaner bei den Wahlen ihre Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses halten können. Der Vorschlag würde grob überschlagen bei mehr als 245 Millionen Erwachsenen im Land mehr als eine Billion US-Dollar kosten, etwa so viel wie der gesamte Verteidigungshaushalt der Supermacht. Ein entsprechender Beschluss scheint im Kongress daher weder politisch noch finanziell realistisch. Die Idee direkter Zahlungen an US-Bürger ist zudem nicht neu: Bereits im vergangenen Jahr hatte Trump eine Direktzahlung in Höhe von 2000 Dollar ins Spiel gebracht, sie aber dann nicht weiter verfolgt.

Stimmenkauf? Trump verspricht Amerikanern 5000 Dollar bei Republikaner-Sieg
06:57 Uhr

Alarm um 11 Uhr und WM-Viertelfinale- Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

ich hoffe, Sie sind schon wach. Wenn nicht, spätestens um 11 Uhr hat der Schlaf sowieso ein Ende. Denn dann schrillt auch Ihr Handy - hoffentlich. Denn es ist bundesweiter Warntag. Dabei werden Sirenen auf Gebäuden und Alarmsysteme auf Smartphones getestet - für den Kriegs- und Katastrophenfall. Gegen 11.45 Uhr folgt dann eine Entwarnung - und im Anschluss die hoffentlich positive Auswertung des Tests. Die fiel in den vergangenen Jahren nicht immer so aus.

Weniger schrill geht es heute im Deutschen Bundestag zu. Dort wird der Haushaltsentwurf von Finanzminister Lars Klingbeil diskutiert. Zunächst geht es um ein Ressort, das sich über deutlich mehr Geld freuen darf: das Innenministerium von Alexander Dobrindt. Zudem wird der neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann seine erste Rede halten.

Nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt ist vor den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Die beiden Spitzenkandidaten "hoch im Norden" duellierten sich gestern Abend im TV. Hier finden Sie ein Video davon. In den Berliner Wahlkampf platzte gestern die Nachricht von Ermittlungen gegen den SPD-Spitzenkandidaten Steffen Krach. Der bestreitet die Vorwürfe und macht weiterhin Wahlkampf.

Vor allem aufgrund des Iran-Kriegs der USA und Israels steigen weltweit die Energiepreise. Die Inflation zog in den letzten Monaten wieder spürbar an. Die Europäische Zentralbank hat seither bereits einmal den Leitzins angehoben. Das könnte heute erneut passieren - von 2,25 auf 2,5 Prozent. Um 14.15 Uhr wissen Sie mehr.

Heute Abend starten die beiden verbliebenen deutschen Vertreter in die Champions-League. RB Leipzig tritt auswärts bei AC Como an. Der deutsche Meister FC Bayern München bekommt es zum Start mit der Überraschungsmannschaft des Vorjahres zu tun: Bodö/Glimt. Los geht es jeweils um 21 Uhr.

Bereits einige Stunden zuvor kämpfen die deutschen Basketballfrauen um den Einzug ins Halbfinale der Weltmeisterschaft. Gegner ist Belgien. Los geht es um 17.45 Uhr.

So, ich hoffe, für den Moment sind Sie gut über den Tag informiert. Alles, was unerwartet kommt, lesen Sie ebenfalls bei uns. Ich begleite Sie bis 14 Uhr durch den Tag. Mein Name ist Alexander Schultze. Falls Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@ntv.de. Auf geht's!

Alarm um 11 Uhr und WM-Viertelfinale- Das wird heute wichtig
06:31 Uhr

Zug kollidiert mit Betonmischer in Polen - Frau stirbt

Südlich der polnischen Hauptstadt Warschau entgleist ein Zug nach dem Zusammenstoß mit einem Lkw. Eine Frau stirbt, 20 Menschen werden verletzt. Der Fahrer gibt an, von der Sonne geblendet worden zu sein. Es ist nicht der erste schwere Vorfall dieser Art im Land. Ministerpräsident Tusk wird aktiv.

Zug kollidiert mit Betonmischer in Polen - Frau stirbt
06:00 Uhr

Kein August war weltweit jemals heißer

Der vergangene Monat war nach Angaben des europäischen Erdbeobachtungsprogramms Copernicus der heißeste August weltweit seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Weltweit lag die Durchschnittstemperatur im August bei 16,96 Grad, wie der EU-Klimadienst Copernicus mitteilte. Damit wurde der bisherige Höchstwert von 2023 noch übertroffen. Damals wurde ein Wert von 16,82 Grad errechnet.

Zugleich wurden für die Meerestemperaturen beispiellose Höchstwerte gemessen. Die Zeit von Juni bis August war geprägt von heftigen aufeinanderfolgenden Hitzewellen. Das anhaltende extreme Sommerwetter führte zur Schließung von Schulen, ließ die Pegelstände von Flüssen sinken und trocknete die Vegetation aus - was verheerende Waldbrände zur Folge hatte. "Die Menschen haben wohl seit mindestens 100.000 Jahren keine so hohen Temperaturen mehr erlebt wie heute", sagte die Copernicus-Expertin Samantha Burgess.

Kein August war weltweit jemals heißer